Forum > Gegen Judenmissionierung
Jesus - Jude und Rabbiner
freily:
Schalom tricky,
--- Zitat von: tricky am Do., 23. Juli 2009, 09:00 --- Ja, ich denke auch, dass paulinische Auslegungsmethoden in allen christlichen Kreisen mehr oder weniger vorkommen. Im Detail unterscheiden sie sich oft gravierend (Beispiel Galaterbrief), aber grundsätzlich stimmt das schon.
--- Ende Zitat ---
da bin ich eben auch zu diesem Schluss bzw. Resümé gekommen, und daß hat mich bewogen genauer zu forschen und die einzelnen Aussagen zu Themen unter die Lupe zu nehmen.
Deshalb erstellte ich mir eine Prioritätenliste zu den Aussagen und gliederte sie folgendermaßen nach dieser Logik:
1. was sagt G*TT zu dem Thema im 1. Testament,
2. was sagen die Propheten zu diesem Thema im 1. Testament,
3. was sagte Jesus über das selbe Thema,
4. was meinen die jüdischen Aposteln dazu,
5. was sagte Paulus?
So habe ich der Reihe nach und Schritt für Schritt über 20 Jahre gebraucht um zu verstehen, warum manche Aussagen im Gegensatz zu andere stehen.
Die Aussagen G*TTes müssen als Richtschnur immer an 1. Stelle stehen, denn sie enthalten SEINEN Willen !!!
--- Zitat ---Ich denke bei unserer eigenen Polemik sind wir meistens blind und bei der des anderen hellwach. So ist der Mensch halt gestrickt, mir geht es genau so. Ich mag generell auch keine Schönfärbereien, man kann aber auch aus den Schönfärbereien die wahren Punkte herausnehmen. Das möchte ich mir nicht vorenthalten.
--- Ende Zitat ---
Eben deshalb habe ich versucht Menschen zu gewinnen, die in einem gesitteten Forum dieses Problem erkennen und den Kampf mit dem eigenen EGO aufnehmen, um sich zu korrigieren, denn nichts ist schwerer zu erarbeiten, als seine Fehler zu erkennen!
Nur besteht meistens die menschliche Unzulänglichkeit, sich mit diesem Problem überhaupt auseinander zusetzen, weil man sich selbst für perfekt erachtet.
So fiel ich fast vom Bürostuhl, als ich erkennen mußte, daß Jesus kein Christ war, sondern Jude !!!
In dieser grimmigen Selbsterkenntnis und mich selbst einen Narren titulierend, suchte ich nach Juden, die mich belehren konnten - und - da schickte mich der EWIGE per Einladung nach Israel.
Was ich dort erlebte an Negativen - und - dennoch positiver Art, hat mich sehr verwundert und zum erstenmal konnte ich auch den Begriff verstehen, wenn man sagt: "Der Mensch denkt, aber G*TT lenkt" !
SEINE Wege sind wirklich unausspürbar.
Und deshalb habe ich mich entschlossen, Judaistik zu studieren, denn ohne die grundlegenden Erkenntnisse des Judentums ist ein entwirren der ganzen Religionen nicht möglich.
Liebe Grüße
freily:
Schalom ABA,
--- Zitat von: ABA am Mi., 22. Juli 2009, 14:10 ---In erster Linie wurde JESCHUA dazu erzogen, in die beruflichen Fußstapfen seines Vaters zu treten.
Doch Schritt für Schritt lehrte und führte ihn GOtt dazu hin, dass er seinem priesterlich- messianischen Auftrag
bewusst wurde. Das religiöse Wissen, war relativ einfach in der Synagoge von Nazaret zu lernen.
Man musste nur ein bischen mehr aufpassen als die anderen.
--- Ende Zitat ---
genau so habe ich die Berichte des 2. Testaments auch verstanden.
Für mich ergab es keinen Sinn, das Jesus selbst die Torah und die Propheten bestätigte und dann andersweitig wieder angeblich aufhob.
Nur ein Punkt an deiner Ausführung ist mir nicht ganz klar.
Worauf bezieht sich deine Meinung, daß Jeschua Ben Josef bei den Essenern lernte?
Liebe Grüße
ABA:
שלום פריילי
Schalom Freily,
Du fragst:
--- Zitat ---Worauf bezieht sich deine Meinung, dass Jeschua Ben Josef bei den Essenern lernte?
--- Ende Zitat ---
besser ausgedrückt wäre: > von der Jachad (Essenern) <
vorab:
Da fange ich am Besten hinten an:
: ER feierte den SEDER-Abend (Pessach) nach dem JACHAD- Kalender (idF. 1 Tag früher).
: ER feierte ihn bei der JACHAD bzw. Jachad-Zugehörigen (Wasserträger/Essenertor-Jerusalem).
: ER war bei JACHAD-Angehörigen eingeladen. Siehe = Simon der Asket (fälschlicherweise der Aussätzige genannt)
Ü-Fehler von zanua (bescheiden,fromm,keusch,demütig) zu zarua aussätzig
: ER lehrte apokalyptisch, ganz im Stile der JACHAD, der "Dritten Schule" , die sogar Flavius Josephus 7 Seiten in Jü-At widmet.
: ER lehrte genau wie die JACHAD in Beispielen (moschel) [Doppelbedeutung]
(fälschlich wurde übersetzt > er lehrte in Vollmacht <) - aber die hatten jedoch die Schriftgelehrten auch -
: ER hatte eine Lehr- und Fastenzeit in der Wüste, also ganz der JACHAD entsprechend (Versuchung Jesu)
: ER hatte seinen gleichaltrigen Verwandten (Jochanan der "Täufer") ebenfalls bei der JACHAD.
Wenn wir jetzt noch Einzelheiten der Lehre JESCHUAS und der JACHAD beleuchten würden, kämen wir zu dem Ergebnis, dass sich bis auf die erwähnten Ausnahmen, eine klare Lehrlinie und das apokalyptische Denken gleichzusetzen ist.
שלום אבא
Schalom ABA
Aisha:
Schalom Aba,
--- Zitat von: Aba ---ER feierte den SEDER-Abend (Pessach) nach dem JACHAD- Kalender (idF. 1 Tag früher).
--- Ende Zitat ---
Hier stimmen die Evangelien nicht überein. Nur nach dem Johannesevangelium feierte er den Seder einen Tag früher. Die anderen drei Evangelisten berichten dies nicht.
Oder irre ich mich da?
Aisha
ABA:
Schalom Aisha,
du schreibst: ...
--- Zitat ---... nur nach dem Johannesevangelium feierte er den Seder einen Tag früher.
Die anderen drei Evangelisten berichten dies nicht.
Oder irre ich mich da?
--- Ende Zitat ---
Nein, bestimmt nicht !
Es gibt im Pessach-Ereignis JESCHUAs (Passions-Geschichte) noch mehrere gravierende Unterschiede in den Evangelien. - vom Hahnenschrei (oder waren es mehrere), bis zur Himmelfahrt -
Wir, also diejenigen die dieses Ereignis nunmal jüdischerseits beleuchten, fassen die christlichen Endredakteure der Evangelien zusammen, um dadurch ein fortlaufendes Bild zu bekommen, was damals eigentlich wirklich geschah. Also ohne "Entjudaisierung" ohne Global-"Schuldzuweisungen", ohne sog. AT-"Prophetenhinweise", die sowieso niemals den Sinn hatten, eine MESSIAS-PASSION vorauszusagen.
D.h., das etwas schwere Thema : > Der PROZESS JESU aus jüdischer Sicht < , wovon ich hier schon einen Teil veröffentlichte, sollte immer als > Zusammenfassung < angesehen werden.
Die besagten Unterschiede der christlichen Darstellung in den Evangelien, (Synoptische Probleme) wären ein Thema für sich wert.
Schalom ABA
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