Schalom tricky,
Na ihr rüttelt da aber an christlichen Grundlehren, dass es nur so qualmt. Das kann man sich alles durchlesen und seine Meinung dazu haben.
So ist es eben bei Forschern, man sucht und findet etwas ganz anderes als erwartet und so bin ich vom Katholizismus zur Judaistik gelangt, weil dies für mich logischer ist, als einer von der röm. Kirche aufgesetzten Lehre zu folgen.
Gewisse Dinge bleiben aber anscheinend ungewiss:
JOSEF, der Vater JESCHUAS war lt. dem sog. NT nicht ein einfacher Zimmermann,
sondern er wird als > τεκτων < ΤΕΚΤΟΝ bezeichnet und das ist mit unseren
heutigen deutschen modernen Worten ein > Bau-Ingenieur < !!!
Gibt es ein damals gebräuchliches Wort für Zimmermann, also Tischler, das wir in der Bibel finden?
Ansonsten bedeutet Bau-Ingenieur heute ja auch etwas total anderes als damals.
Da bin ich der Meinung, daß hier der Baumeister etwas richtiger wäre, denn das Bau-Meisterbild hat sich nicht viel geändert seit damals.
Das Wort TEKTON ist tatsächlich in den alten griechischen Handschriften enthalten, wie man
hier nachlesen kann, allerdings als TEKTONOS.
Daraus ergibt sich, daß das Wort "Zimmermann" völlig falsch ist, denn die Tektonik im alten Griechenland auch "Erdbewegung" verdeutlicht, falls ich das jetzt richtig auf die Reihe bringe.
Das Problem beim Schriftenforschen besteht eben darin, ob man unbefangen nach der wahren Indentität der Wörter sieht, oder ob man versucht, damit eine bestimmte Lehre zu stützen und da mußte ich als Christ eben sagen, daß die christlich kirchliche Lehre sich nur auf Beschönigungen zu ihren Gunsten stützt. Und das ist für mich keine Wahrheit und damit unakzeptabel geworden.
Das Studium der TORA muss JESCHUA absolviert haben, sonst wäre seine Kenntnis und Lehre eine unerklärbare christlische Interpolation!
Das klingt so zwingend. Er MUSS. Gibt es irgendwo ein Abschlußzertifikat, oder eine Anwesenheitsliste, ein Absolventenverzeichnis, irgendwas?
Für jüdisch Gläubige ist es ein MUSS, weil es vom geistlichen her so vorgeschrieben war, daß ein Kind in der Lehre herangezogen wird nach dem Lehrbild der Torah.
Ich frage mich, ob es damals in Israel unmöglich war als gläubige Mutter (als welche ich Maria bezeichne!) sein Kind im richtigen Glauben und in der wahren Lehre zu erziehen.
Wenn Du hier nach
dem richtigen Glauben und der wahren Lehre fragst, dann interpolierst Du schon eine Meinung in die Frage, was ja bedeutet, Du ziehst eine vorgefertigte Meinung mit in deine Fragen, daß tue ich nicht, denn ich hinterfrage, was war zur Zeit Jesu die allgemein übliche Lehre und diese war definitiv Jüdisch.
Man bedenke:
Luk 2/42 Und als er zwölf Jahre alt war, gingen sie hinauf nach der Gewohnheit des Festes;
[...]2/46 Und es geschah, daß sie ihn nach drei Tagen im Tempel fanden, wie er inmitten der Lehrer saß und ihnen zuhörte und sie befragte.2/47 Alle aber, die ihn hörten, gerieten außer sich über sein Verständnis und seine Antworten.
[...]2/52 Und Jesus nahm zu an Weisheit und Alter und Gunst bei Gott und Menschen.
Richtig, aber um das beurteilen zu können
muß man Wissen, daß es im Judentum üblich ist die Jungen und Mädchen mit zwölf Jahren auf die Mikweè vorzubereiten und deren Kenntnisstand abzufragen.
Das außergewöhnliche Wissen Jesu ist daher für Juden kein Wunder, weil er aus wohlhabenden Verhältnis stammte und sich eine Torah-Schule leisten konnte. Er war also mit 12 Jahren voll ausgebildet gewesen und Torahsachkundig.
Ich denke, dass das Argument, dass Jesus dieses damals bekannte und gelebte (Erlebnisse mit den Samaritern) von den Essenern und deren Schule hatte, als sehr schwachen "Beweis" an. Wenn etwas auf der Straße bekannt und von bestimmten Lehrern gelehrt wurde, dann wußte es jeder, auch ohne irgendwo studieren zu müssen. War es der Volksmund?
Im Gegensatz zu den anderen Nationen oder Völker der damaligen Zeit, war es in Israel üblich, das Lesen und Schreiben in sogenannten Heim-Studien auszuführen. Der ABA und die Aisha können als gebürtige Juden das besser nachvollziehen als wir Beide, da wir ja christlich erzogen wurden und schon deshalb ein anderes Denkmuster haben.
Wurde jedes gesprochene Zitat von Lehrern und sogenannten Rabbis (es gibt immer solche, die mehr zur Wahrheit und solche, die weniger zur Wahrheit tendieren) aufgeschrieben und penibel dokumentiert? Ich meine JEDES!
Soviel ich als Ex-Christ eruierte ja. Das mehrere Bände umfassende Buch heißt Talmud, soviel ich weiß.
Leider kann ich es mir nicht kaufen.
Im Übrigen bin ich nicht der Meinung, dass Jesus der leibliche Sohn von Joseph ist. Ich denke, dass ich das hier nur einmal sagen möchte. Jeshua ben Joseph ist nicht der Jesus, den ich in der Bibel erkannt habe! Jedem seine Meinung dazu, das ist klar, aber das ist eben die Meinungsfreiheit, die hier jeder haben darf!
Das ist auch nicht wichtig, ob er der leibliche Sohn oder ein aus einer Vergewaltigung entstammender Spross ist. Wichtig ist nur, daß G*TT selbst zwar seine Geburt verursachte, so wie bei der Sarah, aber ER sich selber nicht mit einer menschlichen Frau verunreinigte, denn sonst hätte JHWH keinen Grund mehr den Semasija wegen dessen Frauengeschichten zu verdammen.
Denn als G*TT der Gerechtigkeit hält ER sich selbst an seine eigenen Gebote, diese Sichtweise empfinde ich als Grundbasis zu einem richtigen Glauben.
Und das man in diesem Forum gesittet seine Meinung sagen darf, steht doch hoffentlich außer Zweifel, auch dann, wenn sie unsere Meinung tangieren.
Aber wie man so schön sagt: Der Ton macht die Musik, oder?

Liebe Grüße