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Jesus - Jude und Rabbiner

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Aisha:
Schalom Freily,

das mit den Tonkrügen als unsachgemäße Lagerung stand bei Wikipedia. Ein bisschen gewundert hat es mich, da die Schriften von Nag Hammadi meines Wissens in Tonkrügen gefunden wurden.
Wenn es in der Bibel steht, kann es nicht falsch sein.


--- Zitat ---Zitat

    c) die 2 Ölbäume können aber genausogut 2 leibliche Personen (beauftragte/gesalbte) von GOtt berufen sein,
        die vor dem königlichen/politischen MESSIAS erscheinen. (Beispiel in Mosche und Eliahu).
        Damit werfe ich allerdings auch einen spekulativen Blick auf Offb. 11,3 ff.

Da muß ich mich wegen meiner ungenauen Angabe entschuldigen, denn ich meinte die beiden Röhren, durch die das "geistige Öl" fließen wird.
Über die beiden Gesalbten wage ich keine Angabe, da die Schrift selbst von David spricht und der EWIGE an anderer Stelle von einem Hohenpriester spricht, den ER seinem Maschiach beistellen wird.


Aber wie gesagt, daß wäre ein anderes Thema. Willst Du es eröffnen?
--- Ende Zitat ---

die Frage ist zwar an Aba gerichtet.....Ich bin dafür, dass wir ein Thema darüber eröffnen. Das Thema betrifft Haus Juda und Haus Josef, die am Ende der Zeiten miteinander vereint werden müssen.

schalom

Aisha

Aisha:
Schalom,

gerade bei Hagalil gefunden: Frage an den Rabbi



--- Zitat ---


Sehr geehrter Herr Bar Rav Nathan,

ich stelle mir schon länger folgende Frage und weiß leider nicht, an wenn
ich mich wenden kann, der dazu in der Lage ist, mir eine verlässliche
Antwort geben zu können.

Daher wende ich mich an Sie, da ich in Ihr Wissen mein tiefstes Vertrauen
setzte.

Frage: Warum hat Jesus seine Religion nicht akzeptiert und was wollte er
verändern?

Warum haben ihn die Römer an Pessach hingerichtet?

Ich hoffe Sie können mir weiterhelfen? Mich interessiert die jüdische
Sicht auf diese Fragen und daher wende ich mich an Sie.

Ich bedanke mich bei Ihnen

Antwort des Rabbi:

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Fragen:

- Warum hat Jesus seine Religion nicht akzeptiert und was wollte er verändern?

- Warum haben ihn die Römer an Pessach hingerichtet?

Die Fragestellerin fügt noch hinzu, sie wisse nicht, wer ihr eine verlässliche Antwort geben könnte, setze aber in mein Wissen ihr tiefstes Vertrauen.

Vorbemerkung:

Zunächst muss ich leider das Vertrauen, das in mich gesetzt wurde, enttäuschen. Bis auf wenige Ausnahmen haben sich Rabbiner mit dem (um es möglichst neutral auszudrücken) Phänomen Jesus nicht beschäftigt. Zuständig für die obigen Fragen wären christliche Theologen. Allerdings gibt es ein nach meiner Einschätzung ausgezeichnetes Buch eines jüdischen Verfassers – eines ehemaligen Richters am Obersten Gericht Israels- das über die oben gestellten Fragen Aufschluss geben kann:
Chaim Cohn, "Der Prozess und Tod Jesu aus jüdischer Sicht".

Antwort:

- Es ist mir nicht bekannt, dass Jesus seine Religion, also die jüdische, nicht akzeptiert hat. Laut Markus erhob Jesus das jüdische Glaubensbekenntnis zum höchsten Gebot: „Höre Israel, der Herr unser Gott ist der Herr allein“ (Mar. 12, 31). Laut Matthäus wollte Jesus das jüdische Gesetz auf keinen Fall abschaffen: „Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen, ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern zu erfüllen. Denn wahrlich, ich sage euch; bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht“ (Matt. 5, 16).

- Zum Verändern ein Beispiel: Folgt man dem Neuen Testament, wollte Jesus den Tempel seiner Bestimmung als Gottes Haus wieder zuführen. Er wollte die Händler und das Geschäftemachen entfernen. Die Priesterkaste, die Partei der Sadduzäer, war für den Gottesdienst und für den Tempel verantwortlich und beherrschte somit die einträchtigste Einnahmequelle im Lande. Wo viel Geld im Spiel ist, gewinnt im Laufe der Zeit meistens die Korruption die Obermacht. Die Partei der Pharisäer, die dem Volk und den Armen verbunden war, befand sich in Gegnerschaft zu den Sadduzäern. Jesus, der selbst ein Rabbi gewesen sein soll, der den Pharisäern mindestens nahestand, verfolgte ähnliche Ziele wie diese, vielleicht aber mit radikaleren Mitteln.

- Zur zweiten Frage kann ich wieder nur das erwähnte Buch von Chaim Cohn empfehlen.

- Jedoch würde ich als erstes Wikipedia empfehlen. Hier findet man sicherlich auch Informationen zum Verhältnis Jesus-Judentum und weiterführende Hinweise.

Mit freundlichen Grüßen
Bar Rav Nathan
Quelle: http://www.hagalil.com/judentum/rabbi/090823.htm


--- Ende Zitat ---

Interessante Antwort  :)

Aisha

freily:
Schalom Aisha,
--- Zitat von: Aisha am Mi., 26. August 2009, 18:02 ---gerade bei Hagalil gefunden.
Eine interessante Antwort.
--- Ende Zitat ---
diese Antwort des Rabbi bestätigt die Befürchtung des ABA und auch meine eigene, das Judentum setzt sich noch viel zu wenig mit den christlichen Themen auseinander und so sind die Leute eben noch immer unwissend, weil die römische Lehre des Paulus lediglich ein Mischmasch aus den verschiedenen Glaubenslehren ist.

Liebe Grüße

Aisha:
Schalom Freily,


--- Zitat von: Freily ---diese Antwort des Rabbi bestätigt die Befürchtung des ABA und auch meine eigene, das Judentum setzt sich noch viel zu wenig mit den christlichen Themen auseinander und so sind die Leute eben noch immer unwissend, weil die römische Lehre des Paulus lediglich ein Mischmasch aus den verschiedenen Glaubenslehren ist.

--- Ende Zitat ---

Ich war über die Antwort sehr positiv überrascht!
Er sagte nämlich, dass Jesus seine Religion nicht verworfen haben und darauf bestand, dass die Torah bestehen bleibt. Er zitiert sogar aus Matt. 5.
Lieber Freily, das ist für mich von einem Rabbi schon sensationell  :)

Zu deiner Kritik: Meines Wissens werden in der deutschen Rabbinerausbildung (gibt es erst seit ein paar Jahren) die christlichen Schriften um des Allgemeinwissens wegen, studiert!

Aisha

freily:
Schalom Aisha,
--- Zitat von: Aisha am Do., 27. August 2009, 10:01 ---Ich war über die Antwort sehr positiv überrascht!
Er sagte nämlich, dass Jesus seine Religion nicht verworfen haben und darauf bestand, dass die Torah bestehen bleibt. Er zitiert sogar aus Matt. 5.
Lieber Freily, das ist für mich von einem Rabbi schon sensationell  :)

Zu deiner Kritik: Meines Wissens werden in der deutschen Rabbinerausbildung (gibt es erst seit ein paar Jahren) die christlichen Schriften um des Allgemeinwissens wegen, studiert!
--- Ende Zitat ---
da kann ich also nur hoffen, daß die uralten Verkrustungen auf beiden Seiten endlich aufbrechen.
Meine Vermutung, daß das Christsein eigentlich nur eine Fortführung von vielen Irrtümern ist, die ihren eigentlichen Anfang erst nach dem denkwürdigen Jahr 135 n. Z. durch den Ausschluß der Juden aus Jerusalem fand.

Und trotzdem erkenne ich, daß unser HaSchem dies schon vorher sah, weil ER dem Daniel dies schreiben ließ, daß die Zeit kommt, wo die Menschheit die Zeiten und Festtage ändern werden. Diese geänderten Zeiten finden wir auf der ganzen Welt, nur in Israel nicht!

Also habe ich mich dem Ziel verschrieben, diese Irrtümer der Schriften-Auslegungen zu begegnen.
Natürlich nur auf friedlichem Weg.

Liebe Grüße

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