Autor Thema: Wein oder nicht Wein?  (Gelesen 1057 mal)

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Offline ABA זאב ברנובסקי

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Wein oder nicht Wein?
« am: Do., 15. August 2019, 11:11 »


Kleine Vorschau:
Zitat
Alkohol spielt in den monotheistischen Religionen eine sehr unterschiedliche Rolle.
Im Judentum gehört es quasi zum Ritual, dass man beim Purim-Fest auch mal einen über den Durst trinken darf/muss!
_________________________________________________________
Im Christentum wird allgemein beim Abendmahl am Altar Wein gereicht.
_________________________________________________________
Nur im Islam gibt es heute ein striktes Alkoholverbot - das war allerdings nicht immer so.

Im Beitrag berichte ich zusätzlich über:
Alkoholentzug, Probleme von prominenten Alkoholikern, VIDEO-Infos,
sowie auch meine Ansicht als schon seit über 15 Jahren Abstinenz.
Weiterhin wurden im Gesamtbeitrag Gedanken gepostet von:
Ruben Me'ir, Roni Aslan, Schalom BenChorin, Michael Hollenbach,
sowie von Muhamad AbuRadschab, Peter Heine und Kira Weissberg.

DANK sei dem © EMS-Verlag Jerusalem Talpiot
für die Stellung der Bilder und VIDEOS

Offline ABA זאב ברנובסקי

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Ich - der Abstinenzler
« Antwort #1 am: Fr., 23. August 2019, 19:00 »
Als jahrzehntelanger Abstinenzler (zusammengerechnet mehr als die Hälfte meines Lebens) wurde ich gebeten den "religiösen Alkoholgenuss" einmal von meiner Sicht aus zu beleuchten. In kurzen Worten habe ich die Basis des Alkoholgenusses beim Judentum, Christentum und beim Islam bereits im Vorposting berichtet.

Doch vorerst noch einmal kurz zu meiner Person:

Im "hohen" Alter von 20 Jahren
trank ich zum ersten male Alkohol. Es war ein Bier nach einem sehr erfolgreichen Sportereignis. Für die darauf folgenden 3 Jahre blieb dies allerdings nicht das einzige Bier. Auch hin und wieder ein kleines Schnäpslein schüttete ich nicht weg. Allerdings hatte ich meinen Alkoholkonsum so gut "IM GRIFF", dass ich auch einen Rausch in vollen Zügen genoss. Genau gesagt, mir wurde vom Trinken NIE schlecht. Denn was hätte ich sonst von dem Rauschgefühl profitiert, wenn alles wieder heraus kam.
Das ganze änderte sich jedoch total, als ich nach ISRAEL übersiedelte. In all' den Jahren die ich dort, sowie im Sinai lebte, rann kein Tropfen Alkohol über meine Lippen. Bedingt war dies durch meine jüdisch-religiös gewordene neue Einstellung zum Leben.
Allerdings, wenn ich längere Zeit wieder in Deutschland oder Österreich weilte, wurde die Freude am Alkoholgenuss wieder stark angereizt. So war ich dann in diesen "außerisraelitischen Zeiten" neuerdings mehr dem Rotwein, wie auch dem Wodka zugeneigt.
Dieses hin und her war mein Werdegang bis vor ca. 15 Jahren. Ab meinem 54sten Lebensjahr wurde ich zum passionierten Antialkoholiker, auch Abstinenzler genannt. Der Hauptgrund dafür lag vor allem daran, dass ich mittlerweile Vater von 5 Kindern war.
In diesen vergangenen, jetzt fast 16 Jahren gab es nur einen Absturz. Zur örtlichen Dorf-Kirchweih wollte ich den Kerbburschen doch einmal zeigen, wie wir seinerzeit Kerb gefeiert hatten. Eine große Flasche JÄGERMEISTER war das Limit.
Ergo:
Mit 4,2 ‰ und Notarzt ins Krankenhaus zur Ausnüchterung und Entgiftung!
Dies war der absolut tiefste Tiefpunkt meines Lebens. Auch schämte ich mich wahrlich zu Tode; vor allem meinen Kindern gegenüber, die das alles miterlebten.   :-[
Doch dann kam umgehend wieder die andere, die richtige Seite meines Lebens zum Vorschein. Erst "Kalter Entzug" und dann bis heute keinen Tropfen mehr; noch nicht einmal das Verlangen nach dem kleinsten bischen Alkohol. Genau wie in den 15 Jahren zuvor. Und ich fühle mich sehr, sehr wohl dabei !!! >Baruch HaSchem< Und ich bin mir sicher, dass es auch die kommenden 70 Jahre so bleibt.   ;)
Zusätzlich habe ich noch eine sehr nette Gemeinschaft von Gleichgesinnten gefunden. Es ist eine kleine Gruppe der GUTTEMPLER in unserem Städtchen in Deutschland. Wir tauschen Erfahrungen aus, helfen Suchenden. Ab und zu halte ich mal einen VIDEO-Vortrag über Alkoholismus. (Einige solcher Beiträge findet ihr hier im Anschluss an die Fach-Beiträge)
Jetzt wollen wir aber zum Thema zurückkehren und die Frage stellen, was ist mit Alkoholgenuss im religiösen Glaubensbereich. Und im Grunde genommen enthält meine Frage schon die Antwort. Und zwar in dem Wortteil > ...GENUSS< !!!
An dieser Stelle sind die Menschen hervorzuheben, die das berühmte "Gläschen Wein" wirklich genießen und der Begriff >Völlerei< irgendwo in ihrem Fremdwort-Lexikon klein gedruckt steht.



Mit diesen Gedanken setze ich diesen Bericht über religiösen Alkoholgenus fort.
MOTTO:
Zitat
WEIN oder nicht WEIN ?
das ist hier die Frage !

Offline ABA זאב ברנובסקי

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Alkoholgenuss im religiösen Judentum
« Antwort #2 am: Fr., 23. August 2019, 20:00 »

Alkoholgenuss im religiösen Judentum
(hierbei mache ich nicht unbedingt die Trennung zwischen orthodox/liberal/traditionell und reformiert)

Zitat
WEIN oder nicht WEIN ?
das ist hier die Frage !



Wir merken uns deshalb grundsätzlich folgende menschliche Auslegungen !!!

• Schabat-Segen über Wein und Brot(Challe)
• Glas Rotwein für jeden(ü- Bar/Bat Mizwa[13 Jahre+]) am Schabat
• PURIM-FEST mit Pflicht zur Volltrunkenheit, bis der Gläubige nicht mehr weiß,
  wo oben und unten ist !
• mindestens 4 Glas Rotwein zur Sederfeier an PESSACH
• Selbst der kommende NAWI (Prophet) Elia wird mit einem vollen Glas Rotwein begrüßt! 
(welches er bei seiner Ankunft an PESSACH auszutrinken hat!!!)

> na - denn mal PROST <.   8)  :o  ::)

Allerdings hat hier jede REGEL auch die Ausnahme !!!
Das sind die NASIRÄER  נזירים [Nasirim]. Die berühmten Asketen im Judentum.
Enthaltsamkeit – Genügsamkeit - Abstinenz – sowie sonstige äußere Merkmale.
Dies für eine gewisse Zeit. Oder gar Zeit-Lebens !!!
(-je nach Gelübte-)


Nun noch 4 kurze VIDEOs über gewisse jüdisch-religiöse Rituale


Anzünden der Schabbat-Kerzen
   (3 min.)


Der Segen über den Wein
   (3 min.)


PESSACH  -Sederabend-
   (2 min.)


Das PURIM-FEST
   (1 min.)


שלום אבא
Zeev Baranowski



Offline ABA זאב ברנובסקי

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Alkohol im religiösen Judentum
« Antwort #3 am: So., 25. August 2019, 18:00 »
Alkohol im religiösen Judentum

Wein und Spirituosen dürfen wir Juden sehr wohl Alkohol trinken; hier gibt es keine Einschränkungen, außer derjenigen, die von der Vernunft und der Sorge um die Gesundheit diktiert werden. Am Schabbat und an Feiertagen wird in der Familie sogar ein Segen über einen Becher Wein gesprochen und anschließend wird der Wein vom Familienvorstand und den Anwesenden getrunken. Auch von Minderjährigen, die bereits ihr Bar/Bat Mizwa hatten. Wein ist das einzige Getränk, das im Judentum einen eigenen speziellen Segensspruch hat.

Zitat
בָּרוּךְ אַתָּה יְהֹוָה אֱלֹהֵינוּ מֶלֶךְ הָעוֹלָם בּוֹרֵא פְּרִי הַגָּפֶן
baruch atah adonaj elohejnu melech ha’olam, borej peri ha’gafen
Gelobt Seist Du, Ewiger unser G’tt, König der Welt, der Du die Frucht des Weinstocks erschaffen hast.

Der Weinsegen darf aber auch über Traubensaft gesprochen werden, was im Umkehrschluss auch ermöglicht, den rituellen Segen (Kiddusch) über Traubensaft zu sprechen.

Unsere Weisen lehren uns im Midrasch מדרשׁ  (Textauslegung), dass der übermäßige Weinkonsum zum Verstoß gegen die Gesetze der Familienreinheit, zur falschen Auslegung von Tora-Gesetzen und zur Armut führen kann.
Hier sind einige negative Ereignisse aufgelistet, die dem Weinkonsum zugesprochen werden:

Unsere Weisen sagen, dass die ursprüngliche Sünde von Adam und Eva Weinkonsum mit einschloss, da der Baum der Erkenntnis eine Weinrebe gewesen sein soll.  8)

Nachdem Noach die große Flut überlebt hatte, wurden Weintrauben seine erste Ernte. Noach wird für dieses Handeln kritisiert. Denn der darauf folgende Rausch verleitete ihn zu unzüchtigem Verhalten und führte schließlich dazu, dass er keine weiteren Kinder mehr haben konnte, und zu dem Fluch, der über die Nachkommen Kanaans kam.

Der übermäßige Konsum von Lot führte ihn zum Inzest.

  Zur Zeit der Weihe des  מִשְׁכַּן [Mischkan] >Zelt der Begegnung< , bzw.   אהל מועד [Ohel Mo-ed] (auch Stiftshütte genannt) in der Wüste, berauschten sich die beiden älteren Söhne des Hohepriesters Aaron. Als Folge davon war ihr Urteilsvermögen beeinträchtigt, was sie ohne Erlaubnis ins Allerheiligste einzudringen verleitete und ihren Tod verursachte. Es ist zu bemerken, dass unsere Weisen die beiden Söhne Aarons als große Zaddikim צדיקים  (Gerechte) betrachten und ihr plötzliches Dahinscheiden als Opfergabe für die Sünden ihrer Generation sehen. Daher wurde entschieden, diesen Abschnitt am Jom Kippur zu lesen ist.

  Einer der Gründe für die Verbannung der zehn Stämme Israels durch König Sanherib סנחריב von Assyrien zu Zeiten des ersten Tempels, war der übermäßige Alkoholgenuss der Israeliten. Wie der Prophet Amos sagte:
Zitat
...  הוי השאננים בציון
  השתים במזרקי יין וראשית שמנים ...
  לכן עתה יגלו בראש גלים וסר מרזח סרוחים
"Wehe denen, die in Zion, in guten Verhältnissen leben und denen, die in den Bergen von Samaria in Sicherheit sind ... Die übermäßig viel Wein trinken, sich mit feinsten Ölen salben und über die Zerstörung von Josef keinen Schmerz fühlen. Daher sollen sie jetzt, an der Spitze aller Verbannten in Verbannung gehen, und das Bankett der hochmütigen soll sein Ende finden."
PURIM-FEST
Zu Purim gibt es eine Reihe von Bräuchen, die lokal ganz verschieden sind. Auch das ausgiebige Trinken ist an diesem Tag erlaubt oft sogar geboten. Denn auch im Tanach-Text wird genau von einem Fest- und Trinkgelage geschrieben, nachdem Esther die große Tat der Befreiung vollbrachte.


שלום אבא
Schalom ABA
Zeev Baranowski

Offline Abu Radjab

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Alkohol im ISLAM
« Antwort #4 am: So., 25. August 2019, 23:00 »
مساء الخير

    الكحول في الإسلام

Nicht nur im sunnitischen und schiitischen Islam, auch in allen Rechtsschulen gilt Alkohol als HARAM  حرام also als verboten. Im KORAN  القرآن   befassen sich mehrere Verse mit dem Alkoholkonsum.
Es gibt zahlreiche Fatwas  فتاوى , islamische Rechtsgutachten, zum Thema Alkohol.
Viele Menschen in Europa verzichten in der Fastenzeit auf Alkohol.
Im Islam ist Alkohol immer verboten, sagt man. Aber stimmt das?
Ein paar Koran-Suren sprechen da eine etwas andere Sprache – und die islamische Geschichte erst recht.
Das islamische Alkoholverbot gründet im Koran.
Allerdings gibt es in der heiligen Schrift des Islam durchaus unterschiedliche Ansichten über den Alkohol.


So heißt es in Sure 16,  - سُوۡرَةُ النّحل -   Vers 67:
Zitat

وَمِن ثَمَرَٲتِ ٱلنَّخِيلِ وَٱلۡأَعۡنَـٰبِ تَتَّخِذُونَ مِنۡهُ سَڪَرً۬ا وَرِزۡقًا حَسَنًا‌ۗ إِنَّ فِى ذَٲلِكَ لَأَيَةً۬ لِّقَوۡمٍ۬ يَعۡقِلُونَ
» Und von den Früchten der Dattelpalmen und den Beeren macht ihr euch Rauschtrank und gute Speise.
Wahrlich, darin liegt ein Zeichen für Leute, die Verstand haben.
Das heißt demnach, der Rauschtrank, der aus Wein oder Datteln hergestellt ist, ist eine Wohltat, die Gott den Menschen zukommen lässt. Der ist ein Zeichen für die Vollkommenheit der Schöpfung.

Dann in Sure 4,  - سُوۡرَةُ النِّسَاء -  Vers 43 finden wir eine nicht gerade unvernünftige Formulierung:
Zitat

يَـٰٓأَيُّہَا ٱلَّذِينَ ءَامَنُواْ لَا تَقۡرَبُواْ ٱلصَّلَوٰةَ وَأَنتُمۡ سُكَـٰرَىٰ حَتَّىٰ تَعۡلَمُواْ مَا تَقُولُونَ وَلَا جُنُبًا إِلَّا

» O ihr, die ihr glaubt, nahet nicht dem Gebet, wenn ihr betrunken seid, bis ihr versteht, was ihr sprecht, ...

Und in Sure 5,  - سُوۡرَةُ المَائدة -  Vers 90:
Zitat

يَـٰٓأَيُّہَا ٱلَّذِينَ ءَامَنُوٓاْ إِنَّمَا ٱلۡخَمۡرُ وَٱلۡمَيۡسِرُ وَٱلۡأَنصَابُ وَٱلۡأَزۡلَـٰمُ رِجۡسٌ۬ مِّنۡ عَمَلِ ٱلشَّيۡطَـٰنِ فَٱجۡتَنِبُوهُ لَعَلَّكُمۡ تُفۡلِحُونَ  إِنَّمَا يُرِيدُ ٱلشَّيۡطَـٰنُ أَن يُوقِعَ بَيۡنَكُمُ ٱلۡعَدَٲوَةَ وَٱلۡبَغۡضَآءَ فِى ٱلۡخَمۡرِ وَٱلۡمَيۡسِرِ وَيَصُدَّكُمۡ عَن ذِكۡرِ ٱللَّهِ وَعَنِ ٱلصَّلَوٰةِ‌ۖ فَهَلۡ أَنتُم مُّنتَہُونَ

» O ihr, die ihr glaubt!
Berauschendes, Glücksspiel, Opfersteine und Lospfeile sind ein Greuel, das Werk Satans.
So meidet sie, auf daß ihr erfolgreich seid; 
Satan will durch das Berauschende und das Glücksspiel nur Feindschaft und Hass zwischen euch auslösen,
um euch vom Gedenken an Allah und vom Gebet abzuhalten.
Werdet ihr euch denn abhalten lassen?

Vor allem viele junge Muslime nehmen es ohnehin nicht so genau mit dem Alkoholverbot, so sagte auch unser Lehrer:
» Interessanterweise ist es so, gerade bei Jugendlichen, dass unter allen Verboten im Islam das Schweinefleischverbot am stärksten eingehalten wird, aber Alkohol konsumiert wird.


جبل الزيتون

ما السلام
ابو رجب




Offline DODI

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Christentum und Alkohol
« Antwort #5 am: Di., 27. August 2019, 00:00 »
Sehr oft fragen die Christen sich:
Ist Alkohol trinken eine Sünde?


Die Schriften der Bibel geben hierfür eine klare Antwort.
Es ist keine Sünde, maßvoll Alkohol zu trinken. Gemäß der Bibel ist Wein ein Geschenk von Gott und kann das Leben schöner machen. Die Bibel bestätigt auch, dass Wein medizinisch wertvoll ist. Als Jesus auf der Erde war, trank auch er Wein. Auf einer Hochzeitsfeier verwandelte er sogar Wasser in Wein — ein wirklich großzügiges Geschenk .

Gefahren von übermäßigem Alkoholkonsum
Die Bibel erwähnt zwar die positiven Seiten von Wein, verurteilt aber den übermäßigen Alkoholgenuss und Trunkenheit. Wer nach den heiligen Schriften lebt, würde Alkohol also nur in Maßen trinken. Es werden mehrere Gründe genannt, warum man nicht zu viel trinken sollte:
"Wacht auf, ihr Betrunkenen, und weint! Jammert alle, ihr Zecher!"  Der "Zecher" hat demnach bei Gott nichts zu lachen. Muss man sich als gläubiger Mensch also Sorgen machen, wenn man hin und wieder etwas tiefer ins Glas schaut?
Die heiligen Schriften scheinen zum Thema Alkohol kein einheitliches Bild zu zeichnen. An manchen Stellen wird der Konsum in ein negatives Licht gerückt und nahezu verteufelt. Andere Passagen der Bibel wiederum sprechen durchaus positiv vom Alkohol.

So heißt es in den jüdischen und christlichen Schriften:
אל תהי בסבאי יין בזללי בשר למו׃
» Gesell dich nicht zu den Weinsäufern
και μη μεθυσκεσθαι οινω εν ω εστιν ασωτια αλλα πληρουσθαι εν πνευματι
» Berauscht euch nicht mit Wein – das macht zügellos ...

Solche Warnungen kommen nicht von ungefähr,
denn Alkohol hatte zu biblischen Zeiten mehrfach Unheil angerichtet.
So führte der Konsum von zuviel Alkohol beispielsweise zu Inzucht, als die Töchter Lots von ihrem betrunkenen Vater schwanger wurden. Oder zu göttlicher Strafe, als Israel trank und sich vergnügte, während es das goldene Kalb anbetete, und tausende Sünder starben.

Doch die Bibel zeigt auch die vermeintlich guten Seiten des Alkohols auf.
Da ist es Gott selbst, der den Wein wachsen lässt, damit dieser "das Herz des Menschen erfreut."
Und im christlichen Teil wird dem Wein sogar ein medizinischer Nutzen bescheinigt.
Außerdem wäre da noch Jesus Christus selbst.
Dessen erstes – und vielleicht bekanntestes – Wunder galt der Wandlung von Wasser in Wein bei der Hochzeit zu Kana.

Die christlichen Schriften erzählen darüber hinaus, dass Jesus selbst gerne auf Feste ging und dort trank und aß; das führte zu Vorwürfen seiner Gegner, die ihn einen "Fresser und Säufer" nannten. Außerdem nutzte Jesus in seinen Gleichnissen immer wieder Bilder aus der Weinkultur:
•  Er bezeichnet sich selbst als Weinstock, die Gläubigen als die Reben,
•  oder er vergleicht Gott mit einem Weinbergbesitzer.
•  und nicht zu vergessen:
Das letzte Abendmahl und die dortige Einsetzung der Eucharistie durch Jesus. Davon berichten die Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas sowie der 1. Korintherbrief. Im Grunde kam es letztlich aus der Zeremonie des Sederabends zu PESSACH. Der Kelch mit Wein wurde – das Blut Christi – und wurde somit zum Zeichen für den neuen Bund mit Gott und zum unverzichtbaren Element der kirchlichen Liturgie.






LG und Schalom DODI

Offline ABA זאב ברנובסקי

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ALKOHOL - und der Rest der Welt
« Antwort #6 am: Mi., 28. August 2019, 20:30 »
Schalom ihr Lieben,
also wie wir sehen, ist letztlich keine Religionsgemeinschaft des Judentums, des Christentums und des Islam an dem Weltproblem >ALKOHOLISMUS< verantwortlich, (oder  ::) ).
Und im Grunde genommen bei weltweit ca. 150-200 Millionen Alkoholkranken ist dies nicht viel gegenüber 7 1/2 Milliarden der Weltbevölkerung. Das sind nach "Eva Zwerg" noch nicht einmal 3 %.
Allerdings bei den allgemeinen "Sucht-Toten" führen die RAUCHER mit 6 Millionen weltweit die Tabelle vor den Alkoholikern um das Doppelte an.




Doch sehen wir uns das Alkoholproblem etwas genauer an: (Zitate aus: © 2019 Lecturio)
Alkoholkrank ist, wer sich durch Alkoholkonsum körperlich, psychisch oder sozial schädigt.
Nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird jemand als Alkoholiker bezeichnet, wenn seine Abhängigkeit vom Alkohol einen solchen Grad erreicht hat, dass er deutlich seelische Störungen aufweist oder eine Beeinträchtigung seiner körperlichen und seelischen Gesundheit, seiner mitmenschlichen Beziehungen und seiner sozialen und wirtschaftlichen Funktionen bzw. Vorläufer einer solchen Entwicklung zeigt.

Die Alkoholkrankheit ist weltweit das sozialmedizinische Problem Nummer 1. In Deutschland gibt es heute etwa vier Millionen behandlungsbedürftige Alkoholkranke, darunter sind etwa 25-30 Prozent Frauen und 10 Prozent jüngere Menschen bis zum 25. Lebensjahr. Die Zahl hat sich demnach im Lauf der letzten 25 Jahre verzehnfacht. Das sollte uns aufhorchen lassen.

Aus diesem Grunde setze ich hier etwas bezüglich des allgemeinen Problem der Alkoholsucht, Der Alkoholkrankheit und vor allem der Befreiung davon hier das Thema in "weltlicher" Sicht fort. Dank einiger Anregungen von unserer örtlichen GUTTEMPLER-GEMEINSCHAFT ist einiges sehr interessantes zusammengekommen.

           

Offline JORAM

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ALKOHOL oder Selbsthilfe in Gruppen
« Antwort #7 am: Mi., 28. August 2019, 22:00 »

Ich habe jetzt einige VIDEOs aus ABA's Vorträgen zusammengetragen.
Es war sehr interessant mit was wir alles konfrontiert wurden.


© Hessische Landesstelle für Suchtfragen e.V. (HLS)


»» VIDEO       2 min.






                    Therapie Hilfe:

»» VIDEO    __(1,5 min.)



                    Hilfe für Angehörige von Betroffenen:

»» VIDEO    __(1,5 min.)



                    Alkoholsucht bekämpfen !

»» VIDEO    __(4,5 min.)


Schalom Joram

Offline Asarja

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Prominente Alkoholiker
« Antwort #8 am: Mi., 28. August 2019, 22:22 »
Was mich an diesem einen Vortragsabend überrascht hat, dass es doch so viele prominente Alkoholiker gibt! Von einigen wussten wir es ja, doch es war letzten endes sehr überraschend, wen ABA da alles so ausgegraben hat.

Politik, Sport, Fernsehen, Kino, Musik, Schauspiel usw.
von überall her kamen sie gelaufen,
einzeln oder in großen Haufen ...

Prominente und der Alkohol !!!
Fast alle sind abgesackt oder haben sich vorzeitig verabschiedet       :'(
Vereinzelte wurden jedoch wirklich >TROCKEN!!!    :D


Zitat
















Liebe Grüße Asarja


Es folgt dann noch von Joram etwas über erfolgreich trocken gewordene Prominente !!!
ברוך אתה ה' אלהינו מלך העולם

Offline JORAM

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Sieg über den Alkohol
« Antwort #9 am: Do., 29. August 2019, 00:00 »
Zum Abschluss darf ich noch einen Beitrag bringen.

Am 14. Februar diesen Jahres waren wir wieder zu Gast zu einem interessanten VIDEO-Lehrabend.
Aus verschiedenen Lebensbereichen wurde das Problem der Alkoholsucht aufgezeichnet.
Ich habe hier 3 Videos aus ABA's Vortrag nochmal für alle zusammen- und bereitgestellt.
Diese zeigen wie u.a. 2 sehr Prominente ihr Alkoholproblem überwunden haben.

Doch zuerst zu dem
Ex-Feuerwehrmann der Suchtberater wurde:


Zitat
   (4 min.)
Andreas Gralewski war Feuerwehrmann.
Er kam mit dem Druck des Jobs nicht klar und fing an zu saufen.
Er wurde abhängig vom Alkohol.
Mit Gottes Hilfe schafft er es dem Alkohol zu widerstehen.
Heute ist er Suchtberater in Berlin.




Ulrich Borowka (die AXT) war ein Fussball-Idol zu ABA's Zeiten. Borussia Dortmund und Werder Bremen vertrat er in 388 Bundesligaspielen und der Nationalspieler erzielte sogar als Abwehrspieler 19 Tore. 2x Deutscher Meister, 2x DFB-Pokalmeister und als Höhepunkt die Europameisterschaft der Pokalsieger (1991/92). Und das alles in seinen "Voll-Suff-Zeiten" !
Zitat
   (4,5 min.)

Der ehemalige Fußballer Ulrich Borowka spricht darüber,
wie er sechzehn Jahre lang ein Doppelleben als Profispieler
und Alkoholkranker geführt hat und was Unternehmen tun können,
um suchtgefährdeten Mitarbeitern zu helfen.




Wir kennen den "mittfünfziger" Markus Majowski vorwiegend als Deutsche >Ulknudel<.
Allerdings erfahren wir auch hier, dass das Leben überall 2 Seiten hat.
Zitat
   (7 min.)

Schauspieler Markus Majowski (Die dreisten Drei),
hat eine sehr offenherzige Autobiografie veröffentlicht.
Titel: "Markus, glaubst du an den lieben Gott?"
Im Interview spricht er über seine Alkoholsucht,
über seinen Weg raus aus der Sucht und
über seinen Glauben an Gott.




Ganz herzlichen Gruß
Euer Joram

Offline ABA זאב ברנובסקי

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Alkohol-Ausstieg lohnt sich !
« Antwort #10 am: Sa., 07. September 2019, 19:00 »
Schabat Schalom,
also ihr Lieben, als Abstinenzler kann ich nur raten:
» Ein totaler Ausstieg vom Alkohol-Konsum lohnt sich «

Die Leber und das Hirn wird es euch danken !    :-*   :)   :D


   VIDEO      (4 ½ min.)


  LG ABA
 Zeev Baranowski

Offline JORAM

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Re: Wein oder nicht Wein?
« Antwort #11 am: Fr., 04. Oktober 2019, 22:22 »
»Durch Provider-Wartungs-Probleme wurde der Beitrag neu überarbeitet«

      

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