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1. Bereschit בראשית - Genesis

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freily:
Kapitel 36

Die Abstammungslinien Esaws

1 Und dies sind die Geburtslinien Esaw, er ist EDOM.)°
2 Und Esaw hatte seine Frauen aus den Töchtern KenaAn (Kanaans) genommen: ADah, die Tochter EJLONs des Chiti, und OholiBhama, die Tochter des Anahs, die Enkeltochter ZiBhons des Chiwi,
3 und BaseMat, die Tochter des JischMaels (Ismael), die Schwester NebhaJots.
4 Und ADah gebar dem Esaw Eliphas und BaseMat gebar RegUel.
5 Und OholiBhama aber gebar JeUsch  und JaLam und QoRach (Korach). Dies sind die Söhne Esaws, die ihm geboren wurden im Land KenaAn (Kanaan).
6 Und Esaw nahm seine Frauen und seine Söhne und seine Töchter und alle Seelen seines Hauses und alle seine Tiere und all sein Erworbenes, welches ihm gediehen ist im Land Kanaan und er ging zu einem Land, weg aus dem Angesicht seines Bruders Jakobh.
7 Denn ihr Besitz wurde zu zahlreich, um zusammen zu wohnen und das Land konnte sie nicht mehr "tragen" aufgrund der Flächengröße ihrer vielen Viehherden.
8 Und Esaw bewohnte die Hügel Seîrs. Esaw ist der EDOM. (1.Mo.36,1)
9 Und dies sind die Geburtslinien Esaw, der Vater des Berglandes Edom, im Gebirge Seîrs.
10 Dies sind die Namen der Söhne Esaws: Eliphas, der Sohn ADahs, der Frau Esaws; RegUel, der Sohn BaseMats, der Frau Esaws.
11 Und es waren (noch) die Söhne des Eliphas: TejMan, OMar, Zepho, und GaTam und KeNas.
12 Und TimNa wurde Nebenfrau dem Eliphas, dem Sohn Esaws, und sie gebar dem Eliphas, den AMaLeq (Amalek). Dies sind die Söhne ADahs, der Frau Esaws.
13 Und dies sind die Söhne RegUels: NaChat und SeRach, SchaMah und MiSna. Diese wurden die Söhne der BaseMat, der Frau Esaw. )²
14 Und dies wurden die Söhne OholiBhamahs, der Tochter Anahs, der Tochter ZiBhons, der Frau Esaws: Und sie gebar dem Esaw: JeUsch, JaLam und KoRach.
15 Dies sind die Alufim )³ der Söhne Esaws: Die Söhne Eliphas, des Erstgeborenen Esaws:
Der Aluf TejMan,
der Aluf OMar,
der Aluf Zepho,
der Aluf KeNas,
16 der Aluf KoRach,
der Aluf GaTam,
der Aluf AmaLek.
Das sind die Alufim des Eliphas im Land EDOM, dies sind die Söhne ADahs.
17 Und dies sind die Söhne RegUels, des Sohnes Esaw:
Der Aluf NaChat,
der Aluf SeRach,
der Aluf SchaMar,
der Aluf MiSah.
Dies sind die Alufim RegUels, im Land EDOM, die Söhne BaseMats, der Frau Esaw.
18 Und dies sind die Söhne OholiBhamahs, der Frau Esaws:
Der Aluf JeUsch,
der Aluf JaLam,
der Aluf KoRach.
Dies sind die Alufim OholiBhamahs, der Tochter ANahs, der Frau Esaws.
19 Dies sind die Söhne Esaws und dies ihre Alufim; er ist EDOM.
20 Dies sind die Söhne Seîrs, des Chori, die Besitzer des Landes: LoThan und SchoBhal und ZiBhon und ANah
21 und DiSchon und EZer und DiSchan. Dies sind die Alufim des Chori, die Söhne Seîrs im Land EDOM.
22 Und die Söhne LoTans waren: ChoRi und HejMam; aber die Schwester LoThans war TimNa.
23 Und dies sind die Söhne SchoBhals: AlWan und ManaChat und EjBhal, SchePho und ONam.
24 Und dies sind die Söhne ZiBhons: AJah und ANah; er ist der ANah, der die Wasseransammlungen in der Wüste fand, als er die Esel seines Vaters ZiBhon weidete.
25 Und dies sind die Söhne ANahs: DiSchon, und OholiBhamah, die Tochter ANahs.
26 Und dies sind die Söhne DiSchans: ChemDan und EschBan und JitRan und KeRan.
27  Und dies sind die Söhne EZers)': BilHan und Scha:eWan und EQan. )^
28 ist eine Wiederholung vom Vers 26 mit Erweiterung auf: Und dies sind die Söhne DiSchans: Uz und ARan.
29 Dies sind die Alufs des des ChoRi (Horiter):
Der Aluf LoThan,
der Aluf SchoBhal,
der Aluf ZiBhon,
der Aluf ANah,
30 der Aluf DiSchon,
der Aluf EZer,
der Aluf DiSchan,
Die sind die Alufim der Chori (Horiter), im Bezug auf ihre Eigenschaften im Land Seîr.
31 Und dies sind ihre Regenten, welche im Land EDOM regierten, vor dem Regieren eines Regenten der Söhne Jisraels (Jakobh).
32 Und in EDOM regierte BeLa, der Sohn BeOrs; und der Name seiner Stadt war DinHaBhah.
33 Und BeLa starb, an seiner Stelle regierte JoBhabh, der Sohn SeRachs aus BozRah.
34  Und JoBhabh starb, und an seiner Stelle regierte ChuScham, aus dem Land des TejMani (Temaniter).
35 Und ChuScham starb, und an seiner Stelle regierte HaDad, der Sohn BeDads, der Midian schlug im Feld (zu) MoAb, und der Name seiner Stadt war AWit.
36 Und HaDad starb, und an seiner Stelle regierte SamLah, aus MasReQah.
37 Und SamLah starb, und an seiner Stelle regierte SchaUL, aus ReChoBot an dem Strom.
38 Und SchaUL starb, und an seiner Stelle regierte BaAL ChaNan, der Sohn AkhBors.
39 Und BaAL ChaNan, der Sohn AkhBors starb, und an seiner Stelle regierte HaDar; und der Name seiner Stadt war Pa'gU. Und der Name seiner Frau war MeHejThabhEL (Mehetabel), die Tochter MaTrehds, der Tochter, der Tochter des Mej Shahabhs.
40 Und dies sind die Namen der Alufim Esaws, bezüglich deren Sippen und ihrer Orte und ihren  Namen:
Der Aluf TimNa,
der Aluf ALWah,
der Aluf JeTet,
41 der Aluf OholiBhama)"
der Aluf ELah,
der Aluf PiNon,
42 der Aluf QeNas,
der Aluf TejMan,
der Aluf MibhZar,
43 der Aluf MagDiEL,
der Aluf IRam.
Dies sind die Alufim EDOMS, bezüglich ihrer Wohnsitze im Land ihres Besitzes, er ist Esaw, der Vater EDOMs.

************************** Erklärungen *************************

)° EDOM -> Zugehöriger; deutsche gebräuchliche Bezeichnung: Edomiter -> Zugehöriger.
)² Die Gebräuche und Sitten der damligen Zeit müssen beachtet werden. Söhne der Schwiegertöchter wurden der Stammmutter zugerechnet, da BaseMat die Mutter RegUels war.
)³ hebr. Aluph -> im Sinne von voll Ausgebildeter, erfahrener Vertrauter. Hat nichts mit Eleph (1000) oder Fürsten zu tun.
Es kann sich aber auch um bewaffnete wehrfähige Männer handeln, die ihr Territorium verteidigen konnten.
Im Prinzip läßt sich dieses Wort nicht so einfach übersetzen, weil für deren Bandbreite an Bedeutungen es im Deutschen kein Wort gibt.
)' das Z wird im Hebräischen als S gesprochen.
)° Das Q wird im Hebräischen als K gesprochen.
: ein Doppelpunkt im Wort heißt: Trenne die Betonnung. Z.B. Scha-e-Wan!
)" OholiBhama war eine Frau Esaws. - Also ein Fehler des Schreibers der Masoreten.!

freily:
Kapitel 37

1 Und Jakobh wohnte im Land der Fremde seines Vaters, im Land Kanaan.
2 Dies sind die Geburtslininen Jakobhs: Joseph. Als Sohn von siebzehn Jahren wurde er Hirte des Kleinviehs, wie seine Brüder. Und er war als Jüngling inmitten den Söhnen BiLahs samt den Söhnen SilPhas, der Frauen seines Vaters. Und Joseph brachte ihr böses Gerede zu ihrem Vater.
3 Aber JisraEL liebte Joseph mehr, als alle seine Söhne, denn der Sohn des Alters war er ihm, und er machte ihm einen Umhang (Kaftan) mit Verzierungen.
4 Und als seine Brüder sahen, daß ihr Vater ihn mehr liebte, als alle seine Brüder, da hasten sie ihn und konnten nicht mit ihm in Frieden reden.
5 Und Joseph hatte einen Traum und erzählte ihn seinen Brüdern, da fügten sie noch hinzu, ihn (mehr) zu hassen.)*
6 Und er sprach zu ihnen: Hört doch diesen Traum, den ich träumte.
7 Seht, wir banden Bündel in mitten des Feldes, und da! Mein Bündel stand auf und es blieb auch noch aufgestellt, und euere Bündel umstellten es und verneigten sich zu meinem Bündel hin.
8 Da sprachen seine Brüder zu ihm: Willst du etwa über uns regieren oder über uns in diesem Gebiet herrschen? Und sie fügten noch (mehr) hinzu, ihn zu hassen aufgrund seiner Träume und seiner Worte.
9 Und er hatte noch einen anderen Traum und erzählte ihn auch seinen Brüdern und sprach: Ich hatte noch einen Traum: Die Sonne und der Mond und elf Sterne warfen sich huldigend vor mich hin.)x
10 Und er erzählte ihn seinem Vater und seinen Brüdern. Da schalt ihn sein Vater und sprach zu ihm: Was bedeutet dieser Traum, den du träumtest? Sollen wir zu dir kommen, ich und deine Mutter und deine Brüder um uns huldigend vor dir hinzuwerfen, erdwärts?
11 Und seine Brüder eiferten gegen ihn, sein Vater aber hütete diese Worte.

12 Und seine Brüder gingen, das Kleinvieh ihres Vaters bei ScheKhem (Sichem) zu hüten.
13 Da sprach JisraEL zu Joseph: Hüten nicht deine Brüder bei ScheKhem (das Vieh)? Geh, ich sende dich zu ihnen! da sprach er: Da bin ich.
14 Und er sprach zu ihm: Geh, und sehe nach dem Frieden (Wohlergehen) deiner Brüder und dem Frieden des Kleinviehs und komme zurück und berichte mir. Und so sandte er ihn aus der Tiefebene ChebRons (Hebron) und er kam gegen ScheKhem (Sichem).
15 Da fand in ein Mann, denn er irrte in der Gegend (umher) und der Mann fragte ihn: Was suchst du?
16 Und er sprach: Ich suche meine Brüder, sage mir doch, wo sie hier hüten.
17 Da sprach der Mann, sie zogen weg von hier, denn ich hörte sie sagen: Wir wollen nach DoTan gehen. Und Joseph ging seinen Brüdern nach und fand sie bei DoTan.
18 Und sie sahen in von Ferne und noch ehe er bei ihnen war, da erbitterten sie sich gegen ihn und planten ihn zu töten.
19 Und da sprachen die Brüder zu einander: Seht, der Inhaber der Träume kommt, dieser da!
20 Und nun gehen wir hin und bringen ihn um und werfen ihn in eine der Zisternen und sagen: Ein böses Tier fraß ihn. Dann wollen wir sehen, was aus seinen Träumen wird.
21 Und ReuBen hörte es und er rettete ihn vor ihnen und sprach: Wir erschlagen seine Seele nicht!
22 Und ReuBen sprach zu ihnen: Vergießt nicht das Blut! Werft ihn in eine Zisterne in der Wildnis, aber tötet ihn nicht. Er sprach das um ihn zu schützen vor ihrer Hand, und ihn dem Vater zurück zu bringen.
23 Und es war, als Joseph zu seinen Brüdern kam, da zogen sie Joseph seinen Umhang aus, den Umhang mit den Verzierungen mit dem er bekleidet war.
24 Und sie nahmen ihn und warfen ihn in die Zisterne; die Zisterne war aber leer und kein Wasser war in ihr.
25 Und sie setzten sich um Brot zu essen. Und sie erhoben ihre Augen und sahen eine Karawane der JischMelim (Ismaeliter) kam von GiLad, und ihre Kamele trugen Trakant und Baumharz und Balsamharz (Ladanum), und sie zogen dahin um es hinab zu bringen nach MizraJim (Ägypten).
26 Da sprach JehuDah zu seinen Brüdern: Was für ein Vorteil ist es, wenn wir unseren Bruder erschlagen und sein Blut bedecken?
27 Geht, wir verkaufen ihn den JischMelim, aber unsere Hand wende sich nicht gegen ihn, denn unser Bruder ist er, unser Fleich.
28 Da gingen Männer von Midian vorüber, Händler. Und sie zogen Joseph heraus aus der Zisterne, und sie verkauften Joseph den JischMelim für zwanzig Schekel Silber.
29 Und ReuBen kehrte zurück zu der Zisterne und sah, Joseph war nicht mehr in der Zisterne, da zerriß er seine Kleider.
30 Und er kehrte zurück zu seinen Brüdern und sprach: Der Junge ist nicht mehr da, ich aber, wohin soll ich gehen?
31 Da nahmen sie den Umhang Josephs und schächteten einen Ziegenbock und tauchten den Umhang in das Blut.
32 Und sie schickten den Umhang mit den Verzierungen zu ihrem Vater und ließen sagen: Den haben wir gefunden, untersuche ihn, ob es der Umhang deines Sohnes ist oder nicht.
33 Und er erkannte ihn und sprach: Der Umhang meines Sohnes ist er! Ein böses Tier zerriß und fraß ihn, Joseph wurde zerrissen.
34 Und Jakobh zerriß seine Kleider und legte Sackgewand um seine Lenden und trauerte viele Tage um seinen Sohn.
35 Und alle seine Söhne und alle seine Töchter erhoben sich um ihn zu trösten, er aber weigerte sich trösten zu lassen und sprach: Denn trauernd werde ich hinabsteigen zum Scheol. Und so beweinte ihn sein Vater.
36  Und die MeDanim verkauften ihn nach MizRajim (Ägypten) dem PontiPhar, einem Kämmerer des PharaOh, dem Fürst der Scharfrichter.)"

********************** Erklärungen *****************************

)* orientalische Redewendung beachten, denn sie verweist auf eine bewußte Handlung des Hassens. Bedeutung der negativen Steigerung des Gefühls wird hervor gehoben!
)x Sprache der Zweige: Sonne -> JisraEL; Mond -> seine Mutter, elf Sterne -> seine elf Brüder.
)" hebr. ThaBach -> wörtlich Schlächter. In allen anderen Vorkommen ist ein Angehöriger der Leibwache gemeint, denen vmtl. auch das Schlachten der Tiere oblag. Der Fürst oder Meister der Scharfrichter (1.Mo.40,4) hatte die Aufsicht über die Gefangenen und war für die Versorgung zuständig.

freily:
Kapitel 38

1 Und es war in jener Zeit, da zog YehuDah weg von seinen Brüdern und stieg hinab bis zu einem Mann, einem AduLami (Adullamiter), dessen Name war ChiRah.
2 Und YehuDah sah dort die Tochter eines Mannes, eines Kanaani, und sein Name war SchuA, und er nahm sie und ging zu ihr ein.
3 Und sie wurde schwanger und gebar einen Sohn; und er rief seinen Namen: Er.
4 Und sie wurde nochmals schwanger und gebar einen Sohn; und sie rief seinen Namen: Onan.
5 Und abermals wurde sie schwanger und gebar einen Sohn; und sie rief seinen Namen: ScheLah. Aber YehuDah war in KeSiw, als sie ihn gebar.
6 Und YehuDah nahm eine Frau dem Er, seinem erstgeborenen Sohn, und ihr Name war: TaMar.
7 Und es war, daß Er, der erstgeborene YehuDahs, böse war in den Augen YHVHs, und YHVH ließ ihn sterben.
8 Da sprach YehuDah zu Onan: Gehe ein zu der Frau deines Bruders und eheliche sie als Schwager und laß Nachkommen entstehen deinem Bruder.
9 Als aber Onan erkannte, daß die Nachkommen nicht ihm gehören würden, so ließ er wiederholt seinen Samen zu Boden fallen, wenn er zur Frau seines Bruders einging und verwehrte seinem Bruder die Nachkommen.
10 Und es war Übel in den Augen YHVHs, was er tat, und ließ auch ihn noch sterben.
11 Da sprach JehuDah zu seiner Schwiegertochter TaMar: Wohne als Witwe im Haus deines Vaters, bis mein Sohn ScheLah groß geworden ist. Denn er sprach zu sich selbst: Daß nicht auch er noch sterbe wie seine Brüder. So ging TaMar und wohnte im Haus ihres Vaters.
12 Und die Tage mehrten sich, da starb die Tochter SchuAs, die Frau YehuDahs. Und YehuDah wurde getröstet und stieg zu seinen Scherern des Kleinviehs hinauf, er und ChiRa sein Weggefährte)* nach TimNah zu.
13 Und der TaMar wurde berichtet: Da! Dein Schwiegervater steigt hinauf nach TimNah zu, sein Kleinvieh zu scheren.
14 Da legte sie von sich ab die Bekleidung der Witwenschaft und bedeckte sich mit einem Überwurf )° und verfärbte sich)" und sie setzte sich an die Öffnung EjnaJims, das am Weg nach TimNah liegt, denn sie sah, daß ScheLah groß geworden war und sie ihm nicht zur Frau gegeben worden war.
15 Und YehuDah sah sie und hielt sie für eine Hure, denn sie hatte ihr Gesicht bedeckt.
16 Und er begab sich zu ihr an den Weg und sprach: Gewähre mir, daß ich mit dir Übereinkomme! Denn er erkannte nicht, daß sie seine Schwiegertochter war. Sie aber sprach: Was gibst du mir, wenn du zu mir eingehst?
17 Da sprach er: Ich werde dir ein Ziegenböcklein senden von dem Kleinvieh. Da sprach sie: Wenn du mir ein Pfand gibst, bist du es sendest.
18 Da sprach er: Was für ein Pfand soll ich dir geben? Und sie sagte: Dein Siegel und deinen Schnürgürtel und deinen Stab in deiner Hand. Und er gab es ihr und ging zu ihr ein, und sie wurde schwanger von ihm.
19 Und sie stand auf und legte den Überwurf ab und bekleidete sich wieder mit den Gewändern ihrer Witwenschaft.
20 YehuDah aber sandte das Ziegenböcklein durch die Hand seines Weggefährten, dem AduLami, um die Pfandgegenstände zu nehmen aus der Hand der Frau, aber er fand sie nicht.
21 Da fragte er die Männer des Ortes: Wo ist die Hurereigeweihte des Ortes? Die an dem Weg nach EjnaJim war? Sie aber sprachen: In diesem Ort gibt es keine Hurereigeweihte.
22 Da kehrte er zu YehuDah zurück und sprach: Ich fand sie nicht und auch die Männer des Ortes sprechen: In diesem Ort gibt es keine Hurereigeweihte.
23 Da sprach YehuDah: Sie soll es sich nehmen, damit wir nicht verachtet werden, denn ich habe das Böcklein gesandt und du hast sie nicht gefunden.
24 Und es war nach etwa drei Neumonden, da wurde YehuDah berichtet: Deine SchwiegertochterTaMar hurte und sie wurde dabei auch schwanger wegen der Hurerei. Da sprach YehuDah, bringt sie hinaus, so daß sie verbrannt wird.
25 Als sie hinaus gebracht wurde, da sandte sie zu ihrem Schwiedervater YehuDah und ließ sagen: Von dem Mann dem dieses gehört, wurde ich schwanger. und sie sprach weiter: Untersuche doch wem das Siegel, der Schnürgürtel und der Stab gehört?
26 Und YehuDah erkannte diese (Dinge) und sprach: Sie ist noch Gerechter als ich, deswegen, weil ich ihr meinen Sohn ScheLah nicht gegeben habe. Und in Zukunft erkannte)^ er sie nicht mehr.
27 Und es war in der Zeit des Gebärens, da waren Zwillinge in ihrem Bauch!
28 Und es war während des Gebärens, da streckte einer die Hand heraus und die Hebamme knüpfte einen gefärbten Faden um seine Hand und sprach: Dieser kam zuerst.
29 Und es war, daß dieser seine Hand zurück zog und sein Bruder kam heraus und sie sprach: Was für einen Riß hast du gerissen? Und man gab ihm den Namen Perez! (-> Breschung).
30 Und danach kam sein Bruder heraus, an dessen Hand der gefärbte Faden war; und man rief seinen Namen: SeRach. (-> Aufgehen, gleich einer Sonne).

************************** Erklärungen **************************************

)* hebr. Re´a -> wörtlich Mitbehirter, also einer der das selbe tut und den selben Weg hat. Leitet sich vom Wort RaAh ab -> Behirten.
)° kein Schleier, sondern ein Kaftan mit Kapuze, wie sie bei Sandstürmen getragen werden.
)" das Naturfärbemittel Henna war damals schon bekannt als Haarfärbemittel.
)^ "erkennen" ist eine Umschreibung des Beischlafes, nicht des wirklichen Kennens.

freily:
Kapitel 39

1 Und Joseph war nach Mizrajim (Ägypten) hinab geführt worden. Und PontiPhar, ein Kämmerer des Pharao, der Fürst der Scharfrichter, erwarb ihn aus den Händen der Ismaeliter, die ihn dorthin brachten.
2 Aber YHVH war mit Joseph und er wurde ein Mann dem alles gelang im Hause seines Herrn, dem Ägypter.
3 Und als sein Herr sah, daß YHVH mit ihm war, und alles was er auch tat YHVH ihm gelingen ließ in seiner Hand,
4 da fand Joseph Gnade in seinen Augen und erhob (beamtete)* ihn und bestimmte ihn über sein Haus und alles was sein war, daß gab er in seine Hand.
5 Und es war: Seitdem er ihn erhoben hatte in seinem Haus und über alles was sein war, da segnete YHVH das Haus des Ägypters wegen Joseph und die Segnung YHVHs wurde in allem was sein war im Haus und im Feld.
6 Und er ließ alles was sein war in der Hand Josephs und um nichts kümmerte er sich, als nur um sein Brot welches er aß. Und Joseph wurde ein Ansehnlicher und ein Schöner im Aussehen.
7 Und es geschah nach diesen Dingen, da erhob die Frau seines Herrn ihre Augen zu Joseph und sprach: Liege bei mir!
8 Er aber weigerte sich und sprach zu der Frau seines Herrn: Mein Herr kümmert sich um nichts bei mir, was auch im Hause ist und alles was sein ist, daß gab er mir in meine Hand.
9 Keiner ist größer in diesem Haus, als ich, und nichts hielt er zurück vor mir, sondern nur dich, weil du seine Frau bist. Und wie sollte ich dieses große böse Unrecht tun und verfallen in Sünde zu meinem EloHim.
10 Und es war, als sie auf Joseph einredete Tag für Tag, da hörte er ihr nicht mehr zu, neben ihr zu liegen, um mit ihr zusammen zu sein.
11 Da geschah es an einem solchen Tag, da kam er in das Haus um seinen Auftrag zu erfüllen und keiner von den Männern des Hauses war dort,
12 da ergriff sie ihn an seinem Gewand und sprach zu ihm: Liege bei mir! Er aber ließ sein Gewand)** in ihrer Hand und floh (vor ihr) und ging nach draußen.
13 Und es war: Als sie sah, daß er sein Gewand in ihrer Hand gelassen hatte und nach draußen geflohen war,
14 da rief sie nach den Männern des Hauses und sprach zu ihnen: Er brachte zu uns einen Mann, einen IbhRi )², mit uns Mutwillen zu treiben. Er kam zu mir um bei mir zu liegen, aber ich rief mit großer Stimme.
15/16 Und es war, als er hörte, daß ich meine Stimme erhob und rief, da ließ er sein Gewand neben mir und floh und ging hinaus nach draußen. Und sie ließ sein Gewand neben sich, bis sein Herr zu seinem Haus kam.
17 Da sagte sie zu ihm entsprechend den vorigen Worten: Der Diener, der IbhRi, den du zu uns gebracht hast, kam zu mir um mit mir seinen Mutwillen zu treiben.
18 Und es geschah, als ich meine Stimme erhob und rief, da ließ er sein Gewand neben mir und floh nach draußen.
19 Und es geschah, als sein Herr die Worte seiner Frau hörte, die mit ihm redete und sprach: Entsprechend diesen Worten tat mir dein Diener, da entbrannte seine Wut.
20 Und Josephs Herr nahm ihn und und brachte ihn ins Bejt Ha-SoHar)³, an den Ort, wo die Gefangenen des Regenten gebunden waren, und er war dort im Gefängnis.
21 Aber YHVH war mit Joseph und er streckte seine Huld zu ihm aus und gab ihm Gnade in die Augen des Fürsten des Gefängnisses.
22 Und der Fürst des Gefängnisses gab (an Joseph), daß alle Gefangenen, welche im Gefängnis waren und alles was man dort tat, das durfte er veranlassen.
23 Und der Fürst des Gefängnisses sah nicht nach dem Geringsten, das in seiner Hand war, denn YHVH war mit ihm (Joseph). Und was er auch tat, ließ YHVH gelingen.


*************************** Erklärungen ********************

)* machte ihn zum 2. Beamten nach ihm selbst in seinem Haus. (sinngemäß betrachtet).
)** vmtl. nur ein Teilstück.
)² sprich Iwri, ins Deutsche transkribiert Hebräer. Deshalb heißt die Landessprache: Iwrit.
)³ Haus der halbmondförmigen Umzwingung -> kurz: Gefängnis.

freily:
Kapitel 40

1 Und es war nach diesen Vorkommnissen, da mißachteten)* der Mundschenk und der Bäcker des Regenten zu ihrem Herrn hin, dem Regenten MizraJim (Ägypten).
2 Und der Pharao ergrimmte über seine beiden Kämmerer, den Fürsten der Mundschenke und den Fürsten der Bäcker.
3 Und er gab sie in Gewahrsam in das Haus SoHar (Gefängnis), an den Ort, wo Joseph als Gefangener war.
4 Und der Fürst der Scharfrichter ordnete ihnen Joseph zu als Aufseher)** und sie waren einige Tage zusammen in Gewahrsam.
5 Und sie beide träumten einen Traum, jeder seinen Traum in einer Nacht, jeder entsprechend der Deutung seines Traumes, der Mundschenk und der Bäcker des Regenten von MizraJim, die als Gefangene im Gefängnis waren.
6 Und Joseph kam zu ihnen am Morgen und sah sie aufgelöst außer sich.
7 Und er fragte die Kämmerer des Pharao, die bei ihm waren in der Gefangenschaft, dem Haus seines Herrn: Weshalb sind euere Gesichter zerknirscht am heutigen Tag?
8 Da sprachen sie zu ihm: Einen Traum hatten wir, und da ist keiner der in deuten kann. Da sprach Joseph zu ihnen: Sind nicht dem EloHim die Deutungen? Erzählt es mir doch.
9 Da erzählte der Mundschenk seinen Traum dem Joseph und sprach zu ihm: Ein Rebstock vor meinem Gesicht.
10 Und am Rebstock drei Reben und er war sprießend. Seine Ranke stieg hinauf, seine Traubenbüschel reiften.
11  Und der Becher des Pharao war in meiner Hand und ich nahm die Trauben und preßte sie in den Becher des Pharao aus und gab den Becher auf die Handfläche des Pharao.
12 Da sprach Joseph zu  ihm: Dies ist seine Deutung: Die drei Reben,  drei Tage sind sie.
13 Nach den drei Tagen erhebt der Pharao dein Haupt und läßt dich zurückkehren in deinen Stand, und du gibst dem Pharao den Becher in die Hand gemäß der anfänglichen Bestimmung, als du sein Mundschenk wurdest.
14 Wenn du dann meiner gedenkst bei dir, so wie es dir wohl ergeht, so mögest du doch Huld an mir tun und meiner Gedenken bei dem Pharao und mich herausholen aus diesem Haus.
15 Denn gestohlen wurde ich, gestohlen aus dem Land der IbhRim (IwRim->Hebräer) und auch hier tat ich nichts, daß sie mich legten in die Zisterne und in dieses Gefängnis.
16 Und als der Fürst der Bäcker sah, daß er gut gedeutet hatte, da sprach er zu Joseph: In meinem Traum sah ich da, drei Flachkörbe mit Weißbrot auf meinem Haupt.
17 Und in dem obersten Flachkorb war von jeder Speise des Pharao Backwaren des Bäckers und Vögel kamen und fraßen sie aus dem Korb von meinem Haupt weg.
18 Da antwortete Joseph und sprach: Dies ist seine Deutung: Die drei Flachkörbe, drei Tage sind sie.
19 Nach den drei Tagen erhebt der Pharao dein Haupt, von dir weg und hängt dich an einem Baum auf und die Vögel fressen dein Fleisch von dir weg.
20 Und es war im dritten Tag des Geburtstages des Pharao, da machte er ein Trinkmahl für seine alle seine Diener und er erhob das Haupt des Fürsten der Mundschenke und das Haupt des Fürsten der Bäcker inmitten seiner Diener.
21 Und er ließ zurückkehren den Fürsten der Mundschenke über seinen Getränkevorrat, so daß er den Becher auf die Handfläche des Pharao gab.
22 Aber den Fürsten der Bäcker hängte er, so wie es ihnen der Joseph gedeutet hatte.
23 Aber der Fürst der Mundschenke dachte nicht an Joseph und vergaß ihn.


*********************** Erklärungen **************************

)* vermutlich Unterlassungsfehler.
)** wörtlich: und er amtete ihnen -> bedeutet Verwalten und kein Dienen wie in manchen Übersetzungen.

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