Autor Thema: Eine Jungfrau wird schwanger_in der hebräischen Bibel prophezeit?  (Gelesen 16287 mal)

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Re: Eine Jungfrau wird schwanger_in der hebräischen Bibel prophezeit?
« Antwort #15 am: So., 09. Juni 2019, 15:44 »
Schalom lieber Shomer,

wieder einmal die Wörter-Goldwaage ausgepackt?
Selbstverständlich ist der masoretische Text ins Hochdeutsche übersetzt und ja, es ist die "DaBhaR"-Übersetzung, aber der Baader hat eben so genau übersetzt, wie es in der deutschen Sprache  möglich ist und das da manches ganz fremdartig klingt für deutsche Ohren, ist ganz natürlich.
Die Ivrit-Sprache ist im Schrift-Wort nun etwas weitläufiger als das Deutsch.

Fakt ist, während meiner damaligen Arbeit ist mir dieses Buch direkt vor die Füße gefallen und ich erkannte sofort den Wert dieses Buches und das es sich dabei um eine Wort für Wort-Übersetzung handelt, denn wie bereits geschrieben, ich hatte keine Ahnung vom Jüdischen.

Und am Ende des Buches ist ein Anhang, wo der Herr Baader die seltsamen Wörter her hat und aus welcher hebr. Wurzel er manches ableitet.
Und nun zu deiner Aussage:
Zitat
Dass der Immanuel bei der Geburt Jeschuas 700 Jahren tot war, muss stimmen, da die anderen Persönlichkeiten (Jesaja, Ahas und die daneben stehende Mutter des Immanuel) auch schon ungefähr so lange tot sind.

Entschuldige wenn ich etwas verwirrt nachfrage, wo in dem Text von Jesaja Kap. 7 steht eine Frau neben den Männern?

denn ich lese i.d. Elb.: 1 Und es geschah in den Tagen des Ahas, des Sohnes Jotams, des Sohnes Usijas, des Königs von Juda, da zog Rezin, der König von Aram, und Pekach, der Sohn des Remalja, der König von Israel, nach Jerusalem hinauf zum Kampf gegen es; aber er konnte nicht gegen es kämpfen. 2 Als nun dem Haus David gemeldet wurde: Aram hat sich auf dem Gebiet von Ephraim nieder gelassen, da bebte sein Herz und das Herz seines Volkes, wie die Bäume des Waldes vor dem Wind beben. 3 Der HERR aber sprach zu Jesaja: Geh doch hinaus, Ahas entgegen, du und dein Sohn Schear-Jaschub, an das Ende der Wasserleitung des oberen Teiches, zur Straße des Walkerfeldes, 4 und sage ihm: Hüte dich und halte dich ruhig! Fürchte dich nicht, und dein Herz verzage nicht vor diesen beiden Stummeln, diesen qualmenden Holzstücken, nämlich vor der Zornglut Rezins und Arams und des Sohnes Remaljas! 5 Weil Aram Böses gegen dich beschlossen hat ebenso wie Ephraim und der Sohn des Remalja, indem sie sagen: 6 "Lasst uns gegen Juda hinaufziehen und ihm Grauen einjagen und es für uns erobern und dort den Sohn des Tabeal zum König machen!", 7 so spricht der Herr, HERRJHWH: Es wird nicht zustande kommen und nicht geschehen. 8 Denn das Haupt von Aram ist Damaskus, und das Haupt von Damaskus ist Rezin - und noch 65 Jahre, dann ist Ephraim zerschlagen, dann ist es kein Volk mehr -, 9 und das Haupt von Ephraim ist Samaria und das Haupt von Samaria ist der Sohn des Remalja. Glaubt ihr nicht, dann bleibt ihr nicht! 10 Und der HERR fuhr fort, zu Ahas zu reden, und sprach: 11 Fordere dir ein Zeichen vom HERRN, deinem Gott! In der Tiefe fordere es oder oben in der Höhe! 12 Ahas aber sagte: Ich will nicht fordern und will den HERRN nicht prüfen. 13 Da sprach er {JHWH}: Hört doch, Haus David! Ist es euch zu wenig, Menschen zu ermüden, dass ihr auch meinen Gott {Elohim} ermüdet? 14 Darum wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären und wird seinen Namen Immanuel nennen. 15 Rahm und Honig wird er essen, bis er weiß, das Böse zu verwerfen und das Gute zu wählen. 16 Denn ehe der Junge weiß, das Böse zu verwerfen und das Gute zu wählen, wird das Land verlassen sein, vor dessen beiden Königen dir graut. 17 Der HERR wird über dich, über dein Volk und über das Haus deines Vaters Tage kommen lassen, wie sie nicht gekommen sind seit dem Tag, an dem Ephraim sich von Juda getrennt hat: den König von Assur. 18 Und es wird geschehen an jenem Tag, da wird der HERR die Fliege, die am Ende der Ströme Ägyptens, und die Biene, die im Land Assur ist, herbei pfeifen. 19 Dann werden sie kommen und sich alle niederlassen in den Tälern der Schluchten und in den Spalten der Felsen, in allen Dornsträuchern und an allen Tränkplätzen. 20 An jenem Tag wird der Herr durch das Schermesser, das auf der anderen Seite des Stromes angeheuert wurde, nämlich durch den König von Assur, das Haupt scheren und das Haar der Beine, ja, auch den Bart wird es wegnehmen. 21 An jenem Tag wird es geschehen, da wird einer eine junge Kuh und zwei Schafe am Leben erhalten. 22 Und es wird geschehen, wegen der Menge der Milch, die sie geben, wird er Rahm {Dickmilch} essen, ja, Rahm und Honig wird jeder essen, der im Land übrig geblieben ist. 23 Und es wird an jenem Tag geschehen, dass jeder Ort, wo tausend Weinstöcke im Wert von tausend Silberschekeln stehen, den Dornen und Disteln gehört. 24 Nur mit Pfeilen und Bogen wird man dorthin kommen, denn zu Dornen und Disteln wird das ganze Land werden. 25 Und auf alle Berge, die mit der Hacke behackt werden, dahin wirst du nicht kommen aus Furcht vor Dornen und Disteln. Und sie werden ein Ort sein, an den man Rinder treibt und der von Schafen zertreten wird.

Also ich lese hier nichts von einer Frau, denn von der Frau von der hier unser EWIGE spricht, ist nur symbolisch und ist das neue Israel gemeint, das in Zukunft dann Immanuel heißen wird.
Darum schrieb ich vorher, es ist in der "Sprache der Zweige" geschrieben, weil die hebr. Schrift von den Schreibern verschlüsselt wurde.
Auch wenn die hier beteiligten Männer gestorben sind, das Wort GOTTes bleibt bestehen und die Prophezeiung auch.
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Shomer

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Re: Eine Jungfrau wird schwanger_in der hebräischen Bibel prophezeit?
« Antwort #16 am: So., 09. Juni 2019, 21:20 »
Schalom freily

In meinen oben erwähnten Schriftzitaten zu Geburtsweissagungen gibt es überall eine Übereinstimmung: die Mutter des geweissagten Sohnes ist bekannt, mitunter auch der Name des Vaters. Nur im Fall der Jungfrau, die gar keine war (rot gedruckt), soll das anders gewesen sein? Dies wäre allerdings auch eine Sichtweise, eine katholische nämlich.


Zitat
16 Denn ehe der Junge weiß, das Böse zu verwerfen und das Gute zu wählen, wird das Land verlassen sein, vor dessen beiden Königen dir graut.

Die Weissagung ging also gar nicht um eine Jungfrauengeburt sondern um dieses Verlassensein des Landes. Das mit der jungen Frau neben dem Propheten und dem König war nur ein Zeichen für den König Ahas damals, nichts weiter. Er sollte sich ja ein Zeichen von JHWH wünschen, und zwar für sich selbst.

Was hat das noch mit einer Jungfrauengeburt 740 Jahre später zu tun? Antwort: weniger als nichts!

Dabei fällt mir auf, dass in diesem Fall die "Stimme der Zweige" nicht nur Allegorie ist sondern auch noch gleich Mystik. Der König Ahas musste das Zeichen, die Geburt des Immanuel mit verfolgen können, ja, und das konnte er nur, weil er diese junge (verheiratete) Frau persönlich kannte. Eine Weissagung auf irgendeine "heilige Gottesmutter irgenwann" oder eine andere mystische Jungfrau in ferner Zukunft hätte dem Ahas persönlich in jener Situation nicht weiter geholfen.

Gruß Shomer

Offline freily

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Re: Eine Jungfrau wird schwanger_in der hebräischen Bibel prophezeit?
« Antwort #17 am: Mo., 10. Juni 2019, 23:59 »
Schalom Shomer,

Du schreibst:"Was hat das noch mit einer Jungfrauengeburt 740 Jahre später zu tun? Antwort: weniger als nichts"!

Einmal bitte tief durchatmen und genau überlegen, wie der Ablauf damals gewesen sein könnte (jüdische Seele beachten).

Der Ahas war nicht irgend ein Jedermann aus dem Dorf, sondern König von Juda und in der Lehre geschult und verstand deshalb, was der EWIGE sagte. Und jüdische Könige waren im Gebrauch der Torah sehr geschult, deshalb verstand Ahas auch die "Sprache der Zweige" und wußte das mit der "Verheimlichten" das Volk Israel gemeint war, aber nicht die Zukunft davon.
Ich nehme Baaders Übersetzung hier dazu, weil dieser Mann das jüdische Quellwort besser verstand, als die meisten deutschen Übersetzer.

Das eine Verheimlichte auch eine Jungfrau ist, ist natürlich, aber diese Frau kennt auch der König nicht und sie war auch nicht dabei bei dem Gespräch, weil es vom EWIGEN eine Weisagung ist für die Zukunft.

ER, der EWIGE wird die Jungfrau Israel wieder "bauen" aus den Nachkommen der "Hure" Israel. Diese Nachkommen werden aber IHM nicht mehr untreu werden, wie einst die Vorväter.
Die Schwangerschaft bezieht sich auf das Volk Israel in der Diaspora, das wieder jungfräulich ist, weil es dem EWIGEN bis in den Tod treu blieb, und diese wird Nachkommen gebären, die dann als Volk Immanuel heißen werden bei den Nationen, aber erst, wenn die Herrlichkeit JAHWE's im 3. Tempel gegenwärtig ist und ein bischen vorher schon, weil auch einige aus den Nationen dazu gezählt werden.

Die christlichen Exegeten benutzen diese Weisagung, die noch nicht erfüllt ist, dazu, um zu behaupten, daß diese Weisagung auf die Maria mit dem Jesus zutrifft und sich damit erfüllte.
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IRRGEISTER verstummen NIE !!!
« Antwort #18 am: So., 21. November 2021, 23:00 »
Schalom ihr Lieben,
das christliche Weihnachten steht mal wieder vor der Tür  :-[
und gleich wird überall im WEB wieder die JUNGFRAU unter dem Diskussions-Tisch hervorgezerrt !
Die christliche Selbst-Rechtfertigung hält also auch nach bald 2000 Jahren hier keine Ruhe  :-X

HIER ein Video, das schon im vergangenem Jahr IN war,
wurde vom Autor kommentiert
:
Zitat
Das Gerücht, dass in der Bibel eigentlich "junge Frau" steht,
und "Jungfrau" nur ein Übersetzungsfehler ist, hält sich hartnäckig.
Wie ist es entstanden, und was steckt dahinter? Wir klären es auf

Nun denn, bevor Ihr euch das VIDEO anschaut ...
» Den christlichen Fanatikern, die so herumdiskutieren,
fehlt es nicht nur an der hebräischen Sprachkenntnis (inclusive Auslegung)
sondern auch an gesundem Menschenverstand, denn ...
»  WIE ist es medizinisch erklärbar,
»  dass ein Mädchen ohne menschlichen Samen aufzunehmen,
»  schwanger werden kann ???



Ach so -  JA stimmt !!!
Durch den »Holy Spirit«   ::)
                 zu gut deutsch:
- Durch das HEILIGE GESPENST - 


PS:
Entschuldigung - das war jetzt mein Übersetzungsfehler.

  LG ABA     
Zeev Baranowski


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Re: Eine Jungfrau wird schwanger_in der hebräischen Bibel prophezeit?
« Antwort #19 am: Mo., 22. November 2021, 20:51 »
Schalom lieber ABA und Schalom an unsere Kritiker.

Da rieche ich die Klapperschlange der Verdrehtheit schon vom weitem, denn da mogelt sich einer wie die Zeugen Jehovas durch die Texte, der den Tenach nicht kennt, sondern nur vom Hörensagen, und eine scheinbar logische Auslegung anbietet.

Logisch deshalb, weil er nicht nur mit hebräischen Wörtern um sich wirft wie ein Junge mit den Steinen, sondern, weil er auch noch den Jesaja 7,14 beschwört wie ein Schlangen-Yogi und dazu auch noch aus dem Zusammenhang, weil er selber einen neuen Zusammenhang kreiert wie die Zeugen Jehovas es tun um Ihre "Schäfchen" rein weich zu waschen in den Gehirnwindungen, damit die Falschlehre besser wirken kann, denn wer keinen Vergleich anstellen kann, der wird zum Kopfnicker degradiert.

Glauben ist eine Vertrauensfrage und eine Hochrechnung der Daten aus dem Leben der Erfahrungen. Wenn aber der Vertrauensmann/frau nur seine Meinung äußert ohne ausreichender Basis an Wissen, der wird zum Schwätzer, wie ein Politiker.

Dann schauen wir uns doch mal gleich den entscheidenden Vers an, der die Auslegungskrücke unseres Kritikers stützen soll:
Jes. 7,14 Darum wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären, und wird seinen Namen Immanuel heißen.
Wäre ich nicht auch durch die ZJ's geschult worden, würde ich diesen Pferdefuß nicht sehen.
Sowohl in Lukas wie auch im Matthäus steht nichts davon, daß ein Immanu-EL geboren wird, sondern ein "Jesus". Ausser in nachträglichen Einfügungen, aber nicht im altrgriechischen Grundtext Codex Sinaiticus.
Der Name "Jesus" ist im altrömischen Sprachgebrauch ein Schimpfname, sondern hieß in Wirklichkeit Jeschua Ben Josef und so wurde er auch von der Mirjam (Maria) auch gerufen, denn eine Taufe gab es in Israel nicht, es sei den, man Verdreht die Mikwee´dazu.

Und wenn man sich schon an den Jeremia heran wagt, dann muß man auch Wissen, welche Jungfrau im Kapitel 7,14 gemeint ist. Die Auflösung zur Jungfrau steht einige Kapitel weiter und zwar:
Jeremia 31.4
Ich will dich wieder bauen, und du wirst gebaut werden, Jungfrau Israel! Du wirst dich wieder mit deinen Tamburinen schmücken und ausziehen im Reigen der Tanzenden.

Im Jeremia geht es  um die Jungfrau Israel und nicht um einen römisch-griechisch gezimmerten "Jesus".

Denn dieser "Jesus" hatte beim EWIGEN über seine Abstammungslinie sehr schlechte Karten, denn es steht geschrieben:
Jeremia 22.24
So wahr ich lebe, spricht Jehova, wenn auch Konja, der Sohn Jojakims, der König von Juda, ein Siegelring wäre an meiner rechten Hand, so würde ich dich doch von dannen wegreißen.
Und weiteres kann man hier auch noch lesen.! Wenn man gewillt ist, richtig zu forschen und nicht nur seine Meinung extrapolieren will.!!!

Quelle: Bibelverse aus Elberfelder 1905
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freily©

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Ja - Ja , die junge Jungfrau !
« Antwort #20 am: Di., 23. November 2021, 14:00 »
        Danke lieber Freily !     

Shomer

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Re: Eine Jungfrau wird schwanger_in der hebräischen Bibel prophezeit?
« Antwort #21 am: Di., 23. November 2021, 20:14 »
Diskutiere ich mit Christen über die Jungfrauengeburt, so fällt mir etwas Eigenartiges auf: Da hat ihnen der Reformator Dr. Martin Luther, seines Zeichens katholischer Theologe, Gewisse Elemente weg reformiert, so z. B. die heilige Gottesmutter Maria. Das finde ich gut, sehr gut sogar. Was er aber nicht weg reformierte, war die Jungfrauengeburt. So, und seither haben wir eine Jungfrauengeburt ohne Jungfrau, was, zugegebenermaßen, eigentlich ein noch viel größeres Wunder ist als die Jungfrauengeburt an und für sich.

Shomer

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Re: Eine Jungfrau wird schwanger_in der hebräischen Bibel prophezeit?
« Antwort #22 am: So., 28. November 2021, 19:48 »
https://docplayer.org/70623-Von-babylon-nach-rom.html Buchauszug
Zitat
„Von Babylon nach Rom“ von Alexander Hislop, Verlag CLV Bielefeld, S. 147/148

DIE JUNGFRÄULICHE MUTTER DES HEIDENTUMS S. 280

»Fast alle Tatarenfürsten führen ihre Abstammung auf eine himmlische Jungfrau zurück, die von einem Sonnenstrahl oder etwas ähnlich Wundersamem schwanger wurde.«
In Indien soll die Mutter Suryas, des Sonnengottes, der geboren wurde, um die Feinde der Götter zu vernichten (….), auf diese Art schwanger geworden sein, nämlich indem ein Strahl der Sonne in ihren Mutterleib eindrang, woraufhin sie den Sonnengott gebar.
Das Wissen um diesen weitverbreiteten Mythos beleuchtet die geheime Bedeutung des Namens Aurora, den man der Frau Orions gab; auf ihre Heirat mit diesem »gewaltigen Jäger« bezieht sich Homer (....). Während der Name Aur-ora in natürlichem Sinne auch »vom Licht schwanger« heißt und ohra »empfangen« oder »schwanger«, gibt es im Griechischen das Wort oar für Frau. Da Orion gemäß persischer Erzählungen Nimrod war und Nimrod unter dem Namen Ninus als der Sohn seiner Frau verehrt wurde, als er zum Sonnengott erhoben war, sollte dieser Name Aurora, der auf seine Frau angewendet wurde, offensichtlich dieselbe Vorstellung übermitteln, wie sie im Land der Tataren und in Indien vorherrscht.
Diese Mythen der Tataren und Hindus beweisen eindeutig, dass die heidnische Vorstellung von der wunderbaren Empfängnis nicht durch irgendeine Vermischung des Christentums mit diesem Aberglauben gekommen war, sondern direkt von der Verheißung des »Samens der Frau«. Man mag sich jedoch fragen: Wie konnte die Vorstellung aufkommen, dass sie von einem Sonnenstrahl schwanger wurde? Wir haben allen

DIE JUNGFRÄULICHE MUTTER DES HEIDENTUMS S. 281

Grund zu glauben, dass dies von einem der natürlichen Namen der Sonne kam. Vom chaldäischen zhr, »scheinen«, kommt im Partizip aktiv zuhro bzw. zuhre, der »Scheinende«; und zweifellos glitt man, angetrieben durch eine listige Priesterschaft, von zuhro, dem »Scheinenden«, in die Vorstellung von zuro, dem »Samen« über, so dass der »Scheinende« und der »Same« dem Geist des Heidentums entsprechend gleichgesetzt wurden. Offensichtlich war dies der Fall in Persien, wo die Sonne die große Gottheit war, »denn die Perser«, so Maurice, »nannten Gott Sure«.

Offensichtlich sind die Zusammenhänge zwischen der Jungfrauengeburts-Irrlehre und der Sonne; denn am 25. Dezember wird alljährlich die Wiedergeburt der unbesiegbaren Sonne (sol invictus/Mithras) gefeiert, da ab diesem Datum die Tage wieder länger werden. So gibt es ein evangelisches Kirchenlied, in dem die Aussage vorkommt: „Die Sonne, die mir lachet, ist mein Herr Jesus Christ....“ Dies lässt uns erkennen, wenn wir wollen, dass genau dieser Jesus, auf den dies ebenfalls zutrifft, ein umgetaufter heidnischer Sonnengott, ein Götze ist.
Da im letzten Beispiel eine Jungfrau durch einen Sonnenstrahl schwanger wurde, kann ich nur allen Jungfrauen raten: Passt mir bei Sonnenstrahlen auf!
(F)rohe Weihnachten!
Gruß Shomer

P. S. Für mich ist heute die heilige Nacht ungefähr so heilig wie die heilige Kuh. - Und immer schön daran denken: Weihnachten an Ostern feiern! (s. http://www.religioncity.de/index.php/topic,570.msg4846.html#msg4846)

 

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