Forum > Gegen Judenmissionierung
Müssen Juden missioniert werden?
Aisha:
Schalom Freily,
von christlicher Seite wurde mir eine Bibelstelle zur Rechtfertigung zugetragen, weshalb die Juden und die Muslime missioniert werden müssten:
--- Zitat ---Philipper 2: Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist, 10 dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, 11 und alle Zungen bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.
--- Ende Zitat ---
Dieses Kniebeugen wird mit Anbetung gleichgesetzt.
Dass sich Juden und Muslime längst vor dem G'tt Abrahams verbeugen/anbeten ist nicht genug aus dieser Sicht.
Aisha
tricky:
Schalom zusammen!
Über diesen Text bin ich vor kurzem gestolpert. Weil das irgendwie eigenartig ist und ich es hier anders erlebe. Erst mal der Text:
1 Kor 1/22 Denn während Juden Zeichen fordern und Griechen Weisheit suchen, 1/23 predigen wir Christus als gekreuzigt, den Juden ein Ärgernis und den Nationen eine Torheit; 1/24 den Berufenen selbst aber, Juden wie Griechen, Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit.
Den zweiten Teil von 1/23 kann ich bestätigen. Wenn man heute, in unserer aufgeklärten Welt, die sich so vieler Erkenntnisse rühmt und die Wissenschaft verehrt, seinen Glauben an Jesus bekundet und dafür einsteht, dann ist mal der Intelligenz der Runde, ein Primitiver, der noch glauben muss, während sie schon wissen. Also den Nationen eine Torheit, das passt.
Was aber mit dem ersten Teil. Den Juden ein Ärgernis? Wie kommt das? Wie gesagt, Jesus wird hier im Forum zwar oft anders verstanden als unter Christen, ok, warum aber sollte er für jemanden ein Ärgernis sein? Ist er das für viele Juden?
Ich hoffe, dass ich mit diesem Text niemandem auf die Füße steige. Ich möchte es nur verstehen und verstanden wissen.
viele Grüße
Tricky
freily:
Schalom tricky,
--- Zitat von: tricky am Mo., 13. Juli 2009, 15:10 --- Erst mal der Text:
1 Kor 1/22 Denn während Juden Zeichen fordern und Griechen Weisheit suchen, 1/23 predigen wir Christus als gekreuzigt, den Juden ein Ärgernis und den Nationen eine Torheit; 1/24 den Berufenen selbst aber, Juden wie Griechen, Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit.
--- Ende Zitat ---
Selbstverständlich ist hier der Paulus auf dem Holzweg mit seiner "Auslegung", denn die Juden be- oder erkennen den "Jesus" als gekreuzigt, daß ist doch alles nur Klimbim zur Augenauswischerei.
Jesus hat die Lehre der Nächstenliebe gelehrt, wie sie die Torah vorgibt und auch Hillel bestätigt hat, vorher schon.
Das Pech des Jeschuah Ben Joseph war, daß er von der Linie Davids abstammte und seine Gegner (vmtl. Schule Schammai), ihn als berechtigten "König der Juden" ausgaben, weil sie wußten, daß er dann Ärger mit den Römern bekommt, wie der ABA dies öfters ausführte.
--- Zitat von: tricky ---Den zweiten Teil von 1/23 kann ich bestätigen. Wenn man heute, in unserer aufgeklärten Welt, die sich so vieler Erkenntnisse rühmt und die Wissenschaft verehrt, seinen Glauben an Jesus bekundet und dafür einsteht, dann ist mal der Intelligenz der Runde, ein Primitiver, der noch glauben muss, während sie schon wissen. Also den Nationen eine Torheit, das passt.
--- Ende Zitat ---
Vielleicht wirst Du dich wundern, wenn ich Dir jetzt sage, ich habe meinen Glauben an Jesus durch die Juden wieder gefunden, denn jetzt weiß ich, was er meinte wenn er sagte: Warum versteht ihr denn meine Sprache nicht? Weil ihr mein Wort nicht hören könnt!
Jetzt weiß ich, daß er lediglich wollte, daß die Menschen sich mit gegenseitiger Hochachtung begegegnen sollen, lt. dem Willen unseres aller Vater.
--- Zitat ---Was aber mit dem ersten Teil. Den Juden ein Ärgernis? Wie kommt das? Wie gesagt, Jesus wird hier im Forum zwar oft anders verstanden als unter Christen, ok, warum aber sollte er für jemanden ein Ärgernis sein? Ist er das für viele Juden?
--- Ende Zitat ---
Nein, nicht Jesus ist das Ärgernis, sondern die Besserwisserei der Christen in Bezug auf unseren Bruder Jeschua, den sie uns als "Gott" andrehen wollen, wo doch der EWIGE selbst in seinen Geboten, das G*TTsein richtig stellte.
Jesus war ein jüdischer Rabbi aus der Schule des Hillel, während meiner Meinung nach der Paulus mehr die Schule des Schamai bevorzugte, deshalb hatte er Halbwahrheiten bezüglich der Torah, die er ständig geschickt in seine falschen Darstellungen einfließen ließ, sowas ist den Juden ein ständiges Ärgernis, nämlich die Verdrehung von Tatsachen.
--- Zitat ---Ich hoffe, dass ich mit diesem Text niemandem auf die Füße steige. Ich möchte es nur verstehen und verstanden wissen.
--- Ende Zitat ---
Nö, wie Du siehst habe ich die "Füße" ganz schnell weg gezogen. ;D
Liebe Grüße
Aisha:
Schalom Tricky,
--- Zitat ---1 Kor 1/22 Denn während Juden Zeichen fordern und Griechen Weisheit suchen, 1/23 predigen wir Christus als gekreuzigt, den Juden ein Ärgernis und den Nationen eine Torheit; 1/24 den Berufenen selbst aber, Juden wie Griechen, Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit.
--- Ende Zitat ---
--- Zitat von: Tricky ---Den zweiten Teil von 1/23 kann ich bestätigen. Wenn man heute, in unserer aufgeklärten Welt, die sich so vieler Erkenntnisse rühmt und die Wissenschaft verehrt, seinen Glauben an Jesus bekundet und dafür einsteht, dann ist mal der Intelligenz der Runde, ein Primitiver, der noch glauben muss, während sie schon wissen. Also den Nationen eine Torheit, das passt.
--- Ende Zitat ---
Zu den Nationen kann ich nichts sagen, aber zum jüdischen Verständnis zur Zeit Jesu und danach, als Paulus dies schrieb schon.
Aus diesem Verständnis geht es bei dieser oben zitierten Bibelstelle aus Kor. nicht um den "Glauben an Jesu" .
--- Zitat von: Tricky ---Was aber mit dem ersten Teil. Den Juden ein Ärgernis? Wie kommt das? Wie gesagt, Jesus wird hier im Forum zwar oft anders verstanden als unter Christen, ok, warum aber sollte er für jemanden ein Ärgernis sein? Ist er das für viele Juden?
--- Ende Zitat ---
Wir sollten hier nicht den Fehler machen und diese Aussage aus dem 1. Jh. auf heute zu beziehen.
Was mir im Zitat auffällt ist, dass er nicht von Jesus schreibt, sondern vom "Christus" als "gekreuzigt", "den Juden ein Ärgernis".
Es ging hier um die Messiasfrage, denn Christus auf griechisch heißt Maschiach/Messias , der Gesalbte.
Gemäß den Schriften der Juden , damals wie heute, der sogenannte TANACH (5. Bücher Mose, Propheten, Schriften) bleibt der Messias/Christus EWIG. Deshalb war und ist es aus jüdischer Sicht nicht verständlich, dass der Messias sterben sollte. Das ergibt aus jüdischer Sicht keinen Sinn, weil es nicht in den Schriften steht.
(bezüglich Jesaja 53 schreiben wir noch).
Wir haben sogar aus den christlichen Schriften ein Zeitdokument, dass es diese Vorstellung eines sterbenden Messias nicht gab:
Johannes Kapitel 12
Jetzt ergeht das Gericht über diese Welt; nun wird der Fürst dieser Welt ausgestoßen werden. 32 Und ich, wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen. 33 Das sagte er aber, um anzuzeigen, welchen Todes er sterben würde. 34 Da antwortete ihm das Volk: Wir haben aus dem Gesetz gehört, dass der Christus in Ewigkeit bleibt; wieso sagst du dann: Der Menschensohn muss erhöht werden? Wer ist dieser Menschensohn?
Sie haben aus dem Gesetz gehört...der griechische Begriff "Gesetz" bezeichnet die Torah, die Schriften der Juden. Sie wunderten sich auch über die Bezeichnung "Menschensohn", die sie so offensichtlich nicht kannten. Bis heute ist die christliche Auslegung bezüglich eines Messias , der nicht bleibt und eines "Menschensohnes" unverständlich.
Das "Ärgernis" aus jüdischer Sicht war aus diesem Verständnis ein "Ärgernis über die vermeintliche Schriftenlosigkeit" der Christen.
Das Judentum ist eine Schriftenreligion, was nicht schriftgemäß ist wird nicht angenommen.
Aisha
susanna:
hallo aviel, danke für deine netten grüße du bist aber nicht, (ata chaver shel li, avi???).
hallo tricky, also ich war bei hagalil, waren eigentlich die meisten sehr nett, nur 3 personen, die haben oder wollten mich immer missverstehen. na ja, da kann man nichts machen. freue mich sehr auf euch. im moment schreibe ich auch bei nai, aber nur noch selten.
liebe aisha, auch vielen dank für deine lieben zeilen, so was macht echt freude, und man hat gleich viel mehr mut.
ich wünsche euch allen ein herzliches shalom .
sollte man , hier nur fragen stellen, die die schrift angeht, oder könnte man auch andere dinge fragen, z.b. über israel oder ivrith?
ich hätte z.b eine frage zu shabbat, muß ich da dann in einen anderen thread.
da der tanach, ja von christen anderst verstanden wird als von jehudi, kann man dann auch nach jüdsichen auslegungen bzw. verständnis fragen?
so ich glaube erstmal reicht es mit meiner fragerei.
liebe grüße susanna
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