Autor Thema: Auslegungsirrtum -2- >der Glaube AN Christus< ?  (Gelesen 18690 mal)

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ABA

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Auslegungsirrtum -2- >der Glaube AN Christus< ?
« am: So., 27. September 2009, 08:59 »
                 

שלום כולם
Schalom zusammen,

Wie die meisten Themen hier im Forum ist auch der AUSLEGUNGS-IRRTUM sehr wichtig !
Ich möchte deshalb einen Teil 2 eröffnen, Nägel mit Köpfe machen, sowie FAKTEN und BEWEISE aufführen!

Dafür muß ich leider einmal wieder an den GRUNDPFEILEN des Christentums rütteln, um zu beweisen,
dass Übersetzungsfehler geheiligt wurden, ja sogar durch Übersetzungs-Fälschungen (denn so ungeschult kann kein Linguistiker sein)
DOGMEN im Christentum geschaffen wurden, die eigentlich schon als verantwortungslos gelten müssen!
Einwurf:
Warum kommen eigentlich vorwiegend nur wir JUDEN diesen Dingen auf die SCHLICHE ? ? ?

Die Aussage im Philipperbrief 3,9 des sog. "NTs" ist für die Christen u.a. das eigentliche FUNDAMENT
>>> AN Jesus zu glauben <<<
weil daraus gelesen wird: ... dass die Gerechtigkeit aus GOtt aufgrund des Glaubens AN CHRISTUS kommt !

Diese Übersetzung, Auslegung und Aussage die im sog. "NT" stehen soll, ist FALSCH. (weil sie nämlich nicht dort steht)
Der Urtext von Phil 3,9 stellt nichts anderes dar, als den beispielhaften > GLAUBEN Rabbi JESCHUAs <
an GOttes Gerechtigkeit !!!
es heißt hier:
Zitat
>... αλλα την πιστεως Χριστου ... <
... sondern durch den Glauben Christi ...
also nicht AN Christi glauben, sondern WIE Christi glauben!
(Rabbi JESCHUA ist ja wirklich ein Beispiel WIE der Glaube in die Tat umgesetzt werden kann)

und dies bestätigt sogar das sog. "NT" im Jakobusbrief 2,1 :
Zitat
> ... εχετε την πιστιν του κυριου ημων Ιησου Χριστου ... <
Meine Geschwister ... habt den Glauben unseres Herren Jesu Christi ...

Wäre dieses fundamentale DOGMA des  beispielhaften > GLAUBENS von Rabbi JESCHUA Ben JOSEF <
den CHRISTEN von Anfang an richtig gelehrt worden, hätte es uns allen in den vergangenen 1800 Jahren
viel LEID und NOT erspart !!!

שלום אבא
Schalom ABA
« Letzte Änderung: Mi., 22. Februar 2017, 23:38 von freily »

Deria

  • Gast
Antw:Auslegungsirrtum -2- >der Glaube AN Christus< ?
« Antwort #1 am: So., 27. September 2009, 11:57 »

Wie die meisten Themen hier im Forum ist auch der AUSLEGUNGS-IRRTUM sehr wichtig !
Ich möchte deshalb einen Teil 2 eröffnen, Nägel mit Köpfe machen, sowie FAKTEN und BEWEISE aufführen!

Dafür muß ich leider einmal wieder an den GRUNDPFEILEN des Christentums rütteln, um zu beweisen,
dass Übersetzungsfehler geheiligt wurden, ja sogar durch Übersetzungs-Fälschungen (denn so ungeschult kann kein Linguistiker sein)


DOGMEN im Christentum geschaffen wurden, die eigentlich schon als verantwortungslos gelten müssen!


Dazu will ich nicht viel sagen. Für mich ist Linguistik eine Sparte der "Wissenschaft" und daher genau so viel oder auch wenig Irrtum möglich, wie es bei Wissenschaftern eben möglich ist.  Ob das mit Ungeschult zu tun hat, kann ich auch nicht sagen. Irrtümer liegen im Bereich des Möglichen.  ;)

Zitat
Einwurf:
Warum kommen eigentlich vorwiegend nur wir JUDEN diesen Dingen auf die SCHLICHE ? ? ?


Ich glaube, Kritik ist eben nicht gleich Kritik. Und kritische Betrachtung nicht gleich kritische Betrachtung. Man muss dabei den Hintergrund mit berücksichtigen, WARUM  etwas mit kritischem Auge betrachtet wird.

Für Christen ist das NT verbindend. Warum auch immer! Für jüdisch Gläubige hingegen zählt das NT nicht. Von daher ist die Betrachtungsweise schon eine ganz andere.

Für mich daher klar, dass eher Juden auf solche Dinge stoßen. Weil sie eben anders Betrachten.... Was auf jeden Fall seine Berechtigung hat.

Zitat
Die Aussage im Philipperbrief 3,9 des sog. "NTs" ist für die Christen u.a. das eigentliche FUNDAMENT
>>> AN Jesus zu glauben <<<
weil daraus gelesen wird: ... dass die Gerechtigkeit aus GOtt aufgrund des Glaubens AN CHRISTUS kommt !

Diese Übersetzung, Auslegung und Aussage die im sog. "NT" stehen soll, ist FALSCH. (weil sie nämlich nicht dort steht)
Der Urtext von Phil 3,9 stellt nichts anderes dar, als den beispielhaften > GLAUBEN Rabbi JESCHUAs <
an GOttes Gerechtigkeit !!!
es heißt hier:
Zitat
>... αλλα την πιστεως Χριστου ... <
[size=12]... sondern durch den Glauben Christi ...
also nicht AN Christi glauben, sondern WIE Christi glauben!
(Rabbi JESCHUA ist ja wirklich ein Beispiel WIE der Glaube in die Tat umgesetzt werden kann)


Mein Problem: Es wird so viel gesagt und behauptet. Fragt man nach einer Quelle, sieht es schon ganz anders aus. Diese kann sehr oft nicht gebracht werden.
Ich meine damit Quellen, die Autorität haben und etwas als Wahr bestätigen.

Meine Frage an dich:

Wie kann ich feststellen, dass es im Urtext nicht so stand?
Oder anders gefragt: WAS ist in diesem Fall der Urtext?
Und noch mal anders gefragt: Wie kann ich mich als totaler Laie davon überzeugen, WAS nun stimmt und was nicht?

Wie weit wird der Philipperbrief von Paulus überhaupt als Wahr anerkannt? Denn selbst wenn wirklich im Urtext stand "WIE CHRISTUS" wundere ich mich darüber, dass Paulus Christus als seinen Herrn bezeichnet. Dass er nicht Gott, sondern Christus gewinnen will.
Ich selbst bin aus einem hier oft zitiertem Forum geflogen, weil ich diesen "Jesuskult" - wahrscheinlich viel zu oft - als Falsch kritisiert habe.
Das passt doch alles nicht ins Glaubensbild eines Juden, oder?

WAS will ich damit sagen/fragen? Wie weit macht es überhaupt Sinn den Worten "WIE"  oder "AN" auf den Grund zu gehen? Der ganze Philipperbrief wäre ja zu beanstanden und als Falsch zu verurteilen.

Zitat
und dies bestätigt sogar das sog. "NT" im Jakobusbrief 2,1 :
Zitat
> ... εχετε την πιστιν του κυριου ημων Ιησου Χριστου ... <
Meine Geschwister ... habt den Glauben unseres Herren Jesu Christi ...

Wäre dieses fundamentale DOGMA des  beispielhaften > GLAUBENS von Rabbi JESCHUA Ben JOSEF <


Frage: Wie weit kann ein gläubiger Jude akzeptieren, dass Jesus als Herr, oder "unser Herr der Herrlichkeit" gesehen wird. Würde ein gläubiger Jude Jesus als "Herrn" oder "Herrn der Herrlichkeit" ansprechen/verstehen?

Und noch eine Frage: Wie weit kann ein gläubiger Jude das NT überhaupt akzeptieren.

Zitat
Wäre dieses fundamentale DOGMA des  beispielhaften > GLAUBENS von Rabbi JESCHUA Ben JOSEF <
den CHRISTEN von Anfang an richtig gelehrt worden, hätte es uns allen in den vergangenen 1800 Jahren
viel LEID und NOT erspart !!!


Man darf es nicht leugnen. Christen haben im Namen Gottes sehr viel Leid angerichtet.

LG Deria


Lesbarkeit hergestellt
« Letzte Änderung: So., 12. November 2017, 10:52 von freily »

Elishua

  • Gast
Antw:Auslegungsirrtum -2- >der Glaube AN Christus< ?
« Antwort #2 am: So., 27. September 2009, 13:31 »
Zitat
Dazu will ich nicht viel sagen. Für mich ist Linguistik eine Sparte der "Wissenschaft" und daher genau so viel oder auch wenig Irrtum möglich, wie es bei Wissenschaftern eben möglich ist.  Ob das mit Ungeschult zu tun hat, kann ich auch nicht sagen. Irrtümer liegen im Bereich des Möglichen.

Sorry, wenn ich mich hier einmische - aber ich persönlich glaube, daß die Bibel ein Buch das "Wissen-Schaft" ist und nur mit Ruach-Kadosch verstanden werden kann! ;)

Shalom Elishua


Elishua

  • Gast
Antw:Auslegungsirrtum -2- >der Glaube AN Christus< ?
« Antwort #3 am: So., 27. September 2009, 15:47 »
Nein - es war einmal - bis ich meine jüdischen Wurzeln erkannte und auch betreffend Väterlicher-u. Mütterlicherseits recherchieren konnte. Väterlicherseits waren Orthodoxe Juden und Rabbis aus dem Stamm Levi vorhanden, sowie mir JWHW dies auch bestätigte.
Bin Messanische-Jüdin, bin aber auch noch am erlernen was mein Jüdisch sein betrifft!  Bin beim Hebräisch erlernen um die Tenach sowie NT besser zu verstehen und wie wir ja alle wissen, ist leider vieles betr. NT falsch übersetzt und überliefert worden. Bin am ausarbeiten von biblischen Themen und rechechieren, bin sehr wissensdurstig, bin aber auch radikal, wenn es um die Wahrheit JHWH geht! JHWH hat mich vor  6 Jahren aus dem Berufsleben genommen, bekomme EU-Rente um für IHN im Dienst zu sein und dies bin ich sehr gerne und dankbar, seine Dienern und Tochter sein zu dürfen!

Shalom Elishua

ABA

  • Gast
Antw:Auslegungsirrtum -2- >der Glaube AN Christus< ?
« Antwort #4 am: So., 27. September 2009, 18:31 »
שלום חמודים
Schalom ihr Lieben,

Deria schreibt und fragt:

Zitat
Fragt man nach einer Quelle, sieht es schon ganz anders aus. Diese kann sehr oft nicht gebracht werden.
Ich meine damit Quellen, die Autorität haben und etwas als Wahr bestätigen.
meine Frage:
Wie kann ich feststellen, dass es im Urtext nicht so stand?
Oder anders gefragt: WAS ist in diesem Fall der Urtext?
Der beste Urtext-Zeuge ist z.B. u.a. der SINAITICUS KODEX (um 350 n.Z. , heute immer noch im Original zu lesen)
Ebenfalls ist der "amtliche NT Text" >NESTLE / ALAND< die beste Grundlage für alle Recherchen !!!

Zitat
Wie weit macht es überhaupt Sinn den Worten "WIE"  oder "AN" auf den Grund zu gehen?
Liebe Deria, zwischen dem Sinn beider Wörter liegen WELTEN !
Ich kann in Jerusalem einen Pilger mit den gleichen Worten zur Klagemauer schicken oder genau in die Gegenrichtung!
Es kommt nur darauf an wohin mein erster Fingerdeut geht !  <  >  Nach Norden oder nach Süden!
Je nach dem kommt er an ! oder er IRRT solange umher, bis er wieder des richtigen Weges gewiesen wird!

Zitat
Wie weit kann ein gläubiger Jude das NT überhaupt akzeptieren.
Ich als liberaler Jude, akzeptiere das sog. NT voll und ganz mit allen Fehlern und Widersprüche,
als das Schrifttum der CHRISTEN !
Genauso wie der TALMUD für mich als Schrifttum des nachbiblischen Judentums gilt.
Wogegen ich den KORAN des Mohammed als eine IRRLEHRE bezeichne !!!

Zitat
Wie weit kann ein gläubiger Jude akzeptieren, dass Jesus als Herr, oder
"unser Herr der Herrlichkeit" gesehen wird.
Würde ein gläubiger Jude Jesus als "Herrn" oder "Herrn der Herrlichkeit" ansprechen/verstehen?
Ich auf keinen Fall!  8)
Die Vergöttlichung des jüdischen Rabbis JESCHUA Ben JOSEF ist irriges christliches Gedankengut!
Obwohl ich persönlich an den messianischen Auftrag Jeschuas glaube, denn die Botschaft zur Hinwendung
an den GOtt Avrahams, Izchaks und Jakovs an den GOtt ISRAELS ist der ganzen Welt verkündet worden!
Doch ihn als HErrn und GOttessohn (wie das sog. NT es schildert) anzunehmen,  muss ich ablehnen.
JEDOCH hindert dies mich nicht das KOMMEN des "königlichen" MESSIASSES sehnlichst zu erwarten!

Elishua betont:
Zitat
daß die Bibel ein Buch das "Wissen-Schaft" ist und nur mit Ruach-Kadosch verstanden werden kann!
Ich denke, liebe Elishua, dass der/die Gläubige von ganzem Herzen lesen und lernen sollte!
Man sollte prüfen und Vergleiche aus vergangenen Beispielen/Geschichte ziehen!
Der Segen und das Verständnis kommt von GOtt wie ein Geschenk!  > Darauf achtet ER schon! <

שלום אבא
Schalom ABA

Anmerkung aus dem hebräischen Sprachschatz:
Ruach HaKodesch (wbl.) = >Die "innenwohnenede" Kraft GOttes< !
Die christliche Übersetzung mit HErr Heiliger Geist (als eigene "Person") ist falsch!

Deria

  • Gast
Antw:Auslegungsirrtum -2- >der Glaube AN Christus< ?
« Antwort #5 am: So., 27. September 2009, 19:39 »
Danke ABA,

ich habe wieder einiges gelernt!

שלום חמודים
Schalom ihr Lieben,

Deria schreibt und fragt:

Zitat
Fragt man nach einer Quelle, sieht es schon ganz anders aus. Diese kann sehr oft nicht gebracht werden.
Ich meine damit Quellen, die Autorität haben und etwas als Wahr bestätigen.
meine Frage:
Wie kann ich feststellen, dass es im Urtext nicht so stand?
Oder anders gefragt: WAS ist in diesem Fall der Urtext?
Der beste Urtext-Zeuge ist z.B. u.a. der SINAITICUS KODEX (um 350 n.Z. , heute immer noch im Original zu lesen)
Ebenfalls ist der "amtliche NT Text" >NESTLE / ALAND< die beste Grundlage für alle Recherchen !!!
Ich habe diese Quellen leider (noch) nicht. Will sie mir aber unbedingt besorgen, wenn sie mir eine Hilfe bieten. Ich hoffe nur, ich als Laie komme da auch mit. Den Versuch ist es mir aber Wert.

Zitat
Zitat
Wie weit macht es überhaupt Sinn den Worten "WIE"  oder "AN" auf den Grund zu gehen?
Liebe Deria, zwischen dem Sinn beider Wörter liegen WELTEN !
Ich kann in Jerusalem einen Pilger mit den gleichen Worten zur Klagemauer schicken oder genau in die Gegenrichtung!
Es kommt nur darauf an wohin mein erster Fingerdeut geht !  <  >  Nach Norden oder nach Süden!
Je nach dem kommt er an ! oder er IRRT solange umher, bis er wieder des richtigen Weges gewiesen wird!
Hier haben wir uns wohl bisschen missverstanden. Mir ist schon klar, dass diese Begriffe grund verschieden sind. Ich meinte aber, dass man sich mit diesen Begriffen nicht unbedingt auseinander setzen muss, weil  - zumindest von jüdischer Seite - auch der Kontext nicht akzeptiert werden kann. Denn immerhin spricht Paulus ja von Jesus als seinem Herrn, den er gewinnen will. Und er spricht von von der Auferstehung Jesu.....
Kurz gesagt, das WIE oder AN ist doch nur ein Pünktchen in den Aussagen Paulus. Oder kann der Text von jüdisch Gläubigen so anerkannt und akzeptiert werden. Ich vermute: NEIN!

Zitat
Zitat
Wie weit kann ein gläubiger Jude das NT überhaupt akzeptieren.
Ich als liberaler Jude, akzeptiere das sog. NT voll und ganz mit allen Fehlern und Widersprüche,
als das Schrifttum der CHRISTEN !
Genauso wie der TALMUD für mich als Schrifttum des nachbiblischen Judentums gilt.
Wogegen ich den KORAN des Mohammed als eine IRRLEHRE bezeichne !!!
Das kann ich verstehen. Was ich nicht ganz verstehe. Ist das Schrifttum der Christen für Juden keine Irrlehre?

Zitat
Zitat
Wie weit kann ein gläubiger Jude akzeptieren, dass Jesus als Herr, oder
"unser Herr der Herrlichkeit" gesehen wird.
Würde ein gläubiger Jude Jesus als "Herrn" oder "Herrn der Herrlichkeit" ansprechen/verstehen?
Ich auf keinen Fall!  8)
Die Vergöttlichung des jüdischen Rabbis JESCHUA Ben JOSEF ist irriges christliches Gedankengut!
Obwohl ich persönlich an den messianischen Auftrag Jeschuas glaube, denn die Botschaft zur Hinwendung
an den GOtt Avrahams, Izchaks und Jakovs an den GOtt ISRAELS ist der ganzen Welt verkündet worden!
Doch ihn als HErrn und GOttessohn (wie das sog. NT es schildert) anzunehmen,  muss ich ablehnen.
Das verstehe ich!

Zitat
JEDOCH hindert dies mich nicht das KOMMEN des "königlichen" MESSIASSES sehnlichst zu erwarten!
Hier verstehe ich wieder nicht so ganz. WER ist der köngliche Messias?

Zitat
Anmerkung aus dem hebräischen Sprachschatz:
Ruach HaKodesch (wbl.) = >Die "innenwohnenede" Kraft GOttes< !
Die christliche Übersetzung mit HErr Heiliger Geist (als eigene "Person") ist falsch!
Wieder was gelernt! Danke!

Liebe Grüße

Deria

tricky

  • Gast
Antw:Auslegungsirrtum -2- >der Glaube AN Christus< ?
« Antwort #6 am: Mo., 28. September 2009, 10:02 »
Schalom zusammen!

Auf eine Aussage möchte ich kurz eingehen:

Zitat von: ABA
Die Vergöttlichung des jüdischen Rabbis JESCHUA Ben JOSEF ist irriges christliches Gedankengut! Obwohl ich persönlich an den messianischen Auftrag Jeschuas glaube, denn die Botschaft zur Hinwendung an den GOtt Avrahams, Izchaks und Jakovs an den GOtt ISRAELS ist der ganzen Welt verkündet worden! Doch ihn als HErrn und GOttessohn (wie das sog. NT es schildert) anzunehmen,  muss ich ablehnen. JEDOCH hindert dies mich nicht das KOMMEN des "königlichen" MESSIASSES sehnlichst zu erwarten!

Genau DAS ist jedoch der christliche Hauptgedanke. Jesus, Sohn des hl. Geistes und Maria. Daran werden sich die jüdisch-christlichen Welten immer trennen. Alle Aussagen auf Jesus als Sohn Gottes, Messias und damit anbetungswürdigen Teil der Gottheit müssen aus jüdischer Sicht Interpolationen sein, wenn sie das NT grundsätzlich als wahrheitsgetreue Offenbarung Gottes akzeptieren. Dass es damit ein schweizer Käse des Typs Emmentaler wird ist leider auch klar.

Insgesamt liegt mir mehr am Verbindenden als am Trennenden. Ich könnte auch den jüdischen Bereich mit Hinweisen, nein BEWEISEN (nennen wir es beim Namen!), dass Jesus die einzige Möglichkeit der Erfüllung der messianischen Aussagen aus dem AT ist. Aber warum sollte ich das tun? Würde uns das hier voran bringen, würde es Frucht bringen, uns näher zu Gott führen? Nein, deshalb mache ich das nicht.

Meine Bitte: Suchen wir das Verbindende und lassen wir das Trennende außen vor. Jeder möchte doch dazulernen, Gemeinschaft haben und Gott besser kennenlernen.

viele Grüße

Tricky
« Letzte Änderung: Mo., 28. September 2009, 15:11 von tricky »

susanna

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Antw:Auslegungsirrtum -2- >der Glaube AN Christus< ?
« Antwort #7 am: Di., 29. September 2009, 18:39 »
shalom aba,
ich hätte eine frage zu deinem posting am 27. sept. um 8.59.
da geht es um die übersetzung, an jeschuah oder wie jeschuah zu glauben.
1. ist es so, dass das NT in griechisch geschrieben worden ist?
2. wenn man dies in hebräsich nachlesen will, gibt es da eine übersetzung, die du empfehlen würdest.
3. ich habe eine bibel (Jüd. bibel und NT in einer hebräischen übersetzung), gibt es da auch soviele unterschiede, wie bei den christlichen bibeln in deutsch.
 
ich hoffe, mein satz ist nicht zu verschachtelt, und du kannst verstehen was ich meine.
den dieses an und wie würde mich sehr interessieren , selbst nachzulesen, kann ivrith lesen, aber leider nicht alles verstehen.

liebe grüße susanna

Offline freily

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Antw:Auslegungsirrtum -2- >der Glaube AN Christus< ?
« Antwort #8 am: Mi., 30. September 2009, 00:31 »
Schalom Elishua,
Ruach-Kadosch im christlichen "der Heilige Geist! ;)
nichts für ungut, aber der EWIGE G*TT ist Geist und Heilig und EINER !

Mit dem Ruach-Kadosch meinst Du ganz offensichtlich die "wirksame Kraft der Erkenntnis" die von G*TT kommt!

Oder irre ich mich da?

Denn das Wort Ruach ist nicht nur mit Geist allein zu übersetzen, sondern beinhaltet auch die "schöpferische Kraft".

Liebe Grüße
Wer den richtigen Weg nicht sucht, ihn auch nicht findet.
freily©

Offline freily

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Antw:Auslegungsirrtum -2- >der Glaube AN Christus< ?
« Antwort #9 am: Mi., 30. September 2009, 01:07 »
Schalom tricky,
Zitat von: ABA
Die Vergöttlichung des jüdischen Rabbis JESCHUA Ben JOSEF ist irriges christliches Gedankengut!
Genau DAS ist jedoch der christliche Hauptgedanke. Jesus, Sohn des hl. Geistes und Maria. Daran werden sich die jüdisch-christlichen Welten immer trennen. Alle Aussagen auf Jesus als Sohn Gottes, Messias und damit anbetungswürdigen Teil der Gottheit müssen aus jüdischer Sicht Interpolationen sein, wenn sie das NT grundsätzlich als wahrheitsgetreue Offenbarung Gottes akzeptieren. Dass es damit ein schweizer Käse des Typs Emmentaler wird ist leider auch klar.
Erstmal ganz ruhig durchatmen, daß hilft ungemein.

Eben dieser christlicher Grundgedanke eines Sohn G*TTes muß laut der Bibel irrig erscheinen, weil G*TT selbst sagt:
2.Mo 4,22 Und du sollst zu ihm sagen: So spricht der HERR: Israel ist mein erstgeborener Sohn;
Wir müssen hier also die Aussage G*TTes an die 1. Stelle rücken, weil nur G*TT der Fels sein kann, auf dem wir alles gründen dürfen !!!
Der kirchlich eingehauchte Phlegmatismus in dieser Sache läßt uns aber an der Wirklichkeit vorbei träumen.
G*TT JHWH ist die Richtschnur der Bibel, nicht die Meinung die ein Herr aus Tarsus hatte.
Zitat von: tricky
Insgesamt liegt mir mehr am Verbindenden als am Trennenden. Ich könnte auch den jüdischen Bereich mit Hinweisen, nein BEWEISEN (nennen wir es beim Namen!), dass Jesus die einzige Möglichkeit der Erfüllung der messianischen Aussagen aus dem AT ist.
Eben nicht tricky, denn dein "Beweis" würde an vier Bibelstellen scheitern, wie diesen hier:
Jeremia 30,7 Wehe, es ist ein gewaltiger Tag, und seinesgleichen ist nicht gewesen, und es ist eine Zeit der Angst für Jakob; doch soll ihm daraus geholfen werden. 8  Es soll aber geschehen zu dieser Zeit, spricht der HERR Zebaoth, daß ich das Joch auf deinem Nacken zerbrechen will und deine Bande zerreißen. Sie werden nicht mehr Fremden dienen, 9 sondern dem HERRN, ihrem Gott, und ihrem König David, den ich ihnen erwecken will.
(Erwecken heißt Auferstehen !!!)

Oder diese Stelle:
Hes 34,23 Und ich will ihnen einen einzigen Hirten erwecken, der sie weiden soll, nämlich meinen Knecht David. Der wird sie weiden und soll ihr Hirte sein...

Auch ein anderer Prophet hatte dieselbe Sichtweise:
Jesaja 55,
3Neigt eure Ohren her und kommt her zu mir! Höret, so werdet ihr leben! Ich will mit euch einen ewigen Bund schließen, euch die beständigen Gnaden Davids zu geben. 4 Siehe, ich habe ihn den Völkern zum Zeugen bestellt, zum Fürsten für sie und zum Gebieter.

Auch spätere Propheten hatten das gleiche Bild:
Hosea 3, 5 Danach werden die Söhne Israels umkehren und den Herrn, ihren Gott, suchen
 und ihren König David.

Müsig zu erwähnen, das David nur noch Fürst sein wird, weil der König G*TT selbst sein wird.
Zitat von: tricky
Aber warum sollte ich das tun? Würde uns das hier voran bringen, würde es Frucht bringen, uns näher zu Gott führen? Nein, deshalb mache ich das nicht.
Aber es bringt auch nichts, wenn man Schriftstellen einfach überspringt oder "nur" den Juden zuordnet, weil der ewige G*TT von seinem einmal eingeschlagenen Weg um kein JOTA abweichen wird, nur weil Christen ihren Jesus haben.
Nicht umsonst hat Jesus auf das "Gesetz" und die Propheten im Matth. 5,17+18 verwiesen, die er auch ausführte, wie das altgriechische Wort plerosai in Wirklichkeit heißt.
Zitat von: tricky
Meine Bitte: Suchen wir das Verbindende und lassen wir das Trennende außen vor. Jeder möchte doch dazulernen, Gemeinschaft haben und Gott besser kennenlernen.
ja eben, aber das heißt auch in erster Konsequenz den EWIGEN G*TT, den Vater aller Dinge den Gehorsam zu erbringen, den der Respekt vor seiner Allmacht erfordert.
Sein WILLE wurde von Jesus extrapoliert und nicht der Wille Jesu!

Die Sohnschaft eines Volkes wird bei Christen auf eine Person ihrer Wahl reduziert, und daß ist unbiblisch !!!


Liebe Grüße
« Letzte Änderung: Mi., 30. September 2009, 11:14 von freily »
Wer den richtigen Weg nicht sucht, ihn auch nicht findet.
freily©

ABA

  • Gast
Antw:Auslegungsirrtum -2- >der Glaube AN Christus< ?
« Antwort #10 am: Mi., 30. September 2009, 05:46 »
שלום שושנה
Schalom Schoschana,

shalom aba,
ich hätte eine frage zu ...
1. ist es so, dass das NT in griechisch geschrieben worden ist?
Das sog. "Neue Testament" mit seinem 27 Schriften Kanon ist uns erst seit dem Jahre 367 u.Z.
Die Konstellation ist uns erst im Osterbrief des Athanasius von Alexandrien bekannt.
Das sog. "NT" ist in altgriechisch (eine [Schrift]sprache die noch bis vor 25 Jahren von den Mönchen im SINAI gesprochen wurde)!
Es gab dann erst Übersetzungen wie u.a. PESCHITTA (syrisch), VULGATA (latain), WULFILA (gotisch)!
Vorher existierten nur 100erte von Manuskripten in den verschiedenen Gemeinden der Antike!
Ma?geblich waren die 3 großen >HERREN-BERICHTE< !
In Fachkreisen spricht man auch noch von einem Evangelium Q (das sog. QUELL-Evangelium)!
dies ist jedoch m.Ea. reine Theorie! Beweis: Man hat bis heute noch kein Evangelium >Q< gefunden.
Bedingt durch Fälscher und Schwärmer im "jungen" Christentum, sowie das Aufkommen der Gnostiker,
bei denen sich ein gewisser MARCION hervortat, war dies der Anlass für den damaligen "christlichen KLERUS"
die Schriften zu ordnen und zu organisieren und zusammenzustellen!
Eines der wichtigsten Zeugnisse ist u.a. der besagte SINIAITICUS-KODEX (gefunden von dem dt. Graf von Tischendorf)

kurzum: Die christliche Originalsprache ist: > altgriechisch <
- und die sollte man beherrschen oder zumindest GUT damit UMGEHEN können, bevor man auf die Menschheit losgelassen wird !!! -

Zitat
2. wenn man dies in hebräsich nachlesen will, gibt es da eine übersetzung, die du empfehlen würdest.
Ich kenne eigentlich nur schlechte und weniger schlechte !
Wir handhaben es so, dass wir Aussagen des sog. "NTs" vom altgriechischen "speziell" rückübersetzen !
Somit kommen wir bei einigen hebräischen "NT"-Aussagen auch zu unterschiedlichen Auffassungen!

שלום אבא
Schalom ABA

Cherkahphael

  • Gast
Antw:Auslegungsirrtum -2- >der Glaube AN Christus< ?
« Antwort #11 am: Mi., 30. September 2009, 13:17 »
Aba und andere,


Sorry, wenn ich nachfragen möchte. Ist das NT nur griechisch geschrieben oder gibt es althebräische oder aramäische Schriften der NT? Mein messianischer Freund behauptet es, dass griechische NT erfunden ist. Die hebräische Orginale der NT sind ausgerottet. Wie soll ich das verstehen?

PS: Gibt es eine Liste, dass ich nachschauen, welche messianische Gruppen in der USA eine Sekte sind? Das gehört eigentlich nicht zum Thema!

Shalom

susanna

  • Gast
Antw:Auslegungsirrtum -2- >der Glaube AN Christus< ?
« Antwort #12 am: Mi., 30. September 2009, 14:18 »
shalom aba, vielen dank für deine sehr gute und gut verständliche erklärung.
lg schosch

Offline Aisha

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Antw:Auslegungsirrtum -2- >der Glaube AN Christus< ?
« Antwort #13 am: Mi., 30. September 2009, 20:19 »
Schalom Cherkahphael,

erstmals willkommen hier im Forum.

Zitat
Sorry, wenn ich nachfragen möchte. Ist das NT nur griechisch geschrieben oder gibt es althebräische oder aramäische Schriften der NT? Mein messianischer Freund behauptet es, dass griechische NT erfunden ist. Die hebräische Orginale der NT sind ausgerottet. Wie soll ich das verstehen?

Die Manuskripte des NT , die bisher gefunden wurden, sind alle auf griechisch verfasst. Dass es zuerst Schriften in hebräischer Sprache gegeben hätte, kommt von einer Aussage in der frühchristlichen Literatur. Dort behaupetet einer der sogenannten "Kirchenväter", dass Markus sein Evangelium zuerst auf hebräisch verfasst habe, dies dann "schlecht ins Griechische übersetzt" worden wäre.
Dies ist meines Wissens die einzige Quelle (vielleicht weiß Aba mehr), dass es überhaupt jemals eine hebräische christliche Schrift gegeben hat.

Bis heute ist dies nicht bewiesen, weil es keine hebräischen Schriftfunde gibt.

schalom

Aisha

Cherkahphael

  • Gast
Antw:Auslegungsirrtum -2- >der Glaube AN Christus< ?
« Antwort #14 am: Mi., 30. September 2009, 20:51 »

Bis heute ist dies nicht bewiesen, weil es keine hebräischen Schriftfunde gibt.



Danke, Aisha, für die ehrliche Antwort.

 

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