Autor Thema: Johannes 1,1 - logos -"das Wort"  (Gelesen 25028 mal)

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Re: Johannes 1,1 - logos -"das Wort"
« Antwort #45 am: Sa., 29. Januar 2011, 12:07 »
Schalom,
Ergänzend möchte ich betonen, daß das griechische Wort σαρξ (sarhz) auch Meinung bedeuten kann.
tja und manchmal vergaloppiert man sich vor lauter Eifer.

Dieses altgriechische Wort σαρξ heißt nicht Meinung, sondern ohne das ´η heißt es : menschliche Natur; lebende Wesen; Mensch; !!!

Der Johannes meinte im Vers 14 also, daß das Wort (G'TTes) zur menschlichen Natur wurde.

Und genau das trifft auf jüdisch Gläubige in aller Welt zu!
Das Wort wurde mir zur Natur!


Liebe Grüße
Wer den richtigen Weg nicht sucht, ihn auch nicht findet.
freily©

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Re: Johannes 1,1 - logos -"das Wort"
« Antwort #46 am: Di., 27. August 2013, 03:49 »
Schalom,

zum Glück hat man Mitglieder, die einem helfen, der wahren Wortführung Geltung zu verschaffen, denn Glauben heißt nichts zu Wisssen, aber Wissen bedeutet, man hat den Glauben hinter sich gelassen.

Und so sagen im Einklang der Joram und unser Mitadmin ABA gemeinsam:
Zitat
Schalom zusammen,
hier der Beitrag von ABA aus: >CHRISTSEIN HEUTE< sowie >Messianisches-Forum<
Ich habe den Beitrag für das Religioncity-Layout überarbeitet, und hoffe es gelang mir.
Später werde ich dann noch eine kleine Zusatz-Diskussion von ABA und URDIGANO anhängen.

Zitat von: ABA Zeev Baranowski im November 2009
שלום חמודים
Schalom ihr Lieben.

Die Frohe Botschaft, das EVANGELIUM steckt in der TORA !
 
Das latinisierte Wort EVANGELIUM ist eine Form des griechischen >
ευαγγελιον < , was wir in deutsch als die >Frohe Botschaft< wiedergeben können. Diese FROHE BOTSCHAFT möchte ich jetzt einmal nur von der jüdischen Seite her betrachten; also unbeachtet des christlichen Schrifttums des sog.  Neuen Teils der "Bibel".
Diese jüdische FROHE BOTSCHAFT ist in dem Wort bzw. Begriff >
בשורה < [besora] verankert und finden dies als Anweisung für uns in :
Jeschajahu 61,1 >
לבשר ענוים < [lewaser anawim] mit (der Frohen Botschaft) die Gebeugten (und Bescheidenen) zu erfreuen! Das ursprüngliche und nicht besonders betonte Wort > לבשר < [lewaser] bekam eigentlich erst seinen tendenziösen Akzent durch das Wirken Rabbi Jeschua BenJosef.
(WICHTIG s.u. Anmerkung)

Vom Christentum leider als Gegensatz zum Judentum gebracht. Die angebliche Strenge und Forderungen GOttes  in der TORA würde zu stark betont, und dem Sünder gegenüber sei dies zu abweisend. GOtt wird hier im wesentlichen als Richter und Strafender erfasst. Die FROHE BOTSCHAFT der neu gegründeten "monotheistischen" Religion des Christentums durch den christlichen Jesus hingegen, hat in GOtt den liebenden Vater erkannt und verkündigt jetzt die erbarmende Milde gegenüber dem Sünder.
Deshalb entwickelte sich der christliche Sinn des Wortes EVANGELIUM, zum Gegenwort zur TORA und der jüdischen Gesetzesauslegung. Wichtig ist es auch zu bemerken, dass Rabbi Jeschua gerade diese Gesetzes-Auslegung der TORA ganz anders auslegte, als es uns das Christentum dogmatisch lehren möchte. Rabbi Jeschua redete und lehrte das 
[all]"gemeine" Volk, > עם הארץ < [Am HaArez]. Er legte die TORA in > משל < [moschel] also in Beispielen und Gleichnissen aus, damit der nicht religiös Geschulte auch verstand was der EWIGE, gelobt sei sein NAME, uns durch die TORA übermitteln will. Und das ist genau das, was wir unter dem hebräischen Begriff > בשורה < [besora] verstehen sollten !
Dass nun christliche Kirchenfürsten oder Gnostiker wie Marcion, oder die Arianen, oder der in Pseudonym herbeigezogene christliche PAULUS quasi ein anderes Evangelium lehrten als die jüdischen Rabbinen, zeigt deutlich, wie stark dieser Ausspruch "Neues Testament (Evangelium)" als massiver Angriff des Christentums gegen das Judentum gewesen war !!!
Alles gipfelte dann bis ins späte Mittelalter in den TALMUDVERBRENNUNGen; um so dem christlichen EVANGELIUM dem jüdischen >
לבשר ענוים < [lebaser anawim] aus Jeschajahu 61,1 bei den Gojim (Nationen) Platz zu verschaffen.

שלום אבא
Schalom ABA
Zeev Baranowski




PS:
Was nun den >priesterliche Auftrag< unseres BUNDES-Volkes bezüglich des
jüdischen "EVANGELIUMS" betrifft, möchte ich dann in Kürze fortsetzen.
(brauche mal wieder etwas Zeit dazu)

*) wichtige Anmerkung:

Bei diesem hebräischen Begriff der Verkündigung der Frohen Botschaft, also:
> לבשר < [lewaser] kam es zu einer der irreführensten Fehlübertragungen im
griechischen N
euen Teil der "Bibel", denn ...
... obiges hebräische Wort kann (
durch einen Ungeschulten) auch als
>
בשר < [basar] = FLEISCH fälschlich übertragen werden!

Deshalb kam es im Eveangelium des Jochanan 1,14 zu der Fehlinterprätation:
> και ο λογος σαρξ εγενετο < = und das WORT wurde FLEISCH
!?
Obwohl es eigentlich im "Gesamtsinn" gesehen ...

> Die Frohe Botschaft der TORA wurde dem einfachen Volke verkündet <
... heißen müßte!


Der anschließende kurze Diskussionsbeitrag mit URDIGANO folgt noch heute.

Schalom Joram



Anmerkung ABA 8/2013:
Korrekturen der Formatierung wurden vorgenommen.


Natürlich sind meine griechischen Kenntnisse zu wenig, als daß ich die korrekte Übersetzung anbieten könnte, aber wozu gibt es Fachleute wie den ABA. ???  8)

Liebe Grüße
Wer den richtigen Weg nicht sucht, ihn auch nicht findet.
freily©

Offline Shomer

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Re: Johannes 1,1 - logos -"das Wort"
« Antwort #47 am: Do., 06. Juni 2019, 06:59 »
Schalom kulam

Im Anfang war ELOHIM, ja und der sprach! Wer aber meint, ein personifiziertes Wort erfinden zu müssen, der hat zuvor nicht geringe Hirnwindungsakrobatik veranstaltet. Diese Akrobatik kommt aus dem Zirkus, der seinen Namen von der griechischen Göttin Circe/Zirze/Kirke hat, der Schutzpatronin der Schausteller und Zirkusleute, einer ziemlich erotischen "Dame". Von ihr kommt auch in der deutschen Sprache das "Bezirzen", ja, und noch etwas kommt von ihr: Die Kirche. "Kirche" in einer beliebigen Computerbibel eingegeben und auf "suchen" geklickt ergibt "Null Treffer". Somit ist die Kirche nicht biblisch, da zu griechisch mythologisch und philosophisch. Sie ist folglich eine sehr nahe "Verwandte" vom griechischen "Logos" aus derselben Quelle.

Als Ergänzung zum Thread habe ich diesen Link hier gefunden:

https://www.bibelwissenschaft.de/fileadmin/buh_bibelmodul/media/wibi/pdf/Logos__2017-10-10_10_59.pdf

Gruß Schomer
Einer Lüge, die man hundertmal gehört hat, glaubt man viel eher als der Wahrheit, die man das erste Mal hört.

 

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