Autor Thema: ORTHODOX leben  (Gelesen 2530 mal)

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Offline ABA זאב ברנובסקי

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Re: ORTHODOX leben
« Antwort #30 am: So., 16. August 2020, 18:00 »
Zitat von: Freily
Denn es heißt:
Was Du nicht willst das man Dir tut, das füg auch keinen anderen zu.
Das gilt für mich auch im Umgang mit den Tieren !!!

Dies bedeutet dann auch für das kommende >Messianische Reich<
dass nach der Errichtung des 3. Beit HaKodesch, ("Tempel")
die leidige TIEROPFEREI ein Ende haben wird.
So auch die "modern orthodoxe" Auslegung bez. der Neuerrichtung des Beit-HaKodesch.
Eine Rückführung der Gläubigen in die ursprünglische vegetareische Lebensweise ist ebenfalls angesprochen. Einen ausführlichen Bericht aus der »Jüdischen Allgemeinen« darüber, werde ich demnächst posten.
Denn u.a.:
GOtt selbst bedarf dieser Altargeschenke für Sein perfektes Wesen freilich nicht.
So spricht Er bezüglich des menschlichen Tora-Opfer-Kult:
Zitat von: Psalm 50,12-13

אִם אֶרְעַב לֹא אֹמַר לָךְ כִּי לִי תֵבֵל וּמְלֹאָהּ
הַאוֹכַל בְּשַׂר אַבִּירִים וְדַם עַתּוּדִים אֶשְׁתֶּה

»Wäre Ich hungrig, müsste Ich es dir nicht mitteilen,
denn Mein ist die Erde und ihre Fülle.
Esse Ich etwa Stierfleisch?
Trinke Ich denn das Blut der Böcke?
«


Offline lopileppe

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Re: ORTHODOX leben
« Antwort #31 am: Mo., 31. August 2020, 23:45 »
Schalom  ABA,

Du begründet die Nichtopferung von Tieren u.a. mit Psalm 50, 12-13.

Dazu hab ich noch eine andere Auffassung,  die nicht unbedingt  gegen deine steht .

Ich sehe in dem kurzen Zitat eine höhere Position und Eigentumsdarstellung , um nicht mitteilen zu müssen.
Und wegen dem Stierfleisch und - Blut,  eher ein " das ist unnötig " als Begründung.

Allerdings  haben wir viel zu tun , wenn du auf vegetarische  Lebensweise  anspielen  willst. Denn die Böden sind viel zu überlastet mit chem. Dünger  und ausgelaugt, da fehlen dringend nötige Minerale und Spurenelemente in der richtigen  Zusammensetzung.

Das müsste wohl erst mal renaturiert  werden. Dann klappt es auch mit Vegetarischen  Lebensweisen  besser.


Online freily

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Re: ORTHODOX leben
« Antwort #32 am: Di., 01. September 2020, 10:12 »
Schalom Dani,
Zitat von: lopileppe
Allerdings  haben wir viel zu tun , wenn du auf vegetarische  Lebensweise  anspielen  willst. Denn die Böden sind viel zu überlastet mit chem. Dünger  und ausgelaugt, da fehlen dringend nötige Minerale und Spurenelemente in der richtigen  Zusammensetzung.
Dazu kommt noch, daß von den "Landwirten" viel zu viel Gülle ausgebracht wird, weil Geschäftemacher meinten, sie müssten eine Entmistungsanlage mit dem Wasser machen und den Bauern aufschwatzen.
Wer weiß wieviel Arbeit ein Kuhstall macht, der ahnt schon das so ein Vorschlag gut ankam, leider.

Der gute alte Biohof von früher war besser, weil er die Böden nicht auslaugt, dessen Wirtschaftlichkeit aber viel Aufwand benötigt, den man früher nicht kannte.
Ich weiß das auch nur, weil ich auf einem Bauernhof aufwuchs.
Wer den richtigen Weg nicht sucht, ihn auch nicht findet.
freily©

Offline ABA זאב ברנובסקי

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ORTHODOX leben oder richtig essen !!!
« Antwort #33 am: Di., 01. September 2020, 19:19 »
Schalom ihr beiden Lieben,
ich denke ihr solltet aufpassen,
dass hier das Thema nicht von der falschen Seite angesehen wird.
Würde die Menschheit zurück zu ihrem Ursprung gehen,
also fleischlos leben, (wie es eigentlich vorgesehen war)
dann würde mehr als 2/3 der ausgenutzten Agrar-Anbaufläche weltweit frei werden,
um diese ordentlich für das vegetarische Wohlsein zu bepflanzen.

Ich hatte früher bereits einmal diese Antwort als Beitrag gepostet !



... und verweise nochmal höflichst auf meinen Beitrag:
» Schöpfungstag VI «



LG ABA

Offline Shomer

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Re: ORTHODOX leben
« Antwort #34 am: Di., 01. September 2020, 19:52 »
Zitat
So spricht Er bezüglich des menschlichen Tora-Opfer-Kult:
Zitat von: Psalm 50,12-13
אִם אֶרְעַב לֹא אֹמַר לָךְ כִּי לִי תֵבֵל וּמְלֹאָהּהַאוֹכַל בְּשַׂר אַבִּירִים וְדַם עַתּוּדִים אֶשְׁתֶּה
»Wäre Ich hungrig, müsste Ich es dir nicht mitteilen, denn Mein ist die Erde und ihre Fülle. Esse Ich etwa Stierfleisch? Trinke Ich denn das Blut der Böcke?«
Ich habe einmal eine Bibelarbeit zum Opfer gemacht und war bass erstaunt, in BeReshit das Gegenteil des christlichen Menschenopferkultes fand, dabei habe ich die jüdische Sitte der Ersterwähnung angewandt:
Zitat
1Mose 4:4-5 Elbf.  und Abel, auch er brachte von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett. Und Jahwe blickte auf Abel und auf seine Opfergabe;  5  aber auf Kain und auf seine Opfergabe blickte er nicht. Und Kain ergrimmte sehr, und sein Antlitz senkte sich.
Im 3. Kapitel finden wir den angeblichen Sündenfall, und seitdem lesen wir nichts davon, dass JHWH irgendwem das Opfern geboten hätte. Woher hatten Kain und Abel die Vorstellung von der Opferung von pflanzlichen Lebensmitteln bzw. Tieren? Der Begriff «Sündenfall» ist natürlich eine heidnische, sprich: christliche, Erfindung, die wir in diesem Abschnitt von BeReshit vermissen: Null Treffer!!!! Die Opferung diente niemals zur Besänftigung «Gottes» wegen des «Sündenfalls», denn erst nach dem Opfer erscheint der Begriff «Sünde» das erste Mal in deutschen Bibeln:
Zitat
1Mose 4:6-7 Elbf.  Und Jahwe sprach zu Kain: Warum bist du ergrimmt, und warum hat sich dein Antlitz gesenkt?  7  Ist es nicht so, daß es sich erhebt, wenn du wohl tust? Und wenn du nicht wohl tust, so lagert die Sünde vor der Tür. Und nach dir wird sein Verlangen sein, du aber wirst über ihn herrschen.
Bekanntlich kam es danach zum Brudermord. Christlicherseits hätte man natürlich gern zuerst den Brudermord und dann das Sündopfer, schon allein wegen «Jesus» am Kreuz, aber diesen Gefallen tut uns BeReshit nicht. Mein Rückschluss hierzu lautet: Da JHWH niemals das Opfern geboten hatte, ist darauf zu verzichten. Wenn im „Neuen Testament“ ein griechischer Theos seinen Gottessohn opfert, dann gilt das 2. Gebot: Bete Theos und seinen Gottessohn und das heilige Gespenst nicht an und diene ihnen nicht!“

Gruß vom Shomer
Einer Lüge, die man hundertmal gehört hat, glaubt man viel eher als der Wahrheit, die man das erste Mal hört.

Offline ABA זאב ברנובסקי

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ORTHODOX leben
« Antwort #35 am: Mi., 02. September 2020, 18:00 »
Schalom Kulam!
Bei dem zitierten Schöpfungsbericht der TORAH handelt es sich um eine reine schriftlich fixierte Dichtung. Genau so, wie alle anderen Schöpfungsberichte; z.B. der Gilgamesch-Epos oder Atum sowie Heliopolis, oder Reha (Nut) mit Kronos in Ägypten. Gedenken sollten wir auch an die griechische Schöpfungen im Kosmos die uns Hesiod in der Theogonie mitteilt. Von Zarathustra und den noch weiter östlichen möchte ich gar nicht erst anfangen.
Ab und zu hat sogar ein “Schöpfer“von dem anderen abgeschrieben.
Da unsere Menschheitsgeschichte lt. TORAH angeblich nur 5780 Jahre alt ist, widerspricht dies doch letztlich aller Realität.
Auf jeden Fall müssen wir berücksichtigen, das die Menschheit zur Zeit der Patriarchen eine total andere Lebenseinstellung zur Natur, zum Tier und auch zur Opferung hatte. Allerdings wenn wir das heutige Tiermorden sehen, (siehe unsere Beiträge bei VEGAN), sind WIR eigentlich noch schlimmer als unsere antiken Vorgänger !!!

LG ABA

 

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