Schalom zusammen,
wenn man über den extremen Fokus auf den Gottesnamen in bestimmten Gruppen nachdenkt, lohnt sich ein Blick in die ultra-textgetreue DaBhaR-Übersetzung. Der Prophet Jeremia findet dort eine Formulierung, die die heutige Realität rund um den „Namenswahnsinn“ kaum besser beschreiben könnte.
Während herkömmliche Bibeln oft davon sprechen, dass man „nicht auf lügenhafte Worte vertrauen“ soll, übersetzt DaBhaR die Warnung Jeremias so, dass das Vertrauen auf den reinen Namen ohne echten Glauben und Taten zum reinen Wahn erhoben wird.
Der logische Bruch für die Zeugen Jehovas:
1. Name schützt vor Gericht nicht: Jeremia warnt das Volk Israel eindringlich davor, zu glauben, dass der Name Gottes oder die Existenz seines Tempels („Hier ist der Tempel JHWHs!“) ein automatischer Schutzbrief gegen das Gericht seien.
2. Die Parallele zu heute: Genau diesen Mechanismus sehen wir heute wieder. Es wird ein regelrechter Namenskult betrieben. Die bloße, fast mantrische Erwähnung und das Beharren auf einer bestimmten Namensform wird als wichtigstes Merkmal der „wahren Religion“ deklariert.
Jeremia stellt klar: Wer den Namen Gottes als bloße Exklusivitäts-Formel nutzt, während das Verhalten hinten ansteht, erhebt diesen Namen zum Wahn. Wahre Anbetung definiert sich nicht über eine exklusive Buchstabenkombination, sondern über den Zustand des Herzens.