Forum > Gegen Judenmissionierung
Psalm 22- die Hände und Füße durchgraben?
petpfeff:
die liebe Petpfeff
hat die Auffassung, das SEIN neues Volk wie erschaffen so geboren. (Siehe ich mache alles neu.)
David spricht doch auch in seinem Gebet bei Psalm 22 davon das sein Gebet erhört wurde noch ehe er zuende gesprochen.
zu
-Hände und Füße durchgraben?
- wer kann durch diese Worte den Inhalt und die Aussage verstehen?
Das ist der der sich selbst schon in dieser Situation befunden oder noch befindet.
freily:
Schalom Aisha,
--- Zitat von: Aisha am Mo., 13. September 2010, 17:59 ---
Sagt der Text, dass sich der EWIGE ein neues Volk baut?
hier zum Vergleich die jüdische Übersetzung (Zunz)
31 die Nachkommen dienen ihm, erzählt wird von dem Herrn dem späteren Geschlecht. 32 Sie kommen und melden sein Heil dem nachgeborenen Geschlechte, dass er es vollbracht.
--- Ende Zitat ---
da sehe ich schon eine Differenz zur Zunz-Übersetzung, die für die richtigere halte.
Die Luther-Übersetzung lautet so: 31 Er wird Nachkommen haben, die ihm dienen; vom Herrn wird man verkündigen Kind und Kindeskind. 32 Sie werden kommen und seine Gerechtigkeit predigen dem Volk, das geboren wird. Denn er hat's getan.
Der deutsche Text läßt sich natürlich auf den "Jesus" münzen, was beim Zunz-Text mir nicht als möglich erscheint, oder?
Liebe Grüße
Aisha:
Schalom Freily,
--- Zitat von: Freily ---Der deutsche Text läßt sich natürlich auf den "Jesus" münzen, was beim Zunz-Text mir nicht als möglich erscheint, oder?
--- Ende Zitat ---
Freily, hier ein gutes Beispiel wie man Texte beliebig zusammendrehen kann, bis sie aussagen, was man möchte. Ich habe das Beispiel aus Psalm 22 hierherkopiert, im angegebenen Link sind noch weitere zu finden.
Die Herrenhuterlosungen sind ein freikirchlich evangelikaler Text, der uns diese Methode gut vor Augen führt.
--- Zitat ---9. November:
Ich will deinen Namen kundtun meinen Brüdern. Psalm 22,23
Paulus sprach: So sei euch nun kundgetan, liebe Brüder, daß euch durch Jesus Vergebung der Sünden verkündigt wird; und in all dem, worin ihr durch das Gesetz des Mose nicht gerecht werden konntet, ist der gerecht gemacht, der an ihn glaubt. Apostelgeschichte 13,38-39
Psalm 22 lobt Gott, der über den Lobgesängen Israels thront. Er hört den Elenden, der zu ihm schreit, und er reißt ihn heraus. Der Psalmvers ist über das Stichwort „kundtun" mit dem Zitat aus der Apostelgeschichte verbunden. Der Gegensatz „Gesetz des Mose" und „Vergebung durch Jesus" hat mit Psalm 22 nicht zu tun. Die Bearbeiter des Lehrtextes mögen an die Bedeutung des Psalms für die Passionsgeschichte Jesu gedacht haben. Sie haben dabei aber den zweiten Teil des Psalms übersehen, der von Vers 23 bis Vers 32 reicht und Gottes rettendes Handeln lobt, das keiner ergänzenden Überhöhung bedarf. Antithetische Aussagen ohne Anhalt am alttestamentlichen Text.
(Anm. d. Red:: Die christliche Tradition geht davon aus, daß Jesus am Kreuz Psalm 22 gebetet hat)
Quelle: http://www.hagalil.com/archiv/2001/06/losungen.htm
--- Ende Zitat ---
schalom
Aisha
freily:
Schalom Aisha,
--- Zitat von: Aisha am Di., 14. September 2010, 20:03 ---Freily, hier ein gutes Beispiel wie man Texte beliebig zusammendrehen kann, bis sie aussagen, was man möchte. Ich habe das Beispiel aus Psalm 22 hierherkopiert, im angegebenen Link sind noch weitere zu finden.
http://www.hagalil.com/archiv/2001/06/losungen.htm
--- Ende Zitat ---
ja das ist ein gutes Beispiel, wie sogenannte "freie" Kirchen arbeiten.
Oberkatholisch bis zum geht nicht mehr, aber auf der anderen Seite behaupten, wie sehr sie dem "Christus" folgen und wissen zum großen Teil nicht einmal, daß dieser die jüdische Torah lehrte.
Bei meiner Übersetzungsarbeit aus dem Griechischen fiel mir auf, daß bei den deutschen Texten nur nach der Lehrmeinung der römischen Kirche gegangen wird und sich dieses "Gift" aus deren "Giftbecher" in ALLE christlichen Denominationen ausgießt.
Vergleiche mit Passagen aus der Offenbarung in bezug auf die "Hure" drängen sich einem normalen Forscher regelrecht auf.
Die nichtjüdischen Urchristen nach 135 n.Z. gingen vermutlich nach dem Grundsatz vor: "Der Zweck heiligt die Mittel"!
Aber wir wissen heute, daß dieser Grundsatz falsch ist, weil falsche Mittel nur einen falschen Zweck ergeben können und dadurch keine Veredelung erfolgen kann.
Liebe Grüße
Aisha:
Hallo Freily,
--- Zitat ---Der deutsche Text läßt sich natürlich auf den "Jesus" münzen, was beim Zunz-Text mir nicht als möglich erscheint, oder?
--- Ende Zitat ---
der petpfeff ging es hier darum, dass der deutsche Text der christlichen Übersetzungen aussagen würde, G'tt hätte sich ein neues Volk gemacht!
Dies sagt der Text jedoch NICHT mit einem Wort:
31 die Nachkommen dienen ihm, erzählt wird von dem Herrn dem späteren Geschlecht. 32 Sie kommen und melden sein Heil dem nachgeborenen Geschlechte, dass er es vollbracht.
dieses "er hats getan" oder "er hat es vollbracht" bezieht sich nicht auf das "Bauen eines neuen Volkes" (bitte wo steht das???), sondern es geht im ganzen Kontext darum, dass man den Nachkommen von den wunderbaren rettenden Taten G'ttes ( "er hats getan") berichten wird.
(Und irgendwie hat das auch damit zu tun, dass dies in der Schlüsselstelle beim Schma Israel ausdrücklich gesagt wird : Lehrt es euren Kindern.... , was wiederum nur jemand versteht, der nicht nur in der theoretischen Torah, sondern auch in ihrem vermittelten soziokulturellen Kontext erfahren ist ;) ).
schalom
Aisha
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln