Autor Thema: Der falsche Glaube  (Gelesen 43 mal)

freily

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Der falsche Glaube
« am: Sa., 01. Oktober 2011, 09:34 »
Der falsche Glaube

entsteht durch ein Fehlverhalten in Vertrauensfragen.

Um zu dieser Erkenntnis zu kommen muß man sich zunächst fragen: Was ist Glauben?
Hier ist es unbedingt notwendig für sich selbst zu erklären, was die Bedeutung dieses Wortes im eigentlichen Sinn darstellt.

Im Wörterbuch wird dazu folgendes angezeigt:

- schwören
(auf etwas) schwören (umgangssprachlich), (der) Meinung sein, überzeugt (sein), glauben, Glauben schenken, meinen

- Glauben
vertrauen, Vertrauen schenken

- abkaufen
abkaufen (umgangssprachlich), ernst nehmen, für voll nehmen (umgangssprachlich), glauben, nicht zweifeln, Vertrauen haben (in), zutrauen

- ausgehen
(von etwas) ausgehen, ahnen, annehmen, erahnen, erwarten, glauben, mutmaßen, spekulieren, vermuten, vorausahnen, voraussehen

- einbilden
(sich) einbilden, glauben, meinen zu müssen.

Man erkennt also, daß Glauben sehr viel mit Vertrauen zu tun hat, denn man glaubt, weil man jemanden vertraut!
Und das man meistens den falschen Leuten vertraut hat, daß hat mir das Leben gelehrt.

Es fängt bei den Eltern an, die in ihrer eigenen Unkenntnis dem Kind erklärt, was Weihnachten ist und so das Kind schon in unschuldigen Jahren auf eine falsche Schiene setzt, weil "diese Zeit" so schön ist.
Man bemerkt in der eigenen Rührseligkeit nicht, wie sehr man das Vertrauen des Kindes in die Eltern als Vermittler einer Botschaft mißbraucht, weil Gedankenlosigkeit eine bequeme Ausrede ist.

Etwas zu tun, nur weil es "schön" ist, hat keinen Nutzen für das spätere Leben, denn es stellt -in sich-, eine Hecke des Widerstandes dar für nützlichere Aufgaben.
Es macht einen anfällig, seine Zeit hier auf der Erde zu vergeuden und man kommt im Jenseits mit leeren Händen an, nämlich leer an altruistischen Taten!

Sich mit solchen Fragen zu beschäftigen, ist der Anfang, das Knäuel der Verwirrung zu entknoten.

Glau|be, der; -ns (seltener auch: Glauben) [mhd. g(e)laube, ahd. gilauba, zu ↑ glauben  ]:

1.gefühlsmäßige, nicht von Beweisen, Fakten o. Ä. bestimmte unbedingte Gewissheit, Überzeugung: ein blinder, unerschütterlicher, fanatischer G.; der G. an die Zukunft, an jmds. Zuverlässigkeit; den -n an jmdn., etw. verlieren; jmdm. -n schenken; [keinen] -n finden; man muss ihr den -n lassen; er gab sich dem törichten -n hin, ihm könne nichts geschehen; sich in dem -n wiegen (fälschlicherweise der Meinung sein), alles richtig gemacht zu haben; im guten/in gutem -n (im Vertrauen auf die Richtigkeit); guten -ns sein (ganz überzeugt sein); des [festen] -ns sein; jmdn. bei dem/in dem -n lassen, dass ...

- der G. versetzt Berge/kann Berge versetzen (wenn man fest von etw. überzeugt ist, kann man auch etw. schaffen, was sich normalerweise nicht verwirklichen lässt; 1. Kor. 13, 2).



2.a)religiöse Überzeugung (2) : ein fester G. bestimmte ihr Leben; seinen -n [an Gott] verlieren; von echtem -n erfüllt sein;

b)Religion, Bekenntnis: der christliche, jüdische, islamische G.; für seinen -n kämpfen, sterben; in Fragen des Glaubens tolerant sein.

© Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, Mannheim 2007
Fehlerkorrektur
« Letzte Änderung: Mo., 02. Januar 2012, 20:05 von freily »
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