Autor Thema: Fragen und Antworten - Schriftenerklärung  (Gelesen 1665 mal)

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Fragen und Antworten - Schriftenerklärung
« am: Di., 20. Dezember 2016, 11:46 »
Schalom,

da viele Themen durch Fragen und Antworten zerredet werden, so bitte ich die Fragen hier zu stellen, bzw. einen entsprechenden Thread zu öffnen!
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freily©

Offline Shomer

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Re: Fragen und Antworten - Schriftenerklärung
« Antwort #1 am: Fr., 31. Mai 2019, 08:20 »
Schalom lieber freily

Habe soeben deinen Beitrag über den irrtümlich "Himmel" genannten Ort gelesen. Du hast da die christlich-katholische Sicht ziemlich treffend dargestellt. Gern würde ich dir einen Hinweis geben, wie ich es über das Judentum gelernt habe. Dort gibt es den Begriff "Zedakah". Dieser bedeutet einerseits "Gerechtigkeit" aber auch - im Sinn und Geist der "ausgleichenden Gerechtigkeit" - die "Wohltätigkeit". Man denkt in diesem Zusammenhang z. B. an die Witwen und Waisen. J-H-W-H Zidkejnu = J-H-W-H, unsere Gerechtigkeit und der Zadik ist der Gerechte.

In meinem Laptop habe ich ein selbst verfasstes Buch: "Die Hölle kalt gemacht". Darin handele ich so ziemlich alles ab, was Himmel, Hölle, Satan, Gottes- und Weltbild betrifft. Einen Verleger dafür finde ich garantiert nicht, weil dieses Buch von Christen niemals gekauft würde, weil sie sonst Angst haben, ihren Glauben (an die Hölle) zu verlieren, und Nichtchristen das sowieso nicht interessiert. Eine Kernaussage darin ist: "Zum Teufel mit der Hölle!" Seither ist für mich klar, dass es jenseits der Todeslinie den Scheol gibt, das Totenreich. Und dort kommt jeder hin, ob er will oder nicht. Wer sich hier jedoch mit Sünde, Religion=Götzedienst, Spiritismus u. dgl. "beschmutzt", bekommt jenseits der Todeslinie eine angemessene Reinigung, teils länger, teils kürzer. Die größte götzendienerische Religion ist das Christentum, man denke an den geschnitzten Weihnachtskrippen- und Kruzifix-Götzen, der sogar, verbotenerweise, reformiert wurde.

Meine Frau erzählte mir eine Anekdote, die sie in jungen Jahren als Krankenpflegerin erlebt hat. Da wurde ein alter Bauer in die Klinik eingeliefert und der bekam selbstverständlich, wie jeder Andere auch, ein Bad. Nur hatte sich dieser Bauer schon jahrelang nicht mehr gewaschen (er roch auch danach), meinte aber, dass er sauber sei, weil er selbst nichts roch. Für den Bauern war die Badewanne die Hölle; der Mann hat sich gesträubt und gewehrt, dass das Pflegepersonal nachher auch nass war.

Himmel und Hölle liegen ziemlich nah beieinander; getrennt werden sie nur durch eine hohe Mauer. Im Laufe der Ewigkeit jedoch fiel diese Mauer in sich zusammen. Der thermischen Belastung wegen spielte die Statik nicht mehr mit. Zwischen den Seelen hüben und drüben wurde verhandelt, wer für den Wiederaufbau verantwortlich sei. Natürlich konnten sie sich nicht gütlich einigen und es kam zu einem Prozess. Aber wer verlor und musste wieder aufbauen? Das waren die Seelen im Himmel. Der Grund: Im Himmel gibt es keine Rechtsanwälte.

Gruß, Shomer
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Offline freily

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Re: Fragen und Antworten - Schriftenerklärung
« Antwort #2 am: Fr., 31. Mai 2019, 09:25 »
Schalom Shomer,

Zu deiner Anmerkung:
Zitat
Himmel und Hölle liegen ziemlich nah beieinander; getrennt werden sie nur durch eine hohe Mauer. Im Laufe der Ewigkeit jedoch fiel diese Mauer in sich zusammen. Der thermischen Belastung wegen spielte die Statik nicht mehr mit. Zwischen den Seelen hüben und drüben wurde verhandelt, wer für den Wiederaufbau verantwortlich sei. Natürlich konnten sie sich nicht gütlich einigen und es kam zu einem Prozess. Aber wer verlor und musste wieder aufbauen? Das waren die Seelen im Himmel. Der Grund: Im Himmel gibt es keine Rechtsanwälte.
Möchte ich betonen, daß nichts nah beieinander liegen kann, wenn eine Sache nicht existent ist.
Was die Christen glauben sollen, daß das biblisch erwähnte Feuer ein seperater Ort namens Hölle ist. Mein Herr Dekan, der mich belehrte hat damals gemeint, drüben war noch keiner, also muß man glauben was die Priester sagen, denn diese haben ihre Erkenntnis vom Papst und der ist der Stellvertreter "Gottes" auf Erden und damit unfehlbar!

Schon damals schoß mir der Gedanke durch den Kopf, wie man so einen Schwachsinn glauben kann, denn kein Mensch ist unfehlbar, hielt es aber für besser, als Kind zu schweigen um nicht als altklug bezeichnet zu werden.

Das Feuer der Erkenntnis zwischen Gut und Böse ist sehr wohl dort, wo schlicht gestrickte "Geistliche" sie nicht vermuten, nämlich im Totenreich, denn nicht GOTT JaHWeH verurteilt die Menschen, sondern der Mensch verurteilt sich selbst im Licht der vollen Erkenntnis von Barmherzigkeit und Harmonie in Gegenwart anderer Gefährten und Engeln.

Dass wir nicht fähig sind zwischen Gut und Böse unterscheiden zu können liegt daran, daß der Irrtum bei der Eva perfekt war, weil sie nicht aus Liebe gesündigt hatte, sondern aus Egoismus (sie wollte sein wie GOTT).
Und allein das ist der Grund, warum die Gerechten dieser Welt meistens bettelarm sind, weil sie den Egoismus weitest gehend besiegt haben und deswegen zurück gedrängt werden, aber dann greift der EWIGE durch die Beauftragten ein und hilft indem ER Hilfe zu kommen läßt, aber trotz allem ist es ein hartes Leben, denn der wahre Lohn erfolgt erst nach dem Aufstieg.

Allein aus diesem Grund bekamen Adam und Eva die verbogene Erkenntnis von Gut und Böse, nämlich einzig und allein die egoistische Seite von Gut und Böse.

Jetzt könnte aber jemand einwenden, ich war immer ehrlich und gut zu den Menschen und Tieren, aber mir wurde nie geholfen, dann muß er sich meine Frage gefallen lassen, ob er sich die Hilfe nicht aus einem egoistischen Grund wünscht und eigentlich keine Hilfe benötigt?

Denn auch ich warte schon seit Jahrzehnten auf einen "6er" im Lotto, wenn Du verstehst, was ich mit dieser Metapher meine?

Denn nicht alles was in den neuen Texten (NT) steht, ist eine Lüge!
2Tim 3,2 denn die Menschen werden selbstsüchtig sein, geldliebend, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig,
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Offline Shomer

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Re: Fragen und Antworten - Schriftenerklärung
« Antwort #3 am: Fr., 31. Mai 2019, 10:41 »
Das mit den Rechtsanwälten war natürlich ein Witz, und ich hoffe, du hast das auch so verstanden.

Weiter unten hatte ich ja betont, wie ich über die Hölle denke: Zum Teufel mit der Hölle! Aber ich habe da noch einen auf Lager:

Da unterhalten sich ein Jude und ein Katholik. Der Katholik sagt zum Juden: „Neulich träumte ich vom jüdischen Himmel. Das war schrecklich: Alte Juden, junge Juden, Kinder, ein Durcheinander, ein Palaver, eine Unruhe – wie in einer sprichwörtlichen Judenschule – nein, das ist nichts für mich!“
Darauf der Jude zum Katholiken: „Merkwürdig, auch ich träumte neulich – vom katholischen Himmel nämlich: Berge, Seen, Wiesen, Wälder, Vogelgezwitscher, Blumen, Schmetterlinge, Sonnenschein, wie im Paradies. Und: die vollkommene Ruhe, keine Menschenseele!“
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Offline freily

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Re: Fragen und Antworten - Schriftenerklärung
« Antwort #4 am: Do., 20. Juni 2019, 09:25 »
Das mit den Rechtsanwälten war natürlich ein Witz, und ich hoffe, du hast das auch so verstanden.

Schalom Shomer,

das mit dem Witz ist so eine Sache, denn diese haben oft mehr Wahrheit in sich, als es die Realität gerne hätte.
Wer sagt Dir, das es im Jenseits keinen gibt, den wir hier als Rechtsanwalt bezeichnen?

Der Rechtsanwalt im Jenseits kristallisiert sich aus dem Licht der Erkenntnis, denn Dir wird drüben die Erkenntnis über deine Taten gegeben und über die Verflechtung der selben mit deiner Umgebung und da ist die Maxime, wer viel Gutes gesät hat, der wird Gutes ernten und wer viel Egoismus gesät hat, der wird diesem gegenüber gestellt und dessen giftigen Früchte ernten.

Im Prinzip verurteilt man sich selbst, wenn man es an Vernunft und Barmherzigkeit fehlen läßt und ein Mietpreiswucherer wird im Jenseits keine bezahlbare Wohnung finden, wenn Du jetzt diese "Sprache der Zweige" verstehst.
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Re: Fragen und Antworten - Schriftenerklärung
« Antwort #5 am: Do., 20. Juni 2019, 11:27 »
Schalom freily

Wie ich sehe, nimmst du den Witz relativ ernst. Deinen Deutungsversuch kann ich jedoch vollumfänglich nachvollziehen, da auch ich mich bereits eine Zeit lang intensiv mit dem Leben nach dem Tod befasst habe. Aber es gibt noch mehr volkstümliche Vorstellungen über das Leben danach - hier mal noch eine andere:

Ein Pfarrer und ein Taxifahrer kommen in den Himmel. Zuerst weist Petrus dem Pfarrer seine Wohnung an, und als Petrus mit dem Taxifahrer höher aufsteigt als der Pfarrer, kocht der vor Wut. Petrus kommt zurück und der Pfarrer ruft ihn zu sich: "Das ist nicht Recht, dass dieser Taxifaherer höher aufsteigt als ich - ich bin nämlich der Diener Gottes und nicht der da."

Petrus antwortete: "Nun, schauen wir uns das doch einmal genauer an: wenn du am Sonntagmorgen gepredigt hast, sind doch die Zuhörer bei dir eingeschlafen, oder nicht?" Der Pfarrer musste das allerdings eingestehen. Petrus weiter: "Beim Taxifahrer war das aber ganz anders: bei ihm haben die Fahrgäste nämlich angefangen zu beten."

Gruß Shomer




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Re: Fragen und Antworten - Schriftenerklärung
« Antwort #6 am: So., 23. Juni 2019, 10:01 »
Schalom freily
Wie ich sehe, nimmst du den Witz relativ ernst. Deinen Deutungsversuch kann ich jedoch vollumfänglich nachvollziehen, da auch ich mich bereits eine Zeit lang intensiv mit dem Leben nach dem Tod befasst habe.

Schalom Shomer,
jeder, der klaren Verstandes ist befasst sich mit der Frage von dem Leben nach dem Tod, aber das heißt noch lange nicht, das man auch zu einem vernünftigen Ergebnis kommt, weil der Mensch mit dem Erbe der Eva belastet ist und unter der kognitiven Dissonanz leidet.
Allein aus diesem Grund betrachte ich so manche Witze skeptisch, allen voran solche:  ;)
Zitat
Das mit den Rechtsanwälten war natürlich ein Witz, und ich hoffe, du hast das auch so verstanden.
Weiter unten hatte ich ja betont, wie ich über die Hölle denke: Zum Teufel mit der Hölle! Aber ich habe da noch einen auf Lager:

Warum?
Weil sich in diesem Witz das Potential der Verbreitung von falscher Lehre verbirgt, die über die Lachmuskeln wie ein Schuhlöffel das Falsche verniedlicht.
Das mag sich jetzt wie Haarspalterei lesen, aber es zeigt mir ganz deutlich auf, wie schwer es eigentlich ist, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden.

Meine Mutter brachte das Dilema, das wir Menschen haben mit einem Satz auf den Punkt: Gut Meinen bringt die Leut's zum Weinen.!
In dem Wort Leut's steckt zugleich das Wort seufz als Anekdote drin, meinte sie bei meiner Nachfrage zu dem Wort Leut's.

Wie Du jetzt sehen kannst, es ist einfach zu Kritisieren, aber sehr schwer alle Umstände mit ein zu beziehen.
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Re: Fragen und Antworten - Schriftenerklärung
« Antwort #7 am: So., 23. Juni 2019, 11:26 »
Shalom freily

Zitat
wie schwer es eigentlich ist, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden

Ich verrate dir ein "Geheimnis": Fast die ganze Menschheit (wenigstens hierzulande) glaubt, dass man vom Apfelessen stirbt. Aber eigentlich ist es uns heute ein Ding der Unmöglichkeit, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. Und der Grund: Die "Frucht des Baumes der Erkenntnis von gut und böse" ist nur eine Frucht. Und die haben wir reichlich intus. Die Alternative wäre die Frucht .... von gut oder böse, aber von der lese ich nichts, die gibt es nicht. Wer meint, das Gute zu "essen", isst gleich das Böse damit zusammen. Das wohl bekannteste Beispiel für die Verwirrung um gut und böse ist wohl die Shoa: Was für die Schergen gut war, war für die Juden böse - und umgekehrt. Oder in der Inquisition hat die Kirche bestimmt, was gut und böse war. Wer sich danach hielt, der durfte leben, und wer nicht, der machte Bekanntschaft mit dem Scheiterhaufen.

Das Christentum ist für dieses Durcheinander von gut und böse prädestiniert:
Himmel und Hölle sind inexistent; gegeben ist Sheol.
Gott (Theos) und Satan sind inexistent (Zum Teufel mit dem personifizierten Bösen!); nur ELOHIM JHWH ist gegeben und gemäß Schlange/Nachash weiß Er, was gut und böse ist.
Wer aber in Seinen Augen böse ist, das hat nichts mit dem zu tun, wer in christlichen Augen böse ist. Seine "Meinung" zum christlichen Kruzifix-Götzen (ob mit oder ohne Holz ist belanglos), ist seit dem Ereignis mit Eva und der Schlange gemacht: Der ist in Seinen Augen nämlich böse: bete ihn nicht an und diene ihm nicht!

Und noch eine Alternative hätten wir theoretisch: Die Frucht des Baumes des Lebens. Diese wäre eigentlich vom Schöpfer gegeben gewesen.

Gruß Shomer
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Re: Fragen und Antworten - Schriftenerklärung
« Antwort #8 am: So., 23. Juni 2019, 12:57 »
Schalom Schomer

schau mal das auch an.
Zu deiner neuerlichen Aussage:
Zitat
Gott (Theos) und Satan sind inexistent (Zum Teufel mit dem personifizierten Bösen!); nur ELOHIM JHWH ist gegeben und gemäß Schlange/Nachash weiß Er, was gut und böse ist.
Kann ich nur sagen, daß Du zu viel in das griechische Wort Theos interpretierst, denn es gibt sehr wohl eine Macht die über allem steht.
Und in bezug auf den Satan habe ich schon viel geschrieben.

Ach ja, die Frucht war kein Apfel und Äpfel wirken dem Darmkrebs entgegen, zumindest behaupten das einige Wissenschaftler des Gesundheitswesens.
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Re: Fragen und Antworten - Schriftenerklärung
« Antwort #9 am: So., 23. Juni 2019, 19:46 »
Schalom freily

Kurz zur Erklärung: im sog. AT gibt es nur ELOHIM JHWH und im sog. NT ausschließlich Theos. Mit beiden "Göttern" verbindet die jeweilige Priesterschaft verschiedene Eigenschaften, so dass sie nicht identisch sein können. Fest steht z. B., dass JHWH EINER ist, nur einer und ebenso steht fest, dass Theos/Gott dreieinig ist. Ebenso fest steht, dass der EINE sprach: Bete die drei nicht an und diene ihnen nicht. So unterschiedlich sind die zwei verschiedenen Gottheiten in unseren Bibeln, aber keiner darf das wissen.

Angenommen, der ALLMÄCHTIGE JHWH hätte einen Feind Satan, der auch noch ein wenig mächtig ist - Er wäre nicht mehr der ALLMÄCHTIGE sondern nur noch 7/8-mächtig, 51:49%-mächtig oder so, aber wie viel genau, dass müssten mir diejenigen mal erklären, die glauben, dass Gott (Theos?) dem Satan (personifizierten Bösen) Untaten genehmigt/zulässt.

Gruß Shomer
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Re: Fragen und Antworten - Schriftenerklärung
« Antwort #10 am: Mo., 24. Juni 2019, 08:23 »
Schalom Shomer,

wer sagt Dir das GOTT ELoHim allmächtig ist? Oder gar fehlerfrei?

1.Mo 6,7 Und der HERR sprach: Ich will den Menschen, den ich geschaffen habe, von der Fläche des Erdbodens auslöschen, vom Menschen bis zum Vieh, bis zu den kriechenden Tieren und bis zu den Vögeln des Himmels; denn es reut mich, dass ich sie gemacht habe.
Oder
2.Mo 32,14 Da gereute den HERRN das Unheil, von dem er gesagt hatte, er werde es seinem Volk antun.


In der letzten Konsequenz der Logik sagt hier GOTT, daß ER sich selbst eingesteht, einen Fehler gemacht zu haben!
Einen Fehler aber macht kein allmächtiger und vollkommener GOTT, denn der hätte nichts zu bereuen!

Für mich persönlich ist ein GOTT, der einen Fehler zugibt annehmbarer, als der unnahbare Gott der Christen und ich denke, Jeschu(a) Ben Joseph dachte ebenso; ganz bestimmt sogar.

Das der EWIGE seinen "Fehler" bestehen ließ, macht IHN umso größer, denn ER hat den Charakter uns zu führen und zu leiten und nur deswegen stehe ich voll und ganz zu IHM und ich liebe es, mit IHM zu diskutieren.!

Ich schreibe Dir nur deswegen, weil ich deine Übertriebenheit bezüglich eines griechischen Wortes sehe, denn Theos Hypsistos (griechisch Θεος ὕψιστος „der Höchste Gott“) ist kein Name, sondern eine Bezeichnung und diesen Müll von Wikipedia als Namensbezeichnung trittst Du bis zum geht nicht mehr breit.

Du bedenkst dabei nicht, daß die Septuaginta von jüdischen Gelehrten übersetzt wurde und dort ebenfalls Theos für GOTT benutzt wird, weil der Name des EWIGEN an sich, für uns heilig ist und nicht immer geschrieben werden soll.

Nachtrag: Was ich vergessen habe zu erwähnen, selbst der "neue Text" NT wurde überwiegend von jüdischen Schreibern geschrieben und die hatten bestimmt mit dem griechischen Gott Zeus nichts am Hut. Also auch den Unterschied der Sprachen beachten und zügle bitte deine Wut auf die katholische Kirche, denn es ist der Wille des EWIGEN, daß sie das tun können, was sie tun.
(Dan 9,26 )
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Offline ABA זאב ברנובסקי

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Die REUE GOttes ???
« Antwort #11 am: Mi., 26. Juni 2019, 01:00 »
Schalom Freily, Schalom Shomer!
An dieser Stelle möchte ich mir selbst unter etwas Zeitdruck doch die Zeit nehmen, um "meinen Senf" dazuzugeben!
Es handelt sich um die ursprünglichen TORAH-TEXTE:
Zitat von: Codex Leningradensis MS Heb B 19A
aus Beraschit 1:
וַיֹּאמֶר יְהוָה אֶמְחֶה אֶת הָאָדָם אֲשֶׁר בָּרָאתִי מֵעַל פְּנֵי הָאֲדָמָה מֵאָדָם עַד בְּהֵמָה עַד רֶמֶשׂ וְעַד עוֹף הַשָּׁמָיִם כִּי נִחַמְתִּי כִּי עֲשִׂיתִם
sowie Beraschit 2:
וַיִּנָּחֶם יְהוָה עַל הָרָעָה אֲשֶׁר דִּבֶּר לַעֲשׂוֹת לְעַמּוֹ
Eine gängige deutsche Übersetzung wurde hierzu gepostet:
Zitat
1.Mo 6,7:
Und der HERR sprach: Ich will den Menschen, den ich geschaffen habe, von der Fläche des Erdbodens auslöschen,
vom Menschen bis zum Vieh, bis zu den kriechenden Tieren und bis zu den Vögeln des Himmels;
denn es reut mich, dass ich sie gemacht habe.

2.Mo 32,14:
Da gereute den HERRN das Unheil, von dem er gesagt hatte, er werde es seinem Volk antun.
Obiger deutscher Text ist leider (wie so vieles andere auch) eine unkorrekte Übersetzung aus dem Hebräischen.
REUE ist keine Eigenschaft GOttes. In diesem Falle eine klare Fehlübersetzung des hebräischen Wortes:
נחם = N CH M .
Denn die benutzte Wurzel (Schoresch) von נחם  (NaCHeM) hat mehrere Bedeutungen im Hebräischen.
Keinesfalls darf in diesem Falle REUE im Bezug zur Eigenschaft GOttes verwendet werden!
Der Begriff "Reue" für נחם  (NaCHeM) ist da eher anthropomorph (ἄνϑρωπος μορφή) also »vermeschlicht« zu verstehen. Genau wie so oft in den Übersetzungen unbekümmert von "Augen",  "Händen", "Füßen", sowie von "Zorn" und "Rache" GOttes zu lesen ist. Das alles ist natürlich nicht wörtlich zu verstehen. Denn der ewige GOtt hat weder einen Körper noch eine menschliche Psyche.



Zu diesem Thema zitiere ich dieses mal sogar eine Lehrmeinung eines katholischen Theologen:
Zitat von: Karl Veitschegger (2008)
In der Bibel steht manchmal "Gott reute es, dass er…"
Was ist damit gemeint? Ändert Gott seinen Meinung?
Weiß er nicht, was er will?
 
Es "menschelt" in den "heiligen Schriften"
Der TANACH ist bekanntlich nicht als fertiges, einheitliches literarisches Werk vom Himmel gefallen, sondern im Laufe vieler Jahrhunderte Stück um Stück verfasst worden. Die menschlichen Verfasser der "biblischen" Schriften sind von Gott inspiriert, aber sie sind keine willenlosen Schreibautomaten. Sie bleiben echte Menschen, wenn sie auf Gott hören und weitergeben, was sie verstehen. Sie haben ihre bestimmte Art, religiöse Erfahrungen zu verarbeiten und sprachlich auszudrücken. Als Kinder ihrer Zeit und Kultur verwenden sie, wenn sie von Gott sprechen, auch Ausdrucksweisen, die  sehr vermenschlicht anmuten.

Gott weiß, was er will
Wenn nun in manchen Schriften der "Bibel" gesagt wird, dass Gott etwas "reut" (z. B. Jona 3,10), ist das im übertragenen Sinn zu verstehen. Es bedeutet wohl, dass Gott sich auf die Wechselhaftigkeit der Menschen einlässt und ihre Entscheidungen in sein Handeln integriert. Er lässt die Menschen Wege gehen, die von ihm wegführen, zeigt ihnen durch prophetische Gestalten warnend die Konsequenzen ihres destruktiven Handelns auf, lässt sie manchmal "anrennen", ruft aber auch zur Umkehr und bietet immer wieder die Chance zum Heil an. Aus menschlicher Sicht mag Gott wechselhaft erscheinen. Denken wir aber weniger "vermenschlicht" von Gott, müssen wir sagen, dass es "bei ihm keine Veränderung und keine Verfinsterung gibt". Denn er weiß seit Ewigkeit in größter Klarheit, was er will. Die endgültige Zusage, dass es - menschlich gesagt - Gott nie mehr "reuen" wird, "auf der Erde den Menschen gemacht zu haben"

Möglicherweise ist folgende Übersetzung ins Deutsche (u.a. Naftali Herz) etwas einfacher zu verstehen:
Zitat
Da sprach der Ewige:
»Tilgen will ich den Menschen, den ich erschuf;
wenn ich bedenke was sie daraus gemacht haben,
für das ich sie geschaffen habe.

sowie an anderer Stelle:
Da bedachte sich der Ewige ob des Unheils, das er geredet hatte, seinem Volk zu tun.

LG ABA
Zeev Baranowski

Offline Shomer

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Re: Fragen und Antworten - Schriftenerklärung
« Antwort #12 am: Mi., 26. Juni 2019, 20:15 »
Lieber ABA

Danke bestens für deinen kompetenten "Senf".

Gruß Shomer
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Offline freily

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Re: Die Reue GOTTes
« Antwort #13 am: Fr., 28. Juni 2019, 10:30 »
Schalom ABA,

Ja Danke ABA, für deinen "Senf" und das mit der Kompetenz lassen wir beide sowieso aussen vor, denn hier ist keiner Kompetenter als der EWIGE, der uns nach SEINEM WILLEN die Möglichkeit gewährt, Falsches auf zu decken.
Also gehen wir zum masoretischen Text und da lesen wir:
1. Mo 6,7
Und JHWH sprach: Ich werde weg wischen den Menschen, welchen ICH erschaffen (habe), von dem Angesicht der ADaMa'H (rötliche Erde), vom Menschen bis zum Getier, bis zum Gerege)* und bis zum Flatternden der Himmel, denn ICH bin umgestimmt, daß ICH sie gemacht.

2.Mo. 32,14
Da wurde JHWH umgestimmt über dem °Bösen°, von welchem ER gewortet (geredet), es seinem Volk zu tun.


Jetzt steht die Frage im Raum, wie wurde der EWIGE umgestimmt?
Wir wissen, daß der EWIGE sehr wohl weiß, was ER tut und wie ER es tut. Doch ER zeigt uns auch, daß ER kein Despot ist und ER durchaus umdemken kann, wenn vernünftige Gründe sein Ego erreichen, dann stimmt ER sich sehr wohl SELBST um.

Selbstverständlich hat der EWIGE nichts zu bereuen, auch wenn's der Mensch gerne so hätte.

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Re: Die Reue GOTTes
« Antwort #14 am: So., 14. Juli 2019, 10:28 »
Schalom ABA,

Ja Danke ABA, für deinen "Senf" und das mit der Kompetenz lassen wir beide sowieso aussen vor, denn hier ist keiner Kompetenter als der EWIGE, der uns nach SEINEM WILLEN die Möglichkeit gewährt, Falsches auf zu decken.

Schalom ABA,

falls es zu der irrigen Annahme kommem würde, mein letzter Beitrag wäre eine Kritik an deinem Beitrag, dann muß ich meine Kritiker enttäuschen, denn selbstverständlich bist Du hier der einzige kompetente Schreiber für die hebräische wie auch für die altgriechische Schrift.

Mich regt es nur auf, wenn um ein Wort gestritten wird, für das es keinen Bedarf an einem Streitgespräch gibt.
Wobei ich nicht deinen Einwand meinte in Bezug auf die Reue, denn auch ich bin der Ansicht, das GOTT nichts zu bereuen hat, auch dann nicht, wenn ganze Planetensysteme explodieren, denn das Universum ist das Labor GOTTes. *Punkt*
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