Autor Thema: »Status Quo« "TEMPELBERG-Jerusalem"  (Gelesen 814 mal)

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Offline סָבָּא-SABA זאב ברנובסקי

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»Status Quo« "TEMPELBERG-Jerusalem"
« am: Fr., 01. Juli 2022, 14:00 »
Der
»»» Status quo «««
des “TEMPELBERGES“ in Jerusalem und ...
der HAKEN bei der ganzen Sache !!!

Der “TEMPELBERG“
auf hebräisch Har HaBeit - הר הבית , = der Berg des Hauses,
auf arabisch Al-Haram Al-Scharif - الحرم الشريف , = das Edle Heiligtum.

Ich berichte heute mit Zitaten und Ausführungen von:

©Sabine Brandes   und  ©OLR  Maurice Hirsch

Beim sog. “TEMPELBERG“ geht es immer wieder um den ständig angeführten
»Status quo«,
der ...
– wenn tatsächlich angetastet –
... die gesamte Region in einen Krieg verwickeln könnte.

Doch was besagt der Status Quo genau?
Der Status Quo erklärt, dass es Menschen aller Religionen zu bestimmten Zeiten erlaubt ist, den Tempelberg zu besuchen, jedoch lediglich Muslime dort öffentlich beten dürfen.

»Israel und Jerusalem bewahren disen Status quo«

Während der Pessachzeit gebe es »seit vielen Jahrzehnten eine sehr limitierte Anzahl von jüdischen Betern auf dem Tempelberg, und das ist die einzige Religionsfreiheit, die Juden auf diesem Areal haben«.
Das Schicksal des Tempelbergs war und wird wahrscheinlich noch lange ein Hauptstreitpunkt in den israelisch-palästinensischen Beziehungen sein !
   8) :o ???

Jedoch die eigentliche WAHRHEIT über den »Status Quo« der 1967 "eingeführt" wurde, ist kaum bekannt und wurde auch erst vor kurzem durch Geheim-Dokumente aus israelischen Archiven freigegeben.
kurzum in einem Satz:
Der besagte »Status Quo« des Jerusalemer "Tempelberges" von 1967,
wurde niemals ordnungsgemäß ratifiziert8)
weder von der damaligen Regierung, noch von einer anderen Regierung danach
!!!

Dies bedeutet letztlich, dass der Tempelberg-Status keine völkerrechtliche Verbindlichkeit hat.
Am 17. Juni 1967, also vor 55 Jahren, traf der damalige israelische Verteidigungsminister
Moshe Dajan - משה דיין 
eine der schicksalhaftesten Entscheidungen in der Geschichte des Staates Israel und des jüdischen Volkes. Nur wenige Tage nach dem Ende des Sechs-Tage-Krieges stimmte Dajan zu, einen „Status quo“ für den Tempelberg festzulegen. Aus Angst vor einer öffentlichen Diskussion über diese Entscheidung wurde Dayans Vereinbarung nie ordnungsgemäß ratifiziert.
Um die Muslime in Israel und umliegenden Ländern nach ihrer eindeutigen Niederlage zu besänftigen, bot Dajan der jordanischen وقف = WAQF-Behörde an, selbst die Kontrolle über die Aktivitäten innerhalb der Mauern des Berges zu übernehmen, während Israel für die äußere Sicherheit und die öffentliche Ordnung verantwortlich sein würde. Dajan räumte ferner ein, dass die Muslime freien Zugang zu dem Gelände erhalten würden und dass die Zahl der Juden, die den Berg betreten, zwar nicht begrenzt würde, es ihnen aber nicht gestattet wäre, dort zu beten.
Es wurde argumentiert, dass Dajan mit der Übergabe der internen Aktivitäten auf dem Berg an den WAQF die religiöse Komponente des israelisch-arabischen Konflikts neutralisieren wollte.



jedoch das FAZIT ist:
Für die meisten streng religiösen Juden gilt:
Erst in der ...

messianischen Zeit
wird der Tempel wieder erstehen.




שלום זאב בראנובסקי

Offline JORAM יורם

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Re: »Status Quo« "TEMPELBERG-Jerusalem"
« Antwort #1 am: Sa., 02. Juli 2022, 13:13 »
Schalom an alle,
ich habe einige INFO-Videos der vergangenen 7 Jahre gesammelt,
die über unsere "TEMPELBERG"-Situation eingehend berichten.
Und zwar auch schon von Anfang an in KANAANs-ZEITEN bis HEUTE,
bzw. mit Aussicht auf das besagte, kommende:

»Messianische Reich«



2021    mit Christsein heute über:
Tempelberg – Damals und Heute
VIDEO 1½ Min.




2022 dokumentiert:
Welches Geheimnis verbirgt sich unter dem Tempelberg?
VIDEO 18 Min.



2015   der meistgesehene Nachrichtensender in Europa erklärt:
Netanjahu will "Status quo" auf dem Tempelberg erhalten!
VIDEO 1½ Min.



2017  berichtet über:
Kontrollmaßnahmen am Tempelberg
VIDEO 1 Min.



2022 betont u.a.:
Lapid bestätigt Status Quo
VIDEO 3½ Min.




2020  erklärt (“dirigentenhaft“, also mit Händen und …)
3400 Jahre Tempelberg
VIDEO 6 Min.





LG JORAM  יורם

Offline JORAM יורם

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Re: »Status Quo« "TEMPELBERG-Jerusalem"
« Antwort #2 am: Do., 18. August 2022, 14:41 »
Schalom zusammen,
zur weiteren Ergänzung unseres Themas:
»Status Quo« "TEMPELBERG-Jerusalem"
   
habe ich noch etwas wichtiges hinzu zufügen.
Es ist ein etwas längerer Beitrag und dadurch auch zu empfehlen alles mitzulesen und gleichzeitig

Es handelt sich um eine überarbeitete Fassung eines Artikels von ALAM BAKER.
Alan Baker ist der Direktor des israelischen Forschungsinstitutes der öffentlichen Diplomatie und Außenpolitik.
Er war an der Aushandlung und Ausarbeitung der Osloer Abkommen mit den Palästinensern sowie an den Abkommen und Friedensverträgen mit Ägypten, Jordanien und dem Libanon beteiligt.


Zitat von: ©ISRAEL HEUTE=Alam Baker
Zitat
Da der Beitrag sehr umfangreich ist, empfehle ich euch den Text über euren Browser vorlesen zu lassen.
(also: Cursor auf Textanfang - MouseClick rechts - und auf )

Es ist Zeit für einen neuen »Status Quo« auf dem "Tempelberg"
Die derzeitige Regelung ist anachronistisch, diskriminierend und widerspricht den heutigen internationalen Normen.
Religiöse Praktiken und Rituale an wichtigen religiösen Stätten und Heiligtümern beruhen oft strikt und kompromisslos auf historischen Festlegungen, Bräuchen und Praktiken, die den verehrten, unumkehrbaren und heiligen Status eines “Status quo“ erhalten haben.
Solche Beschlüsse, Sitten und Gebräuche wurden in der Regel entwickelt, um den spezifischen historischen Umständen zum Zeitpunkt ihrer Gründung Rechnung zu tragen. In den meisten Fällen sind sie jedoch von Natur aus diskriminierend und stehen im Widerspruch zu den heute akzeptierten Normen und Standards der interreligiösen Toleranz und der Menschenrechte.
Die internationale Gemeinschaft im Allgemeinen und einzelne Staaten und Religionsgemeinschaften im Einzelnen stehen heute vor der Herausforderung, zu versuchen, moderne Normen des interreligiösen und interkulturellen Dialogs und der Toleranz an solchen religiösen Stätten zu verwirklichen und umzusetzen. Das bedeutet, dass sie einen scheinbar unumkehrbaren “Status quo“ an heutige universelle humanitäre Standards und Werte wie die Religionsfreiheit anpassen müssen.

Die Frage ist, ob eine solche Anpassung in der Praxis möglich ist.
Eines der eindrucksvollsten Beispiele für einen problematischen “Status quo“, der immer wieder Anlass zu Hass, Zwietracht und Gewalt zwischen Religionen, Gemeinschaften und Staaten gibt, ist der Jerusalemer "Tempelberg", der seit jeher unzählige Konflikte und heilige Kriege zwischen Christentum, Islam und Judentum überstanden hat.

Foto: ©Jamal Awad/Flash90
Palästinensische Muslime schwenken Hamas-Flaggen
und greifen gleichzeitig jüdische Gläubige auf dem "Tempelberg" !


Die gegenwärtigen Spannungen, die jede Hoffnung auf Ruhe in Jerusalem zunichte machen, beruhen auf einem jahrhundertealten osmanischen Status quo, der die Verwaltung, die Anbetung und die Besuche auf dem Tempelberg regelt. Dieser Status quo wurde erstmals 1757 festgelegt und durch Dekrete von Sultan Abdul Mejid in den Jahren 1852 und 1856 bekräftigt. Diese Dekrete froren die Ansprüche der Religionsgemeinschaften in Jerusalem und Bethlehem auf die christlichen heiligen Stätten ein und untersagten jede Änderung des geltenden Status. Während dieser "Status quo" unter einem muslimischen Regime, das Juden und Christen auf den Status von Dhimmis zweiter Klasse zurückwarf, relevant und sogar "normal" gewesen sein mag, widerspricht er den heutigen internationalen Normen der Religionsfreiheit und der Gleichbehandlung völlig.
Das Verbot für Juden, den Tempelberg zu betreten, bestand bereits vor der osmanischen Herrschaft während der Mamelukenzeit (1250-1516) und wurde unter der osmanischen Herrschaft von 1516-1917 aufrechterhalten. Sie wurde von den westlichen Mächten auf der Pariser Konferenz von 1856 und im Vertrag von Berlin von 1878 anerkannt, in Artikel 62 heißt es:
»»» Es ist klar, dass der Status Quo an den Heiligen Stätten nicht verändert werden kann.

Auch nach der Niederlage der Osmanen im Ersten Weltkrieg, der Aufteilung ihres Reiches und der Einsetzung des britischen Mandats für Palästina (1920-1947) änderte sich dies nicht, es hieß unter anderem:
»Nichts in diesem Mandat darf so ausgelegt werden, dass es der Mandatsverwaltung die Befugnis verleiht, sich in die Struktur oder Verwaltung rein muslimischer heiliger Stätten einzumischen.
Infolgedessen hielten die Briten die Status-quo-Regelung aufrecht.
Während der Mandatszeit wurde die Aufsicht über den "Tempelberg" dem Obersten Muslimischen Rat übertragen, der als oberste Autorität für die Angelegenheiten der muslimischen Gemeinschaft im Mandatsgebiet Palästina galt. Im Jahr 1924 übertrug der Rat die Aufsicht über die heiligen Stätten dem neuen Kalifen der Muslime und Beschützer der Stadt Scharif Hussein Bin Ali, der als “König der Araber“ galt. Dies wurde in einer mündlichen Vereinbarung von 1924 formalisiert, die den Herrschern von Jordanien, die als Nachkommen des Propheten Mohammed galten, den Titel “Hüter“ verlieh.
1967 übernahm Israel die Kontrolle über den "Tempelberg" und beschloss, den “Status quo“ beizubehalten, um mögliche interreligiöse Streitigkeiten und Gewalt zu vermeiden. Damit erkannte Israel an, dass Jordanien weiterhin für die Verwaltung und die religiösen Regelungen der Stätte verantwortlich ist, sofern Israel die Verantwortung für die Sicherheit und die öffentliche Ordnung behält.

Foto: ©Israel GPO
Viele sind bis heute immer noch der Auffassung, dass Israel einen entscheidenden Fehler gemacht hat,
als es nach der Eroberung des Tempelbergs den von den Muslimen auferlegten “Status quo“ anerkannte.
(Anmerkung ABA: Allerdings auch niemals von einer Regierung ratifiziert wurde[siehe Beitrag #1] )


Der “Status quo“ wurde von Israel, Jordanien und den Vereinigten Staaten in zwei wichtigen Dokumenten aus dem Jahr 1994 zur Schaffung eines Friedens zwischen Israel und Jordanien bekräftigt: der israelisch-jordanischen "Washingtoner Erklärung" vom 5. August 1994 – die von den Vereinigten Staaten bezeugt wurde – und dem anschließenden israelisch-jordanischen Friedensvertrag vom 26. Oktober 1994. In beiden Dokumenten verpflichtete sich Israel, "die gegenwärtige besondere Rolle des Haschemitischen Königreichs Jordanien hinsichtlich der muslimischen Heiligtümer in Jerusalem" zu respektieren.
In einem Abkommen zwischen der palästinensischen Führung und dem jordanischen König Abdullah II. aus dem Jahr 2013, das die frühere mündliche Vereinbarung zwischen dem Obersten Muslimischen Rat und der >Haschemitendynastie< aus dem Jahr 1924 ersetzt, bekräftigten die beiden Parteien die jordanische Vormundschaft über die heiligen Stätten und erkannten gleichzeitig die palästinensischen Ansprüche auf Souveränität in Jerusalem an.
Israels Anerkennung der Vereinbarungen zum “Tempelberg“ wurde in den sogenannten "Kerry-Vereinbarungen" bekräftigt, die 2015 zwischen dem damaligen US-Außenminister John Kerry und den Regierungen Israels und Jordaniens getroffen wurden. In diesen Vereinbarungen wurde die besondere Rolle Jordaniens in Jerusalem anerkannt, wie sie im israelisch-jordanischen Friedensvertrag festgelegt ist, einschließlich der historischen Rolle Jordaniens als “Hüter der islamischen heiligen Stätten“ in Jerusalem. Sie bekräftigten auch den Status quo auf dem "Tempelberg", der es Nicht-Muslimen erlaubt, ihn zu besuchen, aber nicht zu beten.
Mit anderen Worten:
Die westlichen Demokratien haben sich – sei es aus politischer Korrektheit gegenüber der muslimischen Welt oder aus Angst vor religiösen und sozialen Empfindlichkeiten – dafür entschieden, die fortdauernde Gültigkeit dieses anachronistischen Status quo zu akzeptieren und anzuerkennen, obwohl er im offensichtlichem Widerspruch zu internationalen Gleichheits- und Menschenrechtsnormen steht.
Progressive, liberale und demokratische Gesellschaften und internationale Gremien – einschließlich der Vereinigten Staaten, des Vereinigten Königreichs und anderer europäischer Staaten sowie internationaler und regionaler Organisationen wie der Vereinten Nationen – übersehen und ignorieren die inhärent diskriminierende Natur des “Status quo“ auf dem "Tempelberg", akzeptieren und erhalten ihn in einer zynischen Demonstration der Doppelmoral aufrecht.
Es ist in der Tat aufschlussreich, dass diese Staaten, internationalen Organisationen und Kirchen ihre anachronistische Position in dieser Frage beibehalten, ohne sich des inhärenten Konflikts zwischen ihr und ihrem eigenen Eintreten für die Menschenrechte bewusst zu sein, die einen starken Schutz der Religionsfreiheit beinhalten. Stattdessen entscheiden sie sich dafür, einen eklatant diskriminierenden “Status quo“ zu bekräftigen, der gegen anerkannte internationale Normen und Grundsätze verstößt.



Foto: ©Netanel Malchutya/TPS
Warum hält der "aufgeklärte" Westen weiterhin an der diskriminierenden islamischen Politik fest,
die es Juden verbietet, an ihrer heiligsten Stätte zu beten?


Angesichts eines scheinbar unlösbaren und emotionalen Dilemmas mit wenig Hoffnung auf eine akzeptable und einvernehmliche Lösung müssen die Konfliktparteien, wenn sie wirklich einen Ausweg aus der Sackgasse suchen, gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft auf pragmatische, realistische und konstruktive Weise vorgehen.
Vielleicht ist der erste Schritt die Anerkennung und Einsicht aller Beteiligten, einschließlich der jeweiligen religiösen Führer, dass eine wesentliche Voraussetzung für eine endgültige Lösung des Streits zwischen Arabern und Juden eine logische und respektvolle Umgestaltung des überholten Status quo ist. Diese sollte auf den heutigen internationalen Werten und Normen der Fairness, Gleichheit, Gleichberechtigung und des gegenseitigen Respekts beruhen und gleichzeitig grundlegende religiöse Empfindlichkeiten und Verfahren schützen.

Ein solcher neuer, umgestalteter »Status quo« würde die folgenden Grundsätze umfassen:
•  Gegenseitige, grundsätzliche Anerkennung der alten gegenseitigen Verbundenheit mit dem Tempelberg durch jede Partei.
•  Gegenseitige Anerkennung des Rechts auf freie Religionsausübung, vorbehaltlich der Achtung bestehender religiöser Gepflogenheiten.
Eine koordinierte Gebetsregelung ähnlich der in Hebron praktizierten, die gemeinsam verwaltete und gegenseitig zugesicherte Gottesdienste auf dem Tempelberg an vereinbarten Orten und zu vereinbarten Zeiten ermöglichen würde, mit besonderen Bestimmungen für die jeweiligen religiösen Feste.
•  Ein gemeinsames Sicherheitssystem, das die Umsetzung des neuen Status quo regelt und sich mit Störaktionen, politisch motivierter Gewalt und alltäglichen kriminellen Problemen befasst.
•  Ein gemeinsames Verwaltungsgremium zur Koordinierung und Regelung alltäglicher Fragen des Zugangs, der Besuche, der Gebete, der Bereitstellung von Dienstleistungen, der Beilegung von Streitigkeiten und der Zusammenarbeit mit den jeweiligen staatlichen, kommunalen und religiösen Stellen.
•  Gemeinsame Vereinbarung über die Regelung aller archäologischen Ausgrabungen und Bauarbeiten auf dem Berg.
•  Internationale Akzeptanz und Zustimmung zu einem derart neugestalteten Status quo, einschließlich der Aufhebung von Resolutionen der UNESCO und anderer Organisationen, die damit unvereinbar sind.
•  Akzeptanz und Anerkennung des neuen Status quo durch die weltweiten religiösen Organisationen und Kirchen.

Es liegt auf der Hand, dass die ernsthafte Erwägung eines neu gestalteten “Status quo“ die positive Unterstützung, Ermutigung und Befürwortung aller interessierten und relevanten Akteure auf lokaler und internationaler Ebene erfordert.
Die palästinensische, jordanische und israelische Seite müssten die neue Vereinbarung institutionell unterstützen. Sie muss auch von den jeweiligen religiösen Führern unterstützt werden, und es bedarf aktiver, kontinuierlicher öffentlicher Ermutigung durch die Medien und in den jeweiligen Gemeinschaften, um jenen Elementen entgegenzuwirken, die unweigerlich versuchen würden, ein solches Projekt zu behindern.
Die Anerkennung der zentralen Rolle dieses Faktors in der Realität des Nahen Ostens durch die beteiligten Parteien und die Einsicht in die dringende Notwendigkeit einer Lösung dieses Problems könnten erheblich zum Abbau der Spannungen und zur Stärkung des gegenseitigen Vertrauens beitragen.
Die Akzeptanz eines neuen “Status quo“ würde die Dynamik erzeugen, die die Lösung vieler anderer, pragmatischerer und weniger leidenschaftlicher Fragen ermöglicht, die einen umfassenden Frieden in der Region herbeiführen könnten.


Alles in Allem !!!
Im kommenden Messianischen Reich erledigt  sich dieser "TEMPELBERG Status Quo" sowieso von alleine!
Ganz ohne menschliches Zutun !!!


LG und Schalom  יורם

Offline JORAM יורם

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Re: »Status Quo« "TEMPELBERG-Jerusalem"
« Antwort #3 am: Mi., 31. August 2022, 15:55 »
Erstmals seit 1967
Israelis betreten Tempelberg durch Tor der Stämme


Foto: Maayan Berrebi
Jüdische Gläubige auf dem Tempelberg in der Altstadt von Jerusalem
zu Beginn des neuen jüdischen Monats Elul, dem zwölften Monat des jüdischen Ziviljahres.

 
Zitat von: TPS
Eine Gruppe jüdischer Gläubiger betrat am Sonntag den Tempelberg durch das Tor der Stämme  (Löwentor) im nördlichen Teil des Berges. Dies war das erste Mal seit 1967, als befreiende IDF-Fallschirmjäger während des Sechstagekrieges die heilige Stätte betraten.
Heute Morgen sind die Juden ohne Probleme durch das Tor der Stämme (Löwentor)  gegangen. Dieser Präzedenzfall sollte zunächst bei besonderen Anlässen eingeführt werden, wenn viele Juden den Berg durch das Hallel [Mughrabi]-Tor betreten, das nicht alle von ihnen aufnehmen kann. Das ist eine positive Entwicklung.
Das Ministerium für Jerusalem-Angelegenheiten der Palästinensischen Autonomiebehörde erklärte, es betrachte die Entwicklung “mit großer Sorge”.
Die israelische Besatzung setzt ihre gefährlichen Versuche fort, den religiösen, historischen und rechtlichen Status quo der Moschee zu verändern”, behauptete das Ministerium und erklärte, der Besuch der Juden auf dem Tempelberg sei eine “direkte Provokation der Gefühle aller Muslime auf der ganzen Welt.
Die Palästinensische Autonomiebehörde rief die arabischen und islamischen Länder sowie die internationale Gemeinschaft auf, “ihrer Verantwortung gerecht zu werden und die israelischen Übergriffe zu stoppen, die für die Al-Aqsa-Moschee immer gefährlicher werden und schlimme Folgen nach sich ziehen.”
Der Leiter der Moscheen auf dem Tempelberg, bezeichnete den Vorfall als “einen schwerwiegenden Schritt, der gegen den Status quo an der heiligen Stätte und die zwischen Israel und Jordanien unterzeichneten Vereinbarungen über die Angelegenheiten der Moschee verstößt.”
Es hat den Anschein, dass es sich bei dem besonderen Zutritt am Sonntag nicht um eine neue dauerhafte Regelung handelt.
Die Besuche von Juden auf dem Tempelberg, der heiligsten Stätte des Judentums, sind zeitlich und räumlich begrenzt, ebenso wie die Zahl der Besucher, die zu einem bestimmten Zeitpunkt Zutritt haben. Zwar haben sich die Rechte der Juden auf den Besuch der Stätte in den letzten Jahren verbessert, aber es bleibt noch viel zu tun, und der Staat Israel muss den Juden, die den Tempelberg besuchen, noch die volle Freiheit der Religionsausübung gewähren.


LG und Schalom  יורם

Offline JORAM יורם

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Re: »Status Quo« "TEMPELBERG-Jerusalem"
« Antwort #4 am: Do., 01. September 2022, 13:13 »
Und gleich heute geht es weiter mit andere Ansichten des "Status Quo" !!!
denn die Obrigkeit in ISRAEL  sieht dies nämlich so .......


»Juden dürfen auf dem Tempelberg beten«

Das Amtsgericht von Jerusalem hat bereits schon einmal 2015 sowie 2021 bestätigt, dass es für Juden erlaubt ist, auf dem Tempelberg zu beten – trotz gewalttätigen Ausschreitungen von Moslems.
Die juristische Klärung kam als Antwort auf den Fall des Jehuda Glick, der die israelische Polizei verklagt hat, weil sie ihn für zwei Jahre vom Tempelberg gesperrt hat, nachdem er dort im Jahre 2011 leise betend gefilmt wurde.
Glick, der einen Anschlag eines moslemischen Terroristen überlebt hat, beschuldigt die Polizei die religiöse Freiheit des Landes nicht zu gewährleisten.
Israels oberster Gerichtshof hatte vorher zwar schon geurteilt, dass Juden das Recht haben überall zu beten, genauso wie alle anderen Glaubensgruppen, die Polizei jedoch das Recht habe Maßnahmen zu ergreifen, die gewalttätige Ausschreitungen von Moslems zu verhindern.
Jetzt hat das Jerusalemer Gericht entschieden, dass die Polizei im Falle Glicks und auch anderer Aktivisten zu weit gegangen war und ihre Menschenrechte zu weit eingeschränkt habe.
Glick hat über 100.000 Euro Entschädigung erhalten. Sein Anwalt sagte zur Jerusalem Post, dass „von jetzt an alle Juden auf dem Tempelberg beten dürfen. Beten ist kein krimineller Akt mehr.“

Vielleicht war es wirklich GOttesführung, dass der besagte Tempelberg-Status-Quo niemals von irgend einer israelischen Regierung ratifiziert wurde.

Trotzdem bleiben viele Beobachter skeptisch. Es ist schwer zu glauben, dass trotz alledem, Juden offen auf dem Tempelberg beten werden, besonders nachdem Premierminister Netanjahu der moslemischen Welt versprochen hat, den Status Quo dort zu erhalten.


LG und Schalom  יורם


ZITATE aus: ©JeruschlejimHaJom/EMS

 

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