Autor Thema: Der PROZESS Jeschuas aus jüdischer Sicht > Lama Sabachtani <  (Gelesen 3096 mal)

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Offline ABA זאב ברנובסקי

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שלום כולם
Schalom zusammen,

Zu einem Beitrag: - Hat Jeschua sich selbst geopfert? -
mache ich eine Betrachtung und Verbindung zum Psalm 22,2 !!!

Sowie eine weitere Frage diesbezüglich:
Hat GOtt Jeschua geopfert oder dahingegeben oder gar VERLASSEN ? ? ?

Die Betrachtung des eigentlichen "Biblischen-Textes" in seinem Original klärt uns auf, dass hierbei etwas nachgeholfen wurde, (bes. in eigenwilligen Übersetzungen) und somit ein total falsches Bild entstand. Jedoch möchte ich Eingangs darauf aufmerksam machen, dass auch ich jetzt bei dieser Betrachtung zum Einen mit klaren FAKTEN arbeite, sowie auch andererseits auf HYPOTHESEN zurückgreifen werde.
(d.h. zunächst unbewiesene Annahmen von Tatsachen mit dem Ziel einen Beweis zu bestätigen)

Der "biblische" Knackpunkt ist Psalm 22,2; denn dort lautet das Original:

TANACH: אלי אלי למה עזבתני [eli eli lama asabtani]
LXX : > ο θεος οθεος μου προσχες μοι ινα τι εγκατελιπεσ με <
> Mein GOtt, mein GOtt warum hast du mich verlassen !? <

Die christlichen Endredakteure sowie auch die späteren Übersetzer (bes. Dr.Luther Übersetzungen), schoben dem sterbenden Rabbi Jeschua BenJosef dieses Psalm-Zitat zu, das er garantiert nicht so sagte!!!
Schon das griechische Original der Urschrift klärt uns auf, denn da heißt es :
(Matitjahu 27,46 und auch "ähnlich" in Markus 15,34 bei den letzten Worten Jeschuas am "Kreuz" )
>>> ηλι ηλι λεμα σαβαχθανι <<< [eli eli lema sabachtani]
(bzw. "ähnlich" Mk)

    >>> ελωι ελωι λεμα σαβαχθανι <<< [eloi eloi lema sabachtani]
Selbst die dabeistehenden Zeugen waren sich nicht ganz einig ob er wohl die Schriften (Ps. 22,2) zitiert, oder nach ELIA ruft oder letztlich "SEINEN" VATER (der auch unser aller Vater ist) meint!?
Der christlich redaktionelle spätere Einschub (Interpolation) klärt am wenigsten darüber auf, denn ...
... die sog. Übersetzung mit:

- was übersetzt ist: Mein GOtt, mein GOtt warum hast du mich verlassen -
Mt. >>> θεε μου θεε μου ινατι με εγκατελιπες <<<
[the´e mo-u the´e mo-u inati me egkatelipes]
Mk. >>> οθεος μου οθεος μου εις τι εγκατελιπες με <<<
[o the´os mo-u o the´os mo-u e-is ti egkatelipes me]

... hat nichts mit den letzten Worten Jeschuas zu tun !

und warum !?

Rabbi JESCHUA sprach bekanntlich den Dialekt der Landessprache nämlich ARAMÄISCH ! Dies sehen wir auch am Text und der betreffenden Übersetzung (auch wenn sie falsch ist)!
Jedoch SABACHTANI / σαβαχθανι in der Targumfassung hebr. als  שבקתני gesprochen kommt von dem Aramäischen זבחתני [sewachtani] und heißt richtig:

>>> (Warum) hast du mich geopfert/(bzw.)dahingegeben <<<

Das aramäische Wort זבחתני [sewachtani] meint mit opfern nicht das vergleichbare biblische opfern, wie wir es bei קרבן KORBAN / Opfer her kennen und schon im FORUM  beleuchteten. זבחתני [sewachtani] meint näher gesehen einfach etwas dahingeben, etwas opfern, weil es im Moment das Beste bzw. der beste Weg ist. Vergleichsweiser Ausdruck beim Schachspielen, da muss man manchmal eine Figur opfern, damit das Spiel bis zu Sieg weitergeführt werden kann. Das meint das aramäische > Sabachtani < !

Rabbi Jeschua BenJosef, den viele von uns in der Aufgabe des  priesterlichen Messias sehen, hatte sein Werk vollbracht. Deshalb stelle ich, sowie auch einige meiner Lehrer die Hypothese auf, dass Rabbi Jeschua sich auch als der königliche Messias sah. Nach dem Motto > Du bist der König ISRAELs < , ging er einen Weg, der nicht GOttes Plan war. Die jüdische Obrigkeit wollte ihn davon abbringen, sich als König MESSIAS zu sehen, unsere Vorfahren wollten ihn vor den RÖMERN und ihren grausamen Hinrichtungsmethoden retten, da die RÖMER keinen eigenmächtig ausgerufenen König duldeten, außer den vom Cäsar eingesetzten.
JESCHUA glaubte bis zum Schluß daran, dass ihn niemanden von seinem königlichen Weg abbringen konnte, selbst die drohende Hinrichtung durch die RÖMER.
Doch JaHWeHs , seines und unsers Vaters WEG, war nunmal anders.

Selbst am Ende seines Todeskampfes verstand Jeschua diesen WEG nicht und schrie deshalb :

>>> ηλι ηλι λεμα σαβαχθανι <<< [eli eli lama sabachtani]
> Mein GOtt , mein GOtt , warum hast du mich "einfach so sterben" lassen?


שלום אבא
Schalom ABA
זאב ברנובסקי


ZUSATZ:
Von allem abgesehen, war die Luther-Übersetzung am eigenwilligsten und lieferte gleich einen Text :
Mt 27,46    Mk 15,34 mit:
> Eli, Eli, lama asabtani < (was sogar nochnichteinmal in der gr. Originalfassung steht !!!) Jedoch erklärbar dadurch, dass Luther sowieso kein Hebräisch konnte (bzw. nur sehr mangelhaft) deshalb stammt dieser Torso auch von Melanchton, weil er wahrscheinlich als Hebräist um das leidige Problem des aramäischen Wortes >sabachtani< wußte, und ihm klar war, dass es nichts mit dem Psalm 22,2 und dem "GOtt-Verlassensein" zu tun hat!Die Betrachtung des eigentlichen "Biblischen-Textes" in seinem Original klärt uns auf, dass hierbei etwas nachgeholfen wurde, ([size=10]bes. in eigenwilligen Übersetzungen[/size]) und somit ein total falsches Bild entstand. Jedoch möchte ich Eingangs darauf aufmerksam machen, dass auch ich jetzt bei dieser Betrachtung zum Einen mit klaren FAKTEN arbeite, sowie auch andererseits auf HYPOTHESENzurückgreifen werde.
(d.h. zunächst unbewiesene Annahmen von Tatsachen mit dem Ziel einen Beweis zu bestätigen)
« Letzte Änderung: So., 09. September 2012, 04:37 von ABA זאב ברנובסקי »
GRUNDSATZ der kritischen Vernunft :
Wer wirklich an der Wahrheit Interesse hat, wird so verfahren,
dass er gerade Auffassungen, die er für besonders wichtig hält,
am schärfsten der kritischen Prüfung aussetzt !!!

Offline ABA זאב ברנובסקי

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zum FAQ Teil -2-
« Antwort #1 am: So., 09. September 2012, 04:34 »
 
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GRUNDSATZ der kritischen Vernunft :
Wer wirklich an der Wahrheit Interesse hat, wird so verfahren,
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