Autor Thema: Terroristen in WINDELN  (Gelesen 1470 mal)

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Offline ABA זאב ברנובסקי

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Terroristen in WINDELN
« am: Fr., 07. Juni 2024, 17:00 »
- Terroristen in WINDELN -

Damit fasse ich jetzt ein Thema an, das wahrhaft sehr unterschiedlich gesehen werden kann!
Da ich auch fast auf den Tag genau so alt bin wie der Staat ISRAEL; bin ich auch sehr objektiv!
Aus eigener Erfahrung kenne ich die besagte "Windel-Rekrutierung" schon seit meiner Schulzeit in Jerusalem.
Zumal ich über einige Jahre bei und mit einer palästinensischen Familie gelebt und gewohnt hatte.
   
Viele Jahre später im Kibbutz arbeiteten wir, egal ob arabischer oder jüdischer Israeli, Hand in Hand
wie ein vollkommenes Team.


Nach dem 7. Oktober letzten Jahres hat sich leider sehr viel geändert.
Hiermit deute ich vorwiegend auf die Richtung  غزة  Gazah !

Die größt´ Leidtragenden sind auch für mich die KINDER.
Deshalb hier einige Ansichten darüber:


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Quellen= Bilder+Beitrag:
© Kawa Akrawi/Itamar Marcus/Imago Images/ZUMA/Israel Hayom/taz/

Zitat von: taz/
Es besteht letztlich ein rassistischer, verzerrender Blick auf palästinensische Kinder.
Das trägt dazu bei, ihr tausendfaches Sterben in Gaza einfach so hinzunehmen.
Es war eine Zeremonie der leisen Töne, als am vergangenen Sonnabend, dem Internationalen Tag des Kindes,
in Berlin die Namen von mehr als 10.000 in Gaza getöteten Kindern verlesen wurden.
Die Lesung dauerte 20 Stunden, bis nach Mitternacht.
Es ist nicht leicht, die Namen toter Kinder vorzutragen, mitsamt ihrem Alter.

Erstens sei dies der klassisch antisemitische Kindermord-Topos,
zweitens seien die Toten keine Kinder, sondern heranwachsende Terroristen.
Dass Kinder ein Kriegsgebiet nicht verlassen dürfen, stellt an sich eine Besonderheit dar.
Die Flüchtlingslager der Welt sind voller Mütter mit Kindern, die bewaffneten Konflikten zu entkommen suchten
Anders als die Ukraine ist das Gebiet von Gaza gänzlich von Kriegshandlungen durchdrungen.
Auf einer Fläche, die etwas kleiner ist als das Stadtgebiet von Köln,
irren seit acht Monaten eine Million Kinder und Jugendliche umher, davon 335.000 unter fünf Jahren.
Kinder sind ein Spiegel, in diesem wie in anderen Kriegen; ihr Leid spiegelt das Versagen der Verantwortlichen.
Dies zu sagen, ist nicht trivial.
Im Sudan droht gemessen an der Zahl Geflüchteter gegenwärtig die größere humanitäre Katastrophe.
Aber in den Gaza-Krieg sind Deutsche involviert, haben Waffen und ideelle Unterstützung geliefert.
Mächtig ist der Impuls, vor den Folgen die Augen zu verschließen.
Lieber die Kinder nicht sehen, die der Westen retten könnte,
wenn USA und EU jetzt gemeinsam und in aller Klarheit sagen würden:
» es reicht !!! «

14.000 bis 15.000 minderjährige Kriegsopfer
Angesichts von 335.000 Kindern unter fünf Jahren scheint mir eine solche Todesrate nach acht Monaten
zwischen Geröll und Müll, mit chronischem Durchfall und Mangel­ernährung keineswegs außer Proportion.
Als im März das SOS-Kinderdorf Rafah nach Bethlehem evakuiert wurde und die 68 Kinder erstmals wieder
vor gedeckten Frühstückstischen saßen, rührten sie nichts an.
Sie konnten nicht glauben, dass all das Essen nur für sie sei.
Gewiss:
Auch jüdisch-israelische Kinder leiden unter dem Krieg, zumal da, wo Hamas und Hisbollah angreifen
und oft die Sirenen gellen. Die Seelen vieler weiterer wurden beschädigt durch die Angst,
die sie seit dem 7. Oktober bei ihren Eltern spüren.
Elterliche Angst und Unsicherheit zu erleben, ist für jedes Kind ein tiefgreifendes Erlebnis.
In der Westbank werfen palästinensische Kinder Steine auf Militärfahrzeuge im fatalen Glauben,
sie könnten so ihr Zuhause, ihr Dorf beschützen.
Wie es sich anfühlt, unter Besatzung aufzuwachsen, nichts anderes zu kennen, lässt sich kaum erahnen.
Aus Sicht israelischer Ethno­nationalisten sind die palästinensischen Kinder schlicht zu zahlreich –
- demografisch stellen Palästinenser in absehbarer Zeit die Mehrheit zwischen Fluss und Meer -
also dort, wo es nur "einen Staat" geben wird: den israelischen.

Heerschar von Traumatisierten und Verstümmelten
Rassismus gegenüber Kindern wird gern geleugnet, aber natürlich gibt es ihn,
und der Rassismus gegenüber palästinensischen Kindern ist von einer spezifischen Art:
Ihnen fehlt die Unschuld, sie sind gefährlich – als würden sie von früh auf, schon in den Windeln,
ein Terror-Gen in sich tragen.
In Ostjerusalem können Eltern ihre Kinder oft nur aus dem Gefängnis herausbekommen,
indem sie einem Hausarrest für sie zustimmen. Und dann geschieht zum Beispiel dies:
Der 13-jährige إياد  Iyad will das Fenster zum Hof öffnen, um mit seinen Kameraden zu sprechen,
aber es ist verriegelt, sein Vater hat ein Schloss angebracht, aus Angst, die Familie würde
womöglich gegen die Auflagen des Gerichts verstoßen.
Der Junge ist wütend und verletzt und wendet sich in seinem Schmerz gegen die Eltern,
die nun Gefängniswärtern gleichen.

Und dann gibt es noch die typisch deutsche Kultivierung von Ratlosigkeit:
Dies sei ja alles so kompliziert, was solle man da nur sagen …
Aber was ist so schwierig daran, gegen das Sterben von Kindern aufzubegehren?
Was ist so schwierig daran, zu sagen:
Das muss aufhören, sofort?
Das ganze Ausmaß des Unglücks in Gaza werden wir ohnehin erst sehen, wenn der Krieg beendet ist.
Dann wird uns eine kindliche Heerschar von Traumatisierten, Verstümmelten und Amputierten erwarten.

Und wir werden keine Antwort haben.
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