Autor Thema: Der unverstandene Sohn  (Gelesen 1546 mal)

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Der unverstandene Sohn
« am: Fr., 31. August 2018, 14:12 »
Schalom,

für viele Christen sind die neuen Schriften das A und das O der Erkenntnis der wahren Zusammenhänge und nennen es deshalb das: "Neue Testament"!

Der Grund liegt im Mißverständnis der Gottes-Sohnschaft, die GOTT selbst in dieser Welt installierte.
Man erinnert sich vielleicht noch was geschrieben steht und von GOTT selbst bestätigt ist?
2.Mo. 4,22 Und du sollst zum Pharao sagen: "So spricht der HERR: Mein erstgeborener Sohn ist Israel -
Wenn also von GOTT die Erstgeburt einem ganzen Volk zugesagt wurde und per schriftlichen Vertrag am Berg Sinai und dem Berg Horeb beschlossen wurde,
was labern dann die christlichen Kirchen von einem "erstgeborenen Sohn" Namens JeSus?

Sie wissen aber sehr genau was die "Aposteln" geschrieben haben, aber verstehen die Botschaft nicht, weil sie sich selber höher wähnen als der wahre Sohn GOTTes,
sonst würden sie GOTTesfurcht haben und Respekt vor den Söhnen GOTTes, der diese selbst erwählt hat.
Und so lesen wir:
1.Joh 3,8 Wer sich aber gegen Gott auflehnt, gehört dem Teufel. Denn der Teufel hat sich von Anfang an gegen Gott aufgelehnt. Doch der Sohn Gottes ist gerade deswegen in die Welt gekommen, um die Werke des Teufels zu zerstören.

Und wenn man weiß, daß der Teufel keine Person ist, sondern die Verdrehtheit der Menschen, dann wissen wir auch, daß der Mensch schon seit Eva verdreht ist und alles verdreht, auch die Worte GOTTes!
Dazu kann ich nur raten den Prediger 4 zu lesen um hoffentlich zu erkennen, daß es sinnlos ist sich mit der Eitelkeit zu beschäftigen und zu meinen, man stünde über dem anderen!

Das der Rabbi Jeschua Ben Joseph die Schrift erklärte nach kabbalistischer Erkenntnis mag viele verwirren, aber das gibt keinem das Recht sich hier als Stellvertreter "Jesu" auszugeben, obwohl er selbst wissen muß, daß er kein Wissen hat über die jüdische Seele die in einem "Jesus" wohnte.

Und so ist es für Eingeweihte des Wortes nicht schwer, die Fälschungen zu erkennen mit denen die "Christen" verführt werden, GOTT zu trotzen und falsche Götter anzubeten, denn es gibt Schreiber des NT wo man sofort weiß, daß dieser Johannes solche Sätze nie schreiben würde, es sei den, er ist ein Atheist.

Joh. 1,1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. 2 Dieses war im Anfang bei Gott.

Ein Kabbalist würde hier Lesen: Im Anfang war der Gedanke, und der Gedanke war bei GOTT, und der Gedanke wurde Mächtig.

Denn die Welt wurde Kraft der Gedanken GOTTes geschaffen durch SEINE Gesetze und Wirken; heute sagt man Physik dazu!



Schreibfehlerkorrektur
Wer den richtigen Weg nicht sucht, ihn auch nicht findet.
freily©

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Re: Der unverstandene Sohn
« Antwort #1 am: So., 14. Juni 2020, 12:11 »
Schalom,

denn ständig wird vergessen, daß der "Jesus" trotz vieler Märchenerzähler immerhin auch noch Jude war, weil er unbestritten aus der Stammlinie des König Davids ist, so
geben sich diese Leugner fast schon die Türklinke in die Hand um zu Beweisen, daß dieser "Jesus" (hebr. Jeschu(a)) der eigentliche "Sohn-Gottes" ist, völlig losgelöst von der
Tatsache, daß der GOTT des "JESU" etwas völlig anderes sagt.
Und so lesen wir in vielen schmalzigen Vorwörtern folgendes zu Matth. 1:
Zitat von: Volksbibel
1-17: Der Stammbaum zählt zwar die Ahnen Josephs, des gesetzlichen Vaters Jesu, auf; aber auch die Mutter des Herrn stammte von Abraham (Gal 3, 16;Gal 4, 4) und David ab (Lk 1, 27; Röm 1, 3; 2Tim 2, 8). Nur völlige Mißachtung aller geschichtlichen Zeugnisse kann zu der Behauptung führen, Jesus sei arischer Herkunft. Der Evangelist will durch die nicht lückenlose, schematisch gegliederte Ahnenreihe (V.17) dartun, daß von Anfang an die gesamte Geschichte Israels auf Christus hingeordnet ist. - Von den außer Maria genannten vier Frauen sind drei nur durch Sünde Stammmütter des Messias geworden: Thamar, Rahab und die Frau des Urias; die vierte wurde aus dem heidnischen Moabitervolk berufen. Aber nichts von den sündigen Erbanlagen ist auf Jesus übergegangen; denn bei Joseph hört die männliche Reihe auf. Maria aber ist ohne Erbsünde ins Leben getreten und durch ein Wunder ohne Mitwirken eines menschlichen Vaters die Mutter des Gotteskindes geworden, wie der folgende Abschnitt (Mt 1,17-25) zeigt.
18-24: Aus Bescheidenheit schweigt Maria über das Wunder ihrer jungfräulichen Mutterschaft. Joseph kommt dadurch in peinlichste Verlegenheit. - Bei gerichtlicher Anzeige wäre Maria wie eine treulose Braut gesteinigt worden. In schonender Liebe will ihr Joseph ohne viel Aufsehen den Scheidebrief ausstellen. Da greift Gott ein und weiht Joseph in das Geheimnis der Menschwerdung ein.
25: Das Wörtchen „bis“ besagt nicht, Maria sei später auf natürliche Weise Mutter anderer Kinder geworden (vgl. Gen 8,7; 2Sam 6,23; Mt 12,20;Mt 28,20). Der Zusatz „den Erstgeborenen“ fehlt in den wichtigsten Handschriften des griechischen Textes. Er setzt keine nachgeborenen Kinder voraus, sondern hat rechtlichen Sinn. So nennen wir den Erstgeborenen eines regierenden Fürsten Kronprinz, auch wenn er keine Geschwister hat.

Nichts ist für mich schwerer als den Menschen klar zu machen, daß die Logik einem sagen müßte, daß zuerst GOTT der VATER das Sagen hat zu gewissen Themen und nicht irgend ein dahergelaufener Pseudo-Apostel der christlichen Gilde.
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Offline lopileppe

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Re: Der unverstandene Sohn
« Antwort #2 am: Mo., 15. Juni 2020, 00:04 »
Schalom freily,

Zitat
Joh. 1,1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. 2 Dieses war im Anfang bei Gott.

Ein Kabbalist würde hier Lesen: Im Anfang war der Gedanke, und der Gedanke war bei GOTT, und der Gedanke wurde Mächtig.


Soweit war ich auch schon mal gekommen , zumindest hab ich das ähnlich wie du gedacht.

Doch ist es schwieriger anderen Leuten seinen Standpunkt dahingehend zu sagen, dass sie ihn auch verstehen, und nicht verdrehen.

Schon allein der Satz : Israel ist mein erstgeborener Sohn . - macht vielen Probleme, zumindest wenn sie erst das NT lesen sollten , da das ja heutzutage Gültigkeit hätte .

Die Hirnakrobatik  bei vielen Christen kannst du dir bestimmt vorstellen  ,wenn du auf Mose hinweist, der zum Pharao reden sollte.

Beispiele lasse ich hier lieber weg, damit das Thema nicht abdriftet. Du kennst sie bestimmt auch .

Bis zum Exil in Babylon hatte Israel nicht mal einen Teufel, den brachten sie mit von dort, soweit ich weiß .Wie vieles andere auch aus deren Kultur.

Online freily

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Re: Der unverstandene Sohn
« Antwort #3 am: Mo., 15. Juni 2020, 14:54 »
Schalom Dani,

jetzt muß ich Dich leider berichtigen, den Satan kannten die Israeliten schon immer, nur war er in der Standardlehre ein Staatsanwalt und kein Verführer oder Widersacher, sonst wäre er nicht mehr im Himmel bei GOTTT, siehe dazu Hiob.

Wäre dieser ein Widersacher, dann wäre er wie der ungehorsame Dekarden-Engel Semasja (hoffentlich richtig geschrieben) aus dem Himmel verbannt worden und hätte keinen Einfluss mehr auf die Menschen. (Siehe Buch Henoch)

Die Gehirnakrobatik der Christen mußte ich als Kind und Ministrant der Kirche durchleben.  :D :o Deshalb bin ich ja so sauer auf deren Exegeten, weil die nur Machtgelüste haben
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Offline lopileppe

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Re: Der unverstandene Sohn
« Antwort #4 am: Mi., 17. Juni 2020, 00:35 »
Schalom freily,

sorry freily ich mach da einen kleinen Unterschied zwischen Teufel und Satan ( Anwalt) .
Teufel wäre bei mir auch eine Art Gegenspieler- jedoch erst so seit dem Exil  aus babylonischer Kultur entlehnt.

Zitat
Wäre dieser ein Widersacher, dann wäre er wie der ungehorsame Dekarden-Engel Semasja (hoffentlich richtig geschrieben) aus dem Himmel verbannt worden und hätte keinen Einfluss mehr auf die Menschen. (Siehe Buch Henoch)


Das mit dem Semasja ist wohl ein wenig daneben  gegangen, zumindest hieß einer der Leviten so .
Zitat
Von den Leviten: Semasja, der Sohn Hasubs, des Sohns Asrikams, des Sohns
- so zumindest lt. einer alten Nehemia  Übersetzung von 1844 vielleicht Luther ?

Ansonsten ist es möglich ,dass mehrere  die gleichen Namen hatten .
- oder Übersetzungsfehler etc.
Da gibt es sicher viele Möglichkeiten ( Wege).

Das mit dem Henochbuch ist mir etwas zu neu von der Entstehungszeit her.

Kabbalistisch betrachte ich das hier lieber nicht, weil es da zu viele Wege gibt der Herangehensweise nach und damit auch ggf. mehrere Schlußfolgerungen .
 „Jesus „ blieb soweit zwar Jude, doch lt. Kirche gäbe es ohne ihn kein Christentum= neue Religion.

L g Dani







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Re: Der unverstandene Sohn
« Antwort #5 am: Mi., 17. Juni 2020, 07:42 »
Schalom zusammen

Ich halte es wie jüdische Gelehrte: Um einen Begriff zu verstehen, suche man die Ersterwähnung in der Torah. Genau dies habe ich gemacht und bei "Satan" festgestellt, dass der das erste Mal in 4.Mose 22:22 als Verb לשׂטן erscheint. Da widersteht/satant der Engel/Malach dem Bileam. Satan hat vor diesem Hintergrund nur etwas mit Widerstand leisten zu tun. Dass später noch die Idee mit dem Ankläger hinzu kam, ist denkbar, ursprünglich war es aber nicht so.

Dann möge man den ganzen Tanach in einer Computerbibel auf "Teufel" durchsuchen, der Erfolg: "Null Treffer"! Nicht einmal nach dem babylonischen Exil gibt es den; denn der ist eine griechische Erfindung. Die ursprüngliche Bedeutung ist "Diabolos", und ein Diabolos ist jemand, der etwas durcheinander wirft. Würde ich Satan und Diabolos durcheinander werfen, so wäre ich mit Fug und Recht auch ein Diabolos, ein Durcheinanderwerfer. Aber jetzt bitte aufgepasst: Der Begriff "Diabolos" erscheint zwar im griechischen Grundtext des "NTs", der Durcheinanderwerfer hingegen ist in der deutschen Übersetzung völlig unbekannt. Durch Übersetzungsmanipulation wurde aus dem Diabolos immer der Teufel. Wenn wir dieses System im "NT" erkennen, so müssen wir auch sehen, dass wir das "NT" vom Teufel haben, vom Durcheinanderwerfer nämlich.

Es gibt in unserer deutschen Kultur noch einen anderen Teufel: den aus Grimms Märchen. Kennt ihr den Unterschied zwischen Grimms Märchen und dem "NT"? Grimms Märchen haben, wie ich hörte, einen wahren Kern.  ;)

Zugegeben: ein wenig Hebräisches steht auch im "NT", dies aber wird so umgedeutet und durcheinander geworfen, dass es unverständlich wird. Und hier wären wir wieder beim unverstandenen hebräischen Sohn.

Um das Durcheinander aber noch zu vervollständigen, erfanden die Lateiner noch später einen Luzifer. Licht = Lux und "Luzi" ist der Genitiv von Lux. Das "Fer" kennen wir auch von "Transfer", also ist der Luzifer korrekt übersetzt ein Lichtbringer/Lichtträger. Dass Christen aus dem auch noch einen personifizierten Bösen gemacht haben, hat einen ganz einfachen Grund: Ich suche "Luzifer" in meiner deutschen Computerbibel - und, ihr ahnt es: "Null Treffer"! Der kommt ein einziges Mal in englischen Übersetzungen als Übersetzungsfälschung vor, dort nämlich, wo in Jesaja 14:12 der König von Babylon als "Hillel" (Morgenstern) bezeichnet wird, der gefallen ist. So, und dieses Fallen dieses Königs von Babylon wurde dahin gehend "diabolisiert", dass dort der angebliche Lucifer/Luzifer gefallen sein soll. Also ist auch der noch, neben Satan, Teufel, Dämonen, Beelzebub und wer weiß nicht was noch alles, das personifizierte Böse. An das personifizierte Böse kann man christlicherseits glauben, nicht glauben jedoch kann man JHWH und Seinem "Sohn" - zu dumm!

Gruß vom Shomer
Einer Lüge, die man hundertmal gehört hat, glaubt man viel eher als der Wahrheit, die man das erste Mal hört.

Offline lopileppe

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Re: Der unverstandene Sohn
« Antwort #6 am: Mi., 17. Juni 2020, 08:10 »
Schalom Schomer,

danke für deine Ausführungen.

Ich hab da noch ein wenig mit den Defintionen zu Kämpfen , weil ich das etwas anders eingeordnet hab in meinem Oberstübchen.

Zum Beispiel das mit Bileam sehe ich eher positiv, den der wird ja aufgehalten um sein ursprüngliches Vorhaben zu ändern.

Dein Beispiel falscher Interpretation bezüglich des fallenden Morgenstern kenne ich auch. Doch versuch das mal zu erklären , wenn du erst Teenager bist und dir alle weismachen wollen es sei ein „fallender Engel „ .
Da beißt du auf Granit, wenn du anderer Meinung ( hier König) bist.
Kontext hin oder her , der wird von den meisten Christen nur genommen, wenn’s in Kram passt.

Selbst im Garten Eden wurde die Schlange als Satan/ „Teufel „ bezeichnet, nur weil ganz hinten in der Offenbarung irgend etwas zusammengereimt wurde.
 Und schon will man A mit B erklären  und merkt nicht, dasdas nicht geht.
Sogesehen ähnlich unverständlich.

Online Shomer

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Re: Der unverstandene Sohn
« Antwort #7 am: Mi., 17. Juni 2020, 10:27 »
Schalom lopileppe

Das ist völlig korrekt. Der Bote, der dem Bileam "satant", also widersteht, der war eigentlich für Israel ein ganz Guter. Für Bileam aber war er böse; denn dieser Bote machte etwas, das ihm nicht passte; denn durch das "Satanen" dieses Malachs ist ihm echt "Knete" entgangen. So erkenne ich viele Christen, die den EWIGEN und ALLMÄCHTIGEN, JHWH, als Satan bezeichnen, da sie Ihn dazu zwingen, so an ihnen zu handeln, wie sie das gar nicht gern sehen. In diesem Fall ist dann JHWH der personifizierte Böse namens Satan.


Zitat
Spr. 3:12 Elbf.  Denn wen Jahwe liebt, den züchtigt er, und zwar wie ein Vater den Sohn, an dem er Wohlgefallen hat.


JHWH sorgt für Gerechtigkeit auf unserem Erdboden, und das passt natürlich niemandem, der ungerecht ist. Das war bei Bileam dasselbe. - Er hatte offensichtlich erkannt, dass Israel selbst etwas falsch machen musste, damit JHWH bezwungen war, an ihm Seinen Fluch zu vollstrecken; und so kam er offenbar noch auf diesem Umweg zu seiner "Knete", nur hatte er nicht lange etwas davon. Bitte, bedenken wir einmal, wie das mit Bileam und Israel weiter ging: Bileam hatte die Kinder Israel in den midianitischen Götzendienst mit Götzenopfer und Götzendienst in Form von Sex verstrickt. Das Gericht JHWHs hierfür endete erst, als der Hohepriester mit einer Lanze in ein Zelt ging, in dem ein Israelit mit einer Midianiterin Sex hatte und er beide miteinander mit der Lanze aufspießte. Dieser midianitische Götzendienst hat viele israelitische Tote gefordert, und ganau hierfür hat sich Mose an Bileam später revanchiert:

Zitat
4. Mose 31:8 Elbf.  Und sie töteten die Könige von Midian, samt ihren Erschlagenen: Ewi und Rekem und Zur und Hur und Reba, fünf Könige von Midian; und auch Bileam, den Sohn Beors, töteten sie mit dem Schwerte.

Gruß vom Shomer
Einer Lüge, die man hundertmal gehört hat, glaubt man viel eher als der Wahrheit, die man das erste Mal hört.

 

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