Autor Thema: Was ist die Scharia eigentlich?  (Gelesen 59 mal)

freily

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Was ist die Scharia eigentlich?
« am: So., 23. Oktober 2011, 23:11 »
Zu den Schreckgespenstern unserer Islamdebatte gehört eine drohende Einführung der Scharia hierzulande. Doch die Scharia braucht in Deutschland gar nicht mehr eingeführt zu werden. Es gibt sie auch hier bei uns längst an jeder zweiten Ecke. Sie hat nur wenig mit der Vorstellung von komplett verhüllten Frauen, abgehackten Händen und Gesteinigten zu tun, wie wir sie etwa aus Afghanistan, Iran oder Saudi-Arabien kennen.

 Viele türkische Läden hier bieten ausschließlich Produkte an, die halal sind – also erlaubt gemäß dem Schariarecht. Das Bundesverfassungsgericht hat das islamische Schächten grundsätzlich erlaubt. Verbraucherzentralen geben »Einkaufsführer für Muslime« heraus, in denen islamisch korrekte Nahrungsmittel empfohlen werden. Und außer im Lehrberuf ist das religiöse Kopftuch bei uns am Arbeitsplatz ausdrücklich vom Gesetzgeber geschützt. All das fällt unter den schwer fasslichen Begriff »Scharia«.

 Die Scharia ist kein Buch. Sie ist kein feststehender Codex, den man kaufen und nachschlagen kann. Scharia (in etwa: Weg) bezeichnet die Summe von Pflichten und Verboten, die das Leben des Einzelnen und der Gemeinschaft prägen – von der religiösen Praxis bis zum Erbrecht, von den Speisegeboten bis zum Straf- und Kriegsrecht. Als göttliches Recht wird die Scharia von den Rechtsgelehrten der vier führenden sunnitischen Schulen und den schiitischen Ajatollahs nach überlieferten Methoden aus dem Koran, den Überlieferungen über Mohammed (Hadithen) und den Texten großer Lehrer gedeutet.

 Diese Rechtsgelehrten sind mächtig und schwach zugleich: Es gibt viele starke Meinungen, doch keine ist absolut verbindlich. Nur ein kleiner Kernbestand religiöser Pflichten ist unumstritten. Über viele Themen im Leben moderner Muslime – von der Kopftuchpflicht bis zur Bedeutung des Dschihad – gibt es sehr viel mehr Dissens, als die Autoritäten gerne zugeben möchten. Scheichs der islamischen Welt wie der populäre Ägypter Karadawi, der Selbstmordattentate für halal erklärt hat, sehen sich zunehmend von westlichen Gelehrten wie dem Amerikaner Abou el-Fadl herausgefordert, der sie als Barbarei bezeichnet und im Widerspruch zum islamischen Recht sieht (haram).

 Dieser Kampf um die Deutungshoheit geht auch Nichtmuslime an: Wer darf die Scharia auslegen? Nur die Muftis, Scheichs und Ajatollahs des Nahen Ostens, die sie antiwestlich aufladen? Oder auch junge muslimische Intellektuelle im Westen, die in der freiheitlichen Verfassung den besten Rahmen entdeckt haben, als Muslim gottgefällig zu leben?

Quelle:
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Re: Was ist die Scharia eigentlich?
« Antwort #1 am: So., 23. Oktober 2011, 23:38 »
Der Begriff Scharia hat seinen Ursprung im Koran. Erwähnt wird er dort jedoch nur an einer einzigen Stelle: Sure 45, Vers 18, wo er ursprünglich den Pfad in der Wüste bezeichnet, der zur Wasserquelle führt, woraus sich für Muslime der göttliche Ursprung der Scharia herleitet.

Zitat von: Koran
Sure 45,18. Dann brachten Wir dich auf einen klaren Pfad (Schariaá) in der Sache des Glaubens: so befolge ihn, und folge nicht den Launen derer, die nichts wissen.

Daß die "Rechtsgelehrten" der Muslime keine Ahnung haben, wie der Koran zu Handhaben ist, liegt auf der Hand, denn sie erklären die Schrift in genauso falschen Dogmen, wie auf der anderen Seite die Kirchenfürsten der Christen, da sie wie jene auch, nur ein einziges Buch als "gültig recht" erklären!

Was dem Christen das "Neue Testament", daß ist dem Moslem der Koran und Mohammed der Prophet, so wie auf der anderen Seite der Christus das Alpha und Omega ist.

Damit kann man den Gläubigen eine Gehirmwäsche verpassen, weil jeder sich auf die eine oder andere Art zu GOTT/JHWH/Allah hingezogen fühlt, da das Licht der Erkenntnis über GOTT jeden Menschen zu einem Prozent erreicht, wie wir aus dem Kabbala-Studium wissen.

In der Sure 3 Vers 3 steht:
Zitat von: Koran
3. Er hat herabgesandt zu dir das Buch mit der Wahrheit, bestätigend das, was ihm vorausging; und vordem sandte Er herab die Thora und das Evangelium als eine Richtschnur für die Menschen; und Er hat herabgesandt das Entscheidende.

Schon komisch, daß dem Mohammed alle drei Bücher "offenbart" wurden, die Muslime aber dem Wort GOTTes genauso wenig Gehör schenken, wie die Christen. Viel lieber gehen sie den eigenen von GOTT/Allah abgewandten Weg und machen sich ihre Scharia selbst, weil ihnen die Gebote die ein Moses erhielt zuwenig sind?

Aber wer Fragen stellt und die Integrität der "Rechtsgelehrten" anzweifelt, ist schon im Vorfeld ein vom Satan verführter bzw. Fehlgeleiteter.

Nur will keiner Wissen, daß der Satan ein von Gott beauftragter Staatsanwalt ist und die Jurisprudenz GOTTes als Exekutivkraft ausführt.

Der Koran ist somit kein heiliges Buch Gottes, wie die Torah von Moses, sondern eine Erinnerung an das Wort GOTTes, daß von Allah selbst mit seinem Finger geschrieben wurde.
Zitat von: Torah
2.Mo 31,18 Und als der HERR mit Mose zu Ende geredet hatte auf dem Berge Sinai, gab er ihm die beiden Tafeln des Gesetzes; die waren aus Stein und beschrieben von dem Finger Gottes.

Wer den Weg nicht sucht, ihn auch nicht findet.
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