Forum > Gegen Judenmissionierung

Jesus - Jude und Rabbiner

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freily:
Schalom ABA,
--- Zitat von: ABA am So., 19. Juli 2009, 21:15 ---
es handelt sich vorwiegend um die Feindesliebe sowie diesbez. Vergeltung/Rache !
--- Ende Zitat ---

Ahja, die Sache mit der Feindesliebe, gut daß das zur Sprache kommt.

--- Zitat ---Matth. 5,43
Ihr habt gehört , dass gesagt ist:
Du sollst deinen Nächsten lieben, und deinen FEIND geringschätzen !
weiter:
und ich sage euch ...
--- Ende Zitat ---
Da wir Menschen meistens meinen, wir würden genau lesen, so sehe ich, daß dem nicht so ist und ich wundere mich, wie oft auch ich selbst über diesen Fehler stolpere.
Jesus sagte nicht, es steht geschrieben, er ging auf die damalige öffentliche Meinung ein die aussagte, man müßte Feinde gering schätzen.
Aber genau bei solchen Stellen kommt der Einfluß der kirchlichen Lehrmeinung und man schaltet seinen Verstand ab, weil man glaubt, der Priester weiß schon, was er erzählt.
Also war mein alter Glaube auf Hörensagen gestützt, und nicht auf das WORT G*TTes.

--- Zitat ---Wenn man nun die TENACH genau kennt, wird man feststellen, dass dies nirgendwo im sog. AT steht !
Auch fragte man sich, woher nahm JESCHUA dieses Zitat ? ? ?
Die Lösung lag wahrscheinlich nur in der mündlichen Überlieferung irgendwo bei den Peruschim (Pharisäern) !?
--- Ende Zitat ---
Das vermute ich genauso, Jesus sprach vmutl. auch über die Lehrmeinung der Schammai-Schule, die, die Gebote strenger auslegten, als die anderen Rabbi aus der Schule Hillel's.

--- Zitat ---Erst in der 2. Hälfte des vergangenen Jahrhunderts hatten wir schriftlich dieses Zitat aus den JACHAD-Rollen 1Q5 Kolumne 1 zusammen gepuzzelt.
So konnten wir feststellen, dass diese "NICHTLIEBE" gegenüber Feinden in der Lehre der JACHAD (Essenern) verankert war!
--- Ende Zitat ---
Gut das Du das erwähnst, es erhellt den Zusammenhang.

--- Zitat --- JESCHUA widersprach dem! Und dies sollte uns nicht verwundern, warum auch nicht !
 Seine Ansicht war nun mal besser als die seiner Lehrer.
(Geht es uns nicht auch des öfteren so ? )
--- Ende Zitat ---
Naja, besser bin ich schon geworden, Dank der Aisha und Dir, aber ob ich je so gut werde wie ihr Beide, das wage ich zu bezweifeln.  :D

Liebe Grüße

tricky:
Schalom zusammen!

Na ihr rüttelt da aber an christlichen Grundlehren, dass es nur so qualmt. Das kann man sich alles durchlesen und seine Meinung dazu haben. Gewisse Dinge bleiben aber anscheinend ungewiss:


--- Zitat von: ABA ---JOSEF, der Vater JESCHUAS war lt. dem sog. NT nicht ein einfacher Zimmermann,
sondern er wird als > τεκτων < ΤΕΚΤΟΝ bezeichnet und das ist mit unseren
heutigen deutschen modernen Worten ein > Bau-Ingenieur < !!!
--- Ende Zitat ---


Gibt es ein damals gebräuchliches Wort für Zimmermann, also Tischler, das wir in der Bibel finden?
Ansonsten bedeutet Bau-Ingenieur heute ja auch etwas total anderes als damals.


--- Zitat von: ABA ---Das Studium der TORA muss JESCHUA absolviert haben, sonst wäre seine Kenntnis und Lehre
eine unerklärbare christlische Interpolation!
--- Ende Zitat ---


Das klingt so zwingend. Er MUSS. Gibt es irgendwo ein Abschlußzertifikat, oder eine Anwesenheitsliste, ein Absolventenverzeichnis, irgendwas?

Ich frage mich, ob es damals in Israel unmöglich war als gläubige Mutter (als welche ich Maria bezeichne!) sein Kind im richtigen Glauben und in der wahren Lehre zu erziehen. Man bedenke:

Luk 2/42 Und als er zwölf Jahre alt war, gingen sie hinauf nach der Gewohnheit des Festes;
[...]2/46 Und es geschah, daß sie ihn nach drei Tagen im Tempel fanden, wie er inmitten der Lehrer saß und ihnen zuhörte und sie befragte.2/47 Alle aber, die ihn hörten, gerieten außer sich über sein Verständnis und seine Antworten.
[...]2/52 Und Jesus nahm zu an Weisheit und Alter und Gunst bei Gott und Menschen.


--- Zitat von: ABA ---Wenn man nun die TENACH genau kennt, wird man feststellen, dass dies nirgendwo im sog. AT steht ! Auch fragte man sich, woher nahm JESCHUA dieses Zitat ? ? ?
--- Ende Zitat ---

Ich denke, dass das Argument, dass Jesus dieses damals bekannte und gelebte (Erlebnisse mit den Samaritern) von den Essenern und deren Schule hatte, als sehr schwachen "Beweis" an. Wenn etwas auf der Straße bekannt und von bestimmten Lehrern gelehrt wurde, dann wußte es jeder, auch ohne irgendwo studieren zu müssen. War es der Volksmund? Wurde jedes gesprochene Zitat von Lehrern und sogenannten Rabbis (es gibt immer solche, die mehr zur Wahrheit und solche, die weniger zur Wahrheit tendieren) aufgeschrieben und penibel dokumentiert? Ich meine JEDES!

Im Übrigen bin ich nicht der Meinung, dass Jesus der leibliche Sohn von Joseph ist. Ich denke, dass ich das hier nur einmal sagen möchte. Jeshua ben Joseph ist nicht der Jesus, den ich in der Bibel erkannt habe! Jedem seine Meinung dazu, das ist klar, aber das ist eben die Meinungsfreiheit, die hier jeder haben darf!

viele Grüße

Tricky

freily:
Schalom tricky,
--- Zitat von: tricky am Mo., 20. Juli 2009, 10:15 --- Na ihr rüttelt da aber an christlichen Grundlehren, dass es nur so qualmt. Das kann man sich alles durchlesen und seine Meinung dazu haben.
--- Ende Zitat ---
So ist es eben bei Forschern, man sucht und findet etwas ganz anderes als erwartet und so bin ich vom Katholizismus zur Judaistik gelangt, weil dies für mich logischer ist, als einer von der röm. Kirche aufgesetzten Lehre zu folgen.


--- Zitat von: tricky ---Gewisse Dinge bleiben aber anscheinend ungewiss:


--- Zitat von: ABA ---JOSEF, der Vater JESCHUAS war lt. dem sog. NT nicht ein einfacher Zimmermann,
sondern er wird als > τεκτων < ΤΕΚΤΟΝ bezeichnet und das ist mit unseren
heutigen deutschen modernen Worten ein > Bau-Ingenieur < !!!
--- Ende Zitat ---


Gibt es ein damals gebräuchliches Wort für Zimmermann, also Tischler, das wir in der Bibel finden?
Ansonsten bedeutet Bau-Ingenieur heute ja auch etwas total anderes als damals.
--- Ende Zitat ---
Da bin ich der Meinung, daß hier der Baumeister etwas richtiger wäre, denn das Bau-Meisterbild hat sich nicht viel geändert seit damals.
Das Wort TEKTON ist tatsächlich in den alten griechischen Handschriften enthalten, wie man hier nachlesen kann, allerdings als TEKTONOS.
Daraus ergibt sich, daß das Wort "Zimmermann" völlig falsch ist, denn die Tektonik im alten Griechenland auch "Erdbewegung" verdeutlicht, falls ich das jetzt richtig auf die Reihe bringe.
Das Problem beim Schriftenforschen besteht eben darin, ob man unbefangen nach der wahren Indentität der Wörter sieht, oder ob man versucht, damit eine bestimmte Lehre zu stützen und da mußte ich als Christ eben sagen, daß die christlich kirchliche Lehre sich nur auf Beschönigungen zu ihren Gunsten stützt. Und das ist für mich keine Wahrheit und damit unakzeptabel geworden.


--- Zitat von: tricky ---
--- Zitat von: ABA ---Das Studium der TORA muss JESCHUA absolviert haben, sonst wäre seine Kenntnis und Lehre eine unerklärbare christlische Interpolation!
--- Ende Zitat ---

Das klingt so zwingend. Er MUSS. Gibt es irgendwo ein Abschlußzertifikat, oder eine Anwesenheitsliste, ein Absolventenverzeichnis, irgendwas?
--- Ende Zitat ---
Für jüdisch Gläubige ist es ein MUSS, weil es vom geistlichen her so vorgeschrieben war, daß ein Kind in der Lehre herangezogen wird nach dem Lehrbild der Torah.

--- Zitat ---Ich frage mich, ob es damals in Israel unmöglich war als gläubige Mutter (als welche ich Maria bezeichne!) sein Kind im richtigen Glauben und in der wahren Lehre zu erziehen.
--- Ende Zitat ---
Wenn Du hier nach dem richtigen Glauben und der wahren Lehre fragst, dann interpolierst Du schon eine Meinung in die Frage, was ja bedeutet, Du ziehst eine vorgefertigte Meinung mit in deine Fragen, daß tue ich nicht, denn ich hinterfrage, was war zur Zeit Jesu die allgemein übliche Lehre und diese war definitiv Jüdisch.

--- Zitat ---Man bedenke:

Luk 2/42 Und als er zwölf Jahre alt war, gingen sie hinauf nach der Gewohnheit des Festes;
[...]2/46 Und es geschah, daß sie ihn nach drei Tagen im Tempel fanden, wie er inmitten der Lehrer saß und ihnen zuhörte und sie befragte.2/47 Alle aber, die ihn hörten, gerieten außer sich über sein Verständnis und seine Antworten.
[...]2/52 Und Jesus nahm zu an Weisheit und Alter und Gunst bei Gott und Menschen.
--- Ende Zitat ---
Richtig, aber um das beurteilen zu können muß man Wissen, daß es im Judentum üblich ist die Jungen und Mädchen mit zwölf Jahren auf die Mikweè vorzubereiten und deren Kenntnisstand abzufragen.
Das außergewöhnliche Wissen Jesu ist daher für Juden kein Wunder, weil er aus wohlhabenden Verhältnis stammte und sich eine Torah-Schule leisten konnte. Er war also mit 12 Jahren voll ausgebildet gewesen und Torahsachkundig.

--- Zitat ---Ich denke, dass das Argument, dass Jesus dieses damals bekannte und gelebte (Erlebnisse mit den Samaritern) von den Essenern und deren Schule hatte, als sehr schwachen "Beweis" an. Wenn etwas auf der Straße bekannt und von bestimmten Lehrern gelehrt wurde, dann wußte es jeder, auch ohne irgendwo studieren zu müssen. War es der Volksmund?
--- Ende Zitat ---
Im Gegensatz zu den anderen Nationen oder Völker der damaligen Zeit, war es in Israel üblich, das Lesen und Schreiben in sogenannten Heim-Studien auszuführen. Der ABA und die Aisha können als gebürtige Juden das besser nachvollziehen als wir Beide, da wir ja christlich erzogen wurden und schon deshalb ein anderes Denkmuster haben.
 
--- Zitat ---Wurde jedes gesprochene Zitat von Lehrern und sogenannten Rabbis (es gibt immer solche, die mehr zur Wahrheit und solche, die weniger zur Wahrheit tendieren) aufgeschrieben und penibel dokumentiert? Ich meine JEDES!
--- Ende Zitat ---
Soviel ich als Ex-Christ eruierte ja. Das mehrere Bände umfassende Buch heißt Talmud, soviel ich weiß.
Leider kann ich es mir nicht kaufen.

--- Zitat ---Im Übrigen bin ich nicht der Meinung, dass Jesus der leibliche Sohn von Joseph ist. Ich denke, dass ich das hier nur einmal sagen möchte. Jeshua ben Joseph ist nicht der Jesus, den ich in der Bibel erkannt habe! Jedem seine Meinung dazu, das ist klar, aber das ist eben die Meinungsfreiheit, die hier jeder haben darf!
--- Ende Zitat ---
Das ist auch nicht wichtig, ob er der leibliche Sohn oder ein aus einer Vergewaltigung entstammender Spross ist. Wichtig ist nur, daß G*TT selbst zwar seine Geburt verursachte, so wie bei der Sarah, aber ER sich selber nicht mit einer menschlichen Frau verunreinigte, denn sonst hätte JHWH keinen Grund mehr den Semasija wegen dessen Frauengeschichten zu verdammen.
Denn als G*TT der Gerechtigkeit hält ER sich selbst an seine eigenen Gebote, diese Sichtweise empfinde ich als Grundbasis zu einem richtigen Glauben.

Und das man in diesem Forum gesittet seine Meinung sagen darf, steht doch hoffentlich außer Zweifel, auch dann, wenn sie unsere Meinung tangieren.
Aber wie man so schön sagt: Der Ton macht die Musik, oder?  ;)

Liebe Grüße

ABA:
Schalom Tricky,

nur mal so auf die SCHNELLE !

du schreibst:
--- Zitat ---... bin ich nicht der Meinung, dass Jesus der leibliche Sohn von Joseph ist.
--- Ende Zitat ---

meine Frage dazu:
Warum haben sich dann die christlichen Endredakteure des sog. NT die große Mühe gemacht, das Geschlechtsregister über Josef zu David  nachzuweisen, wenn er nicht sein LEIBLICHER VATER gewesen sein soll  ? ? ?

???

Gruß ABA

tricky:
Schalom ABA!


--- Zitat ---Warum haben sich dann die christlichen Endredakteure des sog. NT die große Mühe gemacht,
das Geschlechtsregister über Josef zu David  nachzuweisen,
wenn er nicht sein LEIBLICHER VATER gewesen sein soll  ? ? ?
--- Ende Zitat ---


Dafür gibt es nach dem ersten Überlegen mal zwei Antworten. Erstens unterscheiden sich die Geschlechtsregister von der Ausgangslage. Einmal ist es Josef, einmal ist es Maria. Maria war sehr wohl die leibliche Mutter von Jesus.

Die Akzeptanz innerhalb der israelischen Community zur Zeit von Jesus wäre nicht gegeben gewesen, wenn nicht anfangs für alle klar gewesen wäre, dass Josef der Vater ist. Josef wollte Maria ja auch verlassen...warum hätte er das tun sollen, wenn er der leibliche Vater gewesen wäre? Das bedeutet, dass Jesus nicht akzeptiert worden wäre, wenn nicht scheinbar klar gewesen wäre...er ist der Sohn Josefs.

Ich denke auch, dass Jesus anderes meinte als wir heute, wenn wir Gott als Vater bezeichnen:

Luk 2/49 Und er sprach zu ihnen: Was ist es, daß ihr mich gesucht habt? Wußtet ihr nicht, daß ich in dem sein muß, was meines Vaters ist? 2/50 Und sie (die Eltern) verstanden das Wort nicht, das er zu ihnen redete.

viele Grüße

Tricky

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