Autor Thema: Matthäus 13  (Gelesen 1938 mal)

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Matthäus 13
« am: Sa., 26. April 2014, 09:05 »
Schalom liebe Leser,

aus gegebenen Anlass erkläre ich mal die Gleichnisse des "Jesus" (Jeschua Ben-Josef) in der ursprünglichen Auslegung, wie sie der "Jesus" als jüdischer Rabbiner meinte.

Manche Leser der Schriften haben das Problem beim Lesen, daß sie danach suchen, ob ihre Meinung darin bestätigt wird. Das Geheimnis der frohen Botschaft der Torah besteht darin, daß selbst die Aposteln sich an die Schreibweise der "Sprache der Zweige" gehalten haben. diese "Sprache" wurde im Mittelalter unter dem Begriff "Kabbala" verballhornt, was mit der jüdischen Mystik der Kabbalah gar nichts zu tun hat. Diese "Sprache" aber erklärt der Schreiber Matthäus in diesem Kapitel zum Teil.

Zitat von: Matth.
Vom Sämann (1-3; die Einleitung bedarf keiner Erklärung)
  4 Als er säte, fiel ein Teil der Körner auf den Weg und die Vögel kamen und fraßen sie. 5 Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war; 6 als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte. 7 Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat. 8 Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht, teils hundertfach, teils sechzigfach, teils dreißigfach. 9 Wer Ohren hat, der höre!
Die Erklärung steht etwas weiter unten und wird in der Regel als Schlüssel dieser "Sprache" nicht verstanden, deshalb sagte der "Jesus" auch in Joh. 8,43: Warum versteht ihr meine Sprache nicht? Weil ihr mein Wort nicht hören könnt.
Deshalb ziehe ich jetzt einige Schriftstellen vor zum besserem Verständnis des Zusammenhanges:
Zitat
Die Deutung des Gleichnisses vom Unkraut
36 Dann verließ er die Menge und ging nach Hause. Und seine Jünger kamen zu ihm und sagten: Erkläre uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker. 37 Er antwortete: Der Mann, der den guten Samen sät, ist der Menschensohn (Israel; 2.Mo.4,22); 38 der Acker ist die Welt; der gute Samen, das sind die Söhne des Reiches (12 Söhne Jakobs); das Unkraut sind die Söhne des Bösen (Nationen & Abgefallene); 39 der Feind, der es gesät hat, ist der Teufel (=Verdrehtheit dieser Bösen); die Ernte ist das Ende dieser Welt; die Arbeiter bei dieser Ernte sind die Engel. 40 Wie nun das Unkraut aufgesammelt und im Feuer verbrannt wird, so wird es auch am Ende der Welt sein: 41 Der Menschensohn wird seine Engel aussenden und sie werden aus seinem Reich alle zusammenholen, die andere verführt und Gottes Gesetz übertreten haben, 42 und werden sie in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt. Dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen. 43 Dann werden die Gerechten im Reich ihres Vaters wie die Sonne leuchten. Wer Ohren hat, der höre!
Der Ofen ist ein Ort der besonderen Reinigung der abgefallenen Seelen und keine Hölle. An diesem Ort steht man an den beiden Säulen der Wahrheit und ist gebunden mit den Ketten der Gerechtigkeit und steht im Feuer der Erkenntnis.

Dieses Feuer ist keine physische Qual, sondern eine Qual an dem Erkennen an sich selbst, daß man es versäumt hat, richtig zu zuhören, wenn einem die Schriften erklärt wurden, weil die eigene Überheblichkeit als Teufel dir alles verdrehte.

Man steht sich selbst im Weg, die höheren Welten des eigenen Geistes zu verstehen.

Sinn und Zweck der Gleichnisse
10 Da kamen die Jünger zu ihm und sagten: Warum redest du zu ihnen in Gleichnissen? 11 Er antwortete: Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Himmelreichs zu erkennen; ihnen aber ist es nicht gegeben. 12 Denn wer hat, dem wird gegeben, und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat. 13 Deshalb rede ich zu ihnen in Gleichnissen, weil sie sehen und doch nicht sehen, weil sie hören und doch nicht hören und nichts verstehen. 14 An ihnen erfüllt sich die Weissagung Jesajas: Hören sollt ihr, hören, aber nicht verstehen; sehen sollt ihr, sehen, aber nicht erkennen. 15 Denn das Herz dieses Volkes ist hart geworden und mit ihren Ohren hören sie nur schwer und ihre Augen halten sie geschlossen, damit sie mit ihren Augen nicht sehen und mit ihren Ohren nicht hören, damit sie mit ihrem Herzen nicht zur Einsicht kommen, damit sie sich nicht bekehren und ich sie nicht heile. 16 Ihr aber seid selig, denn eure Augen sehen und eure Ohren hören. 17 Amen, ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte haben sich danach gesehnt zu sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und zu hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.

Die Deutung des Gleichnisses vom Sämann
18 Hört also, was das Gleichnis vom Sämann bedeutet. 19 Immer wenn ein Mensch das Wort vom Reich hört und es nicht versteht, kommt der Böse und nimmt alles weg, was diesem Menschen ins Herz gesät wurde; hier ist der Samen auf den Weg gefallen. 20 Auf felsigen Boden ist der Samen bei dem gefallen, der das Wort hört und sofort freudig aufnimmt, 21 aber keine Wurzeln hat, sondern unbeständig ist; sobald er um des Wortes willen bedrängt oder verfolgt wird, kommt er zu Fall. 22 In die Dornen ist der Samen bei dem gefallen, der das Wort zwar hört, aber dann ersticken es die Sorgen dieser Welt und der trügerische Reichtum und es bringt keine Frucht. 23 Auf guten Boden ist der Samen bei dem gesät, der das Wort hört und es auch versteht; er bringt dann Frucht, hundertfach oder sechzigfach oder dreißigfach.

Das Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen
24 Und Jesus erzählte ihnen noch ein anderes Gleichnis: Mit dem Himmelreich (gemeint ist ein Königreich) ist es wie mit einem Mann, der guten Samen auf seinen Acker säte. 25 Während nun die Leute schliefen, kam sein Feind, säte Unkraut unter den Weizen und ging wieder weg. 26 Als die Saat aufging und sich die Ähren bildeten, kam auch das Unkraut zum Vorschein. 27 Da gingen die Knechte zu dem Gutsherrn und sagten: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher kommt dann das Unkraut? 28 Er antwortete: Das hat ein Feind von mir getan. Da sagten die Knechte zu ihm: Sollen wir gehen und es ausreißen? 29 Er entgegnete: Nein, sonst reißt ihr zusammen mit dem Unkraut auch den Weizen aus. 30 Lasst beides wachsen bis zur Ernte. Wenn dann die Zeit der Ernte da ist, werde ich den Arbeitern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen; den Weizen aber bringt in meine Scheune.

Wirklich verbrannt bzw. der Existenz beraubt wird nur die Verdrehtheit, also das, was wir gerne als Teufel titulieren.

Das Gleichnis vom Senfkorn
31 Er erzählte ihnen ein weiteres Gleichnis und sagte: Mit dem Himmelreich (Königreich) ist es wie mit einem Senfkorn, das ein Mann auf seinen Acker säte (Staatsgründung i. d. Welt). 32 Es ist das kleinste von allen Samenkörnern; sobald es aber hochgewachsen ist, ist es größer als die anderen Gewächse und wird zu einem Baum, sodass die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen nisten.

Das Gleichnis vom Sauerteig
33 Und er erzählte ihnen noch ein Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit dem Sauerteig, den eine Frau unter einen großen Trog Mehl mischte, bis das Ganze durch säuert war.

Zitat
Die Bedeutung der Gleichnisse
34 Dies alles sagte Jesus der Menschenmenge durch Gleichnisse; er redete nur in Gleichnissen zu ihnen. 35 Damit sollte sich erfüllen, was durch den Propheten gesagt worden ist: Ich öffne meinen Mund und rede in Gleichnissen, ich verkünde, was seit der Schöpfung verborgen war.
Nun ja, vor ihm war aber der Rabbi Hillel, in dessen Schule er alles lernte, aber die Euphorie der kirchlichen Übersetzer verdrehten alles und übersetzen nach ihren Lehren und nicht nach der "Sprache der Zweige"!
Man muß lernen, solche Übertreibungen der Übersetzer zu erkennen und auszuklammern.

Zitat
Die Gleichnisse vom Schatz und von der Perle
44 Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn, grub ihn aber wieder ein. Und in seiner Freude verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte den Acker. 45 Auch ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. 46 Als er eine besonders wertvolle Perle fand, verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte sie.
Man hängt beim Erkennen der Schriften nicht mehr an unnützen Dingen und wirft seinen kranken Egoismus über Bord.

Das Gleichnis vom Fischnetz
47 Weiter ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Netz, das man ins Meer warf, um Fische aller Art zu fangen. 48 Als es voll war, zogen es die Fischer ans Ufer; sie setzten sich, lasen die guten Fische aus und legten sie in Körbe, die schlechten aber warfen sie weg. 49 So wird es auch am Ende der Welt sein: Die Engel werden kommen und die Bösen von den Gerechten trennen 50 und in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt. Dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen.
Abschluss der Rede
51 Habt ihr das alles verstanden? Sie antworteten: Ja. 52 Da sagte er zu ihnen: Jeder Schriftgelehrte also, der ein Jünger des Himmelreichs geworden ist, gleicht einem Hausherrn, der aus seinem reichen Vorrat Neues und Altes hervorholt. 53 Als Jesus diese Gleichnisse beendet hatte, zog er weiter.

Die Verse 54 bis 58 kommentiere ich nicht, da sie eigentlich klar sind mit der Ausnahme, daß das altgriechische Wort Tektonos Baumeister heißt, denn der Zimmermann wäre nur mit Tekton (Handwerker) zu erklären!

Und die "Hölle" der Christen habe ich bereits weiter oben erklärt, denn ich durfte diesen Ort sehen.

Liebe Grüße



Schreibfehlerkorrektur
« Letzte Änderung: Fr., 11. November 2016, 16:27 von freily »
Wer den richtigen Weg nicht sucht, ihn auch nicht findet.
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Matthäus 13
« Antwort #1 am: So., 04. Mai 2014, 10:20 »
Schalom liebe Leser,

Um die Aussagen des "Jesus" im Matthäus 13,14 zu verstehen:
Zitat
14 An ihnen erfüllt sich die Weissagung Jesajas: Hören sollt ihr, hören, aber nicht verstehen; sehen sollt ihr, sehen, aber nicht erkennen.
  habe ich den dazu gehörenden Kontext hervor geholt:

Zitat
Jesaja 6,9 Und er sprach: Geh hin und sprich zu diesem Volk: Hören, ja, hören sollt ihr und nicht verstehen! Sehen, ja, sehen sollt ihr und nicht erkennen! 10 Mache das Herz dieses Volkes unempfindlich, mache seine Ohren schwerhörig und verklebe seine Augen, damit es mit seinen Augen nicht sieht und mit seinen Ohren nicht hört und sein Herz nicht einsichtig wird und es nicht umkehrt und Heilung für sich findet! 11 Da sagte ich: Wie lange, Herr? Und er sprach: Bis die Städte verwüstet sind, ohne Bewohner, und die Häuser ohne Menschen und das Land zur Öde verwüstet ist. 12 Der HERR wird die Menschen weit fortschicken, und die Verlassenheit mitten im Land wird groß sein. 13 Und ist noch ein Zehntel darin, so wird es wieder dem Niederbrennen verfallen wie die Terebinthe (Terpentinbaum) und wie die Eiche, an denen beim Fällen ein Stumpf bleibt - ein heiliger Same ist sein neuer Trieb.

Durch diese Erklärung des "Jesus" über dieses Jesaja-Kapitel wird klar, daß mit dem neuen Trieb nicht die damalige römisch-griechische Kirche gemeint ist, sondern der neue Trieb sind diejenigen, die aus der Verfolgung gelernt haben, die Wahrheit zu lieben und dem EWIGEN Gehorsamkeit erweisen und die Barmherzigkeit nicht vergessen.
Aus einem israelischen Stumpf kann keine neue Religion entstehen, sondern eben diese alte Lehre wird neu belebt werden durch diesen neuen Trieb.

Und damit ist erwiesen, daß das Judentum weiterhin eine Sonderrolle inne hat und aus ihr der heilige Same hervor gehen wird, trotz aller Anfeindungen.

Denn die Zerstreuung der Israeliten in die ganze Welt hatte den tieferen Sinn, daß sich die Nationen nicht mit AUSREDEN retten können, indem sie vorgeben, für sie wäre ein Jude am Kreuz gestorben.
« Letzte Änderung: Fr., 11. November 2016, 16:30 von freily »
Wer den richtigen Weg nicht sucht, ihn auch nicht findet.
freily©

 

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