Autor Thema: Merry WEIHNUKKA  (Gelesen 1211 mal)

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Offline Asarja

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Merry WEIHNUKKA
« am: Mi., 25. Dezember 2019, 13:31 »
LÜGE und WAHRHEIT ! ?
Wie bereits geschrieben, fällt dieses Jahr mal wieder CHANUKKA und WEIHNACHTEN zusammen.
Deshalb nennen wir es auch ironischerweise WEIHNUKKA.

Im Freundeskreis hatten wir gestern Abend eine interessante Diskussion darüber. Joela, Joram und ich waren die einzigen jüdischen Jugendlichen, die anderen vorwiegend Agnostiker oder traditionelle Christen. Das abendfüllende Thema war mal wieder, was ist Wahrheit was ist Lüge !!!
Besonders ging es um Weihnachten und wie schon die kleinen Kindern belogen werden.
(natürlich nur aus pädagogischen Gründen).
Mit CHANUKKA ist es allerdings auch so eine Sache, mit täglichem Chanukkia anzünden, auch Geschenke verteilen. Doch spätestens im Bat/Bar-Mizwa-Alter sind wir bereits aufgeklärt. Channuka nennt man auch sehr oft (fälschlicherweise) das Fest der Lichter, der Geschenke und der Freude. Doch tatsächlich hat dieses Fest historisch gesehen, bezugnehmend auf die Befreiungskämpfe durch die Familie von Jehuda Makkabi (135 v.u.Ztr.), einen sehr blutigen Hintergrund.
(Ich berichtete bereits darüber).
Andererseits wird das alljährliche christliche Weihnachtsfest der Menschheit als ein wahrhaftiges Märchen dargestellt, welches jeder historischen Grundlage entbehrt. Leider soll dieses Märchen sogar durch die christlichen Schriften des sog. “Neuen Testamentes“ als "WAHR" untermauert werden. Dies ist leider total falsch und deshalb hier 8,5 min. eurer Zuhörer-Aufmerksamkeit für die INFO über:


Die WAHRHEIT über WEIHNACHTEN !!!
(Ich habe dasThema aus ABA´s Archiv geklaut8)
   8 ½ min.
(Entschuldigt die sehr schnelle Sprechweise des Autors)


LG Asarja
ברוך אתה ה' אלהינו מלך העולם

Offline Shomer

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Re: Merry WEIHNUKKA
« Antwort #1 am: Do., 06. Februar 2020, 18:35 »
Schalom Asarja

Man nehme eine christliche Konkordanz und suche den Begriff "Weihnachten" oder "Weihnachtsgeschichte". Heute geht das auch mit einer Bibelsoftware und der "Suchen-"Option. Während im ersten Fall gähnende Leere der Erfolg ist, ist es im zweiten Fall ein "Null Treffer". Weihnachten gibt es nicht, zumindest nicht in der christlichen Bibel.

Bereits lange vor der Geburt des katholischen Jesuskindes wurde das Fest der Wintersonnenwende gefeiert und zwar in Form des Geburtstages des jeweiligen Sonnengottes bzw. der Wiedergeburt desselben. Dies ist ein zutiefst heidnisches Gebahren. Weder im "AT" noch im "NT" finde ich jedoch einen Bericht, wie sich dieses heidnische Fest zum Christentum bekehrt hätte. Es ist demnach genau so heidnisch wie eh und je.

Für mich ist heute die heilige Nacht ungefähr so heilig wie die heilige Kuh.

Gruß Shomer
Einer Lüge, die man hundertmal gehört hat, glaubt man viel eher als der Wahrheit, die man das erste Mal hört.

Online freily

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Re: Merry WEIHNUKKA
« Antwort #2 am: Do., 06. Februar 2020, 21:32 »
Für mich ist heute die heilige Nacht ungefähr so heilig wie die heilige Kuh.
Schalom Shomer,

da ist aber die Kuh heiliger als Weihnachten, denn die gibt wenigstens eine Milch für die Kinder!  8) ;D
Wer den richtigen Weg nicht sucht, ihn auch nicht findet.
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Offline Shomer

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Re: Merry WEIHNUKKA
« Antwort #3 am: Sa., 13. Juni 2020, 16:20 »
Das Darüber-hinweg-Lesen ist christlicherseits eine bekannte Modeerscheinung. Wir finden in den sog. Evangelien zwei entscheidende Hinweise darauf, dass der Jude Jeschua BarJosef (Jesus Christus) am jüdischen Pessach-Fest auf die Welt gekommen sein musste.

1. Der Opfertermin des Secharjahu/Zacharias steht fest (Ordnung Abijah), Elisabeth/Elisheva hatte eine 5-monatige Auszeit und irgendwann kam Maria/Mirjam zu Besuch und zwar ebenfalls schwanger, wenn das Hüpfen des Johannes/Jochanan im Mutterleib so stimmt, wie es da steht. Alle Ereignisse in diesem Zusammenhang ergeben vom Opfertermin Secharjahus bis zur Niederkunft Mirjams eine Zeitspanne von ca. 16 Monaten. Wobei: Secharjahu hatte jährlich zwei reguläre Opfertermine: acht wochen nach Pessach und acht Wochen nach Sukkot. Aber welcher Opfertermin war es nun?

2. Der 12-jährige "Jesus" im Tempel war, korrekt betrachtet, der 13-jährige Jeshua BarJosef im Tempel. Das hängt damit zusammen, dass eine Mutter auf ihren 12-jährigen Jungen aufpasst wie ein Schießhund. Dass sie ihn eigenverantwortlich nach Nazaret zurück gehen lässt, ist unvorstellbar. Ferner unterhalten sich die Gelehrten im Tempel nie mit einem 12-jährigen Jungen über religiöse Belange; beides ist erst nach der BarMitzvah möglich. D. h., Jeshua ging mit seinen Eltern ans Pessach-Fest nach Jeruschalajim, als er noch 12 war, und in jener Woche des Festes bekam er dort oben seine BarMitzvah. So, und zwar nur so, konnte Mirjam ihn eigenverantwortlich nach Hause gehen lassen und auch die Gelehrten im Tempel konnten sich mit ihm über geistliche Belange austauschen.

Am Ende von Lukas Kapitel 2 heißt es dann, dass "Jesus" zu seinen Eltern gesagt hätte: "Wisst ihr nicht, dass ich sein muss in dem, das meines Vaters ist." Und dann kommt: Sie verstanden das Wort nicht, das er zu ihnen redete.
Das muss man sich einmal vorstellen: Da haben Josef und Maria alles vergessen, was sich so ca. 13 Jahre zuvor in Sachen Engelsbesuche und Jungfrauengeburt usw. zugetragen hatte, alles vergessen! Eigentlich wäre diese Aussage ja ein Beleg dafür, dass es nie eine Jungfrauengeburt gegeben haben konnte. Wer heute lehrt, dass eine Frau durch ein heiliges Gespenst schwanger werden kann, dem empfehle ich dringend, sich einmal von einem Mediziner aufklären zu lassen.

Im Judentum ist es nicht so, wie im Christentum, dass die Firmung/Konfirmation jahrgangweise einmal jährlich stattfindet, sondern jeder Junge bekommt am 13. Geburtstag individuell seine BarMitzva (Mädchen am 12. Geburtstag die BatMitzvah). Wer seine Bar/BatMitzvah an Pessach bekommt, der hat 13/12 Jahre zuvor das Licht der Welt erblickt und nicht an einem Weihnachtsfest, an dem nachweislich noch genug Raum in der Herberge war; denn niemand pilgerte damals nach Bethlehem, um der Geburt eines Christkindes zu gedenken, das es noch gar nicht gab. Außerdem sind im sog. heiligen Land zu Weihnachten keine Hirten auf dem Feld, das ist da nachts viel zu kalt. Die drei Pilgerfeste liegen ausschließlich in den Jahreszeiten, in denen es zum Pilgern nicht zu kalt und nicht zu heiß ist.

Von mir aus gesehen, sollte man eigentlich Weihnachten an Ostern feiern, das hätte aber einen "Nachteil": Fällt Chanukkah auf Weihnachten, fällt Weihnukka aus.

Gruß vom Shomer
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Offline lopileppe

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Re: Merry WEIHNUKKA
« Antwort #4 am: Sa., 13. Juni 2020, 23:51 »
Schalom Schomer,

ich hab da mal ne Zwischenfrage wegen des Alters.

Damals gab es doch keine Null = 0 .

Also wäre die Geburt der 1. Geburtstag  und fortlaufend gezählt demnach beim erreichen von 1Jahr auf Erden der 2. Geburtstag und so weiter.

oder hab ich da was vermasselt?

Offline ABA זאב ברנובסקי

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Re: Merry WEIHNUKKA
« Antwort #5 am: Sa., 13. Juni 2020, 23:59 »
Schalom Dani,
das Jahr -0- oder -1- ist nicht relevant !
Jeschua BarJosef (Jesus) wurde zumindest im Jahr 6 v.u.Z geboren,
da HORDUS (Herodes) im Jahr der Zeitwende bereits verstorben war.

Offline Shomer

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Re: Merry WEIHNUKKA
« Antwort #6 am: So., 14. Juni 2020, 22:27 »
Schalom Schomer,

ich hab da mal ne Zwischenfrage wegen des Alters.

Damals gab es doch keine Null.

oder hab ich da was vermasselt?


Schalom lopileppe

Das siehst du völlig richtig. Ein Jude ist mit seiner Geburt bereits ein Jahr alt, während Kinder bei uns im ersten Lebensjahr sind. Somit feiert ein Jude seinen 13. Geburtstag an eben jenem Tag, da unsere Söhne ihren 12. Geburtstag feiern und ins 13. Lebensjahr eintreten. Die BarMitzvah gibt es seit dem babylonischen Exil, bis heute.

Gruss vom Shomer


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Offline lopileppe

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Re: Merry WEIHNUKKA
« Antwort #7 am: So., 14. Juni 2020, 23:34 »
Schalom und Danke Schomer,

du hast es also so verstanden wie ich es gemeint hatte. Mir ging es ums Lebensalter nix weiter.

Und das hat nix mit Zeitrechnung oder deren Zählung zu tun .



 

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