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1. Bereschit בראשית - Genesis
freily:
Kapitel 41
1 Und es war im Enden eines Doppeljahres an Tagen, da träumte der Pharao: Er stand da am Fluß.
2 Und da aus dem Fluß stiegen sieben Jungkühe herauf, schöne im Aussehen und wohlgenährte des Fleisches und sie weideten im Riedgras.
3 Und da! Sieben andere Jungkühe stiegen nach ihnen herauf, die häßlich im Aussehen waren und dürr im Fleisch waren und sie standen neben den Jungkühen am Gestade des Flußes.
4 Und die Jungkühe des häßlichen Aussehens und dürrem Fleisch fraßen die sieben Jungkühe des schönen und wohlgenährten Aussehens. Da wachte der Pharao auf.
5 Und er schlief wieder ein und träumte ein zweitesmal, und da stiegen hoch, sieben Halm-Ähren an einem Strohhalm, wohlgenährte und gute.
6 Und er sah: Sieben Halm-Ähren sprießen da nach ihnen, dünne und vom Ostwind ausgedörrte.
7 Und die dünnen ausgedörrten Halm-Ähren verschlangen die sieben wohlgenährten und gefüllten Ähren. Da wachte der Pharao auf und siehe, es war ein Traum.
8 Und es war im Morgen, da wurde sein Geist unriuhig und er rief und schickte nach allen Zeichenkundigen Ägyptens und nach allen Weisen. Und der Pharao zählte ihnen den Traum auf, aber da war keiner, der dies dem Pharao deuten konnte.
9 Da redete der Fürst der Mundschenke mit dem Pharao und sagte: An meine Verfehlungen denke ich am heutigen Tag:
10 Der Pharao war einst sehr erzürnt über seine Diener und gab mich in die Obhut des Hauses des Fürsten der Scharfrichter, mich und den Fürsten der Bäcker.
11 Und wir träumten in jener Nacht, ich und er, ein jeder träumte nach seiner Bedeutung seinen Traum.
12 Und dort war mit uns ein Jüngling, ein IwRi, ein Diener des Fürsten der Scharfrichter, und wir erzählten es ihm.
13 Und so wurde es: So wie er ihn uns deutete, so wurde es: Mich ließ man zurückkehren in meinen Stand und ihn hängte man auf.
14 Da sandte der Pharao und lies Joseph rufen, da ließen sie ihn aus dem Gefängnis frei und er schor sich und wechselte seine Kleider und kam zum Pharao.
15 Und der Pharao sprach zu Joseph: Einen Traum hatte ich, aber da ist keiner der ihn deuten könnte, und ich hörte über dich sprechen: Sobald du einen Traum hörst, vermagst du ihn zu deuten.
16 Da antwortete Joseph dem Pharao und sagte: Meine Deutung ist es nicht, EloHim wird antworten zum Frieden des Pharao.
17 Da antwortete der Pharao zu Joseph und sagte: In meinem Traum, da stand ich am Gestade des Flußes,
18 und da aus dem Fluß stiegen sieben Jungkühe herauf, wohlgenährt im Fleisch und schön im Aussehen und sie weideten im Riedgras.
19 Und da stiegen andere sieben Jungkühe nach ihnen herauf, ärmliche und überaus böse im Ansehen und mager im Fleisch und nichts vergleichbares sah ich bezüglich ihrer Bosheit.
20 Und die mageren bösen Jungkühe fraßen die sieben anfänglichen Jungkühe, die wohlgenährten.
21 Und sie wurden einverleibt, aber man konnte nichts erkennen, daß sie einverleibt wurden und ihr Aussehen war weiterhin böse, so wie im Beginn. Und ich wachte auf.
22 Und ich sah (noch) einen Traum, und da waren sieben Ähren, die sproßen empor an einem Halm die gefüllt und gut waren.
23 Und da waren sieben Ähren an bizarren dürren Halmen, vom Ostwind gedörrte und sproßen nach ihnen.
24 Und die dünnen Ähren verschlangen die sieben guten wohlgenährten Ähren. Und ich sprach davon zu den Zeichenkundigen, aber da war keiner der deuten konnte.
25 Da sprach Joseph zu dem Pharao: Der Traum des Pharo ist ein einziger. Daß was der EloHim tun wird, das berichtete er dem Pharo damit.
26 Die sieben guten Jungkühe, sieben Jahre sind sie. Und die sieben guten Ähren, sieben Jahre sind sie; ein einziger Traum ist es.
27 Und die sieben Jungkühe, die mageren und häßlich bösen Jungkühe, die nach ihnen heraufsteigen, sieben Jahre sind auch sie und so auch die sieben dürren Ähren, die vom Ostwind gedörrten, es werden sieben Jahre des Hungers.
28 Dies ist das Wort, welches ich dem Pharao gesagt habe: Das, was EloHim tun wird, ließ ER dem Pharao sehen.
29 Da kommen sieben Jahre, die großen Überfluß im ganzen Land MizraJim bringen werden.
30 Aber nach ihnen werden sieben Jahre des Hungers kommen und vergessen wird all der Überfluß sein im Land Ägypten.
31 Und man wird nichts mehr erkennen von dem Überfluß und dem Sattsein auf der Oberfläche des Landes, denn überaus schwer wird der Hunger danach sein.
32 Und aufgrund dessen, daß der Traum dem Pharao doppelt wiederholt wurde, bestätigt, das EloHim die Sache bereitet und EloHim schnell sein wird dies zu tun.
33 Und nun sehe der Pharao nach einem verständigen und weisen Mann und setze ihn über das Land Ägypten.
34 So tue der Pharao und er bestimme Obere über das Land und er nehme ein füntel des Ertrages als Steuer ein in den sieben Jahren des Überflußes.
35 Und sie sollen sammeln jede (Art) Speise in diesen guten Jahren und sie sollen Getreide auftürmen unter der Hand des Pharaos zur Speise in den Städten und es dort hüten.
36 So sollen die gesammelten Speisen die Nahrungsrationen für die sieben Jahre des Hungers im Land Ägypten werden, so daß das Land nicht zugrunde geht infolge des Hungers.
37 Und das Wort gefiel in den Augen des Pharao sehr gut und in den Augen aller seiner Diener.
38 Und der Pharao sprach zu seinen Dienern: Finden wir einen wie diesen einen Mann hier, in dem der Geistwind des ELoHim ist?
39 Und der Pharao sprach zu Joseph: Nachdem dich EloHim erkennen ließ all jenes hier, da ist keiner verständiger und weiser als du.
40 Du wirst über mein Haus sein und auf deinen Befehl deines Mundes wird mein Volk dir huldigen, nur in bezug auf meinen Thron will ich größer sein als du.
41 Und der Pharao sprach zu Joseph: Sehe, ich erhebe dich über das ganze Land Ägypten.
42 Und der Pharao nahm seinen Siegelring von seiner Hand und gab ihn in die Hand Josephs und er bekleidete ihn mit den Gewändern aus sechsfädigem Stoff und legte das goldene Stickband um seinen Hals.
43 Und er ließ ihn fahren auf dem zweiten Wagen welcher ihm nun gehörte und man rief ihn ansehend: Knie gebeugt! So übergab er ihn alles Land Ägypten (MizraJim).
44 Und der Pharao sprach zu Joseph: Ich bin der Pharao, aber ohne deine Zustimmung soll kein Mann seine Hand oder seinen Fuß erhöhen im ganzen Land Ägypten.
45 Und der Pharao rief den Namen Josephs: Zaphenat Pa Neach )° und er gab ihm AseNat, die Tochter des PotiPheras, des Priesters von ON zur Frau. Und dann zog Joseph über das Land Ägypten.
46 Und Joseph war ein Sohn von dreißig Jahren, als er vor dem Pharao stand, dem Regenten ganz Ägyptens. Und Joseph ging weg vom Pharao und ging über alles Land Ägyptens.
47 Und das Land gab Ertrag in den sieben Jahren der Sättigung in Überfülle und man hatte übermäßig viel.
48 Und er sammelte alle (Arten) Speisen der sieben Jahre welche im Land Ägypten wuchsen und gab die Speisen in die Städte aus der jeweiligen Umgebung, die um sie lag.
49 Und Joseph türmte Getreide auf wie den Sand des Meeres, eine überaus große Menge, bis er abließ zu zählen, denn es gab keine Zahl dafür.
50 Und dem Joseph wurden zwei Söhne geboren noch ehe das Jahr des Hungers kam, welche ihm AseNat gebar, die Tochter PotiPheras, des Priesters von ON.
51 Und Joseph rief den Namen des Erstgeborenen: MeNascheh (Manasse), denn EloHim enthob mich von all meinen Mühen und vom Hause meines Vaters.
52 Und den Namen des zweiten Sohnes rief er: EphraJim; den fruchtbar machte mich EloHim im Land meiner Demütigung.
53 Und es endeten die sieben Jahre des Überflußes, welche im Land Ägyptens waren,
54 und es begannen die sieben Jahre des Hungers zu kommen, so wie Joseph gesprochen hatte. Und in all den Ländern ringsum war der Hunger, aber im Land Ägypten, da war Brot.
55 Und das ganze Land Ägypten hungerte, und das Volk schrie zum Pharao wegen dem Brot. Da sprach der Pharao zu den Ägyptern: Geht zum Joseph, was er zu euch sagt, das tut ihr.
56 Und der Hunger war auf der ganzen Oberfläche der Erde und Joseph öffnete alles worin etwas (Speise) war und verkaufte es den Ägyptern. Und der Hunger hielt an in Ägypten.
57 Und alle der Erde kamen nach Ägypten zu Joseph um zu kaufen, denn der Hunger hielt an auf der Erde.
*************** Erklärungen **************
)° Übs. Verwahrer (der Siegelverwahrer war in Ägypten der 2. Mann nach dem Pharao).
freily:
Kapitel 42
1 Und als Jakobh sah, daß Eßbares in Ägypten zu kaufen war, da sprach Jakobh zu seinen Söhnen: Warum seht ihr euch an?
2 Und er sprach: Ich hörte da, daß es Eßbares in Ägypten gibt. Steigt dorthin hinab und kauft dort für uns, damit wir am Leben bleiben und nicht sterben.
3 Da stiegen die zehn Brüder Josephs hinab um Korn zu kaufen aus Ägypten.
4 Aber BinJamin, den jüngsten Bruder Josephs, sandte Jakobh nicht mit den Brüdern, denn er sagte sich: Daß ihm nicht ein Unfall geschehe.
5 Und so kamen die Söhne Jisraels inmitten der Ankommenden, um Korn zu kaufen, denn der Hunger war im Land Kanaan.
6 Und Joseph war der Machthaber über das Land, er war es, der jedem Volk das Korn verkaufte. Und die Brüder Josephs kamen und warfen sich vor ihm hin zur Erde.
7 Und Joseph sah seine Brüder und erkannte sie, er aber machte sich für sie unkenntlich und sprach hart mit ihnen und sprach: Woher kommt ihr? Und sie sprachen: Aus dem Land Kanaan um Speisen zu kaufen.
8 Und Joseph erkannte seine Brüder, sie aber, sie erkannten ihn nicht.
9 Da gedachte der Joseph seiner Träume, welche er sie betreffen geträumt hatte und sprach zu ihnen: Kundschafter seid ihr! Die Blöße des Landes zu sehen seid ihr gekommen.
10 Sie aber sprachen zu ihm: Es ist nicht so mein Herr! Deine Diener kamen, um Speisen zu kaufen.
11 Wir alle sind Söhne eines Mannes, Rechtschaffend sind wir. Wir, deine Diener wurden nicht zu Kundschaftern.
12 Er aber sprach zu ihnen: Nein, die Blöße des Landes zu sehen seid ihr gekommen.
13 Da sprachen sie: Wir, deine Diener sind zwölf Brüder, Söhne eines Mannes aus dem Land Kanaan und der kleinste ist bei seinem Vater bis heute und der andere ist nicht mehr da.
14 Aber Joseph sprach zu ihnen: Es ist wie ich zu euch sagte und sprach: Kundschafter seid ihr!
15 Darin sollt ihr geprüft werden, bei dem Lebenden des Pharao, wehe, wenn ihr von da hinaus geht, es sei denn, euer kleinster Bruder kommt hieher.
16 Sendet einen von euch, so daß er eueren Bruder hole! Ihr aber sollt gefangen sein und so werden euere Worte geprüft, ob die Wahrheit in euch ist, und wenn nicht - bei dem Lebenden des Pharao, dann seid ihr Kundschafter!
17 Und er nahm sie in Gewahrsam, drei Tage.
18 Und Joseph sprach zu ihnen in dem dritten Tag. Tut dies und bleibt leben! Ein Elohim Fürchtender bin ich.
19 Wenn ihr Rechtschaffende seid, so werde einer euerer Brüder gebunden im Haus des Gewahrsams bleiben, ihr aber geht und bringt die Ware wegen des Hungers in euer Haus.
20 Aber eueren kleinsten Bruder bringt ihr zu mir, so daß euere Worte vertrauend sind und ihr nicht sterbt. Und sie taten es so.
21 Da sprachen sie jeder zu seinem Bruder: Fürwahr, wir sind Schuldige gegenüber unseren Bruder, dessen Seelenbedrängnis wir sahen und uns um Gnade anflehte, aber wir hörten nicht auf ihn, deswegen kommt diese Bedrängnis zu uns.
22 Und ReuBhen antwortete ihnen und sagte: Habe ich nicht zu euch gesagt: Verfehlt euch nicht gegen den Knaben, aber ihr hörtet nicht und sein Blut wird jetzt von uns gefordert.
23 Sie aber erkannten nicht, daß Joseph sie verstand, denn der Dolmetscher war zwischen ihnen.
24 Und er drehte sich um von ihnen und weinte. Und er kehrte zurück zu ihnen und nahm SchiMon von ihnen weg und band ihn vor ihren Augen.
25 Und Joseph gebot, daß man ihre Gefäße fülle mit Korn und gebot, daß man ihr Silber zurück gebe in den Packen von jedem und ihnen Wegzehrung mitgebe. Und man tat es so.
26 Und sie hoben ihre Waren auf ihre Esel und gingen von dort weg.
27 Und einer öffnete seinen Sack um Futter seinem Esel zu geben in dem Nachtlager und sah sein Silber, und da war es in der Öffnung seines Packens.
28 Und er sprach zu seinen Brüdern: Zurück gegeben wurde mein Silber, seht, es ist noch in meinem Packen. Da entglitt ihnen das Herz und sie zitterten und jeder sagte zu seinem Bruder: Was ist das, was EloHim uns da getan?
29 Und sie kamen zu ihrem Vater Jakobh im Land Kanaan und berichteten ihm, was ihnen alles geschah und sprachen:
30 Der Mann, der Herr des Landes sprach hart mit uns und gab uns als Kundschafter dieses Landes aus.
31 Und wir sagten zu ihm: Redliche Männer sind wir, und wir waren nie jemals Kundschafter.
32 Zwölf Brüder sind wir, Söhne unseres Vaters; der eine, der ist nicht mehr da, und der Jüngste ist am heutigen Tag mit unserem Vater im Land Kanaan.
33 Aber der Mann, der Herr des Landes sprach zu uns: Daran werde ich erkennen, daß ihr Redliche seid: Einen eueren Brüder lasst bei mir, und wegen des Hungers in eueren Häusern, nehmt (das Getreide) und geht,
34 aber bringt eueren jüngeren Bruder zu mir, so erkenne ich, daß ihr keine Kundschafter, sondern Redliche seid. Dann werde ich euch eueren Bruder zurück geben und ihr könnt Handel treiben in dem Land.
35 Und es geschah, als sie ihre Packen entleerten, da war bei jedem seine Börse mit dem Silber in den Säcken, und sie sahen die Börsen mit dem Silber und sie und ihr Vater fürchteten sich.
36 Da sprach ihr Vater Jakobh zu ihnen: Der Kinder beraubt ihr mich, Joseph - er ist nicht mehr da, und Schimon - ist nicht mehr da, und BenjaMin wollt ihr mitnehmen. Das alles kommt über mich?
37 Aber ReuBen sprach zu seinem Vater und sagte: Meine zwei Söhne darfst du töten, wenn ich ihn nicht wieder zurück bringe. Gib ihn mir in meine Hand, und ich bringe ihn dir zurück.
38 Er aber sprach: Mein Sohn steigt nicht mit euch hinab, denn sein Bruder starb und er allein bleibt mir. Begenet ihm ein Unfall auf dem Weg auf den ihr geht, so bringt ihr mein Ergrautes aus Kummer in den Scheol hinab.
freily:
Kapitel 43
1 Der Hunger aber war schwer im Land. Und es war:
2 Als sie alles verzehrt hatten, was sie gekauft hatten an Nahrung, welches sie aus MizraJim mitbrachten, da sprach ihr Vater zu ihnen:Kehrt zurück und kauft für uns ein wenig Nahrung.
3 Da sprach Jehuda zu ihm und sagte: Der Mann hat uns gegenüber bezeugen lassen, daß wir sein Angesicht nicht sehen, wenn unser (jüngster) Bruder nicht mit uns wäre.
4 Wenn du unseren Bruder mitsamt uns sendest, so wollen wir hinabsteigen und dir Nahrung kaufen,
5 wenn du aber ihn nicht sendest, so steigen wir nicht hinab, denn der Mann sprach zu uns: Mein Angesicht dürft ihr nicht sehen, wenn ihr ohne eueren Bruder kommt.
6 Und JisraEL sprach: Warum habt ihr mir das Leid zugefügt und dem Mann berichtet, daß ihr noch einen Bruder habt?
7 Sie aber sprache: Befragt hatte uns der Mann betreffend unserer Verwandschaft und sprach: Ist euer Vater noch am Leben? Und habt ihr noch einen Bruder? Da berichteten wir ihn den (wahren) Sachverhalt. Konnten wir wissen, daß er sagen würde: Bringt eueren Bruder herab?
8 Da sprach Jehuda zu JisraEL, seinem Vater: Entsende den Jungen mit mir, so wollen wir aufstehen und gehen, so daß wir leben und nicht sterben müssen, weder du, noch wir, noch unsere Kinder.
9 Ich bürde dir für ihn. Von meiner Hand forderst du ihn, wenn ich ihn nicht zu dir bringe und dir hinstelle vors Angesicht, so will ich alle Tage dir schuldig sein.
10 Denn wenn wir nicht gezögert hätten, ja denn, wir wären schon zweimal zurück gekehrt.
11 Da sprach JisraEL, ihr Vater zu ihnen: Wenn es denn so ist, dann tut folgendes: Nehmt von der Edelfrucht des Landes mit in eueren Gefäßen und bringt dem Mann ein Geschenk hinab, ein wenig Mastix und ein wenig Honig, Tragant, und Ladanum, Pistazien und Mandeln.
12 Und nehmt in euerer Hand das doppelte an Silber mit, das zurückgebrachte Silber in den Packen, vielleicht war es ein Irrtum.
13 Und nehmt eueren Bruder und steht auf und kehrt zurück zu dem Mann.
14 Und der EL SchaDaj)* gebe euch Erbarmen vor dem Angesicht des Mannes, so daß er euch eueren zurückbehaltenen Bruder und BenjaMin zurück gibt. Und ich, so wie ich der Kinder beraubt bin, so bin ich der Kinder beraubt.
15 Da nahmen die Männer die Geschenke und das doppelte an Silber mit in ihre Hand und BenjaMin, und sie standen auf und zogen hinab nach MizraJim (Ägypten). Und traten so vor Joseph.
16 Und Joseph sah BenjaMin mit ihnen und sprach zu dem Obersten seines Hauses: Bringe diese Männer in das Haus und richte was zum Schlachten und bereite es, denn mit mir werden sie Essen im Mittag.
17 Und der Mann tat, so wie es Joseph ihm gesprochen hatte, und der Mann brachte die Männer ins Haus Josephs.
18 Und die Männer fürchteten sich, weil sie ins Haus Josephs gebracht wurden und sprachen: Aufgrund der Sache mit dem Silber, das am Anfang wieder in unseren Packen war, werden wir hierher gebracht, daß man sich auf uns stürzt und uns zu Dienern macht samt unseren Eseln.
19 Und sie gingen zu dem Mann, der über das Haus Josephs gesetzt war und sprachen zu ihm vor der Tür des Hauses:
20 Bitte mein Herr! Herab gekommen sind wir im Anfang um Nahrung zu kaufen.
21 Und es geschah, als wir zum Nachtlager kamen und unsere Packen öffneten, da war jedem sein Silber im Bereich der Öffnung seines Packens. Und nun brachten wir es zurück.
22 Auch anderes Silber brachten wir mit herab in unserer Hand, um Nahrung zu kaufen. Wir wissen nicht, wer uns das Silber wieder hinein legte in unsere Packen.
23 Und er sprach: Friede ist euch, fürchtet euch nicht. Euer EloHim und der ELoHim eueres Vaters gab euch einen Schatz in die Packen. Euer Silber habe ich bekommen, und er ließ SchiMon zu ihnen hinausgehen.
24 Und der Mann brachte die Männer ins Haus Josephs und gab ihnen Wasser und sie badeten ihre Füße, und er gab ihren Eseln das Futter.
25 Und sie bereiteten die Geschenke vor, bis zum Kommen Josephs im Mittag, denn sie hatten gehört, daß sie dort Brot essen werden.
26 Und als Joseph in das Haus kam, da brachten sie ihm die Geschenke, welche in ihrer Hand waren, in das Haus und warfen sich vor ihm auf die Erde.
27 Und er fragte sie bezüglich des Friedens und sprach: Ist Frieden euerem Vater, von welchem ihr gesprochen habt? Lebt er noch?
28 Und sie sagten: Friede ist deinem Diener, unseren Vater und er ist am Leben.
29 Und er hob seine Augen und sah seinen Bruder BenjaMin, den Sohn seiner Mutter und sprach: Ist dieser euer jüngster Bruder, von dem ihr zu mir gesprochen habt? Und er sprach: EloHim begnade dich, mein Sohn.
30 Und Josef ging schnell weg, denn seine Gefühle zu seinem Bruder übermannten ihn und er suchte (einen Ort) um zu weinen - und kam in die Kammer und weinte dort.
31 Und er wusch sein Angesicht und ging hhinaus und bezwang sich und sprach: Tragt das Essen auf.
32 Da deckte man für ihn gesondert und für sie gesondert und den MizRim (Ägypter), die mit ihm aßen, denn ein Greuel ist es den MizRim mit den IbhRim (Hebräer) Brot zu essen.
33 Und sie saßen vor ihm, der Älteste, gemäß seines Erstgeburtrechtes und der Jüngste, gemäß seiner Jugend. Da staunten die (ägyptischen) Männer und sahen sich gegenseitig an.
34 Und er hob den Wein von sich weg in Ehrerbietung zu ihnen hin, aber die Ehrerbietung zu BenjaMin hin, war um fünf Handhebungen mehr, als das Ihrige. Und sie tranken und berauschten sich mit ihm.
************* Erklärung *********************
)* EL, der Ernährer
freily:
Kapitel 44
1 Und er gebot dem Oberen über sein Haus und sagte: Fülle die Packen der Männer mit Nahrung, so viel wie sie zu Tragen vermögen und lege das Silber in den Bereich der Öffnung des Packens.
2 Meinen Kelch aber, den silbernen Kelch, legst du in den Bereich der Öffnung des Packens des Jüngsten und das Silber für die Waren. Und er tat entsprechend den Worten Josephs, das er geredet hatte.
3 Als der Morgen hell wurde, da entließen sie die Männer, samt ihren Eseln.
4 Und sie waren hinaus gegangen aus der Stadt und waren nicht weit entfernt, da sprach Joseph zu seinem Oberen, der über sein Haus gesetzt war: Steh auf, verfolge die Männer hinter ihnen her und hol sie ein, so sprichst du zu ihnen: Warum habt ihr Böses getan, anstatt des Guten?
5 Ist es nicht gerade der, mit dem mein Herr trinkt? Und mit dem er Weissagungen vorhersagt? Böses tat ihr in dem, was ihr getan habt.
6 Und er holte sie ein und sprach diese Worte zu ihnen.
7 Da sprachen sie zu ihm: Warum spricht der Herr diese Worte? Weit entfernt sei dies deinen Dienern, gemäß diesen Worten zu tun.
8 Das Silber das wir gefunden hatten im Bereich der Öffnung unserer Packen, brachten wir dir zurück aus dem Land Kanaan. Und wie sollten wir stehlen das Gold und Silber aus dem Haus deines Herrn.
9 Bei wem von deinem Dienern er gefunden wird, der sterbe, und wir, ja wir, werden meinem Herrn zum Diener.
10 Da sprach er: Nun doch, nach eueren Worten sei es also, bei wem er gefunden wird, der werde mir zum Diener, ihr aber, ihr werdet dann als schuldlos befunden.
11 Da machten sie schnell ab jeder ihren Packen und stellten sie auf die Erde und alle öffneten ihre Packen.
12 Und er prüfte nach und begann beim Ersten in seinem Bereich und kam zum Bereich des Jüngsten, und der Kelch wurde gefunden im Packen BenjaMins.
13 Da zerrissen sie ihre Kleider und jeder belud seinen Esel auf und sie kehrten zurück in die Stadt.
14 Und JehuDah und seine Brüder kamen in das Haus Josephs und er war noch dort. Und sie fielen vor ihm nieder.
15 Und Joseph sprach zu ihnen: Was ist das für eine Tat, welche ihr getan habt? Erkennt ihr nicht, daß ein Mann wie ich, zu weissagen vermag?
16 Da sprach JehuDah: Was sollen wir zu meinem Herrn sprechen, was sagen und mit was rechtfertigen? Der EloHim fand die Vergehung deiner Diener. Wir sind Diener meinem Herrn, wir alle und auch der, in dessen Hand der Kelch gefunden wurde.
17 Er aber sprach: Weitab sei es von mir, so etwas zu tun! Der Mann in dessen Hand der Kelch gefunden wurde, er wird mir zum Diener. Ihr aber, ihr steigt hinauf zu euerem Vater, zum Frieden ist es.
18 Da kam JehuDah zu ihm herzu und sprach: Bitte, mein Herr! Darf dein Diener noch ein Wort reden zu seinen Ohren und es entbrenne nicht dein Zorn gegen deinen Diener, denn du bist wie der Pharao.
19 Mein Herr fragte seine Diener und sprach: Ist bei euch noch ein Vater oder ein Bruder?
20 Und wir sprachen zu meinem Herrn: Wir haben noch einen alten Vater und einen jüngeren Bruder; aber dessen Bruder starb. So ist er allein, was seine Mutter betrifft und sein Vater liebt ihn.
21 Da sprachst du zu deinen Dienern: Bringt ihn herab zu mir, und ich will mein Auge auf ihn haben.
22 Wir aber sprachen zu meinem Herrn: Der Jüngling kann seinen Vater nicht verlassen, und würde er seinen Vater verlassen, so würde dieser sterben.
23 Da sprachst du zu deinen Dienern, wenn euer Bruder, der Jüngste, nicht zusammen mit euch herab steigt, dann werdet ihr mein Angesicht nicht sehen. (die hohe Auszeichnung würde fehlen. /Anmerkung).
24 Und es war, daß wir hinauf stiegen zu deinem Diener, meinem Vater, und wir berichteten ihm die die Worte meines Herrn.
25 Und unser Vater sprach: Kehret zurück und kauft für uns ein wenig Nahrung.
26 Da sprachen wir: Wir können nicht hinab steigen! Wenn der Jüngste mit uns kommt, so steigen wir hinab, denn wir können das Angesicht des Mannes nicht sehen, wenn unser jüngster Bruder nicht mit uns kommt.
27 Da sprach dein Diener, mein Vater, zu uns: Ihr erkennt, daß meine Frau mir zwei (jüngere) geboren hatte.
28 Der eine ist von mir weg gegangen und ich sprach: Zerrissen wurde er wohl wahr, und ich sah ihn hier nicht mehr.
29 Und nehmt ihr auch noch diesen von meinem Angesicht weg und begegnet ihm ein Unfall, so bringt ihr im Bösen mein ergrautes (Haupt) zum Scheol hinab.
30 Und wenn ich zu deinem Diener, meinem Vater, komme und der Jüngling ist nicht bei uns, denn seine Seele ist geknüpft an seine Seele,
31 so wird er, sobald er sieht, daß der Jüngling nicht bei uns ist, so stirbt er und deine Diener hätten das Ergraute (Haar) ihn mit Kummer zum Scheol hinab gebracht.
32 Denn dein Diener bürgte für den Jüngling bei meinem Vater und sagte: Wenn ich ihn nicht zu dir zurück bringe, so werde ich alle Tage vor meinem Vater in Schuld sein.
33 Und nun, laß doch deinen Diener anstelle des Jungen hier sein bei meinem Herrn als Knecht. Der Jüngling aber steige hinauf mit seinen Brüdern.
34 Denn wie könnte ich hinauf steigen zu meinem Vater, wenn der Jüngling nicht mit mir ist? So daß ich nicht sehe das Böse (Unglück), daß dann meinen Vater trifft.
************ Erklärung *********************
Der orientalische Sprachgebrauch ist nicht immer in einem einwandfreiem Deutsch zu übertragen, wenn der Sinn der damaligen Sprache nicht darunter leiden soll.
freily:
Kapitel 45
1 Da konnte sich Joseph nicht mehr bezwingen zu all denen die um ihn her standen, und er rief: Laßt jederman von mir hinaus gehen! So stand niemand bei ihm, als Joseph sich seinen Brüdern zu erkennen gab.
2 Und er ließ seine Stimme mit Weinen hören, und die aus MizraJim hörten es, und das Haus des Pharao hörte es.
3 Und Joseph sprach zu seinen Brüdern: ich bin Joseph, ist mein Vater noch am Leben? Aber seine Brüder konnten ihm nicht antworten, denn sie waren innerlich stark und anhaltend bewegt aufgrund seines Angesichts.
4 Da sprach Joseph zu ihnen: Kommt doch her zu mir! Und sie kamen zu ihm. Und er sprach: Ich bin Joseph euer Bruder, den nach MizraJim verkauftet.
5 Und nun seid nicht betrübt, und nicht entbrenne es eueren Augen, daß ihr mich nach hier verkauftet, denn als Lebenerhalter entsandte mich EloHim, euch im voraus.
6 Denn schon ein Doppeljahr ist der Hunger im Inneren des Landes, und noch sind es fünf Jahre in denen kein Pflügen und Ernten sein wird.
7 Und EloHim entsandte mich, euch im voraus, anzulegen für euch eine Bleibe im Land und euch leben zu lassen, als ein großes Entronnenes)*
8 Und nun, nicht ihr entsandtet mich hierher, denn es war EloHim; und er legte mich fest, dem Pharao zum Vater und zum Herrn über sein Haus und zum Herrscher allen Gebieten des Landes MizraJims (Ägyptens).
9 Seid schnell und steigt hinauf zu meinem Vater und sagt zu ihm: So spricht dein Sohn Joseph: EloHim legte mich fest zum Herrn über alles in MizraJim. Steige herab zu mir und bleib nicht stehen!
10 Und du wirst wohnen im Goschen und mir ein "Naher")' werden, du und deine Söhne und die Söhne deiner Söhne und dein Kleinvieh und dein Rindvieh und alles was dein ist.
11 Und ich halte einen Vorrat für dichdort, denn noch fünf Jahre ist der Hunger (im Land), daß du nicht entrechtet (verarmst) wirst, du und dein Haus und alles was dein ist.
12 Und da! Euere Augen und die Augen meines Bruder BinjaMin sehen, das mein Mund es ist, der zu euch spricht.
13 Und ihr berichtet es meinem Vater, all meine Herrlichkeit in MizraJim, und alles was ihr gesehen habt, geht schnell und bringt meinen Vater hier herab.
14 Und er fiel an den Hals seines Bruders BinjaMins und weinte und BinjaMin weinte an seinem Hals.
15 Und er küßte alle seine Brüder und weinte an ihnen, und danach redeten seine Brüder mit ihm.
16 Und die Stimme wurde gehört im Haus des Pharaos, die sagte: Die Brüder Josephs kamen! Und dies fand Wohlgefallen in den Augen des Pharao und in den Augen seiner Diener.
17 Und der Pharao sprach zu Joseph: Sprich zu deinen Brüdern: Spornt euere Lasttiere an und geht nach dem Land Kanaan,
18 und nehmt eueren Vater und eueren Hausstand )² und kommt zu mir! Ich will euch das Gute des Landes MizraJim geben, und eßt das Fett des Landes.
19 Dir aber ist geboten zu sagen: Tut dies: Nehmt euch aus dem Land MizraJim Wagen für euere Kinder und für euere Frauen und hebt eueren Vater darauf, und (dann) kommt ihr.
20 Und euere Augen schonen nicht euere Geräte, denn das Gute des Landes MizraJim ist euch zu eigen.
21 Und die Söhne Jisraels taten es so. Und Joseph gab ihnen Wagen auf Befehl aus dem Mund des Pharaos und gab ihnen Nahrung mit auf den Weg.
22 Ihnen allen, ja jedem, gab er Kleider zum wechseln, dem BinjaMin aber gab er dreihundert Scheqel Silber und fünf Kleider zum wechseln.
23 Und seinem Vater schickte er gemäß diesem zehn Lastesel vom Guten MizraJims und zehn Eselinnen, zu tragen Korn und Brot und Kost für seinen Vater, für den Weg (nach MizraJim).
24 Und er schickte seine Brüder weg und sie gingen; er sprach zu ihnen (noch): Schreckt nicht in Angst zurück auf eueren Weg.
25 Und sie stiegen hinauf aus MizraJim (weg) und kamen zum Land Kanaan, zu ihrem Vater Jakobh.
26 Und sie berichteten ihm und sagten: Joseph ist noch am Leben, und daß er Herrscher istin allen Gebiten des Landes MizraJim. Aber er erstarrte, denn er traute ihnen nicht.
27 Da sprachen sie zu ihm alle Worte Josephs, die er zu ihnen geredet hatte. Und er sah die Wagen, welche Joseph gesandt hatte, um ihn zu tragen; da lebte der Geisthauch ihres Vaters Jakobh auf.
28 Und Jisrael sprach: Es ist mir zuviel: Mein Sohn ist am Leben. Ich will gehen und ihn sehen, ehe ich noch sterbe.
******************* Erklärungen ******************************
)* im Sinne von: ein großes Symbol des Entrinnens vor dem Verderben. (zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Tenach).
)' Hebr. Qarobh: Jede nahestehende Person, nicht nur der Nächste.
)² Hebr. BaJit: Das Wort meint nicht nur ein Gebäude, sondern allgemein den gesamten Hausstand an einem Wohnort.
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