Autor Thema: Offenbarung, jüdisch gelesen-Fragen-Antworten  (Gelesen 6958 mal)

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Online freily

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Offenbarung, jüdisch gelesen-Fragen-Antworten
« am: Di., 08. Dezember 2009, 02:01 »
Schalom,

ab hier können zu gegebener Zeit die Fragen gestellt werden, die entsprechend der torahischen Lehre beantwortet werden.

Für Christen mag dies ein ungewöhnlicher, ja fast ketzerischer Vorgang sein, aber wie Wissenschaften nun mal sind, sie kennen keinen Pardon, wenn es um wahre Zusammenhänge geht, auch die Geisteswissenschaft bleibt davon nicht verschont!

Deshalb wird dieser Thread erstellt, damit berechtigte Einwände bearbeitet werden können.
Meine Betonung liegt bei berechtigte Einwände !!!

Sollte ich blindlings kopierte Bibelverse ohne erklärenden Zusammenhang entdecken, wird der Beitrag rigoros gelöscht, wir wollen hier kein Bibeltrolling veranstalten, sondern eine zivilisierte Diskussion führen!

Liebe Grüße
Wer den richtigen Weg nicht sucht, ihn auch nicht findet.
freily©

Offline Aisha

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Antw:Offenbarung, jüdisch gelesen-Fragen-Antworten
« Antwort #1 am: Di., 08. Dezember 2009, 18:05 »
Schalom Freily,

ich kenne mich jetzt nicht wirklich aus, weil ich nicht sehen kann, was du verändert hast. 

Ich kopiere einmal den Text aus der Lutherbibel hierher und dann deinen zum Vergleich.


Offenbarung 1.

Dies ist die Offenbarung Jesu Christi, die ihm Gott gegeben hat, seinen Knechten zu zeigen, was in Kürze geschehen soll; und er hat sie durch seinen Engel gesandt und seinem Knecht Johannes kundgetan,
2 der bezeugt hat das Wort Gottes und das Zeugnis von Jesus Christus, alles, was er gesehen hat.
3 Selig ist, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und behalten, was darin geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe.

4 Johannes an die sieben Gemeinden in der Provinz Asien: Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da ist und der da war und der da kommt, und von den sieben Geistern, die vor seinem Thron sind,
5 und von Jesus Christus, welcher ist der treue Zeuge, der Erstgeborene von den Toten und Herr über die Könige auf Erden! Ihm, der uns liebt und uns erlöst hat von unsern Sünden mit seinem Blut
6 und uns zu Königen und Priestern gemacht hat vor Gott, seinem Vater, ihm sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
7 Siehe, er kommt mit den Wolken, und es werden ihn sehen alle Augen und alle, die ihn durchbohrt haben, und es werden wehklagen um seinetwillen alle Geschlechter der Erde. Ja, Amen.
8 Ich bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige.

und jetzt deine Version Freily (gut wäre eine Tabelle nebeneinander, aber da kenn ich mich nicht aus)

1 In diesem Buch enthüllt Johannes, was ihm von GOTT über die Zukunft gezeigt wurde. GOTT hatte ihm den Auftrag gegeben, seine Diener wissen zu lassen, was kommen muss und geschehen wird. Deshalb sandte GOTT seinen Engel zu seinem Diener Johannes mit der Anweisung, ihn die zukünftigen Dinge sehen zu lassen.
2  Johannes nun berichtet alles so, wie es ihm gezeigt wurde und wie er es als Botschaft GOTTes vom Engel empfangen hat.
3  Glücklich, wer aus diesem Buch liest, und glücklich, wer diese spirituelle Botschaft hört und sich danach richtet! Denn was hier angekündigt ist, wird sich erfüllen. Die Ermahnungen an die sieben Versammlungen der Provinz Asien:
4  Johannes an die sieben Gemeinden der Provinz Asien: Gnade und Frieden wünsche ich euch von dem, der ist, der war und der kommt, von den sieben Geistern vor seinem Thron  Gnade und Frieden euch von dem, der ist, der war und der kommt, von den "sieben" Geistern vor seinem Thron
5 und vom Gesalbten, dem treuen Zeugen für die Wahrheit, der von den Toten auferstanden ist und über alle Könige der Erde regieren wird. Ihm, der uns liebt und uns durch seine Gerechtigkeit geführt hat,
6  ihm, der uns zu Mitknechten in dem Reich und zu Gefäßen für seinen GOTT und geistigen Vater gemacht hat, ihm gebührt die Ehre und die Macht als Fürst für immer und ewig. Amen.

7  Und der HERR JHWH wird wiederkommen! Mit den "Wolken" wird er kommen, und alle werden ihn sehen, auch die, die ihn durchbohrt haben {Sach.12,10}. Seinetwegen werden sich  alle Stämme des Landes an die Brust schlagen. Ja, amen, der uns zu königlichen Würdeträgern macht.
8  »Ich bin das A und das O, der Ursprung und das Ziel aller Dinge, sagt GOTT, der HERR, der ist, der war und der kommt, der allmächtige Herrscher.


Analyse Vers 1:

Lutherbibel:

Dies ist die Offenbarung Jesu Christi, die ihm Gott gegeben hat, seinen Knechten zu zeigen, was in Kürze geschehen soll; und er hat sie durch seinen Engel gesandt und seinem Knecht Johannes kundgetan,

Freilyversion:

1 In diesem Buch enthüllt Johannes, was ihm von GOTT über die Zukunft gezeigt wurde. GOTT hatte ihm den Auftrag gegeben, seine Diener wissen zu lassen, was kommen muss und geschehen wird. Deshalb sandte GOTT seinen Engel zu seinem Diener Johannes mit der Anweisung, ihn die zukünftigen Dinge sehen zu lassen.


Meinung Aisha:

Ja Freily ich sehe jetzt den Unterschied.
Aus jüdischer Sicht ist es tatsächlich ein Problem, dass ein Verstorbener von G'tt etwas empfängt und an die Menschen weitergibt. Das ist deshalb so, weil man mit Toten laut Torah nicht kommunizieren darf.
Aus jüdischer Sicht ist G'tt die Quelle der Prophetie.
Engel treten als Übermittler auf, das stimmt schon, aber im Namen von JHWH.
Hattest du das im Sinn?

schalom

Aisha



Online freily

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Antw:Offenbarung, jüdisch gelesen-Fragen-Antworten
« Antwort #2 am: Di., 08. Dezember 2009, 20:07 »
Schalom Aisha,
Engel treten als Übermittler auf, das stimmt schon, aber im Namen von JHWH.
Hattest du das im Sinn?
ja, meine Angaben sind in dieser Hinsicht korrekt.
Ich werde mich hüten, etwas falsches zu schreiben.

Liebe Grüße
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freily©

Offline Aisha

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Antw:Offenbarung, jüdisch gelesen-Fragen-Antworten
« Antwort #3 am: Do., 10. Dezember 2009, 12:43 »
Hallo Freily,

ich habe jetzt selbst begonnen die Offenbarung zu lesen. Das 1. Kapitel. Du hast recht, es ist in der Sprache der Propheten geschrieben.
(ich verwende übrigens die NW-Übersetzung und hier beim Reinkopieren meistens die Elberfelder)

Ich hoffe, du bist nicht frustriert, dass ich mit deiner Analyse nicht immer übereinstimmen kann.

zum Beispiel hier:

Zitat von: Freily
10  Hier auf Patmos wurde ich am Schabbat, dem Tag des HERRN, vom Geist GOTTes ergriffen. Ich hörte hinter mir eine Stimme, die durchdringend wie eine Posaune klang

Du fügst SCHABBAT ein, weil du meinst, dies sei der "Tag des HERRN".

Ich weiß, wir frustrierend es ist mit den schlechten deutschen christlichen Bibelübersetzungen zurecht zu kommen. Tatsächlich steht in manchen Übersetzungen "Sonntag". Hier wurde also einfach statt "Tag des HERRN" mit Sonntag übersetzt.
Du möchtest diesen Fehler rückgängig machen, indem du mit SCHABBAT übersetzt.

Meiner Meinung nach, die sich auf mein bisher Gelerntes von den jüdischen Weisen bezieht, ist der "Tag des HERRN" nicht der Schabbat.
Es ist der Gerichtstag G'ttes, das Ende der Zeiten.

Sehen wir uns die Propethen zum Vergleich an:

Offenbarung 1 (Elberfelder-Ü)

Ich war  an des Herrn Tag  im Geist, und ich hörte hinter mir eine laute Stimme wie von einer Posaune,

Er wurde im Geiste an das Ende der Tage versetzt in einer prophetischen Vision.
Er hört eine laute Stimme und eine Posaune.
Bei Posaune würde ich hebräisch sagen. Das Schofar.

Alle drei Begriffe "Der TAG VON JHWH", "die laute Stimme" und das "Schofar/Posaune/Horn" finden wir zum Beispiel beim Propheten Joel.

Joel 2

Blast das Horn auf Zion und erhebt das Kriegsgeschrei auf meinem heiligen Berg1! Beben sollen alle Bewohner des Landes! Denn es kommt der Tag von JHWH, ja er ist nahe; 2 ein Tag der Finsternis und der Dunkelheit, ein Tag des Gewölks und des Wetterdunkels. Wie Morgengrauen ist es ausgebreitet über die Berge, ein großes und mächtiges Volk, wie es von Ewigkeit her nie gewesen ist und nach ihm nie mehr sein wird bis in die Jahre der Generationen und Generationen2. 3 Vor ihm her verzehrt das Feuer, und nach ihm lodert die Flamme; vor ihm ist das Land wie der Garten Eden und nach ihm eine öde Wüste. Auch gibt es vor ihm kein Entrinnen. 4 Sein Aussehen ist wie das Aussehen von Pferden; und wie Reitpferde, so rennen sie. 5 Wie das Rasseln von Kriegswagen klingt es, hüpfen sie über die Gipfel der Berge; wie das Prasseln der Feuerflamme, die Stoppeln verzehrt; sie sind wie ein mächtiges Volk, zum Kampf gerüstet. 6 Vor ihm zittern3 die Völker, alle Gesichter erglühen4. 7 Wie Helden rennen sie, wie Kriegsleute ersteigen sie die Mauer; und sie ziehen, jeder auf seinem Weg5, und ihre Pfade verlassen sie nicht; 8 und keiner drängt den anderen, sie ziehen, jeder auf seiner Bahn; und sie stürzen zwischen den Waffen hindurch, ihr Zug bricht nicht ab. 9 Sie überfallen die Stadt, rennen auf die Mauer, steigen in die Häuser; durch die Fenster dringen sie ein wie der Dieb. 10 Vor ihnen erbebt die Erde, erzittert der Himmel; Sonne und Mond verfinstern sich, und die Sterne verlieren ihren Glanz. 11 Und JHWH lässt vor seiner Heeresmacht her seine Stimme erschallen, denn sein Heerlager ist sehr groß, denn der Vollstrecker seines Wortes ist mächtig. Denn groß ist der Tag von JHWH und sehr furchtbar. Und wer kann ihn ertragen?

Du siehst, es ist kein angenehmer Tag, kein Ruhetag und Tag des Friedens wie der Schabbat.
Die ganze Symbolik weist auf das Endgericht hin.

Bevor dieses jedoch eintreten wird, muss die Weisheit der Torah auf der ganzen Erde verkündet werden und dies wird "Horn" genannt.

Ich empfehle dazu auch den Artikel von Baal HaSulam
"Das Horn des Messias" zu lesen.

http://www.kabbalah.info/germankab/yehuda-ashlag-artikel-138/einzelne-artikel-artikel-156/333-das-horn-des-messias


schalom

Aisha

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Antw:Offenbarung, jüdisch gelesen-Fragen-Antworten
« Antwort #4 am: Do., 10. Dezember 2009, 20:55 »
Schalom Aisha,
ich habe jetzt selbst begonnen die Offenbarung zu lesen. Das 1. Kapitel. Du hast recht, es ist in der Sprache der Propheten geschrieben.

Ich hoffe, du bist nicht frustriert, dass ich mit deiner Analyse nicht immer übereinstimmen kann.
warum sollte ich da deswegen frustriert sein? Würde ich Übereinstimmung suchen, dann hätte ich Theologie studiert und wäre Pfarrer geworden, wie meine Mutter es sich wünschte!  ;D

Deshalb habe ich den Thread gelöscht.!
Wir betrachten die Offenbarung nach der geschriebenen Weise ohne etwas zu korrigieren!

Liebe Grüße
Wer den richtigen Weg nicht sucht, ihn auch nicht findet.
freily©

Offline Aisha

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Antw:Offenbarung, jüdisch gelesen-Fragen-Antworten
« Antwort #5 am: So., 13. Dezember 2009, 17:43 »
Schalom Freily,

schön, dann fangen wir von Vorne an  :)
Mein Vorschlag Vers für Vers, aus der NWÜ
(Quelle: http://www.watchtower.org/x/bibel/re/chapter_001.htm (Webseite nicht erreichbar. -freily-)

Offenbarung

Vers 1


1  Eine Offenbarung von Jesus Christus, die Gott ihm gab, um seinen Sklaven die Dinge zu zeigen, die in kurzem geschehen sollen. Und er sandte seinen Engel aus und legte [sie] durch ihn in Zeichen seinem Sklaven Johannes dar,

Mein Kommentar:

* Jesus Christus: Der Titel Jesus der Messias/der Gesalbte auf griechisch.
Dies bedeutet, dass ein Mensch von G'tt eine Salbung (geistiger Begriff für eine besondere Erwählung, eine Aufgabe zu erfüllen) erhalten hat.
* Er hat von G'tt eine Offenbarung erhalten.
Der hebräische Begriff wäre "Enthüllung" - etwas , das zuvor den Menschen und auch dem Jesus nicht bekannte war, wurde nun durch G'tt "enthüllt".
Diese Enthüllung dient der Weitergabe an seine Sklaven oder Knechte.

Jesus wird uns hier im ersten Vers bereits als ein Geschöpf vorgestellt und nicht , wie viele Christen glauben, als G'tt der Allmächtige.
Woraus sehen wir das?

 Eine Salbung empfängt man, genauso wie eine Offenbarung. Der GEBER all dieser Dinge ist G'tt. Wäre Jesus G'tt bräuchte er nichts empfangen.
In der Fachsprache sagen wir , er ist ein KLI, ein Gefäß. G'tt ist niemals ein KLI, dies sind nur seine Geschöpfe.

* um seinen Sklaven die Dinge zu zeigen

Die Empfänger dieser Offenbarung/Enthüllung auf Erden sind G'ttes Sklaven oder Knechte.
Ich habe darüber nachgedacht. Weshalb geht diese Botschaft an "Knechte" und nicht an "Söhne".
Söhne oder Israel wären "Überwinder", Menschen, die ihren Egoismus bereits abgelegt haben und G'ttes Eigenschaften angenommen haben.
Diese Botschaft jedoch geht an alle Menschen. Da diese noch nicht im korrigierten Zustand sind, verstehe ich den ganzen Text als Warnung oder Aufruf zur Umkehr.

* die in kurzem geschehen sollen

damit ist eher kein irdischer Zeitbegriff zu verstehen.
Schon Joel, Zephanja und andere Propheten sahen den "Tag von JHWH" sehr nahe.

schalom

Aisha




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Antw:Offenbarung, jüdisch gelesen-Fragen-Antworten
« Antwort #6 am: So., 13. Dezember 2009, 21:30 »
schön, dann fangen wir von Vorne an  :)
Mein Vorschlag Vers für Vers, aus der NWÜ
Ja, und ich setze meine Übersetzung dagegen:
1 Enthüllung des}*  Jesu Christ, was ihm gab der GOTT zu sehen {über} den erstgeborenen Knecht.)* Wehe, der Sache nach ist es verpflichtend die Ereignisse schnell nach zu schauen die Zeichen, die durchgehend senden die Engel zu ihm {den Jesus} dem Knecht von IHM {GOTT}.
Zitat von: Aisha
* Mein Kommentar:
Jesus Christus: Der Titel Jesus der Messias/der Gesalbte auf griechisch.
Dies bedeutet, dass ein Mensch von G'tt eine Salbung (geistiger Begriff für eine besondere Erwählung, eine Aufgabe zu erfüllen) erhalten hat.
* Er hat von G'tt eine Offenbarung erhalten.
Der hebräische Begriff wäre "Enthüllung" - etwas , das zuvor den Menschen und auch dem Jesus nicht bekannte war, wurde nun durch G'tt "enthüllt".
Diese Enthüllung dient der Weitergabe an seine Sklaven oder Knechte.
Laut der altgriechischen Grundstruktur des Textes, wurde dem "Jesus" von G*TT die Zusammenhänge über den "erstgeborenen Knecht" gegeben.
Die in der NWÜ enthaltene Deutung, daß mit dem "Knecht" der "Jesus" gemeint sei, ist irreführend und auch Falsch übersetzt.
Auch wenn meine Übersetzung etwas "wirr" erscheint, weil ich auf "Feinheiten" noch verzichten muß, so wird dennoch der Sinn deutlich.
Zitat von: Aisha
Jesus wird uns hier im ersten Vers bereits als ein Geschöpf vorgestellt und nicht , wie viele Christen glauben, als G'tt der Allmächtige.
Woraus sehen wir das?

 Eine Salbung empfängt man, genauso wie eine Offenbarung. Der GEBER all dieser Dinge ist G'tt. Wäre Jesus G'tt bräuchte er nichts empfangen.
In der Fachsprache sagen wir , er ist ein KLI, ein Gefäß. G'tt ist niemals ein KLI, dies sind nur seine Geschöpfe.
Da bin ich der selben Meinung wie Du, denn nur ein Empfänger empfängt, niemals ein Sender!

Zitat von: Aisha
* um seinen Skalven die Dinge zu zeigen

Die Empfänger dieser Offenbarung/Enthüllung auf Erden sind G'ttes Sklaven oder Knechte.
Ich habe darüber nachgedacht. Weshalb geht diese Botschaft an "Knechte" und nicht an "Söhne".
Söhne oder Israel wären "Überwinder", Menschen, die ihren Egoismus bereits abgelegt haben und G'ttes Eigenschaften angenommen haben.
Diese Botschaft jedoch geht an alle Menschen. Da diese noch nicht im korrigierten Zustand sind, verstehe ich den ganzen Text als Warnung oder Aufruf zur Umkehr.
Genau das geht aus dem griechischen Text hervor, wenn man keine kirchliche Meinung hinein "übersetzt"!
Zitat von: Aisha
* die in kurzem geschehen sollen

damit ist eher kein irdischer Zeitbegriff zu verstehen.
Schon Joel, Zephanja und andere Propheten sahen den "Tag von JHWH" sehr nahe.
Da wurde eine zeitliche Angabe falsch interpretiert, denn richtig müßte es heißen: 3 Glücklich der einst liest und der einst hört die Worte von den Propheten und ausführt die Dinge und verkündet die Dinge was existiert {und} ernannt wird in bevorstehendem richtigen Zeitpunkt.

Was ich nicht anders deuten kann, als daß dem "Jesus" der bevor stehende "richtige" Zeitpunkt genannt wurde. Er wußte somit bescheid über die bevorstehende Zerstörung Jerusalems!
Mehr gibt der griechische Text nicht her! Alles andere ist Interpolation!
Denn Jeschua Ben Joseph wurde als Messias eingesetzt, der den Jüngern erklären sollte, die Zusammenhänge der bevorstehenden Zerstörung durch die Römer. Dadurch erkannte er auch, daß Hillel recht hatte mit der Ansicht über die Nächstenliebe, - und - lebte sie nach den Geboten, wie er in Matth. 5,17+18 sagte, indem er diese ausführte !
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freily©

Offline Aisha

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Antw:Offenbarung, jüdisch gelesen-Fragen-Antworten
« Antwort #7 am: Mo., 14. Dezember 2009, 12:40 »
Schalom Freily,

jetzt haben wir tatsächlich ein Wirr-War

Zitat
Jesu Christ, was ihm gab der GOTT zu sehen {über} den erstgeborenen Knecht.)*

Steht denn nun im Griechischen Text der Plural oder der Singular. Denn für mich ergibt es überhaupt keinen Sinn, eine Prophetie ÜBER den erstgeborenen Knecht zu geben. Die ganze Buchrolle der Offenbarung handelt außerdem von viel viel mehr.

Zitat
Die in der NWÜ enthaltene Deutung, daß mit dem "Knecht" der "Jesus" gemeint sei, ist irreführend und auch Falsch übersetzt.

Lies bitte noch einmal nach, dort wird NICHT Jesus als Knecht bezeichnet, sondern der Johannes und die Menschen als KNECHTE (Plural), an die die Botschaft weitergegeben wird.

Ein wenig später bestätigst du dies und schreibst auch du auf mein Zitat:

Zitat von: Aisha
Zitat von: Aisha

    * um seinen Skalven die Dinge zu zeigen

    Die Empfänger dieser Offenbarung/Enthüllung auf Erden sind G'ttes Sklaven oder Knechte.
    Ich habe darüber nachgedacht. Weshalb geht diese Botschaft an "Knechte" und nicht an "Söhne".
    Söhne oder Israel wären "Überwinder", Menschen, die ihren Egoismus bereits abgelegt haben und G'ttes Eigenschaften angenommen haben.
    Diese Botschaft jedoch geht an alle Menschen. Da diese noch nicht im korrigierten Zustand sind, verstehe ich den ganzen Text als Warnung oder Aufruf zur Umkehr.

Zitat von: Freily
Genau das geht aus dem griechischen Text hervor, wenn man keine kirchliche Meinung hinein "übersetzt"!

 ??? ??? ???

Aisha

Online freily

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Antw:Offenbarung, jüdisch gelesen-Fragen-Antworten
« Antwort #8 am: Mo., 14. Dezember 2009, 13:20 »
Schalom Aisha,

ich werde das nochmals Prüfen, da ich kein Experte bin und mir natürlich auch Fehler unterlaufen können.
Jedenfalls wird da der "Jesus" als "Christo" bezeichnet, was ja allgemein bekannt für Gesalbten steht.

Aber ich denke, daß der erste Satz sehr mißverstanden wird, denn so viel ich jetzt eruierte, bekam der Yeschua Ben Joseph die Enthüllung um sie an die Knechte des HERRN weiter zu geben - und - vorzuleben!

Demnächst noch mehr von der Front.
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freily©

petpfeff

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Antw:Offenbarung, jüdisch gelesen-Fragen-Antworten
« Antwort #9 am: Do., 25. März 2010, 07:48 »
Hallo darf ich mal kurz an die Front kommen mit meiner Frage?

Die lautet:
Was versteht ihr unter den Begriff "Knechten und Sklaven?"

Offline Shomer

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Re: Offenbarung, jüdisch gelesen-Fragen-Antworten
« Antwort #10 am: Sa., 06. Februar 2021, 00:28 »
Schabbat Schalom petpfeff

Antwort: vermutlich versteht jeder von uns etwas anderes darunter, teils juristisch, teils mystisch, teils wie auch immer. Als mein Schwager noch einen Landwirtschaftsbetrieb hatte, da hatte er auch einen Knecht. Der war sein Arbeitnehmer. Die Sklaverei Leibeigener ist aber gesetzlich verboten.

Tipp von mir: Da Du offensichtlich einen Computer hast, hast Du wohl auch eine Computerbibel darin. Suche doch mal bitte die Suchbegriffe "Knecht" und "Sklave" in verschiedenen Übersetzungen und "AT" und "NT" getrennt. Wenn ich sowas mache, fallen mir gewisse Ungereimtheiten auf, bekomme aber auch Anworten auf gewisse Fragen. Im "AT" ist der Knecht fast immer Israel, und der erstgeborene Knecht wird von Mose auch dem Pharao gegenüber als der "erstgeborene Sohn" bezeichnet. Knecht/Sohn sind in diesem Fall zwei Metaphern für dasselbe Volk.

Wer sich im "NT" jedoch als Knecht/Sklave Jesus Christi bezeichnet, dient einem in Holz geschnitzten katholischen Kruzifix-Götzen, der von Luther gegen dessen Willen reformiert wurde. Seit mir dies bekannt ist, lasse ich die Finger vom mentalen, ursprünglich katholischen Holz.

Gruß vom Shomer
Einer Lüge, die man hundertmal gehört hat, glaubt man viel eher als der Wahrheit, die man das erste Mal hört.

Offline Shomer

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Re: Offenbarung, jüdisch gelesen-Fragen-Antworten
« Antwort #11 am: Do., 25. März 2021, 18:16 »
Shalom UVracha
Wie die Evangelien, so ist auch die Offenbarung ein Gemisch aus heidnisch-katholisch-christlichen Vorstellungen einerseits und jüdischen Offenbarungen andererseits. Gehe ich jedoch davon aus, dass es sich bei Johannes um einen Juden namens Jochanan gehandelt hat, konnte dieser unmöglich katholische Vorstellungen nieder geschrieben haben. Dies haben später die auch bei ABA bestens bekannten Endredakteure "gekonnt".

Dass im jüdischen Schrifttum von der Form der Allegorie Gebrauch gemacht wurde, erschwert natürlich unser Verständnis. So ist in der Offenbarung wiederholt von einem "Tier" die Rede, das der Beschreibung zufolge sieben Häupter und zehn Hörner hat. So finde ich bei Hiob oder Shlomo z. B. Aussagen über eine ähnliche Berechnung: 7+3=10, wobei Shlomo gleich das Hundertfache an Frauen gehabt haben soll. Ich wäre ja schon mit 10 Frauen hoffnungslos überfordert, und mitunter bin ich es sogar schon mit einer.

Die Hörner eines Tieres sind eine Allegorie für Macht. Wir sollten m. E. hier mit einem Deutungsversuch ansetzen. Macht ist die Haupteigenschaft eines politischen Gebildes, und so habe ich nach einem politischen Gebilde Ausschau gehalten, auf dass die Beschreibung 7+3=10 zutrifft. Dabei fiel mir auf, dass anfangs der 1980-er Jahre die Europäische Gemeinschaft genau diese Zusammensetzung aufwies. Die Häupter müssten damals geheißen haben: v. N. n. S.: Grossbritannien, Dänemark, Irland, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien. Während die sieben erwähnten Länder "Häupter" und "Hörner" zugleich sind, kommen noch drei Staaten hinzu, die so klein sind, dass sie nicht als "Häupter" sondern nur als "Hörner" gezählt werden: Die BeNeLux-Staaten nämlich. Ein Tier, das nur aus Häuptern und Hörnern besteht, gibt es nicht; es braucht auch noch einen Korpus. Dies wäre dann die spätere Osterweiterung. Bedenken sollte man, dass dieses Gebilde plus/minus auf dem Territorium des antiken Roms auszumachen ist. Wie der Brexit zu beurteilen ist, wage ich zurzeit noch nicht zu beurteilen, zumal die Entwicklung mit der schottischen Abspaltung vom UK und seiner Rückkehr in die EU abzuwarten bleibt.

Eines der Häupter hatte etwas, das wie eine tödliche Wunde vom Schwert aussah, und das heil wurde. Auch diese Aussage lässt sich im oben genannten Zusammenhang erklären: Deutschland war durch den Krieg (Schwert) vierzig Jahre lang geteilt, was die allegorische Wunde erklären würde. Die Wiedervereinigung, die in Deutschland funktioniert hat, funktioniert woanders eben nicht, so in Korea z. B.

Das "Weib" war schwanger und hatte große Wehen zur Geburt. Dieses "Tier", das es bereits seit der Antike und sogar schon seit Babylon gibt, hatte schon immer etwas gegen Juden, weshalb es den "Knaben" verschlingen wollte. Dass dieser Knabe tatsächlich entrückt wurde, ist geschichtliches Faktum; denn aus den Wehen der Shoa wurde der junge Staat Israel geboren und dessen Berufung entspricht genau der Beschreibung in diesem Vers: "Alle Heiden weiden mit eisernem Stab und wie Töpfersgefässe wird er sie zerschmeißen" (Sowas kenne ich bereits aus Psalm 2:7)

Ich erkenne die Erfüllung dieser allegorischen Prophetien, was mir zu erkennen gibt, dass nur der ALLMÄCHTIGE sie geoffenbart haben konnte. Dass hier ein katholischer, geschnitzter Kruzifix-Götze namens Jesus Christus etwas geoffenbart hätte, ist wohl christliches Wunschdenken. In diesem Sinn und Geist gibt es weitere Aussagen in der Offenbarung, deren Erfüllung zurzeit vorbereitet wird, und dass die Kaufleute heulen, weil niemand mehr ihre Waren kauft, lässt sich ansatzweise durch die Lockdowns erkennen. Der jetzt gepushte Zwang zum bargeldlosen Zahlungsverkehr wird bereits mit der 666 erwähnt.

Wir beefinden uns in einer Übergangsphase, in der vieles im Fluss ist. Wer offenen Auges wacht, wird im Laufe der Zeit noch mehr solche Übereinstimmungen erkennen, des bin ich mir sicher.

Chag Pessach Sameach, Shomer

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Offline ABA זאב ברנובסקי

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Ja - Ja - die Übersetzungen
« Antwort #12 am: Mi., 07. April 2021, 15:55 »
Interessanterweise wurde letzhin von Shomer ein Beitrag aus 2009 hervorgeholt und als erstes ging es da um die Frage welche damals PETPEFF stellte:
Hallo darf ich mal kurz an die Front kommen mit meiner Frage?
Die lautet:
Was versteht ihr unter den Begriff "Knechten und Sklaven?"
Shomer meinte dazu …
... vermutlich versteht jeder von uns etwas anderes darunter, teils juristisch, teils mystisch, teils wie auch immer.
Als mein Schwager noch einen Landwirtschaftsbetrieb hatte, da hatte er auch einen Knecht.
Der war sein Arbeitnehmer. Die Sklaverei Leibeigener ist aber gesetzlich verboten ...
Leider komme auch ich jetzt erst nach fast 11 Jahren bzw. seit 2 Monaten dazu, über den Begriff SKLAVE aufzuklären.
Vor gut 20 Jahren tat ich dies einmal ausführlich beim Forum von » Wer Weiss Was « !
Es handelt sich bei der sog. “biblischen“ Übersetzung des Wortes/Begriffes SKLAVE (lat. SCLAVUS ) um eine totale IRREFÜHRUNG ,
denn …
… das original Hebräische aus dem TANACH (“AT“) kennt diesbezüglich hier nur 1 Wort aus der hebräischen Wurzel:
עבד = (ewed / awad )
und bedeutet nichts anderes als ARBEIT !!!
Von der Art der Arbeit wird hier nur abgeleitet in Arbeitsarten bzw. Arbeiter, Gehilfe, Knecht / Magd.
Neuere und bessere Bibel(TANACH)-Übersetzung benutzen desöfteren korrekte Bezeichnungen wie z.B. »... Knecht ...«.
Das hebräische Wort עבד = (ewed / awad ) dann über das lateinische SCKLAVUS als Sklave zu übersetzen ist eine reine und wie schon betont, oft irreführende Auslegung.

In späteren TANACH-Stellen (ab den Prophetenbüchern) finden wir ein spezielles Wort für den ARBEITER,
beruhend auf seiner Tätigkeit, u.z.:   פועל - פעל  (pa'al - po'el) =  Tun/Tätgkeit – Arbeiter.
Alles in Allem, schließe ich mich den Worten Shomers an …

... vermutlich versteht jeder von uns etwas anderes darunter,
teils juristisch, teils mystisch, teils wie auch immer ...

LG und Schalom ABA

(AW über Teil 2 von Shomers Beitrag folgt noch)
 

Offline Shomer

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Re: Offenbarung, jüdisch gelesen-Fragen-Antworten
« Antwort #13 am: Mi., 07. April 2021, 21:37 »
Shalom UVracha lieber ABA
Zitat
Es handelt sich bei der sog. “biblischen“ Übersetzung des Wortes/Begriffes SKLAVE (lat. SCLAVUS ) um eine totale IRREFÜHRUNG
An diesem Punkt bin ich sofort einer Meinung, allerdings hätte ich dazu noch eine Frage, s. u. In meiner englischen Computerbibel habe ich sechs verschiedene griechische Begriffe gefunden, die allesamt mit «Servant/s=Knecht/e» übersetzt wurden. Als Diakonos/G1249 wird jemand bezeichnet, der eigentlich als «Kellner» hätte übersetzt werden müssen. Während mit Dulos/G1401+G1402 eher der Leibeigene bezeichnet wird. «Oiketēs/G3610» ist eher eine Übersetzung für den Butler. Im griechischen Grundtext erscheint «Soma/G4983» 146 Mal, was mit Sklave/n = Slave/s hätte übersetzt werden müssen, dieses englische Wort erscheint jedoch nur ein einziges Mal in der katholisch gestylten, englischen Offenbarung – wobei wir wieder beim Thema wären.

Frage: Auch im «AT» erkenne ich einen Unterschied zwischen Leibeigenen und Sklaven, die unter gewissen Voraussetzungen in einer Zeremonie mit einer Ahle durch das Ohrläppchen an der Türzarge des Herrn befestigt wurden und Tagelöhnern andererseits. Sind beide «Ewed»? Wie wird der Statusunterschied auf Hebräisch wiedergegeben? Bekanntlich brachten leibeigene Frauen auch schon für ihre Herrinnen Kinder zur Welt; denn ein (erstgeborener) Sohn war früher die Rentenversicherung für die Witwe – nun, damals war vieles noch ganz anders.

Mal auf Teil 2 deiner Antwort gespannt bin

Gruss vom Shomer
Einer Lüge, die man hundertmal gehört hat, glaubt man viel eher als der Wahrheit, die man das erste Mal hört.

 

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