hallo urdingiano,
erstmals willkommen hier bei uns im Forum

Ich habe im Augenblick leider nicht die Zeit, auf alle Einwände einzugehen.
Dass der Link zur Predigt hier gelandet ist....der ABA ist schuld

(ABA nix für Ungut).
Aber eins möchte ich doch, bitte, zurückweisen dürfen:
Zitat
wie gesagt....NIX Neues- Geistiger Holocaust statt physischer 
Das Zitat ist von mir und ich möchte unbedingt darauf eingehen.
Damit fühle ich mich nicht nur missverstanden, sondern unfair behandelt.
Den Begriff "geistiger Holocaust" erklärte ich bereits weiter oben. Er ist nicht persönlich gegen dich gemeint, sondern bezeichnet einen von Juden mittlerweile oft gebrauchten Begriff.
Wegen der Missverständnisse kann ich nichts sagen, ICH habe die Predigt so verstanden, bis jetzt.
Ich halte es für Fairness zu einem fachlichen Vortrag etwas sagen zu dürfen. Selbst durfte ich mehrmals Forschungsarbeiten (keine theologischen) an der Uni präsentieren und es ist normal in einer anschließenden Diskussion sowohl Lob, als auch Kritik und Verbesserungsvorschläge zu bekommen. Niemals interpretierte ich das gegen meine Person als Unfairness, denn es ist auf den Inhalt bezogen.
Genauso möchte ich meine "Einwände" hier verstanden wissen.
Wir haben einen weiteren Prediger hier im Forum, der mir seine Predigt zum Anhören sandte und ganz offen um eine Analyse bat.
Es zeigt, dass es möglich ist
guckst du hierDie Analyse erfolgte allerdings privat per Mail.
Ich möchte in aller Bescheidenheit darauf aufmerksammachen, dass ich hier nur den Paulus ausgelegt habe, der "Hebräer von Hebräern" war, aus dem Stamm Benjamin, in Jesrualem geschult und Schüler des Gamaliel.
In seinem Galaterbrief hat er dieses Zusammenleben von Juden und Gojim gefordert, erklärt, propagiert, erbeten.
Zugegeben sind meine Ansprüche an einen studierten Theologen in der fachlichen Interpretation von Texten und besonders deren Anwendung HEUTE , höher als an einen nicht Studierten Christen.
Genau hier liegt mein größter Einwand!
Es geht nicht um das, was ein an den Maschiach Jesus glaubender Jude vor über 2000 Jahren gemeint hat, sondern kann ich das auf Heute in Bezug zwischen Christen und Juden anwenden 
Ich meine nun: Nein überhaupt nicht! Das stört mich fachlich und besonders im sozialen Kontext inhaltlich am meisten.
Paulus schrieb diesen Brief ca. 50 n.Z. (?) an Christen in Rom in einem ganz anderen sozialen Umfeld als wir es heute vorfinden:
Das Land Israel von den Römern besetzt.
Die "Jesus für den Maschiach haltenden Juden" noch keine eigene Religion, sondern noch innerhalb des Judentums als Untergruppe integriert. Diese Juden hatten den Bund vom Berg Sinaj nicht aufgegeben - hielten Schabbat, ließen sich beschneiden usw.
Ein Problem waren die dazukommenden "G'ttesfürchtigen" aus den anderen Völkern. Die hatte es schon bereits früher dem Volk Israel als Angeschlossene gegeben, aber nun schlossen sich diese nur dieser jüdischen "Untergruppe" an. Es ging um praktische Fragen des Zusammenlebens und woran sich diese zu halten haben.
Die Antwort war klar: Kein Götzendienst, kein Blut , keine Hurerei.
(auch dies kennen wir schon für die G'ttesfürchtigen als die noachidischen Gebote).
Heute finden wir eine ganz andere Situation vor:
Es liegen nicht nur jahrhunderte der christlichen Versuche die Juden physisch und geistig auszurotten dazwischen, sondern das Christentum hat sich auch theologisch total verändert.
Es geht nicht mehr um die Messiasfrage alleine, sondern um viel schwerwiegendere Unterschiede (Trinität, Himmel -Höllenlehre, usw.)
Die Messiasfrage war im Judentum noch nie ein Grund, eine Gruppe auszuschließen .
Die Probleme des Paulus waren daher klein im Gegensatz zu heute.
Wenn man sich wirklich besser verstehen möchte mit den Juden, weshalb gibt es nicht mehr Empathie, weniger Hochmut?
Kommt ein christlicher Theologe gar nicht auf die Idee, dass der Begriff "Israel-SONNTAG" schon eine Kluft schafft?
(Muss man dafür wirklich cross-culture social science studiert haben?)
Jahrhunderte hat man Juden umgebracht, weil sie sich weigerten den Sonntag zu heiligen und weiter den Schabbat hielten. Deshalb ist für Juden die Wortkombination von
Sonntag und Israel schon ein Zynismus. Besonders wenn diese sehr symbolträchtig am
10. nach TRINITAS stattfindet. Der 10. hat eine hohe Symbolik im Judentum, die Trinitas war wie der Sonntag jahrhundertelang ein Ausrottungsgrund.
Dies ist meine rein fachliche und nicht an dich als Mensch gerichtete Analyse.
Aber davon ein ander Mal.
Mich würde es freuen.
Grüße
Aisha