Autor Thema: Die Seelen  (Gelesen 1870 mal)

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Die Seelen
« am: Do., 19. November 2009, 09:42 »
Die zwei Seelen des Menschen

Der Sitz der von der Erde stammenden tiergleichen Seele liegt bei jedem Israeliten im Herzen, in der linken , mit Blut gefüllten Herzkammer. Es steht geschrieben: Denn das Blut ist die Nefesch. Folglich sind alle Begierden: Prahlerei, Zorn und ähnliche Leidenschaften im Herzen. Vom Herzen über den gesamten Körper bis zum Gehirn breitet sie sich aus damit man über sie Nachdenken kann und schlau wird.

Der Sitz der göttlichen Seele liegt gegensätzlich im Gehirn des Kopfes. Von dort aus entfaltet sie sich in den gesamten Körper bis in die rechte blutleere Herzkammer, die abwechselnd von Blut geflutet wird.
Es steht geschrieben, der Weise hat das Herz zu seiner Rechten. Er spürt die pulsierende G*TTesliebe aus der rechten seines Herzens. Sie ist der Ursprung von G*TTesliebe die glühend aufflodert im Herz des Verständigen, welche durch das Wissen im Gehirn sich zur Liebe entfaltet und so verstehen und durchdenken. Es ist der selbe Ursprung von herzhafter Freude an der Pracht und Herrlichkeit G*TTes. Diese Freude wird erweckt, wenn die Augen in Verbindung mit dem Gehirn die Herrlichkeit des Königs und der Pracht seiner Großartigkeit ansichtig werden. Diese sind, wie anderorts erklärt wird, unergründlich und unausspürbar grenzenlos.

Nun steht aber geschrieben: "Und ein Volk wird mächtiger als das andere".

Der Körper wird "kleine Stadt" genannt, in dem zwei "Könige" um eine Stadt kämpfen, die jeder der Beiden einnehmen und beherrschen möchte. Jeder ist gewillt, die "Bewohner" nach seinem Willen zu leiten, so dass sie seiner Disziplin in all dem gehorchen, was der jeweilige König verfügt.
Ebeso führen die tiergleiche Seele und und die G-ttliche Seele um den Körper und die Gliedmaßen einen "Krieg".

Wer Kenntnisse über die Sephirot hat, der wird jetzt erkennen um was es sich hierbei handelt, alle anderen müssen um diese Erkenntnis beten und arbeiten.

Das bedeutet im Einzelnen, dass die drei Gehirne des Kopfes mit dem Chochmah-Binah-Daat der g-ttlichen Seele durchdrungen werden. Also mit der  Weisheit über G*TT und dem Verständnis SEINER, um SEINE unergründliche und unendliche Größe zuerwägen. Mittels Daat, werden Ehrfurcht im Gehirn und Furcht vor G*TT im Herzen geboren. Ebenso die Liebe zu G*TT, die im Herzen der Menschen wie Feuergkuten lodert, so dass sich seine Seele sehnt, ja sogar mit Begehren und Streben schmachtet, dem gepriesenen Ejin Sof mit ganzem Herzen, ganzer Seele und ganzer Kraft anzuhangen von der tiefe des Herzens der rechten Herzkammer. Das innere des Herzens wird mit Liebe ausgekleidet, sie ist voll und ausgefüllt damit und die Liebe ergießt sich dann auch in die linke Herzkammer, um  ihr Element des "bösen Wassers" - die Begierde des Irdenen - zu unterdrücken. So wandelt sie und formt sie weltlichen Genüssen in um in G*TTesliebe.

So steht geschrieben: Du sollst deinen G*TT ehren und Lieben mit deiner ganzen Seele (beide) und von ganzem Herzen (rechte & linke Kammer). Dies erfordert ein Steigern seiner Selbst um den Grad "der mächtigen Liebe" zu erlangen, einer Liebe, die selbst Feuergluten gleich, "heftige Liebe" übertrifft.
Dieser Grad der Liebe wird im Vers, als "Liebe in Genüssen" bezeichnet. Dieser Genuss wird g*ttähnlich der künftigen Welt empfunden im Gehirn das die Weisheit und Intellekt enthalten. Das sich am Verstehen G*TTes und am Wissen über IHN je nach dem induviduellen Begreifen erquickt.

Dieser Genuss entspricht den Aspekten "Saat" und "Wasser", das heißt, das in der Heiligkeit der g*ttlichen Seele gesäte Licht wandelt das in der tiergleichen Seele enthaltene Element "Wasser", von dem zuvor die Begierde nach weltlichen Genüssen kam, zum Guten um.

Das Böse wird umgewandelt zum absolut Guten, wie der gute Trieb der g*ttlichen Seele selbst.

Die g*ttliche Seele wünscht ferner, dass alles im Allem die Attribute des Herzens den Menschen durchdringen und das gesamte Sprachvermögen des Mundes und der Gedanke des Gehirns in den Gewändern der Ehrfurcht vor G*TT wandeln.

Dies ist das Nachsinnen über G*TT und SEINE Torah, über die der Mensch den gesamten Tag hindurch spreche, so dass sein Mund nicht vom  Lernen verstummt. Und die Tatkraft seiner Hände und der übrigen Glieder , - das dritte Gewand der g*ttlichen Seele -  sich ausschließlich mit der Ausführung der Gebote beschäftigt.

Der Wille der tiergleichen irdenen (Kelipah) -Seele jedoch besteht im genauen Gegenteil. Dies ist zum Wohl des Menschen, auf dass er sie überwältige und bezwinge, durch Vernunft, aber nicht durch Unterdrückung, sondern der Kelipah Einfühlung vermittle!

Quelle: Aus der Kabbalah-Schule
Wer den richtigen Weg nicht sucht, ihn auch nicht findet.
freily©

 

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