Forum > Orthodoxes Judentum
1. Bereschit בראשית - Genesis
freily:
Kapitel 16
1 Und SsaRaj, die Frau AbhRams hatte ihm nichts (keine Kinder) geboren, aber sie hatte eine Magd, eine MizRaJim (Ägypterin), und ihr Name war HaGar.
2 Und SsaRaj sprach zu AbhRam: Da, sie doch, YHVH hielt mich ab, verwehrte mir das Gebären. Geh doch ein zu meiner Magd! Vielleicht werde ich durch sie erbaut (erfreut). Und AbhRam erhörte die Stimme SsaRaj.
3 Da nahm SsaRaj, die Frau AbhRams, HaGar ihre Magd, nachdem sie zehn Jahre wohnten im Land Kanaan und gab sie dem AbhRam, ihrem Mann, ihm zur Männin (Frau).
4 Und er ging ein zur HaGar, und sie wurde schwanger. Als sie aber sah, daß sie schwanger war, da wurde ihre Ermächtigte (Herrin) verflucht )* in ihren Augen.
5 Und SsaRaj sprach zu AbhRam: Mir geschehenes Unrecht ist auf dir! Ich gab meine Magd, daß sie deinen Stamm (vermehrt), und nun, da sie sah, daß sie schwanger wurde, bin ich verflucht in ihren Augen. YHVH möge richten zwischen mir und dir.
6 Und AbhRam sprach zu SsaRaj: Deine Magd ist in deiner Hand und tue an ihr, daß in deinen Augen Gute. SsaRaj demütigte sie (HaGar), und sie entwich, weg von ihrem Angesicht.
7 Und der MaLaKh (Beauftragter))" YHVHs fand sie an den Quellen der Wasser in der Wildnis)², an den "Augen" (Anfang))³ der Wege hin gegen SchUr.
8 Und er sprach: HaGar, Magd SsaRajs, woher kommst du und wohin gehst du? Und sie sprach: Weg vom Angesicht meiner Herrin entweiche ich.
9 Da sprach der Beauftragte YHVHs zu ihr: Kehr zurück zu deiner Herrin, und füge dich unter ihre Hände.
10 Und der Beauftragte YHVHs sprach zu ihr (HaGar): Vermehren werde ich deinen Samen überaus, so daß ihn niemand zu zählen vermag aufgrund seiner Vielzahl.
11 Und der Beauftragte YHVHs sprach zu ihr: Du bist schwanger und gebierst einen Sohn, und du rufst seinen Namen: JischMaEl. Denn YHVH hat dich erhört in deiner Demütigung.
12 Und er wird ein Wildesel-Mensch sein und seine Hand wird gegen jeden sein und Alle werden gegen ihn sein, wider das Angesicht all seiner Brüder wird er wohnen!)~
13 Da rief sie den Namen YHVHs (an), den, der ihr die Richtung weisenden: Du bist ein EL des Sichtbaren, denn sie sprach: Sah ich auch hierher nach dem "Hinterfrager"?)**
14 Darum rief jemand zu dem Brunnen: Brunnen LaChajRoi (dem Lebenden des Sichtbaren). Er ist zwischen QaDesch (Kadesch) und BeRed.
15 Und HaGar gebar dem AbhRam einen Sohn. Und AbhRam rief den Namen seines Sohnes, welchen HaGar geboren hatte: JiSchMaEL.
16 Und AbhRam war ein Sohn von von 86 Jahren, als HaGar JiSchMaEL (Jismael) gebar.
*************** Erklärung *****************************
)* als verflucht von Gott geltend. Gängiges Vorurteil der damaligen Zeit bei unfruchtbaren Frauen.
)" MaLaKh, Wortstamm MeLaKah -> Auftrag, hat offensichtlich mit einem Engel nichts zu tun.
)² wird in den meisten Übersetzungen falsch mit Wüste übersetzt. Die wörtliche Wiedergabe wäre "Stachliges"!
)³ ähnlicher Wortstamm wie "Stachliges", jedoch wird ein Anfang auch oft als "Auge" bezeichnet im Hebräischen.
)~ Der Grund, warum es mit den "Palästinensern" schwer ist, zum Frieden zu kommen!
)** sinngemäß, Gott des Hinterfragens der Handlungsweise.
freily:
Kapitel 17
Der Bund mit AbhRam und sein neuer Name
1 Und AbhRam war ein Sohn von 99 Jahren geworden, da erschien YHVH dem AbhRam und sprach zu ihm: ICH bin der EL SchaDaJ (dein Ernährender) wandle mir Angesichts (in meinem Rat) und werde ein Makelloser.
2 Und ICH will meinen Bund geben zwischen MIR und dir und ICH will dich mehren im Übermaß.
3 Da fiel AbhRam auf sein Angesicht und EloHim redete mit ihm und sagte:
4 ICH bin es: Da, mein Bund ist mit dir, und du wirst zum Vater einer Menge von Nationen.
5 Und nicht wirst du weiterhin als AbhRam gerufen, als dein Name, sondern dein Name wird AbhRaHam sein, denn als Vater von einer Menge von Nationen gebe ICH dich hin.
6 Und ICH mache dich überaus fruchtbar im Übermaß, denn ICH gebe dich (hin) um Nationen zu werden,)* und Regenten gehen aus dir heraus.
7 Und ICH werde meinen Bund erstehen machen zwischen MIR und dir und deinem Samen nach dir, und ihren Generationen zu einem äonischen Bund, dir zum EloHim zu werden und deinem Samen nach dir.
8 Und ich gebe dir und deinem Samen nach dir das Land, indem du Gast bist, all das Land Kanaan zum Besitz eines Äons, und ich werde ihnen zum EloHim.
9 Und EloHim sprach zu Abraham: Auf daß du meinen Bund hütest, du und dein Same nach dir, ihren Generationen zugehörig.
10 Dies ist mein Bund, welchen ihr hütet, zwischen MIR und euch und deinem Samen nach dir: Beschitten wird euch alles Männliche,
11 durch Beschneidung am Fleisch euerer Vorhaut. Und dies wird zum Zeichen des Bundes zwischen MIR und euch.
12 Als ein Sohn von acht Tagen wird euch beschnitten das Männliche, eueren Generationen zugehörig, der Hausgeborene und der mit Silber Erworbene)², von allen Söhnen des Auswärtigen (im Hause), der nicht von deinem Samen ist.
13 Beschnitten wird der Gebürtige deines Hauses (das Männliche) und der mit Silber Erworbene, und MEIN Bund betreffs eures Fleisches wird zu einem äonischen Bund.
14 Aber ein Männlicher mit Vorhaut, der nicht beschnitten ist am Fleisch seiner Vorhaut: Abgeschnitten wird jene Seele von ihrer Volkschaft; meinen Bund zerbrökelte er!
15 Und EloHim sprach zu Abraham: SsaRaj deine Frau rufst du nicht weiterhin ihren Namen SsaRaj, denn SsaRah )³ ist ihr Name.
16 Und ICH segne sie, und ICH gebe dir von ihr einen Sohn, und ich segne sie (damit), und sie wird zu Nationen (werden); Regenten der Völker werden aus ihr (kommen).
17 Da fiel Abraham auf sein Angesicht und lachte und sprach in seinem Herzen: Ist es, daß einem Sohn von hundert Jahren, (noch) geboren wird? Und ob SsaRah, als Tochter von neunzig Jahren noch gebiert?
18 Und Abraham sprach zu EloHim: Wenn doch JischMaEl vor deinem Angesicht lebe.
19 Und EloHim sprach: Nein, SsaRah deine Frau gebiert dir einen Sohn, und du rufst seinen Namen JizChaQ }* und ICH werde meinen Bund mit ihm enstehen lassen, zu einem äonischen Bund mit seinem Samen nach ihm.
20 Und auch für JischMaEL erhöre ich dich: Da! ICH segne ihn und mache ihn fruchtbar und mehre in übermäßig. Zwölf Würdenträger wird er zeugen und ich gewähre ihm, daß er eine große Nation (wird).
21 Aber meinen Bund lasse ich erstehen mit JizChaQ (Isaak), den dir SsaRah gebiert zu der angesagten Zeit in dem anderen Jahr.
22 Und ER vervollständigte die Worte (zu Abraham), und EloHim stieg hinauf, weg von Abraham.
23 Und Abraham nahm seinen Sohn JischMaEL und alle Geborenen seines Hauses und alle mit seinem Silber Erworbenen, alles Männliche des Hauses Abraham, und beschnitt das Fleisch ihrer Vorhaut, in eben diesen Tag, so, wie Elohim mit ihm gesprochen (hatte).
24 Und Abraham war ein Sohn von neunundneunzig Jahren, als er beschitten wurde am Fleisch seiner Vorhaut.
25 Und sein Sohn JischMaEL war ein Sohn von dreizehn Jahren, als er beschnitten wurde am Fleisch seiner Vorhaut.
26 In eben diesem Tag wurde Abraham beschitten und sein Sohn JischMaEL,
27 und alles Männliche die in seinem Haus Geborenen und die mit seinem Silber Erworbenen, vom Sohn der Auswärtigen bis zu ihm wurden sie beschnitten.
***************** Erklärung *****************
)* Vorhersage, daß sein Volk in die gesamte Welt kommt (Diaspora?).
)² irrtümlich oft als Sklave übersetzt. Nach hebräischem Recht waren es gekaufte oder aus einem Schuldverhältnis abgelöste Arbeiter mit sozialen Rechten und Pflichten.
)³ SsaRaj = Fürstin; SsaRah -> durch das H statt j wird ein Schwanger werden angedeutet. Hebr. HaRah
}* bedeutet Jahs Lachen. Vmtl. in Anlehnung auf das innere Lachen Abrahams.
******* Begriffs-Erklärung **************
Äon (gr. αιών aioon „Ewigkeit“) bezeichnet:
allgemein Zeitalter
eine Gottheit im hellenistischen Pantheon, als Personifikation des philosophischen Begriffs
Äon (Astrologie), in der Astrologie postulierte Erdzeitalter
Äon (Geologie), in der Geologie ein Erdzeitalter
Äon (Philosophie), ein Begriff der antiken Philosophie und Religion
Äon (Thelema), die spirituelle Entwicklungsgeschichte der Menschheit
Äon (Theologie), in der Theologie einen Zeitabschnitt der Heilsgeschichte, je nach Standpunkt aber auch die ewige Vorzeit oder die unbegrenzte Zukunft
Aeon, XX Karte des großen Arcanum beim Tarot
© Dieser Eintrag beinhaltet Material aus Wikipedia und ist lizensiert auf GNU-Lizenz für freie Dokumentation
freily:
Kapitel 18
1 Und YHVH erschien ihm im Gebiet der Terebinthenbäume MamRe's und er saß vor der Öffnung des Zeltes, als der Tag sich erwärmte zur Hitze.
2 Und er erhob seine Augen und sah, drei Männer stellten sich auf ihm gegenüber, als er sie sah, lief er ihnen entgegen, weg von der Öffnung des Zeltes und warf sich der Länge nach hin und sprach:
3 Mein HERR, wenn ich doch Gnade fand in deinen Augen, so gehe doch nicht vorüber an deinem Diener.
4 Es werde doch ein wenig Wasser genommen und badet euere Füße, und lehnt euch unter den Baum.
5 Und ich will einen "Bissen" Brot nehmen und laben euer Herz, danach geht ihr vorüber, denn darum seid ihr vorüber gegangen an euerem Diener. Und sie sprachen: Tu ebenso wie du gesagt hast.
6 Da ging AbraHam schnell in das Zelt zu SsaRah und sprach: Mach schnell, knete drei Maß (hebr. Seah))* Mehl, feines Mehl und mache Fladen.
7 Und zu den Rindern lief AbraHam und nahm einen (jungen) Stier von den Rindern, zart und gut und gab ihn einem Jüngling; und dieser war schnell ihn Zuzubereiten.
8 Und er nahm Kefir und Milch und den Stier, der zubereitet (war) und setzte es ihnen vor das Angesicht. Und er stand ihnen gegenüber unter dem Baum, und sie aßen.
9 Und sie sprachen zu ihm: Wo ist SsaRah, deine Frau? Und er sprach, da, im Zelt.
10 Da sprach ER: Beim Zurückkehren, kehre ich bei dir ein, entsprechend der Zeit der Schwangerschaftsdauer. Und siehe da! Ein Sohn ist dann der SsaRah deiner Frau geboren. Und SsaRah hörte an der Öffnung des Zeltes, die hinter IHM war.
11 Aber AbraHam und SsaRah waren Alte, ja Hochbetagte; abgelassen hatte für SsaRah ihr Pfad, nach Art der Frauen (zu gebären).
12 Und SsaRah lachte in ihrem Inneren und sprach (zu sich): Nach meinem Aufgebrauchtsein wird mir wieder Liebeslust? Und mein Herr (AbraHam) ist alt.
13 Da sprach YHVH zu AbraHam: Warum dies, daß SsaRah lachte und sprach: Ob gewiß ich noch gebäre, da ich doch alt bin.
14 Ist (für) YHVH ein Wort, daß eine Tatsache wird, zu wunderbar?)² Zur der (von mir) bezeugten Zeit kehre ich zu dir zurück, gemäß der Zeit der Schwangerschaft)³, und dann ist der SsaRah ein Sohn geboren.
15 Und SsaRah leugnete sprechend: Ich lachte nicht. Denn sie fürchtete (sich). ER aber sprach: Nein, denn du hast gelacht.
16 Und die Männer standen auf und schauten auf das "Angesicht" Sodoms, und AbraHam ging mit ihnen, sie zu Begleiten.
17 YHVH dachte (sich): Verberge ICH vor AbraHam was ICH tue?
18 Und AbraHam wird zu einer großen und überstarken Nation werden, und in ihm werden gesegnet alle Nationen der Erde.
19 Denn ich erkannte (erwählte) ihn, damit er seinen Söhnen und seinem Haus nach ihm gebietet, so daß sie den Weg YHVHs hüten, Rechtfertigung (Gerechtigkeit) und Richtiges zu tun, damit YHVH auf AbraHam kommen lasse, was ER über ihn sagte.
20 Und YHVH sprach: Das Wehgeschrei (über) Sodom und Gomorrah betreffend, ja viel ist es, und ihre Verfehlungen, ja überaus schwer sind sie.
21 Ich will doch hinab gehen und sehen, ob entsprechend ihrem Geschrei, das zu mir gekommen ist, sie tatsächlich getan haben, und wenn nicht, ICH will's erkennen!
22 Und die Männer wandten sich von dort (fort) und gingen nach Sodom. AbraHam aber, noch stand er Angesichts YHVHs (gegenüber).
23 Und Abraham trat vor und sprach: Ist es so, daß Du hinweg sammelst den Gerechten mit dem Frevler?
24 Vielleicht sind fünfzig Gerechte in mitten der Stadt. Ist es so, daß Du hinweg sammelst und nicht vergibst dem Ort, um der fünfzig Gerechten willen, welche darin sind?
25 Weitab sei es DIR, gemäß deinem Wort zu tun, den Gerechten mit dem Frevler zu töten, so daß der Gerechte wie der Frevler befunden wird, weit ab sei's DIR! Ist es, daß der Richter der Erde nicht Gerechtigkeit tätigt?
26 Da sprach YHVH: Wenn ich in Sodom fünfzig Gerechte finde in mitten der Stadt, so trage (bewahre) ich den Ort ihretwegen.
27 Und AbraHam antwortete und sagte: Da, sieh doch, ich bin geneigt zu meinem HERRN zu sprechen, und ich bin doch nur Staub und Asche.
28 Vielleicht sind fünf weniger von den fünfzig Gerechten. Machst DU zunichte aufgrund von fünf die ganze Stadt? Da sprach ER: Nicht mache ich zunichte, wenn ich dort fünfundvierzig finde.
29 Und er (AbraHam) fügte noch hinzu und sprach: Vielleicht werden dort vierzig gefunden. Und ER sprach: ICH tue es nicht wegen der Vierzig.
30 Und er sprach: Erzürne nicht mein HERR, so will ich (nochmal) antworten: Vielleicht werden (nur) dreißig gefunden. Und ER sprach: Nichts werde ICH tun, wenn ich dort dreißig finde.
31 Da sprach er: Da siehe, ich bin geneigt zu meinem HERRn zu sprechen; vielleicht werden dort zwanzig gefunden. Und ER sprach: Nicht verderbe ich sie wegen der zwanzig.
32 Da sprach er: Nicht erzürne mein Herr, so will ich doch noch sagen diesmal, vielleicht werden dort (nur) zehn gefunden. Und ER sprach, Ich werde nichts verdeben um der zehn willen.
33 Und YHVH ging, als er fertig geredet hatte mit AbraHam, und AbraHam kehrte zurück zu seinem Ort.
****************** Erklärung **********************
)* Seah, -> ca. 7,3 ltr. Trockenmaß für Mehl und Getreide.
)² an dieser Stelle zeigt das hebr. Wort eine Verschmelzung von Wort und Sache auf und deutet auf eine Tatsache, die dem Schöpfer nicht unmöglich ist.
)³ wörtlich: Zu der Zeit des Belebt werdens -> sinngemäß: Schwangerschaft.
freily:
Kapitel 19
1 Und die zwei Beauftragten)* kamen nach Sodom im Abend und Loth saß am Platz des Tores Sodoms. Und Loth sah sie und stand auf, ihnen entgegen und warf sich zu Boden mit dem Gesicht nach unten
2 und sprach: Da seht doch! Meine Herren wendet euch doch ab zum Haus eueres Dieners, und übernachtet und badet euere Füße. Ihr steht früh auf und wandelt eures Weges. Aber sie sprachen: Nein, denn in (dieser) Weite übernachten wir.
3 Aber er bedrängte sie sehr, und sie kehrten sich ihm zu und kamen in sein Haus. Und er machte ihnen ein Getränk und backte Ungesäuertes und sie aßen.
4 Ehe sie sich hinlegten, da hatten die Männer der Stadt Sodom das Haus eingekreist, vom Jüngling bis zum Alten, all das Volk vom Ende (der Stadt) her.
5 Und sie riefem zum Loth und sprachen zu ihm: Wo sind die Männer, die zu dir gekommen sind diese Nacht? Lass sie herausgehen zu uns, wir wollen sie erkennen.
6 Da ging Loth zu ihnen hinaus an die Öffnung und verschloß die Tür hinter sich.
7 Und er sprach: Tut nichts Böses meine Brüder.
8 Da seht doch! Bei mir sind zwei Töchter, die noch keinen Mann erkannten, ich will sie heraus geben zu euch und tut ihnen wie es gut (ist) in eueren Augen. Nur diesen Männern tut nicht eine solche Sache, denn darum kamen sie, daß sie im Schatten meines Gebälks)² (ruhen).
9 Aber sie sprachen: Komm weiter heran! Und sie sprachen: Dieser eine (Loth) kam, um ein Gast zu sein und richtet nun die Richtigen? Nun werden wir dir mehr Böses tun als ihnen und sie bedrängten den Mann Loth sehr und kamen herzu die Tür zu zerbrechen.
10 Da streckten die Männer ihre Hand aus und brachten Loth zu sich in das Haus; und die Tür verschlossen sie.
11 Aber die Männer, die vor dem Eingang des Hauses waren, schlugen sie mit Verblendungen, so daß sie sich erschöpften, die Eingangstür zu finden.
12 Und die Männer sprachen zu Loth: Wer gehört)³ hier noch zu dir? Verschwägerte, deine Söhne und Töchter und all jene die zu dir gehören in der Stadt und bringe sie aus diesem Ort.
13 Denn wir werden zerstören diesen Ort, denn groß ist ihr Geschrei zum Angesicht YHVHs, und YHVH entsandte uns zu verderben (diesen Ort).
14 Da ging Loth hinaus und sprach zu seinen Schwiegersöhnen, die seine Töchter nehmen wollten: Steht auf und geht hinaus aus diesem Ort, denn YHVH gibt die Stadt der Vernichtung (preis). Aber er wurde wie ein Scherztreibender in den Augen seiner Schwiegersöhne.
15 Und als die Morgenröte aufstieg, da drängten die Beauftragten den Loth und sprachen: Steh auf, nimm deine Frau und deine zwei Töchter die hier sind, damit du nicht hinweg gesammelst wirst aufgrund der Vergehung der Stadt.
16 Er aber zögerte; da hielten die Männer seine Hand und die Hand seiner Frau und die Hand seiner zwei Töchter - als Verschonung YHVHs über ihn - und ließen ihn hinaus gehen und ließen ihn außerhalb der Stadt.
17 Und es war: Als sie ihn hinaus gehen ließen nach draussen, da sprach einer: Entkomme wegen deiner Seele, blicke nicht hinter dich und stehe nicht im ganzen Tal ; zu den Bergen entkomme, daß du nicht hinweg gesammelt wirst.
18/19 Und Loth sprach zu ihnen: Nicht doch, mein Adonai )" Da sieh doch: Dein Diener fand Gnade in deinen Augen und du vergrößerst deine Huld (CheSed))°, welche DU an mir getan, leben zu lassen meine Seele. Aber ich kann nicht entkommen in die Berge, daß mir nicht anhängt das Böse und ich sterbe.
20 Da sieh doch! Diese Stadt ist nahe, um dorthin zu fliehen, und sie ist eine Geringe (Kleine), ich will doch dorthin entkommen, ist sie nicht gering? So daß meine Seele am Leben bleibt.
21 Da! ICH erhob)^ dein Angesicht auch noch zu dieser Sache, daß ICH nimmer umwende diese Stadt von der du gesprochen hast.
22 Sei schnell, entkomme dorthin! Denn ich kann diese Sache nicht tun, bis du dorthin gekommen (bist). Darum rief einer den Namen der Satdt: ZoAr (Geringes).
23 Die Sonne ging auf über dem Land, da kam Loth gegen ZoAr.
24 Und YHVH ließ über Sodom und Gomorrah Schwefel und Feuer regnen von YHVH aus dem Himmeln
25 und ER wendete um diese Städte und das ganze Oval (Umgebung) und alle Bewohner der Städte und das ganze Gesproß der AdaMah (dieser Umgebung).
26 Aber seine Frau blickte hinter ihm zurück und wurde eine Aufgestellte des Salzes.
27 Und AbhraHam stand früh auf im Morgen und ging zum Ort wo er gestanden hatte vor dem Angesicht YHVH.
28 Und er schaute auf die Oberfläche Sodoms und Gomorrahs und auf die ganze Oberfläche der Umgebung des Landes, und er sah, da! Rauch des Landes stieg auf wie Rauch des Niedergebrannten.
29 Und es wurde: Indem EloHim die Städte des Ovals verdarb, da gedachte EloHim des AbhraHams und entsandte Loth aus der Mitte der Umwendung,): indem ER die Städte umwendete, in denen Loth wohnte.
30 Loth aber stieg hinauf von ZoAr ins Gebirge und wohnte dort und seine zwei Töchter mit ihm, denn er fürchtete sich in ZoAr zu wohnen. Und er wohnte in einer Höhle, er und seine zwei Töchter.
31 Und die Erstgeborenen sprach zu der Jüngeren: Unser Vater ist alt und kein Mann ist im Land, um auf uns zu zukommen, gemäß dem üblichen Erdenweg.
32 Geh herzu, wir wollen unseren Vater mit Wein tränken und bei ihm liegen und unseres Vaters Samen am Leben erhalten.
33 Und sie tränkten ihren Vater mit Wein in jener Nacht und die Erstgeborene kam und lag bei ihrem Vater; aber er erkannte nicht das sich Hinlegen und das Aufstehen von ihm.
34 Und es wurde am nächsten Tag, da sprach die Erstgeborene zur Jüngeren, ja, ich lag letzte Nacht bei meinem Vater. Wir wollen ihn auch diese Nacht mit Wein tränken, und komm, liege bei ihm und so erhalten wir den Samen unseres Vaters am Leben.
35 Und sie tränkten auch noch in jener Nacht ihren Vater mit Wein und die Jüngere stand auf und lag bei ihm; aber er erkannte nicht, weder das sich Hinlegen, noch das Aufstehen von ihm.
36 Und die zwei Töchter Loths wurden schwanger von ihrem Vater.
37 Und die Erstgeborene gebar einen Sohn und sie rief seinen Namen: MoAbh (Moab).
38 Und die Jüngere gebar auch noch einen Sohn, und sie rief seinen Namen: Ben-Ami; er ist der Vater der Söhne Amons bis zum heutigen Tag.
***************** Erklärungen *********************
)* heb. MaLakh; dieses Grundtextwort wird vielfach mit Engel oder Bote übersetzt. Die tiefere Bedeutung aber ergibt sich aus dem hebräischen Wort MeLakhah -> Auftrag, aus dem gleichen Wortstamm.
)² vmtl. Dachgebälk bei Flachbauten.
)³ abgewandelt ins deutsche vom Wörtlichen: Wer ist Dein hier.
)" Das Wort Adonai leitet sich von DUN -> Rechtsverwaltung ab und wird autoritär für YHVH vorbehalten, der in der Regel von 72 Namensengel getragen werden, denn YHVH selbst, trat seit dem Sündenfall nicht mehr auf.
)° beinhaltet das Geheimnis des Lebens; sie ist das labende Mittel des Erbarmens. Auf deutsch: Huld.
)^ im Sinne von: ICH machte dich aufmerksam.
): Diese Gegend sieht heute aus, wie von einer Riesenhand umgegraben.
freily:
Kapitel 20
1 Und Abraham zog von dort weg zum Hügelland und wohnte zwischen Kadesch und Schur; und er lebte als Gur)* in Gerar.
2 Und Abraham sprach in bezug auf SsaRah, seiner Frau: Meine Schwester ist sie. Da entsandte Abimeleqh, der Regent Gerachs, und nahm SsaRah (zu sich).
3 Und Elohim kam zu Abimeleqh im Traum in der Nacht und sprach zu ihm: Da! Du bist ein Toter aufgrund der Frau die Du genommen hast, denn sie ist die Ehefrau eines Ba'El )².
4 Abimeleqh aber hatte sich ihr nicht genaht und er sprach: Mein HERR, wirst Du auch noch eine gerechte Nation umbringen?
5 Ist es nicht er, der sprach zu mir: Meine Schwester ist sie. Und auch sie sprach noch: Mein Bruder ist er. In Vollendung meines Herzhauses (Herzgefühle) und in Unschuld meiner Hände tat ich dies.
6 Und Elohim sprach zu ihm im Traum: Auch ICH erkenne, daß Du dies in Vollendung deiner Herzgefühle getan hast und ich, ich hielt dich zurück von der Verfehlung zu MIR, darum gab ich dir nicht die Erlaubnis, sie zu berühren!
7 Und nun, bringe die Frau des Mannes zurück, denn er ist ein Prophet und betet dir zugunsten und bleibe leben! Wenn du sie aber nicht zurück bringst, dann erkenne, daß du zu sterben hast und sterben wirst, du und alles was dir zu Eigen ist.
8 Und Abimelqh stand früh auf im Morgen und rief alle seine Diener und sagte all diese Worte (des Traumes) zu ihren Ohren; da fürchteten sich die Männer sehr.
9 Und Abimeleqh rief den Abraham und sprach zu ihm: Was tatest du uns, und was verfehlte ich an dir, daß du auf mich und auf mein Regententum große Verfehlung gebracht hast? Gemachte Taten die nicht getan werden dürfen, tatest du mir an.
10 Und Abimelqh sprach zu Abraham: Was hatest du ersehen, daß du diese Wortsache getan hast?
11 Und Abraham sprach: Weil ich zu mir sprach: Es ist kein Fürchten an Elohim an diesem Ort, so werden sie mich umbringen aufgrund der Rechtssache mit meiner Frau.
12 Und es ist auch noch wahr, (sie ist) meine Schwester, die Tochter meines Vaters ist sie, jedoch nicht die Tochter meiner Mutter; so ist sie mir zur Frau geworden.
13 Und es war: Als mich, ja mich, die Elohims entfernt (hatten) vom Hause meines Vaters, da sprach ich zu ihr: Dies ist deine Huld, die du an mir tun mögest: Zu jedem Ort wohin wir kommen, sprich auf mich bezogen: Mein Bruder ist er.
14 Da nahm Abimeleqh Kleinvieh und Rindvieh und Diener und Mägde und gab sie dem Abraham; und er brachta auch SsaRah seine Frau zu ihm zurück.
15 Und Abimeleqh sprach: Da! Mein Land ist dir angesichts dessen was gut ist in deinen Augen, da wohne.
16 Und zu SsaRah sagte er: Da! Ich gebe 1000 Scheqel (Schekel) Silber deinem Bruder. Es ist dir Bedeckung der Augen)³ bezüglich aller die mit dir sind, und allen gegenüber ist es Rechterwiesenes.
17 Und Abraham bete zu Elohim, und Elohim heilte Abimelqh und seine Frau und seine Amme, so daß sie wieder gebären konnten.
18 Denn verschlossen hatte YHVH den Bereich allen Mutterschoßes im Hause Abimeleqhs aufgrund der Sache SsaRahs, der Frau Abrahams.
****************** Erklärungen ****************
)* Gur, hebr. Wort für Unterschlupf suchenden bzw. als Fremder dort lebender.
)² Ba'El, dieses hebr. Wort bedeutet wörtlich Eigner, denn damals war eine Frau Eigentum des Ehemannes und dadurch unveräußerlich.
)³ Als sichtbares Zeichen, daß die Ehre der Frau nicht befleckt wurde. Abschluß dieser Rechtlichkeit.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln