Autor Thema: Müssen Juden missioniert werden?  (Gelesen 18771 mal)

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Offline Aisha

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Antw:Müssen Juden missioniert werden?
« Antwort #15 am: So., 03. Mai 2009, 16:52 »
Schalom Tricky,

das Forum ist sehr gut gelungen, technisch und optisch.
Es war mein Fehler, dass der Beitrag verschwunden ist.
Wollte ganz genau zitieren und kopierte deinen ganzen Beitrag , beim Nichtzitierbaren drückte ich die Enf-Taste und plötzlich war der ganze geschriebene Text weg. Ließ sich leider mit Rückgängigtaste nicht mehr hervorholen.
Deshalb heute etwas schneller und weniger gut zitiert. Für den Fall.
       
Zitat
Aba: So etwas fehlt den Christen nun mal !!!
***
Zitat
Tricky: Ich bin mir nicht sicher, ob ich mich angesprochen fühle. Weil diese Aussage nämlich 1. nicht stimmt und 2. zu verallgemeiernd ist. Wobei ich mir zu 1. nicht vorstellen kann, dass der ABA das nicht weiß. Oder aber er sagt, dass eben christliche Auslegungen (Beispiele hast du ja angeführt, WT, Katechismus, usw.) eben nicht gleichwertigen Charakters sind wie der Talmud. Ok, das wäre dann eine Bewertungsfrage.
Noch einmal : Es ist keine Bewertungsfrage und die Aussage von Aba stimmt insofern, dass er NICHT gesagt hat, den Christen fehle der Talmud , sondern ein Werk WIE der Talmud.
Dies würde bedeuten: ein Bibelvers ist vorgegeben, ein Papst , ein Luther, ein Calvin, ein Russell, eine Ellen White geben als gleichwertige Christen ohne Absolutheitsanspruch oder Unfehlbarkeitsanspruch ihre Meinung dazu ab. Der Leser hat die Chance dies anhand der Bibel nachzuvollziehen.
Gäbe es so ein Werk, wären Inquisition, 30-jähriger Krieg, gegenseitige Dämonisierungen ausgeblieben und genau dies wollte Aba wohl sagen.

Gibt es so eine christliche Auslegung doch, dann bitte würde ich mich sehr über eine Quelle freuen.
Zitat
Tricky: Aber abgesehen davon, wer ist mit "den Christen" gemeint? Das müssten wir spezifizieren. Ganz abgesehen aber von der Spezifikation, finde ich die Argumentationsart und Kommunikationsform nicht konstruktiv. Was einem fehlt, das sollte man selbst erkennen, dann ist es am effektivsten und man kann den Mangel am einfachsten beheben.
Dies war im historischen und realen gesellschaftstheoretischen Kontext eine Aussage, "gäbe es....hätte es nicht".
Zitat
Darum sind wir ja hier in einem Diskussionsforum. Damit jeder, der sich nicht auskennt, Fragen stellen kann. Und dann wird darüber gesprochen und dann herrscht (hoffentlich  ;) ) ein bisschen mehr Klarheit.

die Bezeichnung KONSensforum gefiele mir besser, denn im Wort Dis-steckt schon Trennung, Spaltung und Streit ;)
Zitat
Hm. Zu dem Thema bin ich ein bisschen gespalten. Einerseits gebe ich dir recht, Bibelkommentare können helfen eine Bibelstelle besser zu verstehen. Andererseits weiß ich, dass Gott mir auch durch seinen heiligen Geist die praktische Anwendungsanleitung sagen möchte. Das heißt, wenn ich mich mit offenem Herzen an die Bibel heranmache und ihn um Unterstützung bitte, dann macht Gott das Gelesene für mich lebendig, indem er mich erkennen lässt WIE das ein oder andere (vielleicht nicht ganz klare) verstanden werden soll. Natürlich ist es Gott auch möglich mir DAS durch einen Bibelkommentar (wie den Talmud) zu sagen. Bei Gott ist das alles möglich.
Hmmm, hmmm. Das stimmt einerseits , das Wort G'ttes ist lebendig und nur durch den Geist G'ttes erfahren wir in uns lebendig Verständnis. Allerdings agiert der Geist G'ttes so, dass er für möglichst viele Menschen einen großen Nutzen geben möchte und dies über Generationen hinweg. Wir bauen sozusagen auf dem Fundament der Propheten und weisen Männer und Frauen , denen G'tt Erkenntnis geschenkt hat auf und G'tt wird nicht jedem Einzelnen immer wieder Dasselbe sagen.
Ich sehe auch eine gewisse Gefahr darin, dass sich jeder einbildet , er ist ein Moses, ein Jesajah ....Dies führt immer wieder dazu, dass man nicht gemeinsam zu handeln fähig ist, sondern sich immer mehr Sekten bilden.
 
so einmal bis hierher.

Aisha
« Letzte Änderung: Mo., 04. Mai 2009, 17:04 von freily »

Offline Aisha

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Antw:Müssen Juden missioniert werden?
« Antwort #16 am: So., 03. Mai 2009, 17:11 »
Schalom Tricky,

es geht weiter Schritt für Schritt:

Zitat
Da muss ich jetzt nachfragen, weil mir das nicht klar ist. Es gibt nur eine jüdische Religion? Das ist mir insofern neu als ich sehr wohl viele verschiedene Ausprägungen davon kenne:

-) orthodoxes Judentum
-) liberales Judentum
-) messianisches Judentum
-) Reformjudentum

Es gibt nur eine jüdische Religion. Orthodoxes , liberales , progressives...gehören alle zur jüdischen Religion. Das messianische allerdings nicht, dies sind zum Christentum konvertierte Juden oder Leute, die nie Juden waren und diese Form des Christentums gewählt haben. Es gehört eindeutig zum Christentum.

Zitat
Das sind jetzt längst nicht so viele Gruppen wie es christliche Religionsgemeinschaften gibt, ok! Und auch mit dem Aspekt des gegenseitigen Kampfes zwischen jüdischen Religionen (mir wäre jetzt kein Religionskrieg innerhalb der Juden bekannt) gebe ich dir recht.
Aber dass man sich der einen oder anderen Gruppe (und Auslegung) mehr zugehörig fühlt, das ist doch überall so.

Als Soziologin , die mit den historischen und gegenwärtigen gesellschaftlichen Ausprägungen des Christentums vertraut ist, sehe ich einen riesengroßen Unterschied. Im Christentum kam und kommt es leider zwischen den verschiedenen Ausprägungen (Kirchen , Gruppen) dazu, dass man sich gegenseitig oft unterstellt, dass die anderen Strömungen keinen Anspruch haben (keine Christen sind) oder man sogar so weit geht zu behaupten, die jeweils anderen christlichen Gruppen würden nicht den Schöpfer , sondern das personifizierte Böse (Satan) anbeten. (Beispiel: kath. Kirche = Babylon die Große, somit Satans Organisation, somit der Antichrist).
es gibt sogar Mini-Splittergruppen, die sich als die "einzig Wahren" verstehen. Dies ist ein ganz besonderes religionssoziologisches Phänomen, das in dieser Weise in anderen Religionen nicht beobachtbar ist. Am allerwenigsten im Judentum.
Dass dies überhaupt möglich ist, liegt an der christlichen Theologie (wie im anderen Thema über das "Böse" diskutiert wird).


Zitat
Streit (über den Inhalt möchte ich hier nicht weiter diskutieren, das wäre vielleicht ein eigenes Thema) gibt es leider überall:
http://religion.orf.at/projekt02/news/0404/ne040420_d_juden_fr.htm

Mit dem Unterschied, dass es hier um organisatorische Angelegenheiten geht .

schalom

Aisha 

Offline Aisha

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Antw:Müssen Juden missioniert werden?
« Antwort #17 am: So., 03. Mai 2009, 17:17 »
Schalom,

   
Zitat
Aisha: Anders im Judentum! Man spricht von Wahrheit und wendet dies auf ganz verschiedene Verständnisse der Schrift an. Im christlichen Denken ein Paradox! Wie können verschiedene Ansichten wahr sein?
    Dies kommt aus der griechischen Kultur, die nun einmal das "christliche Abendland" prägt - aristotelische Logik - wenn A wahr ist , kann B nicht wahr sein. Enweder A oder B.

Zitat
Tricky: Hier habe ich jetzt ein Killerargument, bitte nicht böse nehmen. Es gibt doch 4 Evangelien, die im großen und Ganzen das gleiche Wirken Jesu beschreiben und begleiten. Im Detail verschiedene Ansichten sind alle wahr. Zutiefst christlich also...

Schade, dass du mich damit killen möchtest ;), denn
du hast gerade begonnen mich zu verstehen  :)

Aisha

tricky

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Antw:Müssen Juden missioniert werden?
« Antwort #18 am: So., 03. Mai 2009, 18:01 »
Schalom Aisha!

Oh nein, killen möchte ich dich auf keinem Fall. Lediglich die Debatte um ein "unerschütterliches" Argument erweitern. Aber schön, dass du mir da zustimmst.

viele Grüße

Tricky

tricky

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Antw:Müssen Juden missioniert werden?
« Antwort #19 am: So., 03. Mai 2009, 18:25 »
Schalom ABA!

Jetzt nagelst du mich fest. Und ich dachte schon ich könnte mit meiner Antwort einer genaueren Frage ausweichen.

Zitat
ABA schreibt:
Wichtiger wäre die Ansicht, dass das gesamte sog. (also fälschlich genannte) >NT<
nicht als das >unfehlbare Wort GOttes< angesehen werden sollte!
Du schreibst dazu:
Ich hoffe, lieber Aba, dass ich, trotzdem ich es derzeit tue, also das AT+NT als Wort Gottes...
unfehlbar ist wieder ein wenig zu absolut...anerkenne),
Zitat
Damit ich es richtig verstehe, jetzt eine Frage von mir:
Bist du der Ansicht, dass die Bibel das > unfehlbare WORT GOttes < ist ? ? ?

Ich hoffe es ist nicht so schlimm, wenn ich jetzt ein wenig aushole. Das ist alles ein bisschen gar sehr philosophisch für mich. Also...

Es steht für mich fest, dass Gott, der Schöpfer aller Dinge, der seine Geschöpfe liebt, obwohl sie ihn sehr enttäuscht haben, UNFEHLBAR IST. Bei Gott gibt es keinen Fehler! Er ist somit auch vollkommen.

Was mache ich aber jetzt mit dem Wort Gottes? Zuerst einmal sehe ich Gottes Wort als seinen Liebesbrief an uns. Er möchte uns dadurch wieder zu ihm ziehen. Jedoch hat, wie wir alle wissen nicht Gott selbst sein Wort geschrieben. Er hat es aufschreiben lassen, aber er ist nicht der Wort-für-Wort Autor. Da Gott sich also der Menschen bedient hat, die sein Wort aufschreiben, hat sich eine potentielle Fehlerquelle eingeschlichen. Menschen sind nun mal nicht fehlerlos, sie sind nicht perfekt und daher kommt durch den menschlichen Aspekt und das menschliche Moment eine mögliche Fehlerquelle hinzu. Das reicht von Abschreibfehler über mutwillige Veränderung bis zu unabsichtlichen Dingen, die passieren, wenn Menschen etwas in die Hand bekommen.

Und damit sind wir beim Kern angelangt. Die Bibel ist das EINZIGE Wort Gottes. Ich habe nichts anderes. Und Gott hat darauf geschaut, dass ich durch sein Wort Gottes die für mein Leben und Überleben wichtigen Dinge verstehe und kennenlerne. Er wacht über sein Wort, über Jahrhunderte hinweg. Die Gesamtheit der Bibel gibt mir die Möglichkeit Gott in seinem Wesen zu sehen und erfahren.

Wo jetzt das Problem auftritt sind die Details. Etwas UNFEHLBARES müsste ja in jedem Detail auch die Wahrheit und nichts als die Wahrheit darstellen. Wenn es jetzt aber einen Autor der Bibel gibt, der SEINE Sicht (er hat oftmals nicht mehr als seine Sicht, er ist ja nur ein Mensch) aufgeschrieben hat, ist das dann Wahrheit? Ist es vollkommen? Ich weiß es schlichtweg nicht. Weil ICH schließlich kein Augenzeuge bin. Nur wenn ich dabei gewesen wäre könnte ich beurteilen, ob das, was da steht auch stimmt.

Was, wenn Gott eine Wahrheit den Menschen unbedingt mitteilen will. Eine wichtige Lehre oder eine wichtige Erfahrungsgeschichte eines Menschen? Und es wird diese Begebenheit in der Bibel aufgeschrieben. Nur ist die Wahrheit vielleicht nur ein kleiner Teil des ganzen und das Drumherum ist halt der Vollständigkeit halber mit dabei.


Zusammenfassung:

Zuerst mal müsste man ganz genau definieren was mit "unfehlbar" eigentlich gemeint ist? Was verstehe ich unter unfehlbar, was verstehst du, ABA, unter unfehlbar? Die Bibel ist sicher nicht Wort für Wort von Gott diktiert und wenn jemand einen Abschreibfehler macht, dann kommt die lange Hand mit der Rute vom Himmel und klopft dem Schreiber auf die Finger. So stelle ich mir das nicht vor.

Gott wacht aber über sein Wort, so wie er über sein Volk wacht. Er lässt nichts wichtiges verloren gehen und schlimme Irrtümer wird der aufrichtige Sucher nach der Wahrheit durch das Lesen des Wortes Gottes nicht bekommen.


viele Worte, hoffentlich auch ein bisschen Sinn  ::). Ist meine Position zu dem Thema Bibel = unfehlbares Wort Gottes jetzt klarer oder weniger klar?

Tricky

ABA

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Antw:Müssen Juden missioniert werden?
« Antwort #20 am: Mo., 04. Mai 2009, 14:29 »
Schalom Tricky

Zitat
Ich hoffe es ist nicht so schlimm, wenn ich jetzt ein wenig aushole.
Das war jedoch sehr gut so!  ;)
In deinen Ausführungen sind wir so gut wie einer Meinung.  8)

Zitat
Gott wacht aber über sein Wort, so wie er über sein Volk wacht.
Er lässt nichts wichtiges verloren gehen und schlimme Irrtümer wird der aufrichtige Sucher
nach der Wahrheit durch das Lesen des Wortes Gottes nicht bekommen.
Genau: 
> und dafür hat GOtt seine Lehrer gegeben
> und sie mit der wirksamen Kraft seines Geistes ausgerüstet


Zitat
Ist meine Position zu dem Thema Bibel = unfehlbares Wort Gottes jetzt klarer oder weniger klar
> EINWANDFREI <  !!!

Schalom ABA
« Letzte Änderung: Mo., 04. Mai 2009, 16:37 von freily »

Online freily

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Antw:Müssen Juden missioniert werden?
« Antwort #21 am: Do., 07. Mai 2009, 01:35 »
Schalom ABA,
Zitat von: tricky
Gott wacht aber über sein Wort, so wie er über sein Volk wacht.
Er lässt nichts wichtiges verloren gehen und schlimme Irrtümer wird der aufrichtige Sucher
nach der Wahrheit durch das Lesen des Wortes Gottes nicht bekommen.
Genau: 
> und dafür hat GOtt seine Lehrer gegeben
> und sie mit der wirksamen Kraft seines Geistes ausgerüstet
Und genau deinen letzten Satz beansprucht die römische Kirche für sich, lieber ABA, daß sie von G*TT beauftragt und befähigt sind, und mit der Kraft des heiligen Geistes ausgerüstet, die Schrift erklären.

Der ewige G*TT wacht nach meiner Auffassung des Tanachs, nur über sein gesprochenes Wort und die Gebote, nicht jedoch über die Schriften der Menschen.
Wenn man also eine Auslegung niederschreibt, dann ist es eine Apogryphe und kein Wort G*TTes.
Deshalb ist weder der Tanach noch das NT heilig, sondern nur die Worte, die G*TT mit dem Finger in die Steintafeln schrieb, auf allen vier Seiten!

Jetzt meine Frage an Dich ABA, habe ich das falsch aufgenommen?

Liebe Grüße

Wer den richtigen Weg nicht sucht, ihn auch nicht findet.
freily©

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Antw:Müssen Juden missioniert werden?
« Antwort #22 am: Do., 21. Mai 2009, 10:59 »
Schalom Freily,

Zitat
Der ewige G*TT wacht nach meiner Auffassung des Tanachs, nur über sein gesprochenes Wort und die Gebote, nicht jedoch über die Schriften der Menschen.
Wenn man also eine Auslegung niederschreibt, dann ist es eine Apogryphe und kein Wort G*TTes.
Deshalb ist weder der Tanach noch das NT heilig, sondern nur die Worte, die G*TT mit dem Finger in die Steintafeln schrieb, auf allen vier Seiten!

Es stimmt, dass die einzigen Worte, die G'tt selbst schrieb, die Worte auf den Steintafeln waren.
Trotzdem ist aus jüdisch orthodoxer Sicht der gesamte Tanach G'ttes Wort und somit heilig.
Dies sollte man allerdings nicht "glauben", sondern erfahren und damit wissen. Das Judentum ist keine Religion, die von den Menschen bedingungslosen Glauben verlangt.

Obwohl die hebräische Bibel historische Ereignisse beschreibt, bringt es nicht viel auf dieser Stufe stehenzubleiben. Denn Geschichten schreiben kann jeder Mensch. Was sollte daran heilig sein? Erst durch das Eindringen in den verborgenen Teil der Schriften, wird die Heiligkeit nach und nach enthüllt, mit G'ttes Hilfe. Dann weiß man, dass Menschen dies nicht geschrieben haben können.

schalom

Aisha


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Antw:Müssen Juden missioniert werden?
« Antwort #23 am: Do., 21. Mai 2009, 16:24 »
Schalom Aisha,

Dies sollte man allerdings nicht "glauben", sondern erfahren und damit wissen. Das Judentum ist keine Religion, die von den Menschen bedingungslosen Glauben verlangt.
Du hast es auf den Punkt gebracht, der jüdische Glaube gründet auf Wissen durch Erfahren und damit auf dem Fels der G*TT JHWH ist.

IHM ist keiner gleich und Jesus hat IHN bestätigt. Daß seine Worte oft in der hohen Sprache der Zweige gesprochen wurden, hast Du des öfteren inhaltreich geschildert und nachgewiesen.

Deshalb ist es für mich ein Unding, wenn Lippenbekenner eines Namens die Meinung vertreten, ihren Gott nach Jerusalem tragen zu müssen, wo wir doch wissen, daß ein jüdischer Rabbi aus der Schule Hillels nichts anderes lehren konnte, als die Nächstenliebe.

Näheres über den Lehrstil dieses großen Rabbiner kann man hier nachlesen.!

Die Christen werden nur davon abgehalten, die wirkliche Lehre erkennen zu dürfen.!

Liebe Grüße
« Letzte Änderung: Do., 21. Mai 2009, 16:26 von freily »
Wer den richtigen Weg nicht sucht, ihn auch nicht findet.
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Antw:Müssen Juden missioniert werden?
« Antwort #24 am: Mo., 13. Juli 2009, 11:18 »
Schalom Freily,

von christlicher Seite wurde mir eine Bibelstelle zur Rechtfertigung  zugetragen, weshalb die Juden und die Muslime missioniert werden müssten:

Zitat
Philipper 2: Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist, 10 dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, 11 und alle Zungen bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.

Dieses Kniebeugen wird mit Anbetung gleichgesetzt.
Dass sich Juden und Muslime längst vor dem G'tt Abrahams verbeugen/anbeten ist nicht genug aus dieser Sicht.

Aisha

tricky

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Antw:Müssen Juden missioniert werden?
« Antwort #25 am: Mo., 13. Juli 2009, 15:10 »
Schalom zusammen!

Über diesen Text bin ich vor kurzem gestolpert. Weil das irgendwie eigenartig ist und ich es hier anders erlebe. Erst mal der Text:

1 Kor 1/22 Denn während Juden Zeichen fordern und Griechen Weisheit suchen, 1/23 predigen wir Christus als gekreuzigt, den Juden ein Ärgernis und den Nationen eine Torheit; 1/24 den Berufenen selbst aber, Juden wie Griechen, Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit.

Den zweiten Teil von 1/23 kann ich bestätigen. Wenn man heute, in unserer aufgeklärten Welt, die sich so vieler Erkenntnisse rühmt und die Wissenschaft verehrt, seinen Glauben an Jesus bekundet und dafür einsteht, dann ist mal der Intelligenz der Runde, ein Primitiver, der noch glauben muss, während sie schon wissen. Also den Nationen eine Torheit, das passt.

Was aber mit dem ersten Teil. Den Juden ein Ärgernis? Wie kommt das? Wie gesagt, Jesus wird hier im Forum zwar oft anders verstanden als unter Christen, ok, warum aber sollte er für jemanden ein Ärgernis sein? Ist er das für viele Juden?

Ich hoffe, dass ich mit diesem Text niemandem auf die Füße steige. Ich möchte es nur verstehen und verstanden wissen.

viele Grüße

Tricky

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Antw:Müssen Juden missioniert werden?
« Antwort #26 am: Mo., 13. Juli 2009, 17:05 »
Schalom tricky,
  Erst mal der Text:

1 Kor 1/22 Denn während Juden Zeichen fordern und Griechen Weisheit suchen, 1/23 predigen wir Christus als gekreuzigt, den Juden ein Ärgernis und den Nationen eine Torheit; 1/24 den Berufenen selbst aber, Juden wie Griechen, Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit.
Selbstverständlich ist hier der Paulus auf dem Holzweg mit seiner "Auslegung", denn die Juden be- oder erkennen den "Jesus" als gekreuzigt, daß ist doch alles nur Klimbim zur Augenauswischerei.

Jesus hat die Lehre der Nächstenliebe gelehrt, wie sie die Torah vorgibt und auch Hillel bestätigt hat, vorher schon.
Das Pech des Jeschuah Ben Joseph war, daß er von der Linie Davids abstammte und seine Gegner (vmtl. Schule Schammai), ihn als berechtigten "König der Juden" ausgaben, weil sie wußten, daß er dann Ärger mit den Römern bekommt, wie der ABA dies öfters ausführte.
Zitat von: tricky
Den zweiten Teil von 1/23 kann ich bestätigen. Wenn man heute, in unserer aufgeklärten Welt, die sich so vieler Erkenntnisse rühmt und die Wissenschaft verehrt, seinen Glauben an Jesus bekundet und dafür einsteht, dann ist mal der Intelligenz der Runde, ein Primitiver, der noch glauben muss, während sie schon wissen. Also den Nationen eine Torheit, das passt.
Vielleicht wirst Du dich wundern, wenn ich Dir jetzt sage, ich habe meinen Glauben an Jesus durch die Juden wieder gefunden, denn jetzt weiß ich, was er meinte wenn er sagte: Warum versteht ihr denn meine Sprache nicht? Weil ihr mein Wort nicht hören könnt!
Jetzt weiß ich, daß er lediglich wollte, daß die Menschen sich mit gegenseitiger Hochachtung begegegnen sollen, lt. dem Willen unseres aller Vater.
Zitat
Was aber mit dem ersten Teil. Den Juden ein Ärgernis? Wie kommt das? Wie gesagt, Jesus wird hier im Forum zwar oft anders verstanden als unter Christen, ok, warum aber sollte er für jemanden ein Ärgernis sein? Ist er das für viele Juden?
Nein, nicht Jesus ist das Ärgernis, sondern die Besserwisserei der Christen in Bezug auf unseren Bruder Jeschua, den sie uns als "Gott" andrehen wollen, wo doch der EWIGE selbst in seinen Geboten, das G*TTsein richtig stellte.
Jesus war ein jüdischer Rabbi aus der Schule des Hillel, während meiner Meinung nach der Paulus mehr die Schule des Schamai bevorzugte, deshalb hatte er Halbwahrheiten bezüglich der Torah, die er ständig geschickt in seine falschen Darstellungen einfließen ließ, sowas ist den Juden ein ständiges Ärgernis, nämlich die Verdrehung von Tatsachen.
Zitat
Ich hoffe, dass ich mit diesem Text niemandem auf die Füße steige. Ich möchte es nur verstehen und verstanden wissen.
Nö, wie Du siehst habe ich die "Füße" ganz schnell weg gezogen.  ;D

Liebe Grüße
Wer den richtigen Weg nicht sucht, ihn auch nicht findet.
freily©

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Antw:Müssen Juden missioniert werden?
« Antwort #27 am: Di., 14. Juli 2009, 18:47 »
Schalom Tricky,

Zitat
1 Kor 1/22 Denn während Juden Zeichen fordern und Griechen Weisheit suchen, 1/23 predigen wir Christus als gekreuzigt, den Juden ein Ärgernis und den Nationen eine Torheit; 1/24 den Berufenen selbst aber, Juden wie Griechen, Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit.

Zitat von: Tricky
Den zweiten Teil von 1/23 kann ich bestätigen. Wenn man heute, in unserer aufgeklärten Welt, die sich so vieler Erkenntnisse rühmt und die Wissenschaft verehrt, seinen Glauben an Jesus bekundet und dafür einsteht, dann ist mal der Intelligenz der Runde, ein Primitiver, der noch glauben muss, während sie schon wissen. Also den Nationen eine Torheit, das passt.

Zu den Nationen kann ich nichts sagen, aber zum jüdischen Verständnis zur Zeit Jesu und danach, als Paulus dies schrieb schon.
Aus diesem Verständnis geht es bei dieser oben zitierten Bibelstelle aus Kor. nicht um den "Glauben an Jesu" .

Zitat von: Tricky
Was aber mit dem ersten Teil. Den Juden ein Ärgernis? Wie kommt das? Wie gesagt, Jesus wird hier im Forum zwar oft anders verstanden als unter Christen, ok, warum aber sollte er für jemanden ein Ärgernis sein? Ist er das für viele Juden?

Wir sollten hier nicht den Fehler machen und diese Aussage aus dem 1. Jh. auf heute zu beziehen.

Was mir im Zitat auffällt ist, dass er nicht von Jesus schreibt, sondern vom "Christus" als "gekreuzigt", "den Juden ein Ärgernis".
Es ging hier um die Messiasfrage, denn Christus auf griechisch heißt Maschiach/Messias , der Gesalbte.
Gemäß den Schriften der Juden , damals wie heute, der sogenannte TANACH (5. Bücher Mose, Propheten, Schriften) bleibt der Messias/Christus EWIG. Deshalb war und ist es aus jüdischer Sicht nicht verständlich, dass der Messias sterben sollte. Das ergibt aus jüdischer Sicht keinen Sinn, weil es nicht in den Schriften steht.
(bezüglich Jesaja 53 schreiben wir noch).

Wir haben sogar aus den christlichen Schriften ein Zeitdokument, dass es diese Vorstellung eines sterbenden Messias nicht gab:


Johannes Kapitel 12

Jetzt ergeht das Gericht über diese Welt; nun wird der Fürst dieser Welt ausgestoßen werden. 32 Und ich, wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen. 33 Das sagte er aber, um anzuzeigen, welchen Todes er sterben würde. 34 Da antwortete ihm das Volk: Wir haben aus dem Gesetz gehört, dass der Christus in Ewigkeit bleibt; wieso sagst du dann: Der Menschensohn muss erhöht werden? Wer ist dieser Menschensohn?

Sie haben aus dem Gesetz gehört...der griechische Begriff "Gesetz" bezeichnet die Torah, die Schriften der Juden. Sie wunderten sich auch über die Bezeichnung "Menschensohn", die sie so offensichtlich nicht kannten. Bis heute ist die christliche Auslegung bezüglich eines Messias , der nicht bleibt und eines "Menschensohnes" unverständlich.

Das "Ärgernis" aus jüdischer Sicht war aus diesem Verständnis ein "Ärgernis über die vermeintliche Schriftenlosigkeit" der Christen.
Das Judentum ist eine Schriftenreligion, was nicht schriftgemäß ist wird nicht angenommen.

Aisha

 

susanna

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Antw:Müssen Juden missioniert werden?
« Antwort #28 am: Mo., 28. September 2009, 16:09 »
hallo liebe forumsteilnehmer, besonders aba freilly und viele mehr. ich habe durch eine bekannte, dieses forum gefunden. und ich bin totalbegeistert über den ton , was dieses thread angeht. ich finde es sehr schön, beiträge zulesen, die weder beleidigend sind oder voller polemik. schön dass es euch gibt.
liebe grüße susanna und einherzliches shalom

tricky

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Antw:Müssen Juden missioniert werden?
« Antwort #29 am: Mo., 28. September 2009, 17:21 »
Hallo Susanna!

hallo liebe forumsteilnehmer, besonders aba freilly und viele mehr. ich habe durch eine bekannte, dieses forum gefunden. und ich bin totalbegeistert über den ton , was dieses thread angeht. ich finde es sehr schön, beiträge zulesen, die weder beleidigend sind oder voller polemik. schön dass es euch gibt.
liebe grüße susanna und einherzliches shalom

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